Wie lange wollen wir noch der eigenen Selbstzerstörung ohne Widerstand zusehen?

Straßburger Staatsschlepperei im Namen des IS
EU-IS-Migrationskooperation

Statt „mürrischer Indifferenz“ (Münkler) bräuchten wir „wohltemperierte Grausamkeit“ (Macchiavelli-Sloterdijk), wenn wir das Ruder doch noch herumreißen wollen. So könnte man den schönen langen Artikel resümieren, obwohl Meschnig ohne diese geflügelten Worte auskommt.   Die Weichen sind offensichtlich auf Untergang gestellt, und dies, wie Meschnig aufzeigt, gleich doppelt und dreifach.   Wir können noch einen Sargnagel draufsetzen.  Der westliche Selbsthass, von dem Meschnig schon früher schrieb, ist nämlich nur ein extremer Ausläufer einer globalhumanitaristischen Autoimmunkrankheit, die vor 1948  eher ein Randdasein fristete aber danach zunehmend das Rechtssystem durchdrungen hat.  Auf der anderen Seite zeigt diese Autoimmunität derzeit erste Schwächen.   George Soros ist ganz verzweifelt, dass die Waffen der emotionalen Pest nicht mehr ausreichen, um die  „Populisten“ (d.h. Demokraten aus der Sicht von Menschenrechtlern) niederzumachen.   Die humanitären Keulen werden in dem Maße stumpfer, wo sich doch noch ein gewisses Krisenbewusstsein verbreitet,

philosophia perennis

Ein Gastbeitrag von Alexander Meschnig

Das wirklich Erschreckende nach dem Terrorangriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt war für mich das Schweigen danach. Damit meine ich nicht die unsägliche Haltung der Regierung, sondern die Tatsache, dass mich niemand, keine einzige Person – ich lebe in Berlin – am nächsten Tag darauf ansprach. Es war, als ob der Anschlag des 19. Dezember nicht stattgefunden hätte. Nur Stille, Weitermachen, Alltag. Ich habe mich, auch weil mir andere von ähnlichen Erfahrungen berichteten, danach oft gefragt: „Wie kann man sich dieses Schweigen erklären?“

Was bedeutet das Schweigen nach dem Attentat?

Eine schlüssige Antwort darauf habe ich nicht. Man könnte die Stummheit als eine Art Ohnmacht oder Schockstarre interpretieren, wie sie nach katastrophalen Ereignissen oft der Fall ist. Es könnte eine Angst sein, die verhindert, das „Böse“ zu benennen, damit es nicht existiert, eine psychisch notwendige Verdrängung des Schrecklichen, die ein „normales Weiterleben“ ermöglicht. Das alles…

Ursprünglichen Post anzeigen 3.141 weitere Wörter

Ein Kommentar zu “Wie lange wollen wir noch der eigenen Selbstzerstörung ohne Widerstand zusehen?”

  1. „Es war, als ob der Anschlag des 19. Dezember nicht stattgefunden hätte.“
    Mit diesem Satz hat sich der werte Herr die Antwort bereits selbst gegeben.
    Unsere Gesellschaft ist mittlerweile derart verrottet, dass es staatlicherseits nur mehr der Behauptung eines Anschlages bedarf.

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