BILD: SPD vertrieb Casa Mia aus buntem Sendling

BILD ist den Vorwürfen des Casa-Mia-Wirtes Giovanni Costa im einzelnen nachgegangen und hat die SPD-Blockwarte Ernst Dill und Markus Lutz damit konfrontiert. Sie haben insoweit gute journalistische Arbeit geleistet. Es zeigt sich, dass die SPD eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Drangsalierung des Wirtes ergriff, und dass der von der SPD-Stadtgesellschaft und ihrer „Fachstelle für Demokratie“ in den Dienst genommene Brauereikonzern AB InBev die erste Gelegenheit zur Kündigung nützte, die sich daraus ergab.

Juli 2017 069
Die tapferen und freundlichen Mitarbeiter des Casa mia (2017)
Juli 2017 169
Casa mia –  die letzten Tage im Juli 2017

Auszüge:

Der italienische Wirt zu BILD: „Man hat mich regelrecht fertig gemacht, weil hier Pegida-Anhänger ein Bier getrunken haben.“

Dann wurde der BA-Beauftragter gegen Rechtsextremismus, Ernst Dill (71, SPD), bei Costa vorstellig. Der Wirt sagt: „Er hat politisch Druck gemacht, die Presse eingeschaltet und auch persönlich versucht, mir das Leben zur Hölle zumachen.“ Seine Vorwürfe:
► Dill habe Gäste vor dem Lokal angesprochen, sie aufgefordert, das „Casa Mia“ zu boykottieren.
► Er habe dem Wirt mit dem Gesundheitsamt gedroht.
► Er soll ihm immer wieder die Polizei wegen angeblicher Nazi-Umtriebe ins Lokal geschickt haben.
► Er habe ihm angeboten, SPD-Mitglieder zu schicken, wenn Costa die Pegida-Leute rauswerfe. Doch der weigerte sich.

In einem Gespräch im Sommer 2016 soll Dill konkret geworden sein. Der Wirt: „Er drohte und sagte, ich lass Sie verhungern. Sie wissen schon: Gesundheitsamt und Aufsichtsamt.“
An vielen Wochenende soll Dill vor dem „Casa Mia“ als Türsteher fungiert haben. „Er hat den Gästen abgeraten, zu mir zukommen“, so der Wirt.
Costa behauptet auch: „Herr Dill hat mir regelmäßig die Polizei ins Lokal geschickt, weil hier angeblich Nazi-Umtriebe seien. Die Polizei zog immer wieder ohne Erfolg ab.“
Um die Wogen zu glätten, habe ihm Dill Ende 2016 ein Angebot gemacht. „Ich soll Pegida-Anhänger rausschmeißen und er schickt mir SPD-Mitgieder. Dann sei meine Bude wieder voll“, sagt Giovanni Costa.
►Nach und nach sagen die Stammtische ab. „Erst der Italien-, dann Tennisspielerstammtisch“, so Costa. Und am 18. Juli 2017 ist der letzte Gotteslosenstammtisch des Bundes für Geistesfreiheit im „Casa Mia“ gewesen.
Der politische Druck hörte vor drei Monaten auf. „Da wurde bekannt, dass mir der Pachtvertrag gekündigt wurde. Nur weil ich einen monatlichen Pachtrückstand von 4500 Euro hatte.“ Costa fragt sich: „Warum hat man mir nicht schon 2016 gekündigt? Da hatte ich viel mehr Rückstände. Aber das hätte seltsam ausgeschaut für die Brauerei.“

Heigl & Schottenhamel
Heigl Miriam, Schottenhamel Christian

Seltsamerweise endet der Nachforschungseifer von BILD genau an dieser Stelle. BILD scheint nicht zu wissen, dass AB InBev auf Geheiß der SPD-Stadtgesellschaft agiert, obwohl ihm Giovanni Costa sicherlich auch über diesen öffentlich bekannten Sachverhalt, der die gesamte Gastronomie und viele ähnliche Fälle betrifft, aufklärte, falls sie es wirkich nicht wussten.  Schließlich war es der von Dill vertretene Bezirksausschuss, der die Brauerei einschaltete und Costa zum Unterzeichnen einer Sebstverpflichtung nötigte, mit der jede weitere Bewirtung von PEGIDA-Spaziergängern zum Kündigungsgrund wurde.   BILD zitiert daher allerlei Beteuerungen von Dill, die zutreffen könnten aber an der Sache vorbei gehen.  Ähnlich verschwommen bleiben die Ausführungen, Dill habe versprochen, Costa bei Wohlverhalten Gäste zuzuführen.  Hier dürfte ein entscheidender Punkt liegen: Dill erwartete ein klares Signal des Wohlverhaltens von Costa.  Solange dieser nicht den Aufkleber „München ist Bunt“ anbringe, würden die von der Stadtgesellschaft abhängigen Gäste fernbleiben, so Dill, der dies jetzt sicherlich als eine Einschätzung und nicht als eine Drohung verstanden wissen will.   Da die Einschätzung sich bewahrheitete, ist er zweifellos traurig.

Anhang

Wenig später berichtet auch noch Focus über den erfolgreichen Kampf der SPD gegen Casa Mia. Der Kampf von Casa Mia („Mein Hausrecht“) gegen Cosa Nostra („Das WIR entscheidet“) ist wie schon einmal in den 1980er Jahren in aller Munde.


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5 Kommentare zu „BILD: SPD vertrieb Casa Mia aus buntem Sendling“

  1. „die SPD-Blockwarte Ernst Dill und Markus Lutz“ führen anstandslos die Arbeit der Vorgängerorganisationen SA + SS weiter, und als gute Deutsche machen sie das mit der bekannten Gründlichkeit. Man erinnere sich, SA und SS haben in den 1930er Jahren von München ausgehend alle Andersdenkenden sowie Ausländer die ihnen nicht passen verfolgen lassen und somit wie die SPD und die anderen Altparteien heute Faschismus in Reinform gezeigt. Die Vorfahren von Ernst Dill waren mit Sicherheit stramme Nazis. Und Ernst Dill bleibt dem strammen -Sozialismus auch Jahrzehnte danach treu.

    Giovanni Costa und seine Familie sind aus Sizilien und offensichtlich als Ausländer den SPD-Blockwarten Ernst Dill und Markus Lutz nicht zu vermitteln. Da zeigt Giovanni Costa eine Offenheit und einen Liberalismus den doitsch-doitsche SPD-Mitglieder natürlich bekämpfen müssen. Ernst Dill wirkt nicht nur optisch als Total-Glatze, er setzt das was seine Nazi-Vorfahren in den 1930ern in München begonnen hatten nahezu makellos fort.

    Ernst Dill kann sich auf die Schultern klopfen lassen. Er führt die Arbeit fort die SA und SS nicht mehr weiterführen können.

    Ernst Dill ist ein Menschenschlag, der sofort Konzentrations-Lager bauen würde für Wirte wie Giovanni Costa. Ich denke auf solch menschenverachtenden Charakter wie Ernst Dill kann man hier und heute gut verzichten, das hatten wir alles schon mal. Was kann Giovanni Costa dafür, dass Ernst Dill so ewiggestrig daherkommt?

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