Hirschaid: konzertierter Antanz und Schlägerei auf Volksfest

Das malerische oberfränkische 12000-Seelen-Städtchen Hirschaid ist definitiv bunt, und seine Brauereien brauen keineswegs braunes Bier.  Unter Mitwirkung der gesamten Gemeinde betreibt die Katholische Kirche und Caritas dort die vorbildliche Kampagne „Hirschaid ist bunt“, die sich nicht nur für freundlichen Umgang mit den „Flüchtlingen“ sondern auch für deren vermehrte Aufnahme und sofortige dauerhafte Integration einsetzt und Mitbürger, denen die daran zweifeln, ob wir in so einem Deutschland dann gut und gerne leben werden, als verstockte Fremdenfreinde ausgrenzt.
Jetzt ist es aber schon wieder zu einem merkwürdigen Zufall gekommen. Auf einem Volksfest gingen Flüchtlinge konzertiert auf einheimische Mädchen los. 3 wurden festgenommen, der Haupttäter ist noch flüchtig. Bürgermeister Klaus Hohmann (CSU), der das Bunte Hirschaid zur Chefsache gemacht hatte, sieht Schuld bei rechten Hetzern.

Zu den Aufgaben von „Hirschaid ist bunt“ gehörten nicht zuletzt volkspädagogische Bemühungen, diejenigen Mitbürger, die Probleme mit migrantischer Kriminalität sehen und an der Eignung der vom Hirschaider Frauengospelchor „Newcomers“ gefeierten Ankömmlinge zur Integration in ein Land, in dem wir gut und gerne leben, zweifeln wollen, als gefährliche Dummerchen darzustellen. Wenn unter Flüchtlinge Terroristen sind, sei das genau so ein Zufall wie wenn unter Bankkunden Bankräuber sind, und wer einen engeren Zusammenhang zwischen „Flüchtlingen“ und Kriminellen herstelle, sei ein dumpfer Fremdenfeind, der seinen Verstand nicht benutze, belehrt Hirschaid seine Mitbürger noch am 5. Januar 2017 im Geiste der gruppenbezogenen Menschenfreundlichkeit.
Jetzt ist es aber schon wieder zu einem äußerst bedenklichen Zufall gekommen, über den dann auch noch berichtet werden musste:

Auf einem Volksfest in Oberfranken wurden am Wochenende drei Mädchen begrapscht. Nun hat die Polizei Haftbefehle gegen drei mutmaßliche Mittäter erlassen. Nach dem Hauptverdächtigen wird weiterhin gefahndet.
Nach sexuellen Übergriffen auf drei Jugendliche auf einem Volksfest im oberfränkischen Hirschaid sind Haftbefehle gegen drei zuschauende Asylbewerber erlassen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Polizei am Montag mitteilten, sollen am Samstagabend zunächst zwei Mädchen im Alter von 13 und 16 Jahren von einer Gruppe Männer abgedrängt und von einem Unbekannten unsittlich berührt worden sein. Dabei sollen die drei Tatverdächtigen im Alter von 16 und 19 Jahren zugesehen haben.
Wenig später soll dieselbe Männergruppe eine 17-Jährige unter einer Brücke festgehalten haben; sie wurde den Angaben zufolge ebenfalls begrapscht.
Der mutmaßliche Täter des zweiten Vorfalls konnte von einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes festgehalten werden – wurde dann aber von den drei Asylbewerbern gewaltsam befreit. Während das Trio wenig später festgenommen wurde, fahndete die Polizei zunächst vergeblich nach dem Haupttäter. Ob auch er ein Asylbewerber ist, muss noch ermittelt werden. Zudem sucht die Polizei weitere Beteiligte aus der Gruppe. Bislang ist unklar, wie viele Personen die Mädchen bedrängten.
Schlägerei zwischen „zwei größeren Gruppen“
Die Festgenommenen kommen aus dem Irak und Syrien und haben laut Staatsanwaltschaft Asyl in Deutschland beantragt. Ein Richter erließ am Sonntag Haftbefehl. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft.
Nach den sexuellen Übergriffen war es nach Polizeiangaben zudem zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen „zwei größeren Gruppen“ von Einheimischen und Asylbewerbern gekommen. Dabei habe es eine Schlägerei gegeben, bei der auch Bierkrüge geflogen sein sollen. Mindestens ein Mensch wurde dabei leicht verletzt. Ob die sexuellen Übergriffe und die Schlägerei in einem Zusammenhang stehen, war zunächst unklar.

Hirschaid ist buntDass sich immer wieder Männer mit zweifelhaften geistig-moralischen Qualitäten unter die Flüchtlinge mischen, daran sind nicht die Flüchtlinge schuld.
Nicht Flüchtlinge sondern Männer sind das Problem.
Das zeigt auch die anschließende rassistische Schlägerei und die Ausschlachtung durch rechtspopulistische Blogs, die solche Zufälle auch noch in Verbindung mit anderen Zufällen von Neujahrsfeiern und Volksfesten in Kulmbach, Chemnitz, Schorndorf oder gar Sexualdelikten bringen, die es schon immer gab.

Diesmal handelte es sich um das Volksfest „Kirchweih Hirschaid“ gehandelt haben.  Veranstalter ist „Markt Hirschaid“, also genau die Organisation, die auch die kirchennahe Kampagne „Hirschaid ist Bunt“ betreibt. Bürgermeister Klaus Homann (CSU) hat sich stets den Kampf gegen Rechts zur Chefsache gemacht und setzt ihn nun fort:

N-TV berichtet ferner:

Vier Tage lang feiern die Einwohner der Marktgemeinde Hirschaid ihr Kirchweihfest: In diesem Jahr jedoch kippt die Stimmung. Drei Mädchen werden Opfer sexueller Gewalt. Festbesucher liefern sich eine Massenschlägerei mit Asylbewerbern.
Nach sexuellen Übergriffen auf Jugendliche am Rand eines Volksfests im oberfränkischen Hirschaid hat die Polizei drei Beschuldigte festgenommen. Dabei handelt es sich laut Angaben der Behörden um drei Asylbewerber. Ihnen wird vorgeworfen, bei den Misshandlungen zugeschaut und den Täter geschützt zu haben. Nach dem Hauptverdächtigen wird noch gefahndet.
Der Fall erregt über die Region hinaus Aufsehen: Wie die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Polizei in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, sollen am Samstagabend zunächst zwei Mädchen im Alter von 13 und 16 Jahren von einer Gruppe Männer abgedrängt und von einem Unbekannten unsittlich berührt worden sein. Dabei sollen die drei Tatverdächtigen im Alter von 16 und 19 Jahren zugesehen haben.
Wenig später soll dieselbe Männergruppe eine 17-Jährige unter einer Brücke festgehalten haben; sie wurde den Angaben zufolge ebenfalls begrapscht. Den mutmaßlichen Täter des zweiten Vorfalls hielt ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes fest – der Mann wurde dann aber von den drei Asylbewerbern gewaltsam befreit.
Während das Trio kurz danach festgenommen wurde, suchte die Polizei zunächst vergeblich nach dem Haupttäter. Ob auch er Asylbewerber ist, blieb zunächst unklar. Die Polizei suchte noch weitere Beteiligte aus der Gruppe und bittet Zeugen der Vorfälle um Mithilfe. Unklar war zunächst auch, wie viele Personen die Mädchen bedrängten.
Die Festgenommenen kommen aus dem Irak und Syrien und haben laut Staatsanwaltschaft Asyl in Deutschland beantragt. Ein Richter erließ noch am Wochenende Haftbefehl. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Nach den sexuellen Übergriffen war es nach Polizeiangaben gegen 23.00 Uhr zudem zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen „zwei größeren Gruppen“ aus Einheimischen und Asylbewerbern gekommen. Dabei habe es eine Schlägerei gegeben, bei der auch Bierkrüge geflogen sein sollen.
Wie der Bürgermeister der 12.000 Einwohner zählenden Marktgemeinde Hirschaid, Klaus Homann, im Bayerischen Rundfunk berichtete, gerieten bei der Schlägerei Anhänger einer nicht näher genannten rechten Gruppierung mit Asylbewerbern aneinander. Die Rechten hätten demnach bereits am Tag vor den Übergriffen Flugblätter verteilt und sich „sehr aggressiv“ verhalten. Samstagnacht sei die Situation dann eskaliert, hieß es. Die Polizei entsandte zusätzliche Einsatzkräfte. Das Volksfest rund um die Kirchweihe St. Vitus begann am Freitag und endet am Abend mit einem Abschlussfeuerwerk.

Man kann annehmen, dass die „Aggressivität“ der „Rechten“ darin bestand, dass sie in schrillen Worten vor dem warnten, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf.
Allerdings klingt die Geschichte beim BR anders. Zunächst ist von zwei Antanzvorfällen die Rede:

Den jungen Frauen gelang kurz darauf die Flucht. Wenig später soll den Angaben nach von derselben Gruppe eine 17-Jährige unter einer Brücke festgehalten und von einem Unbekannten begrapscht worden sein. Der mutmaßliche Täter des zweiten Vorfalls konnte zwischenzeitlich von einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes festgehalten werden – wurde aber von den drei Asylbewerbern befreit.

Ferner wird es als eine konzertierten Aktion von 100 Asylbewerbern aus dem ganzen Landkreis dargestellt. Auch von 30 „Rechtsextremen“ ist bei BR die Rede, aber die Aggressivität geht auf das Konto der Asylbewerber:

Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU) sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass auf der Kirchweih größere Gruppen an Asylbewerber aus dem gesamten Landkreis zusammengekommen seien. Seiner Schätzung – und der des Sicherheitsdienstes nach – handelte es sich um etwa 100 überwiegend junge Männer. Bereits am Freitag (08.09.17) hätten sich diese sehr aggressiv verhalten, Samstagnacht sei die Situation dann eskaliert. Auch mehrere Personen einer rechten Gruppierung hätten sich laut Bürgermeister auf der Kirchweih aufgehalten und Flugblätter verteilt. Homann erklärte, es sei ihm ein Anliegen, sich bei der Polizei zu bedanken.

Weiteres ergibt sich aus gefilmten Zeugenaussagen. Dort erfährt man beispielsweise, dass es zur Schlägerei kam, weil Einheimische die Mädchen schützen wollten und Asylbewerber mit Krügen auf sie einschlugen.

Anhang

14. September: Haupttäter gefasst, neue Erkenntnisse

Die Polizei erklärt die Lage wieder anders:

Mehrere Beamte der Polizeiinspektion Bamberg-Land arbeiten im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit Hochdruck an der Aufklärung der Übergriffe. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten sie den bisher flüchtigen vierten Tatverdächtigen und zugleich mutmaßlichen Haupttäter, einen 33-jährigen irakischen Staatsangehörigen, ermitteln. Der Mann wurde noch am Mittwochabend festgenommen. Auf Antrag der Bamberger Staatsanwaltschaft erging am Donnerstag gegen den vierten Tatverdächtigen Haftbefehl wegen sexueller Nötigung. Polizisten brachten ihn danach in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittlungen der Arbeitsgruppe der Polizei Bamberg-Land und der Staatsanwaltschaft dauern an. Derzeit haben die Beamten keine Erkenntnisse, dass die sexuellen Übergriffe gegen die jungen Frauen mit einer zeitlich zirka zwei Stunden späteren tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen auf der Kirchweih in Hirschaid in Verbindung stehen.


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Ein Kommentar zu “Hirschaid: konzertierter Antanz und Schlägerei auf Volksfest”

  1. Ich würde sagen: „Wie bestellt, so geliefert“. Das die Jungs und die Männer in Großstädten inzwischen weichgespült sind und nicht mehr zur Gegenwehr fähig sind, ist ja bekannt. Aber das sich die Hirschaider so etwas bieten lassen und diese Schweine nicht aus dem Dorf prügeln ist doch schockierend. Sollte das jemand je mit meiner Freundin probieren, wird er Bekanntschaft mit 120 kg brachialen Kampfkraft machen und das nie mehr vergessen!

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