Höcke, Burke und die Wende in der Erinnerkungskultur

Björn Höcke plädierte vor einem Publikum der Jungen Alternative in Dresden für eine radikale Wende in der bundesdeutschen Erinnerungskultur. Es solle nicht mehr darum gehen, deutsche Schuld und Schande wie den Holokaust (und mit ihr eine Ideologie der alternativlosen humanitären Imperative) an möglichst prominenter Stelle plakativ zu zelebrieren, sondern darum, gesellschaftliche und kulturelle Errungenschaften der vorigen Generationen in die Zukunft zu tragen:

gesellschaftsvertrag2„Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstauflösung. Die gibt es nicht. Im Gegenteil, es gibt die moralische Pflicht, dieses Land, diese Kultur, seinen noch vorhandenen Wohlstand und seine noch vorhandene staatliche Wohlordnung an die kommende Generation weiter zu geben, das ist unsere moralische Pflicht. Wenn wir eine Zukunft haben wollen und wir wollen eine Zukunft haben und immer mehr Deutsche erkennen, dass auch sie eine Zukunft haben wollen, dann brauchen wir eine Vision. Eine Vision wird aber nur dann entstehen, wenn wir uns wieder selber finden, wenn wir uns wieder selbst entdecken. Wir müssen wieder wir selbst werden.Selber haben werden wir uns nur, wenn wir wieder eine positive Beziehung zu unserer Geschichte aufbauen. Und schon Franz-Josef Strauß bemerkte, die Vergangenheitsbewältigung als gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe, die lähmt ein Volk. Liebe Freunde, Recht hat er, der Franz-Josef Strauß! Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr als den Franz-Josef Strauß zeitens. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Wir brauchen so dringend wie niemals zuvor diese erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Liebe Freunde, wir brauchen keine toten Riten mehr in diesem Land, wir haben keine Zeit mehr, tote Riten zu exekutieren, wir brauchen keine hohlen Phrasen mehr in diesem Land, wir brauchen eine lebendige Erinnerungskultur, die uns vor allen Dingen und zu aller erst mit den großartigen Leistungen der Altvorderen in Berührung bringt.“

edmund-burke-contract-bornDamit formuliert Höcke das, was gemäß Edmund Burke das Ziel des gesellschaftlichen Lebens des Menschen und der Inhalt des Gesellschaftsvertrages schlechthin ist: Die Gesellschaft ist … Ein Vertrag zwischen den Toten, den Lebenden und denen, die noch geboren werden. Innerhalb dieses Vertrages tut jede Generation ihre Pflicht. Auf diesen Sinn hin ist auch Erinnerungskultur zu orientieren. Das stellt in der Tat eine „Wende um 180 Grad“ dar. Und insbesondere eine Wende weg von der bunten Unkultur, die sich jetzt wieder im Missverstehen der Rede von Höcke zeigt.

hamopo_goebbels_hoeckeDie meisten AfD-Funktionäre laufen angesichts der vorhersehbaren Verleumdungswelle der Hetzlügenpresse wie ein verschreckter Hühnerhaufen auseinander und füttern damit noch dies Verleumdungswelle. Dabei spielt die Junge Freiheit, deren Chefredakteur seit langem eine Privatfehde gegen Björn Höcke und Jürgen Elsässer führt, erneut eine Schlüsselrolle als Lieferantin von Zitaten aus den Reihen der AfD.   Die Auch diesmal waren Jürgen Elsässer und seine Zeitschrift Compact Mitveranstalter und primäre Berichterstatter.
jf_gesponsert_hoeckeWie bei jeder medialen Hetzjagd stellt sich auch hier die Frage, ob sich der Angegriffene klug verhalten hat. Zweifel sind berechtigt. Auch Michael Paulwitz äußert in der Jungen Freiheit teilweise berechtigte Kritik.   Alles, was als Versuch eines Aufbegehrens gegen die moralische Niederlage von 1945 verstanden werden kann, lenkt von dem eigentlichen Anliegen der patriotischen Erinnerungskultur ab und schadet ihm.   Daher erfordert die Thematik Fingerspitzengefühl.   Folgende Punkte scheint der kritische Artikel, für den die JF eine Werbekampagne fährt, indes zu übersehen:

  1. Wie schon Alexander Gauland sagte, haben Leute verschiedene Themen und verschiedene Zuhörer. Für die Gruppe in Dresden war das vielleicht das richtige Thema. Kann man wirklich jeden lokalen Auftritt danach ausrichten, wie eine böswillige Presse ihn verdrehen und in skandalisierter Form breittreten könnte?
  2. Die Wende um 180° ist mitnichten eine Wende hin zu einer Relativierung des Holokaust oder zur Abwertung seiner Opfer sondern eine Wende zu einer Erinnerungskultur, die den Vorfahren mit Empathie zu begegnen und den Nachkommen ein begründetes Selbstvertrauen zu vermitteln versteht.  Eine derartige positive Erinnerungskultur betreiben Staaten mit patriotischer Orientierung, wie sie in vielen Ländern üblich  ist oder so lange üblich war, wie diese nicht vom Dekonstrukionswahn der radikalindividualistischen Leitkultur erfasst waren.
  3. Öffentliche Beschuldigungegn wegen taktischer Fehler sind im Kontext der aktuellen Skandalisierungskampagne fehl am Platz.. Wer als AfD-Funktionär die laufende leitmediale Hetzjagd füttert, verliert damit automatisch den Anspruch, ein besserer Taktiker als der Kritisierte zu sein.

Anhang

  • Ein Beispiel für  politische Implikationen der aktuellen Erinnerungskultur lieferte der Zentralrat der Juden 2015, als er mahnte, Deutschland dürfe angesichts seiner schrecklichen Vergangenheit keine Flüchtlinge abweisen und müsse aufkeimenden Bürgerprotesten durch Verpflichtung der Jugend zum Besuch von KZ-Gedenkstätten entgegengewirken.   Diese Implikationen gefielen später nicht einmal mehr dem ZdJ.

    NOPEGDIA, SPD, Hensel & Co nutzen die bunte Erinnerungskultur, um die Artikulation von Volksinteressen (WIR) gegenüber Einwanderungswilligen (DIE) zu verpönen.
    NOPEGDIA, SPD, Hensel & Co nutzen die bunte Erinnerungskultur, um die Artikulation von Volksinteressen (WIR) gegenüber Einwanderungswilligen (DIE) zu verpönen und Medien wie Tichys Einblick und Achse des Guten einer Sonderbehandlung zuzuführen.
  • Als Beispiel für einen patriotischen aber dennoch durchaus sachlichen und kritischen Umgang mit einer schwierigen Vergangenheit kann das heutige Russland dienen, das allerdings hierzulande auch gerne missverstanden und verleumdet wird.  In Russland beziehen sich Zeitungen stolz auf ihren Gründer W.I.  Lenin, ohne deshalb Kommunisten zu sein oder Massenmorde zu beschönigen.   Ikonoklastische Bewegungen der 1990er Jahre, mit denen allerlei Straßennamen wegmoralisiert werden sollten, wurden beendet.  Wolgograd nannte sich zeitweilig wieder Stalingrad, ohne deshalb Stalins grauenvolle Herrschaft zu beschönigen.   Auch in anderen osteuropäischen Staaten wird gegen Versuche, die öffentliche Erinnerungskultur in Selbstzerfleischung abgleiten zu lassen, angegangen.   Polen hat dazu kürzlich ein Gesetz erlassen.
  • Die nationale Selbstzerfleischung diagnostiziert ÉricZemmour in seinem Bestseller „Der Französische Selbstmord“ als wichtiges und jahrzenteweise fortschreitendes Vehikel der Selbstauflösung.  Von „3D“ spricht Zemmour: „Déconstruction, Dérision, Déstruction“.   Spätestens mit der Selbstunterwerfung unter die humanitäre Völkerwanderung sind wir in Phase 3 angelangt.  inzwischen sind wir allerdings auch selber in der 3D-Methode derart geübt, dass wir begonnen haben, sie auf ihre bunten Urheber anzuwenden.  Auch hier warnt Zemmour: Verhöhnung (dérision) allein baut noch nichts zerstörtes wieder auf.
  • Der Jurist und Historiker Prof. Jean-Louis Harouel schreibt in seinem Buch „Die Menschenrechte gegen das Volk“ (Les droits de l’homme contre le Peuple), dass die westlichen Staaten nach dem Krieg eine Menschenrechtsreligion in ihr Rechtssystem verankert und zu einem Staatskult gemacht haben, die dem früheren System der „öffentlichen Freiheiten“ (libertés publiques) zuwider läuft und letztlich auf einen kollektiven Selbstmord zustrebt.  Besonders seit 1989 habe dieser Kult sich zu einem Nachfolger des Kommunismus entwickelt.  Sein Vorgänger sei der gnostische Millenarismus.  Anders als das frühere Rechtssystem ziele das humanitärjuristische System mit seinem Kult nicht auf die Dauerhaftigkeit sondern auf die Selbstauflösung der Rechtsordnung und ihres Trägers.  Ähnlich analysiert Harvard-Professor Samuel Moyn, der zwischen utopischen „human rights“ und den von Edmund Burke und Thomas Payne vertretenen „rights of man“ unterscheidet. 
  • Als Beispiel für eine Grüfri-Erinnerungskultur, die es um 180° zu wenden gelten könnte, wären die Hexenjagden humanitärfrömmlerischer Kommittees aus Freiburg i.Br. u.a. anzuführen, Persönlichkeiten, die irgendwie direkt oder auch nur sehr entfernt mit „biologistischer“ Wissenschaft, Militarismus oder kolonialen Erfahrungen zu tun haben, aus dem Straßenbild zu tilgen und stattdessen Straßen nach irgendwelchen AntidiskriminierungskämpferInnen mit obskurer bis dubioser Biografie zu benennen (so etwa in Berlin eine psychisch labile schwarze Poetin).  Auch Katrin Göring-Eckardts Schwelgen in der Aussicht, dass ein syrisches Flüchtlingskind Bundeskanzler werden könnte und andere rekordverdächtige Humanitärfrömmeleien, zu denen stets die willentliche Zerschneidung des Generationenzusammenhanges gehört,  hängen mit einem Staatskult zusammen, in dessen „Gründungsmythos“ (Joschka Fischer) der Holokaust eine zentrale Rolle spielt.  In dieser Umgebung konnten sie zum Erfolgsrezept und Herrschaftsmittel werden.  Die Bunte Republik ist gewissermaßen das institutionalisierte Nie-Wieder-Deutschland, das sich gar nicht erst abschaffen muss.
  • afd_augstein_schandmalSpiegel-Herausgeber Rudolf Augstein schrieb seinerzeit:

    „Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.“

  • Der jüdisch-deutsche  Publizist Henryk M. Broder  fordert „Vergesst Auschwitz“ und nennt die dortige Gedenkstätte  ein „Disneyland des Todes“, welches heutigen Deutschen dazu diene, sich in Sündenstolz zu üben, um dann als moralische Supermacht alle Welt einschließlich Israel belehren zu können.  Es ist Kennzeichnen der bunten Leitkultur, dass sich stets moralisch turmhoch überlegene Prinzipienreiter finden, die alle Morallehren zuspitzen, um sich mit der großen humanitären Moralkeule auf Lauer zu legen. So erklärt sich die Grüfri-Dominanz, die seit Augsteins Zeiten die Koordinaten weiter nach „links“ verschoben hat.
  • In seiner Rede vom 11. Oktober 1998 anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche sagte Martin Walser: „In der Diskussion um das Holocaustdenkmal in Berlin kann die Nachwelt einmal nachlesen, was Leute anrichteten, die sich für das Gewissen von anderen verantwortlich fühlten. Die Betonierung des Zentrums der Hauptstadt mit einem fußballfeldgroßen Alptraum. Die Monumentalisierung der Schande.“ Er beklagte auch eine „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“.
  • Ein AfD-Mitglied schreibt ähnlich wie viele:

    „Petry, Pretzell und Storch wurde durch den Dreck gezogen, und zwar durch die Lügenpresse aber auch die Parteifreunde… Lernen diese Trottel es nie, dass Konflikte intern und nicht extern ausgetragen werden?“

  • Die AfD in Hannover und in der Regionsversammlung will sich künftig in den Kommunalparlamenten um „pragmatische Sachpolitik“ bemühen. Das haben die Mandatsträger gestern Mittwochabend bekannt gegeben. Was die gerade skandalisierte Höcke-Rede betrifft, weisen sie Falschdarstellungen der Medien zurück und verweigern jedwede Distanzierung. So stellen sich die meisten AfD-Mitglieder kompetentes Verhalten von Funktionsträgern vor. In wie weit Björn Höcke sich kompetent verhält, kann man bei anderer Gelegenheit systematisch evaluieren. Immerhin ist er nie seinen gerade skandalisierten Kollegen in den Rücken gefallen.
  • Recht gut gelungen ist auch die Stellungnahme von Prof. Jörg Meuthen.
  • Jürgen Fritz sieht den Fall sehr ähnlich wie wir und arbeitet dabei anhand der Anschauungsmaterialien der aktuellen Hetzkampagne erneut recht scharfsinnig die geistigen und psychischen Defekte der Humanitärfrömmler heraus, bei denen es sich ja durchaus auch um Pathologien handelt, die von einer morbiden Erinnerungskultur mitverursacht wurden.  Ergänzende Beobachtungen zu postchristlichen Entgleisungen Schuldkultur liefert Mario Wild dazu.
  • Der Propagandaschau-Blog zeigt auf, die die GEZ-Medien das von ihnen künstlich erzeugte Missverständnis, Höcke habe das Holokaustdenkmal als Schande bezeichnet, auch nach der „nachgeschobenen Erklärung“ von Björn Höcke künstlich am Leben hielten, indem sie diese Erklärung missverständlich verkürzt wiedergaben.  Zugleich fragt der Blogger sich, ob Höcke vielleicht im Auftrag des VS der AfD schaden wolle, denn nicht erst seit der Akif-KZ-Lüge, Petry-Schießbefehl-Lüge, Gauland-Boateng-Lüge etc müsse doch jeder politisch versierte Bürger wissen, wie der bunte Lügenäther arbeitet.
  • Wie zu erwarten bringen die Hetzmedien auch das Karlsruher Urteil, welches das Eintreten für den Nationalstaat im Sinne von Edmund Burke in die Nähe der Verfassungsfeindlichkeit rückt,  als neue Waffe gegen Höcke in Stellung.
  • Welche seltsamen Reflexe in Deutschland bezüglich der Nationalfahne herrschen, deckte Björn Höcke vor einem halben Jahr auf.

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4 Kommentare zu „Höcke, Burke und die Wende in der Erinnerkungskultur“

  1. In der Geschichte nach Verfehlungen einzelner Völker zu suchen, um die jetzt lebende Generation damit zu konfrontieren, ist ungerecht. Diese Arroganz sollte man vermeiden, ohne historische Fakten zu unterdrücken. Redlichkeit muss sich auf die Gegenwart beziehen. Unredliche Argumentationen finden sich in Darstellungen, wie der von David Berger (https://conservo.wordpress.com/2017/01/31/glaubwurdigen-stolz-auf-die-heimat-gibt-es-nicht-ohne-erinnerung-an-die-schuld/), wenn er behauptet, Narben am eigenen Körper in Anbetracht der Naziverbrechen zu spüren: Es handelt sich dabei um eine der hinterhältigsten Lügen, welche uns auf Umwegen eine immerwährende Schuld einzureden versucht. Selbst die politisch verordnete Erinnerungskultur arbeitet mit der hinterhältigen Unterstellung, wir besäßen einen so schlechten Charakter, dass uns Monat für Monat erneut die Naziverbrechen vor Augen geführt werden müssten, damit wir nicht auf den Gedanken kämen, solche Verbrechen zu wiederholen. Dies ist eine abstruse und ständig wiederholte Verleumdung die man mit allem Nachdruck von sich weisen muss. Wie kann sich ein Volk nur so schamlos seiner Würde berauben lassen! Aber es kommt noch schlimmer: Um die Notwendigkeit dieser Erziehungsmaßnahme zu begründen, schreibt man die Tötungsverbrechen nicht etwa einer diktatorischen Naziregierung zu, sondern dem ganzen deutschen Volk, indem man die Pflicht vorgibt, dieses unablässig an die in seinem Auftrag verübten Verbrechen erinnern zu müssen. So wird gezielt das deutsches Nationalgefühl ausgelöscht und eine orientierungslose Jugend der moralischen Beliebigkeit ausgeliefert. Dieses Nationalgefühl war früher ein ständiger Quell deutscher Tugenden, wie Treue, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft, doch wer gebraucht heute noch das in Vergessenheit geratene Wort Tugend? Statt diese Tugenden mit historischen Beispielen zu fördern, beraubt man unsere Jugend ihrer Selbstachtung und ihres Selbstwertgefühls, indem man sie einer abgrundtiefen Verdächtigung aussetzt und auffordert, keinen erneuten Holocaust zu begehen. Was für Querdenker wollen uns erziehen und leiten!

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  2. Russland hat mitnichten eine Vergangenheitsbewältigung der eigenen Geschichte durchlaufen. Lesen sie einmal Solzenicyns Bücher über den Gulag. Der Gulag war der Prototyp des NS-Konzentrationslagers! Die SS wurde nach Russland geschickt, MIT HIMMLER, um zu lernen wie man „Arbeitslager“ „verwaltet“, NICHT WIE MAN SIE BAUT d. h. wie man eine Atmosphäre des Denunziantentums darin erzeugt! Solzenicyn wurde im Westen von Putins Freunden aus dem KGB gejagt und von westlichen Kolaboratouren der Russen im Westen belauscht und gesellschaftlich angegriffen! An seinem Beispiel sieht man, wie die russische Weltpropaganda mit den Kolaboratouren, Hand in Hand geht.

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    1. Was für ein buntes Geschmier! Solzhenitdyn wurde zu Sowjetzeiten vom KGB verfolgt, aber der Zusammenhang zu Putin ist willkürlich. Im Gegenteil, Solzhenitsyn kehrte in das postkommunistische Russland zurück und lobte in seinen späten Jahren Putin, wobei er auch hervorhob dass es nicht per se schlecht ist, für den KGB gearbeitet zu haben. Solzhenitsyn hat stets betont, wie ideologisch verirrt der Westen mit seiner individualistischen Ideologie sei. Vor der Harvard-Uni erregte er damit 1979 Aufsehen. Er betonte, dass die Dissidenten, die das Abendland retten könnten, eines Tages aus dem Osten kommen müssten, da der Westen keine innere Kraft mehr habe. Was Stalin angeht, gibt es heute extreme Verachtung ebenso wie Verehrung, und beide beruhen auf ungeschönter Wahrnehmung der Fakten. Aber eben nicht so primitiv moralisierender Wahrnehmung wie sie bei unsseit dem Historikerstreit der 1980er Jahre Pflicht ist, wenn man sich nicht entleiben will.

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