Bundestagswahltrend: Merkel und Schulz gemeinsam ohne Mehrheit?

Zum Regieren braucht man eine stabile einfache Mehrheit der Abgeordnetensitze. Was aber, wenn es selbst für Rot-Schwarz nicht reicht?

Umfrageinstitute gelten spätestens seit dem „Schulz-Zug“ als unzuverlässig mit Vorhersagen. Das Insa-Institut hat im Auftrag der Bild-Zeitung beispielsweise für die SPD im Saarland im März noch einen Wert von  44% ermittelt. Werte, die selbst in der Herzkammer der SPD schon lange nicht mehr geholt werden.  Inwieweit  mit realen  Fake-Umfragen der SPD geholfen wird, weiß man nicht.

Was man allerdings feststellt: Derzeit bewerten einige Institute kurz vor der Bundestagswahl die Bündnis/Grünen wieder besser.

Besteht hier seitens der Bunten die insgeheime Hoffnung, daß die Räder, die der Schulz-Zug verliert, wenigstens ins „Grüne“  Lager wechseln, um sie über der 5%-Hürde zu halten? Dafür sind  allerdings die letzten drei Landtagswahlen keine Indikatoren. Dort hatten alle linksbunten Parteien massiv verloren.

Schauen wir uns mal die Wahlbörse an. Hier wurde die AFD ursprünglich bei 8 % taxiert. Sofort nach der Eröffnung sahen jedoch die Börsianer die AFD um einen Prozent höher bei 9%. Inzwischen ist die AFD auf 10.5% gestiegen. Die Linke liegt bei knapp 9 %. Beide Parteien werden von Merkel als Koalitionspartner (siehe Fake-Duell) ausgeschlossen. Welche Möglichkeiten hat  Merkel also noch?  Die Union liegt laut Wahlbörse bei 36, die SPD bei 23%. Zusammen kämen sie im Bundestag also auf circa 59% der Stimmen.  Eine Koalition aus CDU und FDP käme jedoch nur auf 45%, eine Koalition Schwarz-Grün auf 44%. FDP, CDU/CSU und Grüne kämen zusammen derzeit auf gut 52%. Kurzum: Wenn sich der Trend fortsetzt,  und die SPD beispielsweise bei 17%, und die Union bei 32% landet, dann gibt es für die Fortsetzung der Großen Koalition mit 49% im Bundestag keine gesicherte Mehrheit mehr.  Und in jedem Fall  wird es wahrscheinlicher sein, daß sowohl die Union als auch die SPD noch 5% -Punkte verlieren, als das die SPD noch stärkste Partei werden kann.  Kommt es dazu, ist dies dann der größte Niederschlag für die Vereinigte Bunte, denn wir je erleben konnten. Rot-Schwarz ohne Mehrheit ist Höchststrafe für Schulz und Merkel. Es ist wie  eine V2-Rakete, die in den Bundestag einschlägt. Der Wähler hat es in der Hand:

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