Krankenversicherung: Martin Schulz SPD wirbt mit Milchmädchenrechnung

Die Sozialversicherungsbeiträge werden bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen zu 100% vom Arbeitgeber automatisch abgeführt.Der Arbeitgeber ist auch für die An – und Abmeldung dort zuständig. Dabei ist völlig unerheblich, wie das Ganze dann auf dem so genannten Lohnzettel dargestellt wird. Das Arbeitgeberbrutto und damit auch das Arbeitnehmernetto bleibt in jedem Fall gleich, weil es faktisch egal ist, wie die Sozialabgaben zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf dem Papier aufgeteilt werden.

Nach dem Vorschlag von Martin Schulz – der will, daß zukünftig 50% der Zusatzbeiträge anstatt 100 % vom Arbeitnehmer übernommen werden –  sinkt somit  auf dem Lohnzettel lediglich der Arbeitnehmerbruttolohn, um dem Arbeitnehmer weniger Sozialabzüge beim Nettolohn vorzugaukeln. Der Arbeitgeber berechnet die Kosten für Mitarbeiter  immer nach seinem Arbeitgeberbrutto und führt genau die gleichen Sozialabgaben wie immer für diesen ab, nämlich 100%. Er wird also nach dem Vorschlag von Martin Schulz zukünftig für den Arbeitnehmer die gleichen Sozialbeiträge (100%) abführen müssen, und präsentiert diesem dann auf dem Lohnzettel als Milchmädchenrechnung, daß er nur 50% – die Hälfte – abführen musste. Was für ein Humbug!

Demnach hat der Lohnbezieher von dem SPD-Vorschlag genau das, was er bislang von der SPD in den letzten 2 Jahrzehnten im besten Fall immer hatte – keinen Cent Netto mehr – nix.

Das hält die SPD und ihren Kanzlerkandidaten aber nicht davon ab, bei Facebook auf Dummenfang zu gehen:

spdlogikEs kann allerdings auch sein, daß die SPD und ihr Fake-Kandidat ohne Abitur tatsächlich nicht  weiß, wie die Wirtschaft und unser Steuer- und Sozialabgabensystem funktioniert.

Wir zeigten bereits hier und hier auf, daß die SPD in Sachen Steuern und Sozialversicherung mit wirren Anschauungen daherkommt.  Demnach ziehen sich unsinnige Vorschläge, die nur zur Verdummung der Bevölkerung führen können, wie ein roter Faden durch die Schriften und Publikationen der SPD. Der letzte Kanzler von der Sozis der den Diplom-Volkswirt  machte und 1949 erfolgreich abgeschlossen hatte, war Helmut Schmidt.

Es liegt  auf der Hand: Der Nettolohn für Arbeitnehmer kann nur dann ohne Lohnerhöhung  steigen, wenn – wie wir geschrieben haben – die Sozialversicherungsbeiträge und Steuern tatsächlich sinken.  Nur dann steigt das Arbeitnehmernetto.  Und der Arbeitnehmer hat auch nur dann viel vom „Netto“ , wenn er beim Einkaufen weniger Steuern bezahlen muss.

Genau das aber will die SPD nicht. Ihr Vorschlag, daß Arbeitslosengeld für bis zu 4 Jahre zu zahlen, bedeuten in der Regel Beitragssteigerungen bei den Sozialversicherungen. Und schon jetzt sind Beitragssteigerungen auf breiter Front abzusehen. Laut Medienberichten soll der Zusatzbeitrag bei Krankenkassen um ein, oder sogar mehrere Prozentpunkte steigen. Hierin wird wieder von der verwirrten Presse suggeriert, der Zusatzbeitrag zahle der Arbeitnehmer, faktisch jedoch führt der Arbeitgeber hundertprozent der Kosten für die Krankenversicherung ab.

Dies kann man daher auch hier , beispielsweise bei dieser Krankenversicherung nachlesen:

Sie als Arbeitgeber sind für die gesonderte Abführung dieser Zusatzbeiträge an die jeweilige Kasse zuständig.

Was für ein unsinniges System! Warum muss der Arbeitgeber erst zu 100% den allgemeinen Krankenversicherungsbeitrag abführen, und dann nochmal gesondert zu 100% den  Zusatzbeitrag? Doch nur, damit die sozialistische Milchmädchenrechnung weiter aufrechterhalten werden kann und man weiter auf Dummenfang gehen kann.

Und deshalb berichtet die Presse fleißig weiter von  „geteilt getragenen allgemeinen Beitragssätzen“ , bzw. sie tun so, als ob nur beim Zusatzbeitrag die  Bürger „ungerechterweise“ alles zu tragen hätten.N-TV schreibt daher:

Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent, der gesetzlich fixiert ist, wird je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Dazu kommt der Zusatzbeitragssatz, den allein die 55 Millionen Kassenmitglieder zahlen.

Und so wird der  einfache Fakt – und damit wahrscheinlich „rechtspopulistisch“ –  eben weiter verschleiert, daß der Arbeitnehmer zu 100% diese Sozialbeiträge zahlt, und zu 100% der Arbeitgeber diese für IHN abführt.

Und je mehr die SPD das humanitärfrömmlerische Sozialsystem ausbauen will, desto mehr werden die Sozialbeiträge steigen. Und die zahlt zu 100% der Bürger, egal was die SPD und deren Milchmädchenrechnungs-Presse einem vorrechnen will.

Anhang

Fiskalpolitische Debatte

  • Auch ein FAZ-Kommentator zeigt auf, daß der SPD-Vorschlag „Dummenfang“ ist. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer. Qualitätsmedien schreiben konsistent von „Aufteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer“ und erwwecken dabei den Eindruck, der Arbeitnehmer würde durch solche Sprachkonstrukte faktisch entlastet.
  • Die Deutschen seien Weltmeister im Steuernzahlen und zugleich sei Steuerhhinterziehung (oder zumindest -meidung) zur „höchsten Form des zivilen Ungehorsams“ avanciert, lehrt ein Steuerexperte.
  • Bei der Alternative für Deutschland – AFD – ist am Parteitag nach unserer Berichterstattung und den darin enthaltenden Vorschlägen überraschend ein Antrag eingegangen, nachdem die Mehrwertsteuer um 7% gesenkt werden soll. Statt 19% wären dann nur noch 12% Steuern fällig. Ein Vorschlag, der an der EU-Gesetzgebung scheitern könnte. Der Regelsatz muss nach neuesten Steuerharmonisierungsrichtlinien mindestens 15% betragen. Somit kann die AFD ohne EU-Ausstieg die Mehrwertsteuersätze nur um 4, bzw. 2% senken. Allerdings plant die EU, die Mehrwertsteuersätze in der EU weiter zu harmonisieren, das bedeutet, daß die Mindeststeuern weiter nach oben angepasst werden, und für Parteien die für alle Bürger etwas gutes tun wollen, noch weniger Spielraum bleibt. Der AFD-Vorschlag ist daher nur bei einem Ausstieg oder einer (durch Austrittsdrohung angestoßenen) radikalen Reform der EU realisierbar.

Postsozialistische Plastikkandidaten

  • Servus-TV veranstaltet eine Diskussion über eine Politik der leeren Inszenierungen von Kern bis Macron, die für desorientierte, von Bürgerinteressen weit entfernte Sozialdemokratie-Epigonen charakteristisch ist:
  • Émmanuel Macron erweist sich noch mehr als andere als eine leere Projektionsfläche für linksliberale Befindlichkeiten mit besonders geringer Affinität zu Bürgerinteressen und hoher, womöglich geradezu marionettenhafte Abhängigkeit von mächtigen globalistischen Finanzeliten, wobei besonders der für Kern, Schulz und Trudeau ebenfalls wichtige George Soros ins Auge springt.   Daraus ergeben sich Losungen wie  „Marine statt Marionette“.
  • Justin Trudeau lebt vom Rennommé seines Vaters Pierre Trudeau, der Kanada 1968-84 auf linksliberale, antiwestliche Wege führte aber im Gegensatz zum Sohn ein energischer und geistig kraftvoller Analyst und Politiker war. Der Sohn erweist sich als dekadentes Söhnchen, das bis in seine 30er Jahre 90 Länder mit Rucksack bereiste, nichts lernte, und auch jetzt abseits der vorbereiteten Teleprompterskripte nur alte unverarbeitete Reminiszenzen an die Rhetorik des Vaters als geistige Basis vorweisen kann. Auch er ist ein abgehobenes Kunstprodukt mit großer Nähe zu George Soros und zu Muslimbrüdern. Er nennt Kanada den „ersten postnationalen“ Staat und lädt noch zielstrebiger als Angela Merkel illegale Einwanderer ein. Eine Flüchtlingspolitik, die gezielt den überall verfolgten und bedrohten nahöstlichen Christen hilft, findet er „ekelhaft“.

Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.Helfen Sie uns dabei!





3 Kommentare zu “Krankenversicherung: Martin Schulz SPD wirbt mit Milchmädchenrechnung”

  1. Leider begreife ich das auch nicht….wenn nun der Arbeitgeber mehr Sozialabgaben übernehmen soll…so ist es doch logisch, das das GrundBrutto Einkommen steigen muss!!!

    Daher ergibt sich Netto eine Steigerung….logischerweise.

    Gefällt mir

    1. Vielleicht kann es der oben verlinkte FAZ-Kommentar verdeutlichen: „Wer so argumentiert, der hofft auf Bürger, die nicht wissen, dass sie mit ihrer Arbeit natürlich stets die gesamten Lohnkosten erwirtschaften müssen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu den Sozialversicherungen eingeschlossen. Sonst trägt sich der Arbeitsplatz nicht. Daher ist mit der Verschiebung der Anteile für die Arbeitnehmer dauerhaft nichts gewonnen.“ Es kann somit in Einzelfällen sich höchstens kurzfristig auf den Nettolohn auswirken, und nur dann wenn sich der Arbeitgeber nicht drauf vorbereiten kann. Das ist aber vernachlässigbar, da es auf Sicht von spätestens ein paar Jahren ein Nullsummenspiel ist. Der Arbeitgeber wird – wenn absehbar ist – daß Herr Schulz die Sozialabgaben zu seinem Nachteil verteilen will – natürlich dementsprechend auch weniger Arbeitnehmer-Bruttolohn bei Neueinstellungen anbieten und Arbeitnehmer-Bruttolohnerhöhungen einfrieren. (deshalb steht oben sinkt dementsprechend der Arbeitnehmerbruttogrundlohn) Weil der Arbeitgeber eben immer mit dem Arbeitgeberbrutto rechnet. Das ist ähnlich wie mit dem Mutterschutz. Auf dem Papier klingt es gut, wenn Frauen Lohnfortzahlung und Kündigungsschutz bekommen bei Schwangerschaft (und dies der Arbeitgeber zahlt, wie die Politiker suggerieren),aber genau deshalb rechnet ja der Arbeitgeber die Kosten mit ein, und bietet dementsprechend den Frauen – und falls das nicht gehen soll – allen weniger Lohn an, so daß es sich für ihn auch wenn mehrere Frauen gleichzeitig schwanger werden, immer noch rechnet. Deshalb wundert es mich wenig, daß Frauen bei gleicher Leistung weniger verdienen – weil eben genau dieses Risiko der Schwangerschaft mit eingerechnet ist.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s