„ZEIT“: Kein Bindestrich? Voll AfD-mäßig!

Wenn es nach dem Hamburger Qualitätswochenblatt geht, ist unser Blog ganz der bunten „Aufklärung“ (d.h. der globalhumanitären Ersatzreligion) verpflichtet, denn Schlampigkeiten wie der Deppen-Apostroph und das Deppen-Leerzeichen gehören nicht zu unseren Lastern.  Aber vielleicht gehört Dunning-Kruger-Effekt zum ZEIT-Geist.  Giovanni Di Lorenzo hat dergleichen sogar schon einmal selbstkritisch festgestellt.

philosophia perennis

… oder wie sich die Wochenzeitung „Zeit“ dazu hergibt, dem angeblichen Rechtsrutsch in Deutschland die Schuld an einem Fall orthographischer Schlampigkeit zu geben. Ein Gastkommentar von Ben Krischke 

Der ZEIT-Redakteur Jochen Bittner hat eine Beitrag veröffentlicht, in dem er sich über das „Deppenleerzeichen“ echauffiert, also die Leerstelle, wo eigentlich ein Bindestrich stehen sollte. „DHL Paket“ oder „ICE Fahrkarte“ zum Beispiel.

„Ohne Widerstand wird der Bindestrich bald tot sein. Das zeigt die Verführungskraft irrationaler Moden“,

findet Bittner. Er schreibt: „Vielleicht ist der Kampf gegen seine Auslöschung und – vor allem – gegen die Geisteshaltung, die dahinter steckt, schon verloren“.

Ich finde die These charmant. Eine grammatikalische Unsitte, die sich auch zunehmend in den Redaktionsstuben vermeintlicher Qualitätsmedien beobachten lässt, könnte durchaus ein Symptom von etwas oder ein Indiz für etwas sein. Aber für was?

Bittner schreibt, die Ausbreitung des Deppenleerzeichens zeige

„die Verführungskraft von irrationalen Moden, die Abschussigkeit von Irrwegen, die immer…

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Ein Gedanke zu „„ZEIT“: Kein Bindestrich? Voll AfD-mäßig!“

  1. DIE ZEIT. Tempi passati. Unter diesem Motto sinniert Ernesto Martegiani:
    „Auch für die ZEIT ist der Zug schon abgefahren. Die ZEIT-Redakteure wähnen sich immer noch als Elite und als Macher eines Periodikums für Intellektuelle. Die letzten Artikel, die ich im vorigen Monat in der ZEIT gelesen habe, erinnern an den Kohlrübenwinter von 1917. Kraftlose Redakteure kritzeln anämischen Gedanken, ringen verzweifelt nach Esprit und vergeblich nach Inspiration. Der Zahn der ZEIT nagt an der selbigen. Abgestumpfte Journalisten servieren dem hungrigen Leser abgestandene und wiedergekäute Brühen, daß man sich nach nur einem Artikel geistig wie in der Gulag-Baracke fühlt. Ich rechne es mir hoch an, daß ich nach dem Artikel über Martin Schulz nicht eingeschlafen bin. Vielleicht sollte Giovanni di Lorenzo seine Ladenhüter besser auf Palliativstationen verteilen, eh die Spinnweben das Rennen machen. Ähnlich ist es mit der FAZ. Monotonie und Stereotypie zum Gähnen. Die JUNGE FREIHEIT hat den Abend gerettet.“

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