Weltflüchtlingstag fördert Fluchtursachen

Nicht Angst, sondern Hoffnung treibt die Menschen in die Flucht

Symbolbild für Weltflüchtlingstag 2017 „Gemeinsam in Wolfsburg“, Pixabay

Die Feiern zum “Weltflüchtlingstag 2017” gestern fokussierte sich ganz auf Afrika. In Wolfsburg werden die Weißen symbolisch zur Minderheit, aber auch in Lingen sieht es nicht viel anders aus. Politiker beschworen allerorten die “Bekämpfung der Fluchtursachen”.

Die Bundeszentrale für Politische Bildung informiert über die wichtigste Ursache, die dazu führen, dass wir vor Libyens Küste retten und schleppen müssen:

Die “Genfer Flüchtlingskonvention”, genauer: das “Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge”,steht in der Tradition internationaler Menschenrechtsdokumente, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Schutz des Individuums zur universellen Aufgabe erklärten. Sie wurde am 28. Juli 1951 in Genf auf einer UN-Sonderkonferenz verabschiedet und beinhaltet neben der Definition des Flüchtlingsbegriffs weitere Prinzipien, wie das Verbot der Ausweisung und Zurückweisung. Dies bedeutet, dass kein Flüchtling in eine Region abgeschoben werden darf, in der sein Leben oder seine Freiheit bedroht sind (Art. 33 Abs. 1).

Da die Genfer Flüchtlingskonvention vor allem auf den Schutz europäischer Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg abzielte, wurde sie 1967 durch ein Protokoll erweitert, das Menschen weltweit Schutz und Unterstützung garantieren sollte. Die bis heute 147 Unterzeichnerstaaten von Konvention und/oder Protokoll sind unter anderem dazu verpflichtet, Flüchtlingen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Sozialleistungen zu gewähren. Die Beachtung der Konvention ist im “Vertrag von Lissabon” (Artikel 78 und Protokoll Nr. 24) und in der “EU-Grundrechtecharta” (Artikel 18) festgeschrieben.

Diese europäisierten Genfer Regeln sind es, auf die sich der Straßburger Menschenrechtsgerichtshof 2012 stützte, als er Italien zum Tode verurteilte,  indem er verfügte, dass schleppen muss, wer rettet.  Wer “die Fluchtursachen bekämpfen” will, müsste somit das Protokoll von 1967 kündigen.  Die heutige sogenannte “Fluchtursachenbekämpfung” führt hingegen nur zu noch mehr “Flucht”. Hans Stoisser schreibt:

Auch am Weltflüchtlingstag wird das Mantra „Fluchtursachen bekämpfen“ vielfach wiederholt. Damit nicht Millionen Afrikaner nach Europa drängen, soll es mehr Entwicklungshilfe geben. Für den Unternehmer Hans Stoisser ist das der falsche Weg. Wirklich helfen würde etwas anderes.

Es würde uns auch klar werden, dass das falsche Anreize setzende Asylsystem geändert werden muss. Es erscheint absurd und letztendlich menschenverachtend, ein System zu betreiben, dass potenziellen Migranten (und nicht Menschen auf der Flucht) mit einer gewissen Überlebenschance ein Schlauchboot besteigen lässt, das genau mit dieser Wahrscheinlichkeit den Aufenthalt und damit ein Leben in Europa garantiert. Die Wurzel des Übels sind dabei nicht die Schlepper, die wir jetzt mit allen Mitteln bekämpfen. Das Problem ist das System.

Der Artikel sieht die Verstädterung und mit ihr einher gehende Wirtschaftsentwicklung Afrikas optimistisch. Meinen Eindrücken entspricht das nicht. Es mag diese Entwicklungen geben, aber sie sind viel zu schwach, um sich gegen die zerstörerischen Kräfte der Bevölkerungsexplosion und sonstigen Desorganisation durchzusetzen.  Menschenmassen sind noch kein Humankapital.  Auch aus Milliarden billiger Arbeitskräfte wird gerade in Zeiten des global vernetzten wissensökonomischen Wettbewerbs kein Produktions- geschweige denn Innovationsstandort.  In den üblichen Präsentationen globaler Konzerne bleibt Afrika ein dunkler Kontinent mit dem Gesamtgewicht eines eurasischen Zwergstaates, das sich überdies in Südafrika konzentriert.   Richtig ist in jedem Fall, dass wirtschaftlicher Fortschritt zu mehr und nicht weniger “Flucht” in den von Genf, Straßburg und Brüssel vorgeschriebenen europäischen Humanitärstaat führt.

Gekränkter Dunkler Kontinent in eskalierender Humankatastrophe

Sudanesen berufen sich in Israel 2015 vergeblich auf die Flüchtlingskonvention. Bild von Lawstudentland.com

“Eigentümlich Frei” liefert diesen Monat mit dem Artikel „Albtraum Afrika — Ein Kontinent auf dem Weg in die Katastrophe“ von Bruno Bandulet einen Überblick über die Misswirtschaft der einzelnen afrikanischen Staaten. Auch Hoffnungsträger wie Tansania stehen schlecht da. Die Eisenbahnlinien, die ihm von Europa und China geschenkt und saniert wurden, sind marode, die Entwicklungshilfegelder versickert.  Im Sudan bekriegen sich seit 50 Jahren ebenso viele Stämme.  Aber auch die beiden Staaten, auf deren Befreiung vom weißen Mann sich das Augenmerk der Nachkriegszeit bis um 1990 richtete, versinken im Strudel des Staatsscheiterns, für das man dann gerne auf einmal die mangelnde ethnische Homogenität der auf dem Reißbrett geschaffenen künstlichen Staatsgebilde beschuldigt, bloß um noch irgendwie einen satisfaktionsfähigen weißen Sündenbock zu bekommen:

Südafrika mit seiner korrupten Staatspartei ANC verzehrt nach und nach die Substanz.
Vollständig ruiniert ist Simbabwe, dass früher einmal als die Schweiz Afrikas bezeichnet wurde.

Das Durchschnittsalter liegt in den meisten Staaten unter 18 Jahren. Alle bescheidenen wirtschaftlichen Fortschritte werden stets von Bevölkerungsexplosion verschlungen, Stabilisierung nie erreicht. Wir lernen allerdings auch viel von französischer Schuld, die etwa darin besteht, Afrika unpassende Währungen bishin zum Euro übergestülpt zu haben.

David Hume in „Of National Characters“ 1753, revised version of 1777, from sabouteur365.wordpress.com

In Buchhandlungen findet man Zeitschriften mit Schwerpunktthema Afrika. So z.B. BBC World Histories UK mit Titelgeschichte “Is Africa a Prisoner of its Past?”. Gemeinsam ist allen Artikeln, dass sie die Schuld stets bei den 1% suchen. Sei es den europäischen Kolonisatoren oder den postkolonialen Eliten, die diesen zuarbeiten. In einigen Artikeln liest man, was für peinliche Dinge David Hume oder auch Locke, Kant, Hegel, Schopenhauer und viele andere über die negriden Rasse gesagt haben. Von einem “dunklen Kontinent” liest man, der praktisch keine eigene Zivilisationsgeschichte sondern nur eine Geschichte weißer Kolonisatoren vorzuweisen habe. Dem wiederum widersprechen antirassistische Historiker, die aber tatsächlich nur undokumentierte Reiche aus dem historischen Dunkel ferner vorislamischer Epochen rühmen können, wobei selbstverständlich die islamische Literatur, die ebenfalls Afrika als eine Region unzivilisierter und kaum zivilisierbarer Völker behandelt, ebenfalls ausgeklammert oder verunglimpft wird.

Friedrich Dürrenmatt bezeichnet noch in seinem 1953 in München uraufgeführten Lustspiel “Ein Engel kommt nach Babylon” besonders barbarische Exzesse seines fantastischen Altbabylons als “negerhaft grausig”. Der berühmte britische Historiker Hugh Trevor Roper sagte noch 1963, es gebe keine afrikanische Geschichte sondern nur Geschichte von Europäern in Afrika und ansonsten jede Menge Dunkelheit, die aber kein Gegenstand der Geschichtsforschung sei. In Afrika sieht Roper eine Vergangenheit der bloßen Barbarei, die er von den altehtwürdigen asiatischen Hochkulturen unterscheidet. Hume selber verdächtigte zunächst 1753 in “Of National Characters” Nichtweiße generell einer gewissen Minderbegabtheit, um dann 1777 diesen Verdacht auf die Neger (negroes) einzuschränken. Er forderte dazu seine Zeitgenossen auf, ihm ein Beispiel eines geistig brillianten Schwarzen zu nennen. In ähnlichem Geist wird heute bisweilen gefragt, welche Schwarze denn etwa naturwissenschaftliche Nobelpreise erhalten haben. Hume, der selber den zentralen Wert der Erfahrung als einzige Quelle des Wissens betont, erklärt dabei, dass Erfahrung auch Vorrang vor frommen Gleichheitsvorurteilen haben muss. Humes Zitat wird heute von der egalitärbigotten veröffentlichten Meinung quasi einhellig als “bigott” und “rassistisch” verunglimpft. Die meisten der heute als “Rassisten” beschimpften Realisten attestieren allerdings lediglich dem Kollektiv einen evolutionsbedingten schlechten Durchschnitt (z.B. in Abstraktionsfähigkeit und Intelligenzquotient), ohne deshalb ausschließen zu wollen, dass einzelne Schwarze nobelpreiswürdige Leistungen vollbringen.

Arthur Schopenhauer, der in der besonderen Geselligkeit der Schwarzen ein Zeichen ihres niedrigen Zivilisationsstandes sieht, verehrt gleichzeitig wie auch Rudolf Steiner und viele andere Europäer seit Leibniz die asiatischen Kulturen und Religionen. Eurozentristisch waren diese Denker offensichtlich nicht motiviert. Niemand fragt, ob sie Recht hatten. Wenn sie Recht hätten, wäre das ja rassistisch und folglich Unrecht. Solcher “Rassismus” wird als eine Kränkung der Afrikaner angesehen, die sie in ihrer Entwicklung zurückhalte. Auf diese Weise schließt sich der Kreis der Unfalsifizierbarkeit.

Diverses: Indien weist Bangladeschis ab, Italien muss sie nehmen

Ein Propagandafilmchen eines Retterkommittees zum Weltflüchtlingstag stößt bei Youtube auf viele kritische Kommentare. RosesOfTime bekamm für die Bemerkung #NoMoreFakeRefugees bis heute 2024 Gefallensbekundungen und wurde dann gelöscht. Ähnlich ergeht es vielen Kommentaren, und Nutzer vedächtigen Google.

RoseOfTime hatte Recht. Ein Grundproblem der Genfer Flüchtlingskonvention und des auf ihr basierten Flüchtlingshilfswerkssystems ist, dass die Regierungen nur nachträglich mit aufwändigen und weitgehend wirkungslosen Asylverfahren filtern dürfen. Zum Weltflüchtlingstag erfahren wir regelmäßig imposante Zahlen wie etwa dass es 65 Millionen Flüchtlinge gäbe. Damit sind aber nicht die Glücksritter gemeint, die über das Mittelmeer oder die Balkanroute kommen, um dem Ruf des real existierenden HumanitärUNrechts zu folgen.

Entwicklungsminister Gerd Müller warnt es würden 100 Millionen von Afrika nach Europa kommen, wenn Klimaziele nicht erreicht werden. Auch für ihn steht eine Zurückweisung dieser Migrationsbewegung nicht zur Debatte.

Erhard Thomas liefert dazu ein Zitat von Gunnar Heinsohn aus einer Dokumentation “Wir müssen lernen, Nein zu Afrika zu sagen”:

„Weltweit jährlich 40 Millionen Hungertote. Ein nur noch in Megatonnen ausdrückbares Produktionsvolumen an menschliches Aas. Solche Größenordnungen haben selbst Hitler und Stalin gemeinsam nicht zuwegegebracht. Das ist die Proportion, um die es sich handelt. Das ist die Rechnung, mit der wir konfrontiert sind. Daß sie durch Spendenaktionen zu begleichen sei, kann nur ein Narr behaupten.“

und eines von Michael Klonovsky:

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.

Die Humanitärschlepper machen sich vor Libyen immer unbeliebter. DailyMail berichtet aus Tripoli, einzelne Vereine wären dabei ertappt worden, sie sie Schlepper dafür bezahlen, dass sie ihnen frische Kunden liefern:

A senior Libyan coastguard official told The Mail on Sunday he had evidence that aid agencies were stumping up cash for migrants desperate to reach Europe but who cannot afford to pay ruthless traffickers.

Colonel Tarek Shanboor said he had obtained bank details and phone records that proved the charities were making payments to criminal gangs who have put hundreds of thousands of migrants into unseaworthy boats – leading to thousands of deaths each year.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk empfiehlt diese Vorträge über die Flüchtlingskonvention von 1951/1967 auf der es basiert. Angesichts der heutigen Situation ist es längst eine Genozidkonvention.

Auch in Hongkong wird um die Flüchtlingskonvention ein Eiertanz aufgeführt. Wenn Hongkong nicht von seinen Mutterländern China und Großbritannien beschützt worden wäre, wäre es unter der Konvention zusammengebrochen.

India-Bangladesh Border, Bild: BdNews24.com

Indien ist der Konvention ferngeblieben und hat einen Stacheldrahtwall um Bangladesch herum gebaut, das mehr Einwohner als Russland hat, die sich weiterhin wie verrückt vermehren, währen das Land im Meer versinkt. Bangladesch hat indes von Russland und anderen verlangt, seine “Klimaflüchtlinge” aufzunehmen. Viele von ihnen wandern über Schauchboote via Libyen nach Italien ein. MenschenrechtlerInnen kritisieren Indien heftig wegen des Grenzwalls, aber Indien ist kein Unterzeichner der Genfer Flüchtlingskonvention und schert sich wenig um die Rechtstheorien des VN-Flüchtlingshilfswerks, wonach diese Konvention auch Nichtunterzeichner bindet.

Die niederländische Rechtsprofessor Pieter Boeles erklärt, dass das Nichtzurückweisungsprinzip der Flüchtlings

Soldaten an Grenze Indien-Bangladesh, Bild: Alchetron.com

konvention absolut zu sehen sei und dass auch neuere EU-Gesetzgebung bereits dagegen verstoße.  Die humanitären Hetzmedien propagieren im allgemeinen solche maximalistischen Auslegungen.

Prof. Julian Nida-Rümelin sagte vor ein paar Tagen dem DLF, dass offene Grenzen das Weltelend nicht lindern. Er widerspricht damit einem Philosophen Andreas Cassee, der aus der Ideologie des normativen Individualismus messerscharf folgerte, dass afrikanische Begabte bei uns gleiche Chancen wie Inländer haben müssen, die ja nur zufällig hier geboren seien. Allerdings fällt der Widerspruch sehr vorsichtig aus. Angesicht der Herrschaft des gleichheitsfrömmlerischen normativen Individualismus muss man heute für jeden Millimeter an Vernunft hart und aufwändig kämpfen, um dann doch gegen eine betonharte Mauer des HumanitärUNrechts anzurennen.


Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB. Wir fördern Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen. Helfen Sie uns dabei!





4 Kommentare zu “Weltflüchtlingstag fördert Fluchtursachen”

  1. Dazu zwei Zitate:

    „Weltweit jährlich 40 Millionen Hungertote. Ein nur noch in Megatonnen ausdrückbares Produktionsvolumen an menschliches Aas. Solche Größenordnungen haben selbst Hitler und Stalin gemeinsam nicht zuwegegebracht. Das ist die Proportion, um die es sich handelt. Das ist die Rechnung, mit der wir konfrontiert sind. Daß sie durch Spendenaktionen zu begleichen sei, kann nur ein Narr behaupten.“

    Gunnar Heinsohn

    Quelle:

    https://vk.com/doc352564501_443049121

    Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen. ~ Michael Klonovsky

    Gefällt 2 Personen

  2. Eine Flucht endet zu dem Zeitpunkt, an dem der Flüchtende in sicheres Gebiet gelangt ist. Demnach gibt es in Deutschland nicht einen einzigen echten Flüchtling.

    Warum es nicht gewollt ist, den „Flüchtlingen“ vor Ort zu helfen:
    Migrationskrise als Verschwörungstatsache [Dokumentarfilm]

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s