Gruppenbezogene Menschenfreundlichkeiten nach der Wiener Wahl

„Österreich, du Nazi“, „Österreich, du mieses Stück Scheiße“ und ähnliche Hassparolen tragen Bunte noch am Wahlabend vor der Hofburg mit Fackelfeuer zur Schau. Sie geben einen kleinen Vorgeschmack darauf, was passiert wäre, wenn Hofer wie prognostiziert gewonnen hätte. Für diesen Fall hatten sie sich offenbar bestens vorbereitet, und hinter ihnen stehen ähnlich wie im Falle der Wahl von Donald Trump Soros-Organisationen wie Moveon. Jetzt mussten sich die armen Globalhumanitaristen damit zufrieden geben, die 46,7%, die Norbert Hofer gewählt hatten, weiter zu skandalisieren und Alexander Van der Bellen zum Vorwurf zu machen, dass er versprochen hat,   auf Hofers Wähler zuzugehen.
hofer_kussNicht viel anders sieht es auf Facebook und sogar in der Politik aus. Sigmar Gabriel erklärt, ganz Europa atme auf. Nach der Wahl von Trump hatte er gegenüber dem angehenden Präsidenten jegliche diplomatische Zurückhaltung vermissen lassen. Bunte Menschenrechtler dürfen das, denn sie stehen auf der Seite des unbedingten Guten, wohingegen diejenigen, die den „dumpfen“ Volkswillen und die „egoistischen“ Volksinteressen zu vertreten versuchen, also die Demokraten (in menschenrechtlicher Diktion „Populisten“) dergleichen weder dürfen noch wollen. Wo waren nach dem Scheitern von Mitt Romney die tagelangen Unruhen der amerikanischen Republikaner? Wo sehen wir heute die Unruhen oder Pöbeleien der Hofer-Wähler?
Landkarte Österreich Blau vs GrünAuf verschiedenen Facebook-Foren fallen übermütige Van-der-Bellen-Aktivisten mit arroganten Sprüchen auf, die ungefähr denen von Sigmar Gabriel entsprechen oder diesen überbieten.  FPÖ-Freunden und Hofer-Wählern werden alle erdenklichen geistig-moralischen Defizite nachgesagt.   Bei dieser Gelegenheit werden auch ausländische Politiker, bei denen man Nähe zu Hofer vermutet, gleich mit beleidigt.  Unter ihnen Donald Trump, Viktor Orban und Horst Seehofer.   Lasst uns versuchen, einige dieser Perlen zu sammeln.  Bemerkenswert an all dem ist, dass  die selbstgerechten Menschenrechtler sich nicht einmal im Moment ihres Triumphes so gut benehmen können, wie es für die von ihnen verunglimpften Demokraten im Moment der Niederlage stets selbstverständlich ist.

Anhang

  • Merkel hofft jetzt auf Wiedereröffnung der Balkanroute.
  • Euronews blendete am Wahltag Zahlen aus dem Innenministerium  um 17:01 Uhr ein (wurde als Hochrechnung bezeichnet), was eine Diskussion auf der Bayern ist frei- Facebook-Seite auslöste.
  • Inzwischen berichten auch Leitmedien von dem Unterschied zwischen dem auf Euronews berichteten ersten BMI-Ergebnis und der später eingesetzten spiegelverkehrten Sora-Hochrechnung. Damit erklären sie einen wesentlichen Teil der Ungereimtheiten weg. Die FPÖ sieht keinen Grund für Zweifel am Wahlergebnis.
  • Alexandra Bader hat weiter über Ungereimtheiten der gestrigen Wahl recherchiert und überlegt, was die Wahl für Österreich bedeutet.
  • Ähnlich wie Alexandra Bader weist auch Peter Helmes darauf hin, dass der Erfolg des bunten Lagers der Diffamierungs- und Dämonisierungskampagne eines kartellartigen Breiten Bündnisses zu verdanken ist:

    Bei der ersten Stichwahl hat fast die Hälfte der Wähler für Norbert Hofer gestimmt. Sie taten es, weil er jung und dynamisch ist und weil sie ihn sympathisch finden. Und die Wähler, die für Van der Bellen stimmten, haben es getan, weil er nicht Hofer ist. Es ist den vereinten van der Bellen-Kräften gelungen, in den letzten Tagen Hofer niederzumachen und Van der Bellen hochzuloben und Letzterem damit den Sieg zu bescheren.

    Diese Kampagne habe auf dem Lande weniger gewirkt, und das Land sei diesbezüglich der Vorreiter der Städte.

  • wir haben die wahl: bellen vs hoferAlexander Van der Bellen trat Anfang der 1990er Jahre aus der SPÖ aus, weil ihm diese zu völkisch gesonnen war.  Er legte besonderen Wert auf eine an „Menschenrechten“ orientierte Migrationspolitik.  Dazu erklärt er 2014:

    Bei bestimmten Leuten [in der SPÖ] wie Cap … bin ich dann angeeckt: „Das Boot ist voll“, sagte er. Zuwanderung und Umgang mit Ausländern, da ging mit der SPÖ gar nichts. Das waren aber zwei Politikbereiche, die mir immer sehr, sehr wichtig waren: die ökologischen Fragen und die Menschenrechte. Da fühlte ich mich dann ganz wohl, nicht mehr mitvertreten zu müssen, was die SPÖ vertritt. … Im Laufe der Zeit hat er [der Krone-Chefredakteur] es dann aufgegeben, aber er hat versucht mir einzureden, dass die Grünen mehr so wie Greenpeace sein sollten, also nur grün, nur Ökologiepartei. Ich war immer der Meinung, wir sind aber nicht Greenpeace. Wir sind auch eine Menschenrechtspartei und eine Frauenpartei und eine Bildungspartei und was weiß ich. Das gehört alles dazu, auch wenn die Ökologie die Poleposition hat. Da konnten wir uns nicht einigen.

    Im gleichen Interview spricht er von der Notwendigkeit, die EU auszubauen. Österreich ist für ihn ein eher unzeitgemäßer „Zwergstaat“. Es ist daher schwer nachzuvollziehen, wie die bunten Protestierer am Wahlabend Van der Bellen einen „gemäßigten Nationalisten“ nennen konnten. Er ist vielmehr einer der dezidiertesten Globalhumanitaristen (Menschenrechtler) geblieben und hat allenfalls auf der Ebene der Verpackung Zugeständnisse an sein „Nazi“-Land gemacht.

  • Für das „Ansehen Österreichs“ in der Welt tritt Van der Bellen ein. Seine Unterstützer hingegen beleidigen unser Bayern und unseren Ministerpräsidenten Horst Seehofer als „konservativen Trottel“. Sie reihen sich daher ein in eine Diffamierungskampagne der Medien gegen konservative Bundesländer wie Bayern und Sachsen (Bayern ist frei berichtete) ein.hasskommentare3000

Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.Helfen Sie uns dabei!




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