Straßburger iS-Schlepper

Kalifatstaat: Dependancen weiter aktiv

Nach viel juristischem Tauziehen war es gelungen, den „Kalifen“ des durch Urteil 2001 aufgelösten „Kalifatstaats“ in die Türkei abzuschieben, wo ihm (angeblich) Menschenrechtswidrigkeiten drohten. Dort wurde er jetzt nach 17 Jahren vorzeitig aus lebenslanger Haft entlassen. Seine Familie erwartet ihn bald wieder in Buntschland. Der Fall verursachte aufgrund hoher Straßburger Menschenrechtsstandards in Deutschland beträchtliche Kosten und bietet somit viel Anschauungsmaterial für Kommendes.
Viele Anhänger des Kalifatstaates haben sich mit der Auflösung nicht abgefunden. Deutsche Medien bezifferten die verbliebenen Treuen um 2003 auf 800:
Das zeigt sich insbesondere deutlich auch in neueren Erklärungen von Metin Kaplan vor dem türkischen Gericht, in denen er den Islam ausdrücklich als ein zur Herrschaft berufenes und berechtigtes und mit Demokratie, Kemalismus und dem derzeitigen türkischen Regime inkompatibles politisches System bezeichnet und sich folglich „schuldig“ bekennt, das Recht eben dieses illegitimen türkischen Staates zu verletzen. Als Synonym für „Kalifat“ verwendet er auch den Begriff „Islamischer Staat“.
Hier gibt es noch ältere Aufnahmen der Gemeinde „Kalifatstaat“ um Metin Kaplan: