Analysen zur Wahl in Österreich

Bildschirmkopie Internetseite Innenministerium (siehe Link im Artikel)
Die Seite für Inneres vermeldet das vorläufige Endergebnis inklusive Briefwahlstimmen

Die Entscheidung zur Bundespräsidentenwahl ist gefallen. Der grüne Präsident Alexander Van der Bellen kam laut dem vorläufigen Endergebnis  inklusive Briefwahlstimmen des Innenministeriums auf 53,8% , der Kandidat Norbert Hofer auf 46,2%.

Norbert Hofer siegte in den südlichen bzw. südöstlichen Bundesländern Kärtnen, Burgenland und in der Steiermark sowie in vielen ländlichen Regionen. Alexander Van der Bellen siegte in den restlichen Bundesländern und in  den Städten.

Das Ergebnis ist insofern eine Überraschung, weil die Umfragen umgekehrt waren. In den meisten Fällen lag Hofer mit 51-53% vorne. Nur sehr wenige sahen einen kleinen Vorsprung für Van der Bellen oder einen Gleichstand. Schon bei der Trump-Wahl versagten die Umfrageinstitute.  Dort unterschätzten sie aber, so die gängige Erklärung, die Zahl der Wähler, die nur in der Wahlkabine dem Konformitätsdruck der Leitmedien widerstehen.   Das Versagen bei der Hofburg-Wahl ist insoweit noch schwerer zu erklären.

Martin Sellner von der Identitären Bewegung analysiert das Wahlergebnis folgendermaßen:

Es gibt aber auch noch andere mögliche Erklärungen.

Für andere wirkte beispielsweise der Kandidat Norbert Hofer seriös und brav, als jemand, der nichts risikieren wollte. Sein Konzept war einfach und verständlich und kam bei der älteren ländlichen Bevölkerung an. Manchmal hatte man den Eindruck, er ließ sich von den Bunten treiben und dementierte eigene Überzeugungen.  Deshalb lobten ihn sogar manche Bunt-Medien als den „Guten in der FPÖ“. Der Wahlkampfslogan „so wahr mir Gott helfe“ wirkte wohl auch supoptimal. Mit altmodischen Landschaftsbildern und Gott-Bekenntnissen verprellt man sich möglicherweise die Jugend, ohne deshalb buntbigotte Christen zu beeindrucken. Auch hier reagierte Hofer auf Van der Bellen, wollte noch volkstümlicher sein.  Der Sender OE24 berichtete.  Desöftern nahm Norbert Hofer den Kandidaten Van der Bellen sogar in Schutz, ganz so als dürfe man eine honorige Persönlichkeit, die sich der mit der EU und ihren Ehrenmännern eng verbunden fühlt, nicht persönlich angreifen, während der Rest der Welt durchaus nicht davor zurückschreckt, sich über einen besoffenen Schulz oder Juncker lustig zu machen:

Österreichs neuer Präsident

Auch Alexander Van der Bellen hat jetzt allen Grund zum ausgelassenen Feiern mit Champagner. Er kann nach Herzenslust seine bunten Werte predigen und hier und da Weichen stellen, ohne eine Bürde der Verantwortung  zu tragen.  Auch seinem Kettenraucher-Laster kann Paff-Daddy in der Hofburg frönen, und er wird die „Menschenrechte“ der Bedürftigen aller Welt und die europäische Staatsraison weit höher gewichten als die Belange seines museumsreifen „Zwergstaates“. Er will menschenrechtswidrige Entscheidungen der österreichischen Wähler nicht akzeptieren und womöglich einem Kanzler HC Strache die Vereidigung versagen. Zuletzt hat er zwar Kreide gefressen, aber ihm scheint sie besser bekommen zu sein als seinem Mitbewerber. Das leitmediale Trommelfeuer gegen ein drohendes Viertes Reich reichte für Van der Bellen zur Mobilisierung aus. Die Hofervrrhinderrr lagen sich am Wahlabend mit Freudentränen in den Armen. Ihnen fiel, wie Sigmar Gabriel sagte, ein Stein vom Herzen. Der negative Impetus, „Hofer verhindern“ zu wollen, hatte für ihre Zwecke gereicht.

Lutz Bachmann sagte soeben  beim Dresdener Montagsspaziergang, Europas Patrioten seien zu weich und müssten sich Donald Trump zum Vorbild nehmen.   Doch Trump konnte seinen Kurs der Polarisierung und frontalen Herausforderung der Leitmedien nur als ein einzelner kampferprobter Milliardär fahren, der sich auf starke netzbasierten Nachrichtenkanäle stützte und sich mit keinem Parteiapparat absprechen musste.  An Beispielen für patriotische Bewegungen, die durch großmäulige Kandidaten ruiniert wurden, herrscht kein Mangel.  Daher lässt sich von Trump nicht ohne weiteres ein Erfolgsmodell kopieren.   Klar geworden ist jedoch, dass es nicht reicht, einfach aus den Unzulänglichkeiten der Gegenseite Kapital schlagen und im Schlafwagen an die Staatsspitze gelangen zu wollen. Der Aufstand der Vernünftigen erfordert langfristigen  umsichtige Eroberung von Terrain, und auch die von der FPÖ erreichte Position lässt sich nicht über Nacht in Deutschland nachahmen, egal ob man lasch oder risikofreudiger vorgeht.

Anhang

  • Unerklärt bleibt noch, wie Van der Bellen z.B. in der Wiener Innenstadt 39% zulegen konnte, und warum Hofer in manchen kleineren Bezirken nur 0,0 bis 0,2% verlor aber in gleichartigen Nachbarbezirken  10-12%.
  • Van der Bellen sei vor allem von „gebildeten jungen Frauen“ gewählt worden, jubeln Leitmedien. Junge Frauen seien „progressiv“, heißt es, wobei eher ein regressiver Rückzug auf Empathiefähigkeit und fehlender Sinn für oder Mühe um Beurteilung von Strukturen und Zusammenhängen gemeint ist, erkennt die politisch erfahrene Alexandra Bader.

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