Merkel in Rosenheim: „Hau ab!“-Rufe werden von Auftritt zu Auftritt lauter

Merkel versprach in Rosenheim, man werde dank Überwachungsstaat bald wieder joggen können, aber das genügte nicht, um die Stimmung zu erhellen.  Eine Augenzeugin berichtet aus Rosenheim:

«Ich war dabei. Es war irrsinnig laut. Es waren nicht die mit den AfD Schildern, die laut waren. Es waren rundherum Menschen, die ihre Wut kaum im Zaum halten konnten. Ich kam mir vor, wie in einem Gruselfilm. Wie Angela Merkel das aushalten kann, ist mir völlig schleierhaft. Es geht doch bei ihren ganzen Wahlauftritten so zu. Merkt die nicht, oder will die nicht merken, wie groß die Ablehnung in der Bevölkerung ist. Ich muss auch sagen, dass die, die ihr Beifall geklatscht haben, ausgewählte Leute waren, die erst ein paar Minuten vor ihrem Auftritt auf ihre Plätze gewiesen wurden. Alle die hinter der immensen Absperrung waren, hatten schon einige Zeit im Regen ausgehalten. Das waren „echte“ Zuschauer. Dass rundrum die Betonboller, im Voksmund auch „Merkel-Lego“ genannt, aufgestellt waren, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Es war das erste Mal, dass ich sowas live erlebt habe. Das, was so im TV rüberkommt, ist dagegen Kindergarten.»

Im völkerwanderungsgeplagten Rosenheim erwartete Merkel ein besonders unfreundlicher Empfang. In der Messerstecher- und Friedensstadt, in der die Deutschen zuerst zur Minderheit werden, ging es ruhiger zu, aber es gibt eine reale Volksstimmung jenseits der Umfragen, die mit 14-15% AfD rechnen lässt. Hinter den Buhrufen bei Merkels Marktplatzauftritten stehen offensichtlich nicht nur ein paar Aktivisten. Politiker bekommen Fracksausen, greifen nach stumpfen Keulen und werfen Steine aus dem Glashaus. Besonders beliebt wird neuerdings die Forderung, die AfD mithilfe des Bunten Verfassungsgerichts zu zu verbieten. Dessen neusten bunten Doktrinen zufolge war vermutlich auch die CDU bis vor kurzem eine rechtsextreme Partei. Die CSU fragt sich, warum sie nicht vorher noch härter gegen die AfD vorging und besinnt sich zugleich auf ihren Bayern-Plan. Ohne eine verbindliche Begrenzung der jährlichen humanitären Zuwanderung auf 200.000 Personen werde sie sich nicht an einer Regierung beteiligen, versprach Horst Seehofer vorgestern, und stößt damit auch schon in der CDU auf Zustimmung. Zwar sind 200K immer noch selbstmörderisch, aber auf das Prinzip kommt es an. Für Buntparteien gilt bisher „100% Menschenwürde, 0% Volksinteressen“ und sie planen die totale Abschaffung Deutschlands in wenigen Jahren. Die CSU weicht davon ab. Konsequenterweise müsste die CSU dann aber auf Schwarzblau zusteuern, was den Grundwerten vieler gestandener CDU-Mitglieder entspräche und sich vielleicht unterschwellig hier und da abzeichnet. Im Moment hat Nazifizierung des neuen Konkurrenten Vorrang, aber wir können auf eine dynamische Legislaturperiode mit österreichischen bis osteuropäischen Entwicklungen hoffen.
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philosophia perennis

(David Berger) Mit jedem Wahlkampfauftritt den Bundeskanzlerin Angela Merkel absolviert, werden die Pfiffe und Buhrufe immer lauter. Einen Höhepunkt erreichten diese Unmutsbekundungen gestern im oberbayerischen Rosenheim.

Unter der Headline „Wahlkampf in Rosenheim: Grenzenloser Groll gegen Merkel“ berichtet der Merkur:

„Wo die Kanzlerin auftritt auf ihrer Deutschlandtour, sind derzeit lautstarke Kritiker dabei. Sie mischen sich so nah wie möglich unter interessierte Besucher.“

Und weiter äußerst kritisch und ohne die übliche Attitüde der gleichgeschalteten Nannymedien:

„Es wird ein sonderbarer Abend, und irgendwie auch ein trauriger. Die extreme Polizeipräsenz in der Stadt sagt viel über die aufgeheizten Zeiten aus. Und Merkels Rede, 35 Minuten, lässt viele Zuhörer ratlos zurück. Denn auch in Rosenheim, im Süden Oberbayerns, der eigentlich eher konservativ eingestellt ist und in der Flüchtlingskrise 2015/16 neben Südostbayern die extremsten Lasten schultern musste, hält Merkel ihre 08/15-Wahlkampfrede. Stabilität, Europa, Familienpolitik – alles wichtige Fragen, doch nicht die drängendste. In der Flüchtlingspolitik…

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