Sonstige steigen um 4% bei Forsa – Wer steckt dahinter?

afdwahler
Mögliche Erklärung für den AFD-Absturz

Rechtspopulistische Bewegungen sind im bundesweiten Trend bislang lediglich bei den Wahlumfragen eingestürzt. Inzwischen scheinen sich die Werte aber wieder zu stabilisieren. Bayern ist frei zeigte bereits auf, wie die ARD einen  Bunten Absturz zu einen Aufwind umdichtet.

Wir analysieren daher heute mal die Umfragen in den Bundesländern, um zu überprüfen, inwieweit hier patriotische Bewegungen tatsächlich an Kraft verloren haben.

Beispiel Berlin: Die Abgeordnetenhauswahl in der Hauptstadt ist noch nicht so lange her. Damals kamen die Sonstigen (inklusive der inzwischen völlig versunkenen Piraten) gerade mal auf 7,4%. Laut aktueller Umfrage jedoch kommen die Sonstigen nun auf satte 11%, ein Zuwachs von 4% Punkten. Konnte eine neue Protestpartei um 4% zulegen und könnte so neu ins Abgeordnetenhaus einziehen? Eher unwahrscheinlich. Kein Umfrageinstitut listet eine solch wahrnehmbare Bewegung extra auf. In der gleichen Umfrage stürzt jedoch die AFD  auf 10%-Punkte ab. Also 4% weniger als bei der  letzten Berliner Abgeordnetenhauswahl und somit im Grunde der gleiche Wert, den die Sonstigen zulegen.  Bedenkt man, daß es durchaus möglich ist, daß Wähler -gerade wenn nun Umfrageinstitute noch aktuelle Ereignisse wie die Berichterstattung um Björn Höcke mitfragen – sich nicht trauen, zuzugeben, daß man eigentlich die „pöhse“ AFD wählen will, so könnte dies eine Erklärung dafür sein, daß der Wert der „Sonstigen“ um 4%-Punkte anschwillt. Die Zahlen des SPD-nahen „Forsa-Institutes“: CDU 17%(-0,6%), SPD 25%(+4,3%), Grüne 13% (-2,2%), FDP 8%(+1,3%), Linke 16% (+0,4%), AFD 10% (- 4,2%) und Sonstige 11% (+3,6%). Den Wert den die SPD also „gewinnt“, geht zu Lasten anderer Buntparteien wie  CDU und Grüne. Die zumindest wirtschaftspolitisch „rechts“ denkende FDP und die Sonstigen jedoch haben zusammen mehr Auftrieb in dieser Umfrage als die SPD im Vergleich zur letzten Abgeordnetenhauswahl (+4,9%)

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Die Bayern-SPD, von denen einige Protagonisten Knasterfahrungen sammeln, ist tief zerstritten und ist weit entfernt von einstigen Höhen von 30%.

Und wie würden die Berliner bei einer Bundestagswahl stimmen? Hier würde die SPD laut Forsa 30% erhalten, die CDU 21%. Die Grünen kämen auf 10% Auch dort wuchsen die „Sonstigen“ bei Forsa seit dem „Schulz-Effekt“ von 5% auf 8%. Während die AFD von 12-14% auf 10% sank. Es ist daher nicht auszuschließen, daß 3-4% Wähler rechter Parteien – unter anderem durch geschickte Fragetechnik provoziert –  angegeben haben „Sonstige“ zu wählen, um so den bunten Absturz zu einem Erfolg umzudichten. Möglich ist aber auch das die Wähler tatsächlich zu den „Sonstigen“ abgewandert sind, was dann jedoch ein Indiz dafür wäre, daß Bunt auch mit einem vermeintlich „unverbrauchten“ neuen Kandidaten es doch nicht vermocht hat, neues Wählerpotential zu erschließen, weil schießlich die bisherigen Zugewinne der SPD in den Umfragen letztlich immer zulasten einer anderen Bunt-Partei erfolgte. Letztlich ist es schade, daß man nicht genauere Details zur Umfrage erfahren kann, vvl. hat ja ein Leser unser Seite so etwas vor Kurzem mitgemacht und kann sich an die Fragen des Institutes erinnern.

Anhang:

  • Bayern ist frei berichtete bereits hier über den Forsa-Chef: Der SPD-Hochrechnungs- und Bodenbräunungsexperte Forsa-Obergüllner Güllner Manfred lobt Oettinger und erklärt dazu, dass es unbedingt notwendig ist, unentwegt Gülle über der AfD und ihren Anhängern auszukippen. Es gebe nur 10% hinreichend politisierten „braunen Bodensatz“, der bereit sei, das ständige Nazifizierungs-Mobbing zu ertragen. Wenn man auf die Bräunungsbehandlung verzichte, treibe man der AfD auch etwas weniger patriotische Wählerschichten zu. Das sei gefährlich, denn dann drohten die Felle endgültig davonzuschwimmen und die kulturelle Hegemonie gehe verloren. So die von Widerspüchen bereinigte plausible Quintessenz der Güllnerschen Verbalgülle.
  • Angesichts der Tatsache, daß selbst in den Hochzeiten der Flüchtlingskrise die AFD z.B. in Niedersachsen oder Hessen bei den Kommunalwahlen bei nur rund 10-12% lag , und in Städten wie Hamburg nur 6-7% bei der Wahl erreichte, stellt sich ohnehin die Frage, ob die AFD denn bundesweit tatsächlich schon hätte 15% erreichen können. Berücksichtigt man dies, so kommt einen der aktuell von INSA gemessene Wert von 11% eher als der ohnehin realistische Wert vor.
  • Über die Last mit sogenannten „Flüchtlingen“ berichtet der BR. Kräfte werden gebunden, hart erarbeitete Steuergelder werden zweckentfremdet:
  • „Flüchtlinge bleiben weiter große Last für die Gemeinden

    München: Ein großer Teil der anerkannten Flüchtlinge in Bayern bleibt nach Angaben des Gemeindetages in kleinen Orten. Präsident Brandl sagte im Bayerischen Rundfunk, etwa zwei Drittel blieben dort, wo sie betreut und angekommen seien. Das stelle die Gemeinden noch immer vor große Herausforderungen bei Wohnungsbau und Kinderbetreuung sowie bei Deutsch- und Integrationskursen.“

Ein Kommentar zu “Sonstige steigen um 4% bei Forsa – Wer steckt dahinter?”

  1. Ich glaube keiner dieser Umfragen, mal ehrlich, wenn mich einer fragen würde, ich würde niemals sagen was ich wähle, das geht die Lügenpresse doch gar nichts an. Vor allem muss man ja heute Angst vor Repressalien haben. Ich würde einfach lügen, so wie man das in diesem Land kennt!

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