„Wenn Frauen in Iran eher MINT-Fächer studieren, dann kann der Grund für Geschlechterunterschiede nicht Biologie sein“

Burka ist gut für Emanzipation. Verhüllte Frauen orientieren sich wie Männer an Dingen und studieren MINT-Fächer. Das zeigen Statistiken aus dem Iran. In egalitären Gesellschaften gehen Frauen hingegen ihren sozialen Rollen nach. Das war schon länger als Geschlechtergleichheitsparadox bekannt. Die Dialektik von Disziplinierung und Freiheit ist auch nicht neu.

Alles Evolution

Pjotr schreibt in einem Kommentar:

Jetzt muss ich Semikolon doch tatsächlich mal zugestehen, dass sie den Schwachpunkt der Schmidtschen Biosophie erkannt hat.
Wenn wir davon ausgehen, dass sich iranische Frauen kaum biologisch von unseren Westfrauen unterscheiden, dann ist das angesprochene Phänomen (iranische Frauen in grosser Zahl in den MINT-Fächern) der Beweis, dass die Studienwahl erheblich von den sozialen Umständen beeinflusst wird.

Nun kommt Christian mit der ad-hoc-Hypothese angerauscht (weil die Statistiken zeigen, dass es sich NICHT um eine Universalie handelt), dass die Westfrauen freier in ihrer Studienwahl seien und deshalb ihren natürlichen Neigungen folgen. Das ist und bleibt erstens eine ad-hoc-Hypothese und zweitens unbewiesen. Ich halte sie für falsch.

Frei sind unsere bürgerlich geprägten Frauen nur insofern es keine gesetzlichen Einschränkungen gibt, die ihnen die Wahl eines MINT-Fachs verbieten oder erschweren. Unsere so superemanzipierten Westfrauen des bürgerlichen Typs haben jedoch verinnerlicht, dass gemäss den tradierten Rollen der Geschlechter es der…

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