Wahlen in Holland: Ergebnisse und Analysen

Das ist nur der Exitpoll! Die Sozialdemokraten verlieren auch danach 29 Sitze! Und haben nur noch 9. PVV legt auch danach zu. Kapo Schulz ist trotzdem erfreut und jubelt.

+++Wird laufend aktualisiert +++

In den Niederlanden zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Der Mobilisierungsgrad war hoch. Zur Ausgangslage berichteten wir bereits.

  • Der bayerische öffentlich-rechtliche Kanal B5 Aktuell meldete in der Nacht, daß auf dem 2. Platz die Rechtsliberalen gelandet seien. In einem weiteren Bericht bezeichneten sie die Identitäre Bewegung als „Rechtsextreme“, weil sie christliche Kreuze aufgestellt haben soll. Wie sich nun herausstellt, handelte es sich hierbei um klassische „Fake-News“. Christliche Kreuze haben mit Rechtsextremismus nichts zu tun, und Geert Wilders PVV landete auf dem 2. Platz.
  • Jedes Ergebnis von Geert Wilders, daß unter 50% liegt, wird von den Qualitätsmedien als „Sieg für Europa“ interpretiert – gemeint ist die EU- gewertet. Dabei war von vornherein klar, daß Wilders nicht Ministerpräsident wird ( da niemand mit ihm koalieren will) und das es viele Parteien im Parlament geben wird. Somit stand die Wahlanalyse der Qualitätsmedien schon vorher fest. Die Medien übersehen dabei bewußt, daß es eine nationale Wahl war und keine EU-Parlamentswahl. Letztlich war daher auch der Konflikt Türkei -Niederlande ausschlaggebend. Da dort Ministerpräsident Rutte im letzten Moment noch etwas punkten konnte, fielen seine Verluste nicht so stark aus wie für die Sozialdemokraten. Bei zweistelligen Verlusten der demokratieskeptischen Sozialdemokraten, und 5% Verlust für die Christdemokraten unter Ministerpräsidenten Rutte hingegen kann niemand ernsthaft von einem „Sieg“ für die EU sprechen – außer natürlich die Alternativen Fakten-Fraktion der deutschen Lügenpresse. Schließlich sind ja die Partnerparteien in den Niederlanden der EVP (Christdemokraten) und der Sozis (keine Ahnung wie die da heißen) im EU-Parlament geschwächt.
  • 6:52 Uhr Der Stimmenanteil von Wilders wächst weiter. Inzwischen sicher auf Platz 2 mit 13,1 % vorgerückt. Sogar das 21. Mandat ist noch möglich. Zuvor hatte Wilders nur 15.
  • Landesweit gewinnt der PVV 5 oder 6 Sitze ( von 15 auf 20/21), Sozis hingegen -29, Sieger Rutte verliert „nur“ -10 Sitze. Nennt sich das „Fakenews“ oder „Alternative Fakten“, wenn Bunt ihre Wahlniederlage als Sieg reklamiert?
  • Erstes Fazit: Die große Koalition von Rutte und Sozialdemokraten verloren massiv Sitze und Einfluss.  Gewinner sind die Grünen, Linksliberale und die PVV von Geert Wilders. Mit VVD, PVV und CDA sind drei Parteien vorne, die nicht grün oder rot sind. Wilders wird möglicherweise auf dem 2. Platz landen mit 13% der Stimmen. Zur Regierungsbildung wird nun eine Koalition aus vielen Parteien nötig sein.
  • Auch Maastricht geht an Wilders. Letztlich verhagelte nur das Wahlverhalten von Amsterdam einen totalen Sieg von Geert Wilders. Das Ergebnis hier: GL (G/EFA): 19.3%, D66 (ALDE): 18.2 ,VVD (ALDE): 15.2, PvdA (S&D): 8.4 , DENK (*): 7.5, PVV (ENF): 7  Hier konnte Wilders nicht genug Stimmen hinzugewinnen.
  • Die Partei des islamischen Staates Türkei,  „Denk“ wird um die 3 Sitze im Parlament erhalten mit rund 2% der Wählerstimmen. Deutsche Medien sprechen von einer „Migranten-Partei“, um nicht deutlich zu machen zu müssen, um wen es sich handelt. „Denk“ war im türkischen  eine Masseneinheit. Jüdische Medien sind besorgt.
  • Nun springt bei den Live-Auszählungen die Zahl der Sitze von Wilders von 19 (Exit-Polls) auf 20 Sitzen. Der Wähleranteil steigt von 8,7 auf 11,4%, also rund 40%. Es sind jetzt 95/388 Gemeinden ausgezählt.  Hier gehts zum aktuellen Stand.
  • In Amsterdam hat Geert Wilders hingegen mit 7% schlecht abgeschnitten. Erfolg hatte hier die Migrantenpartei „Denk“ mit 7,5% der Stimmen, die das Wahlergebnis der Niederländer inzwischen mitbestimmen.  Das kostet Sitze für einen größeren Erfolg.  Es wird daher am Ende auf etwa 20-23 Sitze für Wilders hinauslaufen, ein Plus von 5-8 Sitzen.
  • Geert Wilders gewinnt in Rotterdam, der zweitgrößten Stadt in den Niederlanden. Die Gesichter von „Bunt“ werden länger, aber die Medienlüge vom bunten Aufschwung und der „Absage an Rechtspopulisten“ wird wohl trotzdem beibehalten werden.
  • Nun 7/388 ausgezählt. Die kleinen Dörfer, in denen Wilders wenig Rückhalt hat und wenig präsent ist. Er legt dort 40% an Stimmen zu.
  • Auszählungsstand 5/388. Wilders legt in diesem 5 Gebieten um 40% zu gegenüber der letzten Wahl ( von 5 auf 7-8% in diesen kleinen Dörfern) Demnach könnte in einer ersten Hochrechnung wohl etwas anderes bekanntgegeben werden als in den Exit-Polls. Denn letztlich zählen die Ergebnisse in den großen Städten. Das sind die Hochburgen von Geert Wilders.
  • Die Gewinne für die Grünen gehen zu Lasten der Sozialdemokraten. Die Grünen werden wohl stärker werden, als in Exit-Polls prognostiziert, was erste Ergebnisse in Dörfern zeigen.
  • Die Partei von Geert Wilders wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zulegen – Wieviel, wissen wir in wenigen Minuten.
  • Der „Schulz-Effekt“ in den Niederlanden. Die Sozialdemokraten werden zum Mini-Grüppchen nahezu pulverisiert. Kapo-SPD-Schulz twittert hingegen, daß er erfreut sei, daß der  totale Erfolg von „Wilders“ ausgeblieben sei. Dabei ist bislang alles Spekulation. Und das Wilders nicht Ministerpräsident wird, war von vornherein klar.

 

 

  • Ähnlich die Presse „Die Zeit“.Beim Auszählungsstand von 0,3% „weiß“ die Lügenpresse (Hier) bereits das Endergebnis aufgrund von „Exit Polls“. Und fantasieren von einer Wahlniederlage Wilders, um sich einen bunten Aufschwung zurecht zufälschen.  Das gleiche kennt man ja von der Trump-Wahl:
Bild: Screenshot Internetpräsenz „Die Zeit“: Beim Auszählungsstand von 0,3% ! aller Stimmen wissen die deutschen Qualitätsmedien wie „Die Zeit“ also schon genau das Endergebnis.

Die ersten Wahlergebnisse aus dem Norden Hollands kommen rein. Es sind kleine Dörfer mit 150-300 Einwohnern, protestantisch. Hier konnten die Grün-Linken gut wildern. Es zeichnet sich eine Rennaissance der Grünen ab. Die Gewinne gehen aber in der Regel auch zu Lasten von anderen Bunt-Parteien. Daher wird das Ergebnis für Grün-Links wohl höher als in den Exit Polls.  Wilders PVV legt hier – nicht seinem Stammgebiet- um ca 4,5% zu.

  • Die „Exit Polls“ haben folgendes Ergebnis gebracht (Quelle Telegraaf)

VVD 31 (-10) PvdA 9 (-29) PVV 19 (+4) SP 14 (-1) CDA 19 (+6) D66 19 (+7) ChristenUnie 6 (+1) GroenLinks 16 (+12) SGP 3 (0) Partij voor de Dieren 5 (+3) 50Plus 4 (+2) Denk 3 (+3) Forum voor Democratie 2 (+2)

Demnach würde die PVV von Geert Wilders auf 14% kommen, und somit 4% zulegen.

Achtung! Das ist nur eine Umfrage! Kein Wahlergebnis! 

  • Es gibt noch eine „Vorhersage“ des Wahlergebnisses von einem ausländischen Parteienexperten:

This is my prediction for the Dutch Election on the 15th March to anyone who is interested ; PVV 28-29, VVD 21-22, Green Left 17, CDA 17, D66 16, Socialist party 16, PVda (Labor) 7, PVdD (Animal Rights) 5, 50+ (Pensioners party) 6, CU 4, SGP 3, Others 3

  • Infos direkt aus den Niederlanden:

Telegraaf-Live – aus den Niederlanden

Und:

2 Kommentare zu “Wahlen in Holland: Ergebnisse und Analysen”

  1. die erleichterung in europa und die zufriedenheit bei den phrasendreschern von cdu und spd über das wahlergebnis in den niederlanden wirkt auf mich echt surreal. die populistische revolution ist in europa noch lange nicht abgewehrt.

    premier mark rutte (vvd) darf weiter regieren. trotz der wahlbeteiligung von 81 % gaben ihm nur 17 % der wahlberechtigten niederländer ihre stimme. tatsächlich hat er mit seiner rechtsliberalen volkspartei 5,2 % an zustimmung verloren und die sozialdemokraten verloren sogar 19,1 % an stimmen. das nenne ich ein massaker.

    die einmann-partei (pvv) von geert wilders hat 3 % mehr zustimmung von den niederländern erhalten als bei den letzten wahlen und ist jetzt die zweitstärkste partei. wilders` populistische themen dominierten den wahlkampf und die „volksparteien“ verloren an zustimmung. ich kann nicht erkennen, dass die populistische revolution in europa mit dem niederländischen wahlergebnis abgewehrt ist. ist das wahlergebnis für europa nicht doch ein fiasko?

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