Stadtgesellschaft weint Krokodilstränen um Casa Mia

Die “Stadtgesellschaft” (SPD, Bezirksausschuss Sendling, Zeitungsverlag Ippen, Brauereimonopolist Anheuser Busch InBev) weint Krokodilstränen um das zerstörte Lokal Casa Mia. Der Wirt Giovanni Costa wurde zur Zielscheibe von Boykott und Randalen und schließlich entzog ihm der Brauereikonzern den Pachtvertrag. Der Zeitungsverlag Ippen spielte bei der Boykotthetze gegen dieses und andere Lokale eine unrühmliche Rolle. Dennoch haben sie sich das irgendwie anders vorgestellt. Sie schreiben über den Fall relativ ehrlich. Vielleicht lernen sie ja daraus. Der Wahlkampf, bei dem wieder Gastwirte wegen der AfD unter Druck geraten, böte dazu Gelegenheiten. Eine ähnliche städtische Boykottbewegung gegen einen Taufkirchener Veranstaltungsort stieß neulich immerhin auf Kritik aus dem Münchner Merkur.

Ernst Dill (SPD) trinkt bei Casa Mia Bier, um Spaziergänger zu beobachten

Einige unserer Freunde werden noch in den verbleibenden paar Tagen bis zum 21. Juli im Casa Mia essen gehen. Leider hat der Aufruf des Webauftritts “Pegida Bayern”, aus dem später “Bayern Ist FREI” wurde, nicht ausgereicht, um den Druck der Stadtgesellschaft auf die umliegenden Behörden auszugleichen. Behördenmitarbeiter, die bei Giovanni Costa zum Mittagessen gingen, mussten mit dem Unwillen ihrer Vorgesetzten rechnen, die wiederum unter dem Druck der SPD standen. Besonders aktiv war dabei der im Bezirksausschuss zuständige SPD-Mann und Rechtsanwalt Ernst Dill. So erzählt es jedenfalls Giovanni Costa und es klingt ansgesichts unserer Erfahrungen plausibel. Dill war für die Zeitungsjournalisten, die ihn dazu befragen wollten, nicht erreichbar. Auch ihm ist die Sache vielleicht unheimlich geworden.

Heigl & Schottenhamel
Heigl Miriam, Schottenhamel Christian

Sogar an Rückwärtsgang scheinen einige Mitstreiter zu denken. Dazu bedürfte es nur der Verlängerung des Pachtvertrages durch den bunten Brauereikonzern. Ein Wort des Löwenbräuwirtes Christian Schottenhamel, der in München als Garant für das ideologische Reinheitsgebot auftritt (s. Bild), oder noch besser des Münchner Geschäftsführer und Reinheitswächter von Anheuser Busch Inbev, Bernhard Klier, dürfte genügen. Das wesentliche Ziel der Stattgesellschaft, Pegida-Spaziergängern das Einkehren in ein Lokal nach dem Spaziergang zu verwehren, wurde ja erreicht. Im Grunde wurde der Wirt das Casa Mia weiter verfolgt und boykottiert, nachdem er bereits dem Druck der Stattgesellschaft nachgegegeben und die Spaziergänger wegkomplimentiert hatte. Er hatte sich lediglich noch geweigert, den Aufkleber „München ist BUNT“ anzubringen. Sogar Allah ist barmherzig. Warum sollte die Stadtgesellschaft von jedem totale Unterwerfung fordern müssen?

Anhang

dsc_0776.jpgTZ/Merkur behauptet, der Wirt habe gesagt, er wolle jetzt „erst mal ausruhen von den Deutschen“. Das sei frei erfunden, sagt Casa-Mia-Wirt Giovanni Costa. Wozu auch Ruhe von seiner deutschen Frau Sabine? Auch die BA-Chef Lutz zugeschriebene Aussage, er finde es sehr bedauerlich, dass Costa gehen muss, sei unplausibel. Der BA habe bis zuletzt alles getan, um Casa Mia auszuhungern, und dies ihm auch in Anwesenheit von Lutz mit dessen stillschweigender Zustimmung angedroht. Wörtlich soll Dill im Namen des BA gesagt haben: „Entweder Sie tun, was wir wollen, oder wir hungern Sie aus“. Auch die Schreiber der Zeitungsartikel hätten eben Angst vor der SPD, mutmaßt man bei Casa Mia.  An der Tür hängt ein Aufruf an Giovanni Costa, weiter zu machen, mit vielen Unterschriften.  Heute beim Mittagessen am letzten Sonntag weinen einige Gäste.
Der Name „Casa Mia“ stammt aus einem Film, in dem ein Wirt sein Hausrecht („mein Haus“) gegen die Mafia („Cosa Nostra“, „Unsere Sache“) verteidigt. Costa sagt, dies sei für ihn als Sizilianer stets sehr wichtig gewesen und deshalb könne er sich auch nicht der Forderung, im eigenen Lokal einen Aufkleber wie „München ist Bunt“ anzubringen, beugen.

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Anhang:

§ 241a
Politische Verdächtigung

(1) Wer einen anderen durch eine Anzeige oder eine Verdächtigung der Gefahr aussetzt, aus politischen Gründen verfolgt zu werden und hierbei im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen durch Gewalt- oder Willkürmaßnahmen Schaden an Leib oder Leben zu erleiden, der Freiheit beraubt oder in seiner beruflichen oder wirtschaftlichen Stellung empfindlich beeinträchtigt zu werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Mitteilung über einen anderen macht oder übermittelt und ihn dadurch der in Absatz 1 bezeichneten Gefahr einer politischen Verfolgung aussetzt.

(3) Der Versuch ist strafbar.

(4) Wird in der Anzeige, Verdächtigung oder Mitteilung gegen den anderen eine unwahre Behauptung aufgestellt oder ist die Tat in der Absicht begangen, eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen herbeizuführen, oder liegt sonst ein besonders schwerer Fall vor, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren erkannt werden.

 


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9 Kommentare zu “Stadtgesellschaft weint Krokodilstränen um Casa Mia”

  1. „…… oder wir werden Sie aushungern!“ (Zitat) laute die Drohung Ernst Dills (SPD) an den Wirt des CASA MIA, falls er sich dem Druck der Münchner Stadtgesellschaft weiter verweigern sollte.
    Die SPD hat sich mit der Kampagne „München ist bunt“ quasi als Vorkämpferin einer Art Apartheid in Gaststätten und Biergärten in das kollektive Gedächtnis eingemeißelt. Es läuft einem kalt den Rücken herunter. Mich erinnern die Schilder „München ist bunt“ immer an „Juden unerwünscht“.

    https://bayernistfrei.com/2017/06/16/spdlokale/

    Gefällt 2 Personen

    1. Wieso Apartheid? Nach dem Wunsch der SPD dürfen Pegida-Spaziergänger überhaupt nirgends Bier trinken. Sie bekommen auch keine Reservate oder separate Zonen. Die soziale Ausgrenzung kennt keine Grenzen außer denen, die das Recht der SPD noch setzt. Aber die versuchen die RechtsverdreherInnen in Miriam Heigls Fachstelle so gut es geht auszuhebeln.

      Gefällt 2 Personen

  2. Die Sozis sind mit Abstand der dreckigste Politverein noch vor Grün und Links Ob da jetzt hinter Sozial(isten) -Demokraten steht oder National-Sozial (Isten) vorne drann bleibt sich leider gleich.

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  3. Die Frage scheint mir mit einem für Tyrannen typischen Wort beantwortet: „Strafe Einzelne, erziehe viele.“ Die Frage lautet:
    „Warum sollte die Stadtgesellschaft von jedem totale Unterwerfung fordern müssen?“
    Nehmen Tyrannen ihre willkürlichen Strafen für Einzelne zurück, zeigten sie Menschlichkeit, Herz und Wärme. Diese Emotionen sind von Tyrannen nicht zu erwarten, die gerade wegen ihrer Unerbitterlichkeit an die Spitze anderer ähnlich gestrickter Gewaltmenschen kommen.

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  4. „Strafe Einzelne, erziehe viele“ – dazu fallen mir Maas, Kahane, Claudia Roth, Renate Künast oder Dunja Hayali ein.
    Rechtsanwalt Ernst Dill (SPD), der Sendling anscheinend als sein Jagdrevier versteht und möglicherweise aufgrund ausländerfeinlicher Motiven einen sizilianischen Wirt drangsaliert und seine Existenz zerstört, erinnert eher an:

    „Er war eitel wie ein Chirurg, rechthaberisch wie ein Jurist und gutmütig wie ein Scharfrichter nach der Hinrichtung.“ (Kurt Tucholsky)

    „Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.“ (Ludwig Thoma)

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    1. Termin heute, 18.07.2017, 18:30 Uhr Bürgersaal Fürstenried, Züricher Str. 35, U3 Forstenrieder Allee.

      „Podiumsveranstaltung zum Thema „Gegen Hass und Fake News im Internet“ mit Heiko Maas mit Sebastian Roloff (SPD-BT-Kandidat), Dr. Bernhard Goodwin (SPD-BT-Kandidat) und Prof. Carsten Reinemann (LMU).“

      Hass-Maas kommt heute also linksunten ins Micky-Wenngatz-München, um mit seinen Genossen, Funktionären und geschwätzwissenschaftlicher Unterstützerszene eine Diskussion zu simulieren (faken). AfD-Präsenz ab 17:30 Uhr um die Ecke.

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  5. Die perfiden und niederträchtigen Nacht- und Nebel-Aktionen der SPD und Buntstasi schlagen Wellen bis in die Schweiz.
    Schweizer Gäste im Wortlaut:

    „Liebe Freunde vom Casa Mia

    Liebe Grüsse an Giovanni aus der Schweiz von Evi und Alfred N.!

    Wir finden die ganze „SACHE“ eine riesige Schweinerei, und Giovanni und Familie viel Kraft und bald ein neues tolles Restaurant.

    Wir haben immer mit viel Freude da gegessen mit Rosi und Hans.

    Es lebe die Demokratie, die freie Meinungsäusserung wie wir es in der Schweiz haben, und alle die dieses „Schlamassel“ angerichtet haben, sollten entlassen werden.

    Giovanni und alle Freunde vom Casa Mia, lasst euch das nicht gefallen, ich drücke die Daumen!!

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