Türkei und Deutschland: Bunte Mehrheit für Zensur

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet die Pläne von BuMaas für drakonische Bestrafung von Hasskommentaren. Dies fanden leitmedienkonforme Demoskopen unter Ausnutzung des Mitläufereffekts heraus.

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Anders als die überwältigend für Erdoğan und sein Präsidialsystem stimmenden Eurotürken sind die Eurodeutschen laut You-Gov in die bunte Republik bestens integriert.  Sie stimmen so ab, wie You-Gov es für wünschenswert erklärt, wohingegen die Türken sich untereinander gegen die buntschen Leitmedien solidarisieren.  Zwischen den beiden Gruppen gibt es tiefe kulturelle Gräben, aber im Effekt arbeiten sie doch in die gleiche Richtung.   Insbesondere die in NRW sesshaften Türkischstämmigen werden sowohl bei türkischen als auch bei deutschen Wahlen mit großer Mehrheit die strategischen Alliierten der Muslimbrüder (AKP, SPD) wählen.  Die Verbuntung sorgt für Konvergenz.  Das vom Leitbild des standardisiert-individualistischen Konsumbürgers mit „No Border, No Nation, No Culture, No Future“ geschaffene Sinn-Vakuum kann, wie Alexandre Del Valle erklärt, von dem harten Unterschichten-Islam der Ummah gefüllt werden, deren von Ankara angeführten europäischen Siegeszug Erdoğan mit gutem Grund ankündigt.

6 Kommentare zu „Türkei und Deutschland: Bunte Mehrheit für Zensur“

  1. Zum Thema Zensur, Gedankenpolizei und Sprachpolizei schreibt Michael Klonovsky:

    Michael Klonovsky:
    „Heiko Maas ist ein Justizminister, um den uns unter anderem sogar die arabische Welt womöglich zu beneiden beginnt. Das „Netzwerksdurchsetzungsgesetz“, mit dem Maas Unternehmen wie Facebook, YouTube oder Twitter dazu zwingen will, „offensichtlich“ rechtswidrige Inhalte binnen 24 Stunden zu löschen – ansonsten drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro –, wird, gleich anderen rechtswidrigen Maßnahmen des Präsidialregimes Merkel, wie ein Zäpfchen durch das sog. Parlament flutschen. Die Leute lassen sich aufschwatzen, es ginge um strafrechtlich relevante Beleidigungen und nicht um politische Kontrolle. Aber das Internet war nie ein Ort, wo das Strafrecht nicht galt; tatsächlich will man uns bloß einreden, das Netz sei ein rechtsfreier Raum, damit es schrittweise in einen Unrechtsraum nach Maas’schem Sozialistengeschmack verwandelt werden kann. Da dies auf staatlichem Wege nicht ohne weiteres möglich ist, werden Unternehmen erpresst und zum präventiven Löschen genötigt. Gehen die Unternehmen dabei zu weit – und das werden sie zwanghaft tun –, kann unser Zensurvogt die Hände in Unschuld waschen und behaupten, das sei nicht seine Absicht gewesen. Und so etwas nennen regierungsfromme Zeitungen dann „Maas‘ Konzept der staatsfernen Selbstkontrolle der Anbieter“.
    Das wirklich Erstaunliche freilich ist, dass unsere angeblich so protestbeflissene und zu jeder Art #aufschrei bereite Zivilgesellschaft die faktische Abschaffung der Meinungsfreiheit fast ohne einen Mucks hinnimmt. Eben erst ist der libanesisch-deutsche Regisseur und Journalist Imad Karim wegen seiner islamkritischen Haltung bei Facebook dauerhaft gelöscht worden. Es gibt kein „J’accuse“ im Land der Diederich Hesslings und Heribert Prantls.“

    Gefällt 2 Personen

  2. Aus der Sicht von Heiko Maas und ähnlich tickenden Volksvertretern und der staatstragenden Presse versteht man unter „Hasskommentare“ alles, was sich gegen rotgrünbunt richtet. Umgekehrt stört sich offenbar niemand über solche Kommentare wie jene in der „Süddeutschen Zeitung“ über Papst Benedikt XVI. Für solche Kommentare gilt sichtbar die Netiquette nicht:
    Liebe Leser, hier finden Sie eine Analyse von Matthias Drobinski: http://www.sz.de/1.3464447
    Die richtige Sache gemacht – aus Liebe zu Gott und der Kirche
    sueddeutsche.de
    Gefällt mir · Antworten · 16. April um 15:05
    Max Erras ein selbstherrliches, weltfremdes, kleinkariertes A… Einen Bruder, der Generationen von Domspatzen verprügelt hat. Nicht einmal die Eier, sein Pontifikat durchzuziehen. Eine Beleidigung für die Herren Wojtyla und Bergoglio, die großartige, herzliche und offene Menschen waren/sind. Wenn dieser Papst Bayern repräsentiert hat, dann ein engstirniges, menschenfeindliches CSU-Bayern. Möge ihn bald der Teufel holen.
    Gefällt mir · Antworten · 12 · Gestern um 01:17 · Bearbeitet
    Walter Jankus Man sagt doch: Wen die Götter lieben, den holen sie früh. Das scheint bei Herrn Ratzinger offensichtlich nicht der Fall zu sein.
    Gefällt mir · Antworten · 4 · 16. April um 19:24
    Daniel Jurke Na und? Chaplin hätte heut auch Geburtstag gehabt und der hatte die besseren Pointen.
    Gefällt mir · Antworten · 15 · 16. April um 17:54

    Gefällt 1 Person

  3. Bei Facebook rollen die Köpfe wie bei der Guillotine der französischen Revolution.
    Erst Autoren, die Facebook wie Pirincci, Imad Karim, Udo Ulfkotte ein-, zwei- oder mehrfach gesperrt hat, haben damit für kritische Geister eine Art Ritterschlag erhalten. Dass sich diese Avantgarde ohnehin bei Alternativen wie vk.com versammelt, ist ausgemacht. Deshalb trennt sich eine entpolitisierte Fan-Gemeinde wie von Katzen-, Pferdchen- und Blumenbildchen von ihren Pussy-Alben noch lange nicht von Facebook.

    Die multinationale Bewusstseinswaffe Fasebook lässt sich kaum ersetzen, höchstens noch durch nationale Eingriffe wie chinesische Zensurbehörden für den dortigen Markt lokalisieren.

    Je älter und mächtiger Massenmediale Manipulationsfabriken wie die GEZ-Maschinerie oder Facebook werden, umso mehr Repression und Zensur – vor Wahlen allemal

    Zensur ist Viagra. Je älter sie werden, umso mehr brauchen sie.

    Wenn kritisches Kleingewerbe einem ähnlichen Zensurwahn verfällt, ausgrenzt, Personen aus Demos ausschließt, dann ist dies der Anfang vom Ende.

    Gefällt 1 Person

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