Frauenkirche-Busdenkmal Aleppo

Dresdner protestieren gegen bunte Erinnerungskultur

Während regierende Weltbürger vor der Frauenkirche ihre Terrormilizen (und neuerdings auch vor der Semperoper ihre Leichenberge) in gebührender Form feiern, um pünktlich zum Dresdner Bombenterrorgedenktag das „Höchste Andere“ (Autre Suprême) an die Stelle des Eigenen zu setzen, nutzen aufgeweckte  Wutbürger die verfügbare mediale Aufmerksamkeitsspanne, um in ebenso gebührender Form eine „Wende unserer Erinnerungskultur um 180 Grad“ zu fordern.

Busbarrikade Aleppo
Busse als Barrikaden in Ost-Aleppo

Aleppo ist eine Stadt, die seit kurzem wieder feiern kann, weil sie vom Würgegriff der von der westlichen Wertegemeinschaft gezüchteten Dschihadisten befreit wurde.    Implizit evoziert das Denkmal vor allem die Gräuelpropaganda der bunten Leitmedien und Regierenden, die im Konzert mit den Dschihadisten die Befreiung Aleppos hintertreiben wollten.  Mit Bussen hatten die Terroristen der radikal-islamischen Gruppe Ahrar Al-Sham (früher Al Nusra, davor Al Qaeda, s. Flagge auf den Bussen), denen die Sympathie des bunten Dresdens offenbar nach wie vor gilt, sich und ihre menschlichen Schutzschilder vor den Regierungstruppen verbarrikadiert.  Der beauftragte syrische Künstler Manaf Habouni, von dem das Titelfoto unseres Beitrags stammt, träumt bisweilen selber von islamischer Eroberung Europas.   Natürlich ist das nur ein Gedankenspiel, aber eines mit altehrwürdiger Geschichte, das wieder aktuell geworden ist.

dresden_querNoch anstößiger als der bunte Dschihad des ehemaligen Abendlandes gegen sich selbst ist, dass das Leid von Aleppo mit dem Leid Dresdens beim Bombenangriff vom 13. Februar 1945 in Verbindung gebracht und in die Erinnerungsfeierlichkeiten zu diesem Ereignis hineingezwängt wird.    Wenn es um deutsche Opfer geht, ist das anderswo verpönte Relativieren stets das Gebot der Stunde.  Dresdens Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mahnt, dass Dresden „keine unschuldige Stadt“ gewesen sei, als die Flüchtlinge, Verwundeten und Zivilisten von besonders massivem alliierten Bombenterror getroffen wurden, der, anders als etwa bei Kollateralschäden in Aleppo, auf Demoralisierung durch Maximierung der Opferzahlen zielte („moral bombing“).  Aus Angst davor, dass ein schlichtes, relativierungsfreies Gedenken zu unerwünschter patriotischer Gesinnung führen könnte, versuchte der Bürgermeister, abwegige Schuldkonstruktionen zu propagieren. Als wären im Feuersturm gestorbene Kinder Dresdens an etwas schuld. Damit erreichte Hilbert einen neuen Tiefpunkt in der ohnehin vergifteten Dresdner Erinnerungskultur.  In seiner Eröffnungsrede vertiefte er ferner mit Unterstellungen gegen „Rechtspopulisten“ die Spaltung weiter.  Mit Hängen und Würgen musste die Erinnerung zu einer Mahnung für „Toleranz“ und Willkommenspolitik umfunktioniert werden, wobei Hilbert als Subtext noch Intoleranz gegenüber Gegnern ebendieser Politik propagiert.

beim-angriff-auf-dresden-1945-wurden-bis-zu-500000-menschen-getoetet-der-verantwortliche-general-bomber-harris-wird-von-der-antifa-als-held-gefeiert

Schon am Tag der Deutschen Einheit wurden die an der Frauenkirche versammelten bunten Elilten von Dresdner Bürgern ausgebuht.  Von „Pöblern“ berichteten die Leitmedien, welche auf Dialogangebote von Claudia Roth und anderen nicht eingegangen seien und somit ihre Dialogunfähigkeit bewiesen hätten.   Auch gestern glaubten die versammelten Eliten, den Protest dadurch auflösen zu können, dass sie ihn in ein Proseminar verwandeln.  Doch die Protestierer nutzten das kleine Zeitfenster, das ihnen die  bunten Diskursbeherrscher gewährten, für kurze medienwirksame Parolen wie „Hau ab“, „Volksverräter“ und „Hilbert muss weg“.  Und wieder moralisiert BILD über dialogunwillige „Pöbler“.

Aylan Kurdi Monumental Frankfurt
Monumentalgraffitti Aylan Kurdi in Frankfurt Anfang 2016. Der türkishstämmige Künstler wollte AfD-Wähler beschämen

Nichts spricht dagegen, die Bombardierung von Dresden unter den verschiedensten Aspekten zu sehen und dabei auch an andere leidgeplagte Städte wie Aleppo zu denken.   Aber ebenso wenig spricht dagegen, die Volkspädagogik der Diskursbesitzer abzulehnen.  Die bunte Erinnerungskultur, die das schlichte Gedenken an die eigenen Opfer nicht ertragen kann und stattdessen mutwillig und aufdringlich Grenzen zwischen Eigenem und Fremden, zwischen Hässlichem und Schönem einreißt, ist es, die eine „Wende um 180 Grad“ erfordert.  Sie verdient Proteste, und wieder einmal sind es die Dresdener, die sich als hinreichend mutig und klug erweisen, um diesen Protest in wirksamer Weise zu artikulieren.   Wieder einmal schlägt das Herz der deutschen Demokratie in Dresden.    Nur das Völkchen der Sachsen dringt noch gelegentlich gegen den bunten Mehltau durch.  Danke Dresden!

Anhang

  • Vor der Semperoper feiern gleichzeitig Humanitärschlepper  die Leichenberge, die ihre Menschenrechtspolitik im Mittelmeer verursacht hat.   Zeitgerecht zum 13. Februar werden allerlei Orte des drohenden Gedenkens an das Eigene mit Mahnmalen für das Höchste Andere (Autre Suprême) zugepflastert.   Berlin kennt ähnliche „Kunst“ von seinem „Zentrum für Politische Schönheit“.  Politische Schöhnheit ist etwa so schön wie Politische Korrektheit korrekt.   Humanitärfrömmler berufen sich oft zu Unrecht auf Kunst und SatireProf. Jean-Louis Harouel schrieb darüber 2009 das Buch „La Grande Falsification.  L’art Contemporain.“  Harouel zitiert auch das Wortspiel vom „Autre Suprême“ (Höchsten Anderen) des Menschenrechtskultes das dem „Être Suprême“ (Höchsten Wesen) des jakobinischen Tugendterrors entspricht.  Schöpfer dieses Wortspiels war RA George Paul Wagner.
  • Die Aleppo-Busse bleiben.  Ein Eilantrag dagegen scheitert am 15 . Februar vor Gericht.
  • Die barbusige Bomber-Harris-Freundin Anne Helm gehört zu den Ehrengästen der Bunten Republik, die an der Karnewahl vom 12. Februar mitwirken dürfen.
  • Der gebürtige Syrer Imad Karim protestiert gegen die masochistische Erinnerungskultur der regierenden Weltbürger, die seine geliebte Wahlheimat entdeutschen.
  • PI News berichtet.
  • Radio Dresden berichtet noch relativ informativ und objektiv. Man findet dort auch den Volltext der Eröffnungsrede von Bürgermeister Hilbert.
  • David Berger informiert:

    In Dresden hat der Künstler Manaf Halbouni mit Unterstützung der Stiftung Kunst und Musik für Dresden und der des OB von Dresden, Dirk Hilbert (FDP), drei Busse errichtet, die nun vor der Frauenkirche in Dresden hochkant stehen und einen Bezug zum Leid in Aleppo herstellen sollen.
    Sie wurde im März 2015 von der islamistisch-salafistischen Terrororganisation Ahrar el-Sham im Viertel Bustan al-Qasr von Aleppo errichtet. Ihre Fahne weht auf der Spitze der hochkant gestellten Busse, wie deutlich in einem Bild im The Atlantic zu erkennen ist.

    und kommentiert dann:

    Diesen Zusammenhang zu unterschlagen, ist ein Skandal. Die Proteste richten sich nun aber nicht gegen diese Tatsache, sondern verfolgen ihre eigenen revisionistisch-rechtsextremistischen Interessen und versuchen daraus billiges politisches Kleingeld zu schlagen. So kommt es, dass sowohl das Mahnmal als auch der Protest gegen dieses Mahnmal in eine völlig falsche Richtung laufen, wie auch die sich daran entzündende Debatte.

    Es stellt sich aber auch hier die Frage, warum die schlichte Trauer über Dresdner Tote unbedingt der Anreicherung mit universalistischen Gegenwartsbezügen bedarf, um nicht „rechtsextremistisch“ oder „revisionistisch“ (d.h. auf Änderung der strafrechtlichen Wertungen von Nürnberg zielend) zu sein.

  • In ihrer Video-Dokumentation über die Antifa geht Jasinna ausführlich auf die vergiftete offizielle Erinnerungskultur Dresdens ein. Zu ihr gehört die Verunglimpfung der an relativierungsfreier Trauer interessierten Patrioten als „Nazis“ durch eine „Menschenkette“ der Besten der Guten, zu deren Unterstützung Bürgermeister Hilbert auch bei der Denkmaleröffnungsrede wieder aufrief.
  • polizeipraesident_dresden19450322Manches von dem von Jasinna verwendeten Filmmaterial zum Dresdener Bombenterror und mehr davon findet man hier.  1963 berichtete der Spiegel über historische Forschungen, denen zufolge Dresden 7 Tage lang in Flammen stand und 135.000 Menschen dabei starben.  Der Dresdner Polizeipräsident berichtete am 22. Februar 1945  von der Bergung von 202.040 Toten, die noch sicherlich auf 250.000 steigen würden.  Eine propagandistische Absicht war in dem Bericht kaum zu erkennen.  Wieso sollte Göbbels auch die demoralisierende Wirkung noch stärken wollen?   Auch Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer stützte sich auf diese Zahlen, als er in einer Veröffentlichung von 1955 schrieb:

    “Der Angriff auf die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt Dresden am 13.2.1945 forderte alleine etwa 250.000 Tote.” (DEUTSCHLAND HEUTE, Herausgegeben vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Wiesbaden 1955, Seite 154)

    Auch Adenauer hatte kein Motiv, hohe Zahlen anzusetzen.  In heutigen offiziellen Versionen wird aber 25.000 als Zahl der namentlich bekannten Opfer angegeben.  Es zeigt sich eine Geschichte der graduellen Reduktion der Totenzahl von 22. Februar 1945 bis heute.  Beim diesjährigen Gedenken ist man schließlich bei 20.000 angelangt.  Der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann nutzt auch diese Zahl, um sich über die Dresden, die „Hauptstadt des Whataboutism“,  lustig zu machen, die um ihre Toten so ein Aufhebens veranstalten, wo doch in Köln ebenso viele gestorben seien.  Den Dresden-Erinnerern gehe es doch nur darum, eine hohe Totenzahl für ihre „What-about“-Argumente nutzen zu können.  Darf man hier spiegelverkehrte Unterstellung eigener Motive (Projektion) unterstellen?


Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.Helfen Sie uns dabei!





2 Kommentare zu „Dresdner protestieren gegen bunte Erinnerungskultur“

  1. „auf Demoralisierung durch Maximierung der Opferzahlen zielte („moral bombing“). “
    Das mag schon sein, aber der Hauptzweck war doch wohl, soviele Deutsche wie möglich umzubringen. Ich meine, der Krieg wurde doch nicht geführt, um uns zu „befreien“ oder so. Gerstenmaier, ein Widerständler hat das auch erkannt: „Der Krieg wurde nicht gegen Hitler sondern gegen Deutschland geführt.“
    Dessen muß man sich immer bewußt sein.
    Ich will lieber als besiegter Deutscher untergehen statt als „befreiter Demokrat“ am Katzentisch der Sieger dabeisitzen. Ist eine Entscheidung, die ich für mich getroffen habe. In Dresden verbrannte ein Teil von mir, genauso wie in Stalingrad ein Teil von mir erfror, mit der Wilhelm Gustloff in der eisigen Ostsee versank. Auch wenn ich da noch gar nicht geboren war.

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