Die große Freiheitskämpferin Susanne Kablitz ist tot

Von Susanne Kablitz lasen wir immer wieder Artikel auf Achse des Guten und in ihrem eigenen Juwelen-Magazin. Erst kurz nach einem verzweifeltem Aufschrei  („Dieses Land ist verloren“) über die intoleranten Humanitärfrömmler und Nuttigen Narren, die unser Land ein drittes und letztes mal zugrunde richten und das Volk, das dies offenbar verdient habe, kapitulierte sie vor ihrem Krebsleiden und zog den Freitod vor. Derweil lesen wir seit 100 Jahren zahllose Aufschreie chinesischer Literaten, die wahlweise an fehlendem Patriotismus oder fehlendem Freiheitsdrang ihrer Landsleute verzweifeln.  Ein Heilmittel gegen solche Aufregung kann das Studium der Psychologie der Menschenmengen („Psychologie des Foules“) sein, das der französische Arzt  Gustave Le Bon 1895 in einem Meisterwerk niederlegte, welches bei uns als „Psychologie der Massen“ wiedergegeben wurde, obwohl es Le Bon ausdrücklich auch um kleine Gruppen geht.  Zu kollektiven Subjekten verschmelzende Menschenmengen sinken regelmäßig auf ein infantiles Niveau des kleinsten gemeinsamen Nenners herab, der sich im Unbewussten findet. Le Bon findet dafür viele Beispiele aus der guten alten Zeit, die unsere gegenwärtigen Beispiele, so  niederträchtig sie auch sein mögen, als Normalität erscheinen lassen.

psychologie-des-foulesLe Bon erklärt auch, wie es erst die gemeinsame Abstammung und Geschichte sowie das Wirken einer vordemokratischen Phase ist, die dem unstetig zwischen Schandtaten und Heroismus schwankenden Kollektiv eine Grundlage für zeitweilige höhere Leistungen ermöglicht. Diese Grundlage erscheint ihrerseits wie ein kollektives Lebewesen, das entsteht und vergeht, wobei der von Frau Kablitz so sehr verachtete sozialistische Weltrettungswahn auch von Le Bon als eine Spätphase erklärt wird, in der die Individuen sich durch Delegation an den Staat immer weiter schwächen. Le Bon nimmt dabei die Theorien von Spengler und Toynbee in sehr einleuchtender Weise vorweg.  Heute ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass die Volkssouveränität, die der erbarmungslose Skeptiker Le Bon noch als eine pseudoreligiöse Doktrin verspottet, uns im Vergleich zu der Menschenrechtsreligion der letzten Jahrzehnte als ein höchst ehrwürdiges Anliegen erscheinen muss, für das es zumindest in unserer Phase der Zivilisation keinen Ersatz gibt.   Le Bon selber zeigte auf, dass wesentliche Entscheidungen in jeder Phase der Zivilisation in (zivil-)religiösem Furor getroffen werden, der keine Widerrede duldet, und dass der Pöbel kaum merklich schlechter wenn nicht gar besser entscheidet als die elitäre Menge.   Trotzdem ist das Buch von Le Bon kein Aufruf zu zynischem Fatalismus.  Es rückt im Gegenteil die Erwartungen realistisch zurecht und ermöglicht es uns dadurch, positiver zu denken.  Die chinesische Karawane zieht weiter, obwohl Spengler sie für eine überlebte Kulturruine hielt.  Sie hat sogar die Rolle der deutschen Konkurrenz übernommen, vor deren Vitalität Le Bon sein dekadentes Vaterland warnte.

„Wir leben wieder in einer faschistischen Diktatur nach Muster 1933, die heutigen Nazis sind flüchtlingsbesoffene Gutmenschen und asoziale „Antifaschisten“. Wer die Wahrheit ausspricht, wird verfolgt. So ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann es Tote auf beiden Seiten gibt. Die SPD hat bereits offen zur Gewalt aufgerufen und will jetzt sowohl Bundespräsident wie auch Kanzler stellen.

Es ist wahrlich ein Panoptikum der Erbärmlichkeit.

Leider kommt man nicht umhin, festzustellen, dass dieses hochnotpeinliche Land sich seinen unausweichlichen nächsten Untergang mehr als redlich verdient. Deutschland ist verloren. Endgültig.“

Susanne Kablitz


Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.Helfen Sie uns dabei!





philosophia perennis

Mit Susanne Kablitz ist am 11.Februar eine der großen Liberalkonservativen von uns gegangen. Ihre Stimme wird uns fehlen. Ihre prophetische Schau auf die Katastrophe, die auf uns zukommt, ist ihre vielleicht wichtigste Hinterlassenschaft. Ein Nachruf von David Berger

„Bis zum letzten Atemzug“ heißt eines ihrer Bücher, der einzige Roman, den Susanne Kablitz publizierte – und bis sie selbst entschied, den letzten Atemzug zu machen, war sie unermüdlich tätig. Tätig für die mit unserer Demokratie auf Gedeih und Verderb verbundene Freiheit. Ein Kampf der angesichts der immer heftiger und fast unwidersprochen eingeschränkten, für unseren Rechtsstaat aber unverzichtbaren Freiheiten immer anstrengender und aus ihrer Sicht auch immer aussichtsloser wurde. Zumal sie zugleich mit einem schweren Krebsleiden zu kämpfen hatte.

In Nordrhein Westfalen geboren war sie nach ihrem Studium als Wirtschaftsrechtsdozentin tätig, engagierte sich asl Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft und gründete 2012 den Hayek-Club für Krefeld und den Niederrhein. Als sie feststellen musste, dass…

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