Heerschau der HumanitärfrömmlerInnen erzeugt Eklats

Die Heerschau aller Weinerlichen, Betroffenen und Empfindsamen läuft in Berlin und weiteren Orten von Donnerstag bis Sonntag. CDU-Politiker mahnten die Kirche vergeblich zu mehr politischer Demut. Mehr Anklang fanden sie mit ihrer Forderung nach Demut gegenüber dem Islam. Die AfD wurde hexenjägerisch in die Mangel genommen. Der Wiederauferstandene Luther wurde rausgeworfen und mit Zäunen fern gehalten, weil er nicht in das Bild der globalhumanitaristischen Volksgemeinschaft passte. Obama erklärte prägnant, warum Merkels humanitäre Imperative von 2015 etwas mit Jesus zu tun haben könnten. Margot Käßmann stieß mit als „Bibelarbeit“ verkleideten Kirchentagsrede, die wir kommen sahen, auf tosenden Applaus von 5000 EgalitärfrömmlerInnen.  Dies insbesonde als sie Forderungen der Partei nach natalistischer Politik mit den Nürnberger Gesetzen verglich und Formulierungen wählte, die den Eindruck erweckten, sie wolle ebendiese Gesetze gegen Einheimische anwenden.

Die Heerschau aller Weinerlichen, Betroffenen und Empfindsamen entspricht auch diesmal den qualitativen aber nicht mehr den quantitativen Erwartungen, wenngleich auf der Eröffnungsveranstaltung mit Obama und Merkel 70000 Personen gezählt wurde.

Da erscheint ein Gebet angezeigt:

“ElterX unser;
das du bist im Trans-Queer-Himmel;
Geheiligt werde dein Doppelname;
Dein bunter Sozialismus komme;
Muttis Wille geschehe;
wie in der Dritten Welt so auch bei uns;
Unsere tägliche Gehirnwäsche gibt uns heute;
und vergib uns unsere freie Meinung;
wie auch wir vergeben den IS-Schlächtern;
und verführe uns nicht zu Populismus;
sondern erlöse uns vom selbstständigen Denken;
denn dein ist das Sozialamt, die Ummah und die Allwissenheit.
Amen.”

Schäuble mahnt zu Demut bei weltlichen Themen und Lernen von Muslimen

Wolfgang Schäuble sagt auf dem Kirchentag, der Islam gehöre zu Deutschland und Christen könnten vom Islam Tugenden wie Toleranz, Menschlichkeit und Gastfreundschaft lernen. Das Zusammenleben mit den Muslimen sei eine Gelegenheit, die Werte des Grundgesetzes zu leben sagte er unter Rückgriff auf die soeben verabschiedeten 15 Thesen des Breiten Bündnisses um Aydan Özoguz. Kurz zuvor hatten Muslime in Manchester einen Terror-Anschlag auf ein Pop-Konzert verübt. Kurz danach massakrieren Muslime in Ägypten einen Bus voller Christen. Auch Thomas De Maizière erklärt unbeirrt, wie der Islam Deutschland weiterhelfen kann.

Kurz vor der Heerschau verglich Wolfgang Schäuble die Flüchtlingsströme erneut mit Lawinen und erklärt sie zur unbeherrschbaren Gefahr. Von den Kirchen fordert er mehr Demut bei ihrem politischen Engagement. In weltlichen Fragen habe die Kirche nicht das Monopol auf Wahrheit. In der Demokratie könne jeder seine eigene Meinung haben. „Das verstehen diejenigen oft nicht, die sich aus tiefer Glaubensüberzeugung äußern.“ Auch CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn fordert die Kirchen auf, sich aus der Tagespolitik zurück zu halten und sich auf ihre geistlichen Kernthemen zu besinnen. Sogar Merkel betont bei ihrem Kirchentagsauftritt mit Obama, dass sie als verantwortliche Politikerin nicht den politischen Erwartungen des Kirchentagspublikums entsprechen könne.

Trotz gelegentlicher Geistesblitze konnte sich Doktor Schäuble offenbar nicht von seinen Staatsneurosen befreien.

AfD-Beharkung, Käßmann-Nazirede, Gender-Bischöfin, Luther-Rauswurf

Unter heftigen Protesten und strengem Saalschutz konnte eine Podiumsdiskussion “Christen in der AfD?” statt finden, bei der Annette Schultner von der AfD von Buntstasi-KämpferInnen beharkt wurde. Die Münchner Rechtsextremismusexpertin Liane Bednarz, die sich seit ihrem Denunziationsbuch “Gefährliche Bürger” ganz darauf fokussiert hat, zu beweisen, dass sie eine echte “Konservative” wäre und all diejenigen, die Deutschland als Land der Deutschen erhalten wollen, hingegen Nazis oder Rechtspopulisten seien, griff auf dem Podium AfD-Persönlichkeiten wie Alice Weidel und Frauke Petry als falsche Konservative an.  Das machte sie an deren lesbischem bzw geschiedenem Lebenswandel fest.

Zwar wurde die AfD nicht formell wie beim Katholikentag ausgeladen, aber sie wurde dennoch von den Gesprächsforen fern gehalten und mit Boykottaufrufen überzogen und von höchster Stelle nazifiziert. Die Landeskirche Hannovers berichtet:

Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD angegriffen. Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der “einheimischen” Bevölkerung entspreche dem “kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten”, sagte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin am Donnerstagmorgen. “Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‘Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’”, kritisierte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter tosendem Beifall.

Käßmann verwies darauf, dass selbst sie als mehrfache Großmutter bereits türkischstämmige Mitschüler gehabt habe. Diese seien mittlerweile deutsche Eltern von deutschen Kindern.

Dass jene “deutschen Kinder” von “türkischstämmigen Mitschülern” nicht zu den “Einheimischen” gehören sollen, deren Geburtenrate die AfD heben möchte, ist nicht dem AfD-Programm zu entnehmen sondern bloße Unterstellung Käßmanns. Aber auch wenn die AfD vorgeschlagen hätte, geburtenfördernde Sozialtransfers auf Deutsche ohne nahen Migrationshintergrund zu beschränken, wäre es böswillig diffamatorisch, dies in Verbindung mit den Nürnberger Gesetzen zu bringen. Seine Heiligkeit der Dalai Lama durfte auch auf dem Kirchentag 2003 auch als Superstar auftreten und Sorge über die Minorisierung der Tibeter im eigenen Land ausdrücken, ohne dass jemand “braunen Wind” witterte.

Eine skandalisierende Lektüre, wonach jeder, der deutsche Großeltern hat, ein Nazi ist, erzeugte viel Aufruhr im Netz, auf den auch Satiriker und Schaumschläger aufsetzen. Sobald man jemandem mit dem Vorwurf des “Rassismus” (hier gegen Deutsche) an den Karren fahren kann, verbreiten sich Nachrichten wie ein Lauffeuer und Leute stimmen einen Chor an. Zur Höcke-Schandmal-Lüge, Petry-Schießbefehl-Lüge und Akif-KZ-Lüge gesellt sich nun offenbar die Käßmann-Nazivolk-Lüge. Aber die Diffamierungsspirale bleibt klein, weil hinter dieser Lüge keine bunten Leitmedien stehen. Umso eifriger bemüht sich die EKD, einen Fall von “Fakenews” zu konstruieren, der nach Maasregelung ruft. Auch für einen Kirchenaustritt gibt es schon lange bessere Gründe als die weinselige ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, die heute auch innerhalb der EKD nur ein spezielles Publikum anspricht. Aber die Aussicht auf den großen Shitstorm verführt viele Patrioten dazu, ihren Kirchenaustritt auf die Käßmann-Karte zu setzen.

Käßmann nutzte ihre “Bibelarbeit” vor prallvollem 5000-Menschen-Auditorium noch für weitere linksbunte Tiraden. Im Evangelium sieht sie vor allem ein feministisches “Revolutionslied” für den “Sturz der Mächtigen und die Erhöhung der Niedrigen”. Aber es gibt auch unter Frauen böse Menschen wie “Alice Weidel und Marine Le Pen”, denen Käßmann “Rassismus, Sexismus, Hetze gegenüber den Schwachen” vorwirft.

Die Vizepräsidentin des Kirchenamts der EKD, Bischöfin Petra Bosse-Huber. Foto: idea/Laufer

Ähnlich wie Käßmann ist auch Bischöfin Petra Busse-Huber von normativem Individualismus beseelt:

Die Kirche soll Menschen keine „normativen Vorgaben oder gut gemeinten Ratschläge“ zur Sexualität geben. Dafür plädierte die Vizepräsidentin des Kirchenamts der EKD, Bischöfin Petra Bosse-Huber (Hannover), bei einer Diskussion zum Thema „Selbstbestimmte Sexualität“ auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag am 26. Mai in Berlin. „Es ist meiner Überzeugung nach kein Schaden für die christliche Ehe, wenn die Kirche auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften segnet.“

Das biblische Zeugnis kenne mehr als eine Lebensform. „Es braucht noch viel theologische Arbeit, um die Bilder auszurotten, dass nach der Bibel Mann und Frau füreinander geschaffen wurden. Das ist weit entfernt vom exegetischen Befund im Alten und im Neuen Testament.“ Man müsse „mit geöffneten und gewaschenen Augen die Bibel neu auslegen“. Dabei gelte es, den „Familienbegriff sehr weit“ zu interpretieren und nicht in Stereotypen zurückzufallen, die „historisch so nie existiert haben“.

Der wiederauferstandene Martin Luther wird rausgeworfen. Auch der echte Martin Luther wäre hier unerwünscht gewesen, resümiert Petr Bystron. Die Buntjugend skandiert bei der Kirchentagseröffnung gar „Luther du mieses Stück Scheiße“. Keine Schweigeminute für die Opfer des islamischen Terrors von Manchester, Berlin, Paris …. .

Obama: Humanitäre Imperative vor Staatsrechtlichen Erfordernissen

Bei der Eröffnung des Kirchentags trat Ex-US-Präsident Barack Obama mit Merkel auf und verkündete in einer flammenden Rede gegen Nationalismus und Fremdenhass, dass in den Augen Gottes das Kind auf der anderen Seite der Grenze nicht weniger Liebe und Mitgefühl verdiene als das eigene. Damit setzt er genau bei den christlichen Reden an, mit denen Merkel sich 2015 rechtfertigte. Zugleich zeigte Merkel sich als hartherzige Politikerin, die das Asylrecht auch dann umsetzt, wenn es zur Abschiebung integrierter Gemeindemitglieder führt. Dafür ließ sie sich ausbuhen.

Auch Obama macht klar, dass staatspolitische Verantwortung und humanitäre Erfordernisse gegeneinander abzuwägen seien. In Merkels buntem europäischen Wertesystem kamen erstere vor 2 Jahren allerdings gar nicht vor. Wenn doch, so wäre das nicht mehr ihr Land, und Grenzen ließen sich ohnehin nicht aufrecht erhalten, hatte sie seinerzeit gesagt. Unter der Oberfläche ging es im Herbst 2015 aber auch um Staatspolitik, nämlich darum, das von europäischen Gerichten durchlöcherte Dubliner Asylsystem endgültig zu durchbrechen und den Weg für in Brüssel zentralisierte EU-Asylpolitik frei zu machen.

Jürgen Fritz sieht sich in seinem Eindruck bestärkt, dass eine infantile christliche Moral heute ein großes Problem sei:

Sozialdemokratie ist Protestantismus ohne Gott – Protestantismus ist Sozialdemokratie mit Gott und Teil des Übels, weil er kein Kriterium liefert, wann es gilt, nicht friedlich, sondern wehrhaft zu sein.

J. Fritz erzählt dann, wie Merkel es auf dem CDU-Parteitag 2015 geschafft hat, Christenmoral zu nutzen, um die Partei auf Linie zu bringen und zitiert aus “Die Getriebenen” von Robin Alexander S.178:

Der Kern ihrer Rede ist ein Appell an die Werte ihrer Zuhörer: „Die Idee einer Partei, die im C ihre Grundlage findet. Und das heißt, in der von Gott gegeben Würde jedes einzelnen Menschen.“ – Merkel spricht von der christlichen Vorstellung der Gotteskindschaft jedes Menschen, aus der die unverletzliche Würde jedes Einzelnen resultiert. Ihre Schlussfolgerung: „Das heißt für heute, es kommen keine Menschenmassen, sondern es kommen einzelne Menschen zu uns.“

Er erzählt dann eine Geschichte von einem unpolitisch-deppenhaften Christentum, das sich in einen unnatürlichen Pakt mit der weltlichen Macht begab, und sieht das Heil in einer Moralphilosophie, die aus kantischen Imperativen herleitet, wann man wehrhaft sein soll und wann nicht. Wie immer erhofft Fritz sich von der Moralphilosophie Kants ein universelles und auf überlegene Wissenschaft gegründetes System von Handlungsanweisungen, das der Welt Erleuchtung bringen soll. Wie so oft konzentriert er sich auf “Wehrhaftigkeit”gegenüber Islamterroristen, obwohl die Schwierigkeit, wie in Raspails Heerlager der Heiligen dargestellt, gerade darin besteht, zum Zwecke der kollektiven Selbstbehauptung mitleidheischende Wehrlose zurückweisen zu müssen.

Die Egalitärbigotterie wirkt heute mehr durch das System der “Menschenrechte”, das sich gerne auf Kant beruft, als durch das Christentum. Der Nazarener hat gar keine politischen Forderungen erhoben. Er spricht nur vom Wert des Menschen vor dem jenseitigen Richter. In den “Menschenrechten” ist heute hingegen all das wovon Obama da redet kodifiziert und institutionalisiert. Die Niederdrückung staatsrechtlicher Erfordernisse durch humanitäre erfolgt auf dem Wege des Humanitärrechts, insbesondere GFK und EMRK, bevor dann eskapistische Politiker noch Jesus bemühen, um sich Kritik vom Hals zu halten.

Man kann unseren autoritären MenschenrechtlerInnen sowohl Jesus als auch Kant streitig machen. Der Religionshistoriker Jean-Louis Harouel („Les Droits de l’Homme contre le Peuple“) konstruiert ebenso wie M. Stanton Evans („The Theme is Freedom“) eine sehr ausgeglichene christliche Weltsicht, die eben nicht den Staat als quasi-göttlichen Retter ins Spiel bringt sondern politische Macht stets beschränken will. Andererseits gibt es Traditionslinien wie Gnosis und Millenarismus die zu Sozialismus und heutigen sogenannten “Menschenrechten” führen, die eben diese Weisheit nicht haben. Diese Traditionslinien verbanden sich im späten 18. Jhd gerade aufgrund der Schwächung des Christentums mit einem Zeitgeist, der den Menschen und den menschlichen Körper sakralisierte, was wiederum auch Lynn Hunt in “Inventing Human Rights” herausarbeitet, ohne die Menschenrechtsskepsis von Jean-Louis Harouel zu teilen. Hunt erkennt an, dass die Menschenrechtsbewegung parallel zur Philosophie der Aufklärung verlief und nicht von den Aufklärern ausging. D.h. hinter den real existierenden „Menschenrechten“  steht weder Jesus noch Kant sondern regressivste Gesinnungsethik, infantile Idiotie (gerne auch in feminiler Spielart), Ablehnung der Staatsraison, Verweigerung der Last der Zivilisation, Regression auf normativen Individualismus und dessen Durchdeklination bis zum bitteren Ende. Das Christentum scheint angesichts schwindenden Glaubens hier seine letzte Existenznische zu finden.

Anhang

Der Artikel wurde von Summum Ius übernommen und an einigen Stellen gekürzt oder erweitert.
Tobias Klein berichtet mit Bildern von der Leistungsschau der Zivilreligion.


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5 Kommentare zu „Heerschau der HumanitärfrömmlerInnen erzeugt Eklats“

  1. Das absolut Zerstörerische, Unnatürliche, Zersetzende verkleidet sich als das Gute und Menschenfreundliche.
    Läßt mich an Barbara Spectre Lerner denken, die die Zerstörung Europas als dessen Rettung verkaufen will.
    Regelrecht satanisch ist das.

    Wie sagte Cassius Clay alias Muhammed Ali: „Every intelligent person want his child to look like him.“

    Jeder Großvater freut sich, wenn er in den Enkeln etwas von sich selbst oder vielleicht auch seine Eltern wiedererkennt. Er sieht, daß es weitergeht.

    Ob der Mist, den sie ablassen, etwas damit zu tun hat, daß die Käßmanns und Göring-Eckardts selbst keine Kinder haben?

    Gefällt 1 Person

  2. Hinter den dicken Mauern, in bewachten Ghettos mit fünfstelligen Monatseinkommen lässt sich gut predigen, die „Mauern um uns einzureißen, Schenkel wie Herzen und Türen zu öffnen….“ Die Biedermänner, mehr noch die kreuzbrav biederen Frauen wollen, werden und können nicht hören, nicht fühlen, nicht sehen…

    Es ist das typische Tappen im Nebel dieser Glutgläubigen, welche erst durch Schocks von Sprenggläubigen blutig grausam erwachen.

    http://n0by.blogspot.de/2017/05/an-der-loreley-im-mai.html

    Das ist eines der seltenen Blogs, welcher fast ohne polit-medial-klerikale Kulturkritik auskommt. Obgleich mit dem Massaker in Manchester genug Material über die Datenleitungen von mir abgefischt wurde, waren diese sonnigen Maienzeit in einer der schönsten bislang besuchten Gegenden Deutschlands, vielleicht die schönste Gegend von all den in letzten sieben Jahren bereisten 150.000 Kilometern Land und Leuten, obgleich also genug zum Manchester-Massaker vorliegt, bleibt dieser Link einfach bei Burgen, Weinbergen, der Festung Ehrenbreitstein, St. Goar, Boppard, Bacharach, Kaub….

    Wie schön unser verträumtes, romantisches Land doch ist – wenigstens abseits der unregierbar und unbeherrschbar werdenden Ghettos in nogo Arenen, in Slums und Glasscherbenvierteln….

    Gruss von der Loreley

    Gefällt 1 Person

  3. Ob es sinnvoll ist, mit (offenen) Briefen an Margot Käßmann zu appellieren, sei dahin gestellt. Hier ein Beispiel:

    Sehr geehrte Frau Dr. Dr. hc Margot Käßmann,

    ich schreibe Ihnen, weil Sie im Landkreis Marburg-Biedenkopf geboren sind und ich ebenso ein Kind dieses Landkreises bin.

    Über Sie als Vertreterin der EKD für das Lutherjahr 2017 bin ich doch sehr erstaunt, wenn Sie eine Äußerung über deutsche Staatsbürger tätigen und einen Generalverdacht über meine Großeltern, Eltern und mich, sowie meine Kinder ausgießen. Zitat: »Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’«. Da Sie 1958 geboren sind, haben Sie sicherlich auch Eltern und Großeltern, die den 2. WK miterlebt haben. Zudem sollte man mit 59 Jahren eine gewisse Lebenserfahrung und Weisheit besitzen, um festzustellen, dass man aus allen Abhängigkeiten des Lebens auch Gutes herausziehen kann. Ich kann mir, als gläubiger Christ, Ihre Aussage nur dadurch erklären, dass Sie in Ihrer persönlichen Vergangenheit Erlebnisse hatten, die eine solche Aussage provozierte.

    Weder ich, noch meine Eltern und viel weniger meine Großeltern sind jemals einer nationalsozialistischen Bewegung nachgerannt oder haben diese als Mitglieder für adäquat erachtet. Einer meiner Großväter hat im zweiten Weltkrieg in Frankreich als Soldat gedient. Damals war er 29 Jahre alt und war zum Kriegsdienst einberufen worden. Als ein junger Mann hat er Schrecknisse erleben müssen, die wir bis dato nicht erleben mussten. Schwer verwundet kam er aus dem Krieg und der französischen Gefangenschaft zurück. Mein Großvater mütterlicherseits hat im Ruhrgebiet in einer metallverarbeitenden Fabrik für die Nazis arbeiten müssen. Damals als 35 jähriger Meister im Schlosserhandwerk. Meine Großeltern waren, mit Ausnahme meiner Großmutter mütterlicherseits, im hessischen Hinterland geboren, das seinerseits sehr landwirtschaftlich geprägt war und wo es wenig Chancen gab Arbeit zu finden. Mein Großvater väterlicherseits war zeitlebens Maurer und Steinmetz. Mit meiner Großmutter und den 3 Kindern haben sie sich ein Haus gebaut. Mein Großvater mütterlicherseits war nach dem 2. WK bis zu seinem Tod 1972 selbständig und hat für seine Familie immer gut gesorgt. Mein Vater übernahm den Betrieb und war bis zu seinem Rentenalter selbständig und die Versorgung der Familie war durch schwere und harte Arbeit geprägt. Er versorgte in vorbildlicher Weise die Familie. Sie haben hart gearbeitet und der Familie gut vorgestanden und den Kindern waren sie stets außerordentlich gute Vorbilder in der Erziehung. Dies haben meine Eltern an mich weiter gegeben. Harte Arbeit, Fleiß und immer einen Blick für seinen Nächsten und Nachbarn zu haben, stets hilfsbereit gegenüber den Alten, Greisen und Behinderten zu sein und Anstand in allen Lebenssituationen zu bewahren. Das sind die Erziehungsgeschenke, die ich von meinen Eltern entgegennehmen durfte, genauso, wie das meine Eltern von meinen Großeltern entgegennehmen durften. All das haben meine Frau und ich auch unseren Kindern für ihr Leben weitergegeben. Mein Stammbaum ist bis ins 17. Jahrhundert nachvollziehbar und all das ohne einen Migrationshintergrund.

    Ich war immer stolz darauf, was unsere Vorgenerationen für dieses Land geschaffen haben. Demokratie, Meinungsfreiheit und Wohlstand wurden mit harter Arbeit, Schweiß und auch Blut geschaffen und verteidigt. Ein Land wie Deutschland mit seiner vielfältigen Kultur, angefangen bei Luther, der einem einheitlichem Hochdeutsch den Weg bereitete, einem Goethe, Schiller, Hölderlin, die der Schönheit diesem Landes huldigten, einem Gauß, Koch, Behring, Liebig, die wissenschaftlichen Fortschritt diesem Land bescherten, ist allemal liebenswerter, als die 12 Jahre Geschichte, auf die wir Deutsche von Ihnen reduziert und denunziert werden. Dieses Ansehen einer Nation, die sich aus vielen kleinen Staaten und Fürstentümern zu Deutschland zusammenschloss und sich immer für den christlichen Glauben und seiner Verbreitung einsetzten, siehe die verschiedenen Missionsarbeiten der verschiedenen Kirchen und den Herrenhutern, der setzen Sie die Narrenkrone auf. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit den Menschen und dem Gedenken an die Errungenschaften deutscher Dichter, Denker, Wissenschaftler und Arbeiter gegenüber.

    Ich frage mich wirklich, wer Sie als Repräsentantin auserkoren hat. Ihr alleiniger Verdienst ist es nicht, dass Sie als freier Mensch in einem freien Land leben dürfen, Ihre freie Meinung üben dürfen. Ihnen steht es weder zu unsere Vorfahren noch speziell meine Vorfahren mit Ihren Unanständigkeiten zu begegnen. Ich habe nie getrunken, wenn ich ein Fahrzeug führen musste und doch wurde ein Kind von uns Opfer eines Betrunkenen Fahrzeugführers. Ich habe meine Familie niemals verlassen. Ich habe in der schweren Zeit des NATO Doppelbeschlusses meinen Wehrdienst absolviert, immer in dem Gedanken, dass diese Demokratie verteidigungswert ist. Ich bin niemals straffällig geworden und war stets steuerehrlich, weil mir immer bewusst war, dass eine Demokratie nur mit genügend ausgestatteten Finanzen überlebensfähig ist.

    Über diese Tatsachen sollten Sie sich Gedanken machen. Einer solchen Unverschämtheit unserer Familie gegenüber, aber auch den Menschen gegenüber, die Sie in einer beispiellosen Unverfrorenheit ein Urteil sprechen muß ein Riegel vorgeschoben werden. Wir lassen eine Klage gegen Sie prüfen, damit Sie erfahren, dass Sie als eine Repräsentantin der EKD, nicht über allem erhaben erscheinen. Ich fordere Sie auf sich öffentlich zu erklären und sich bei mir persönlich zu entschuldigen.

    Mit angemessener Hochachtung

    Reimund Dittmann
    Sprecher Alternative für Deutschland Ortsverband Hinterland

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