MEGA-Geist statt Merkel-Größenwahn

Menschen werden groß, wenn sie die Verantwortung für ihr Leben übernehmen, proaktiv und planmäßig handeln, sich auf ihren eigenen Einflusskreis konzentrieren (und nicht auf ihren Sorgenkreis), sich selbst und andere einfühlsam beobachten, jahrzehntelang beharrlich an sich arbeiten und stets nach Synergien und Multiplikatoreffekten Ausschau halten. So etwa erklären Klassiker der Selbsthilfeliteratur wie „Die Sieben Gewohnheiten wirkungsmächtiger Menschen“ (Seven Habits of Highly Effective People) von Stephen R. Covey den individuellen Erfolg. Ähnlich erklärt der Selbsthilfebuchautor Mike Cernovich den Erfolg von Donald Trump. Mit „The MAGA Mindset — How to Make You and America Great Again“ beschreibt Cernovich sowohl Trumps Lebenseinstellung als auch die politische Umgebung, die jemanden wie ihn zum Mann der Stunde machte. „MAGA“ steht für „Make America Great Again“. Es ist eine Einstellung, die sich auf ein Volk übertragen lässt.  Wir referierten bereits die Erklärungen des Autors Mike Cernovich, der seit 2 Jahren vorhersagt, dass Donald Trump Präsident wird. Auch nach dem Wahlsieg erklärt Cernovich noch einmal warum Trump und mit ihm viele Netzaktivisten Erfolg hatten und weiter haben können:

verhofstadt_mega_capIn Brüssel kursieren inzwischen blaue Mützen mit dem Spruch „Make Europe Great Again“.   Euroliberalenchef Guy Verhofstadt will damit für den Kleineuronischen Boxhandschuhaufstand werben. Aber Europa ist nicht ein Brüsseler Beamtenapparat sondern eine Völkerfamilie mit jahrtausendealter Geschichte.

Make Europe Great Again„Make Europe Great Again“ (MEGA) bedeutet, wenn man den MAGA-Geist auf unsere Verhältnisse überträgt, zuerst die Wiederherstellung der Souveränität, die nur bei den europäischen Staatsvölkern liegen kann. Souveränität bedeutet zunächst die volle Kontrolle der eigenen Gesetzgebung und des eigenen Territoriums (vgl. Drei-Elemente-Lehre von Georg Jellinek und Drei Volksprinzipien von Sun Yat-Sen) . Hinzu kommen Zoll- und Währungshoheit. Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, mit der Donald Trumps Beraterstab bereits zusammenarbeitet, formuliert diese Elemente als die „Vier Souveränitäten“ und setzt sie bewusst gegen die „Vier Freizügigkeiten“ der Maastricht-EU. Diese „Vier Freizügigkeiten“ wurden den europäischen Völkern von ihren Eliten aufgedrängt. Die Völker forderten nichts derartiges. Es handelt sich, wie wir heute wissen, um Danaergeschenke. Von einer „Brüsseler Mauer“, die demnächst fallen werde, spricht Marine Le Pen daher in einem Streitgespräch („Hardtalk“) mit einem BBC-Journalisten, in dem sie gleich zu Anfang die Vier Souveränitäten darlegt:   Das Territorialprinzip werde sich durchsetzen, prognostiziert auch Peter Sloterdijk.  Erst auf dieser Basis kann der europaweite Völkerfamilienpatriotismus gedeihen.  Die Voraussetzungen sind hierfür heute gegeben.   Der innereuropäische Friede kommt weder aus der bunten Ideologie noch aus den Brüsseler Institutionen.  „Le globalisme, c’est la guerre“, könnte man heute Mittérand abwandeln, wobei das Zusammentreffen einer inadäquaten humanitären Global-Ideologie mit demographischen Realitäten Groß-Afrikas sich besonders übel auswirkt.  „It’s the demography, stupid“, könnte man Gunnar Heinsohns Erkenntnisse vom Kriegskoeffizienten zusammenfassen.  Aber auch der Wille zur klaren territorialen Grenzziehung untereinander und nach außen, gegenüber dem Nahen Osten, der Türkei und der mit uns verwandten aber kulturell etwas anderen postsowjetischen Sphäre gehört zum MEGA-Geist.

Donald Trump MAGADie Besonderheit von Trump ist, dass er nicht eine von Amerika zu gewährleistende Weltordnung sondern das amerikanische Volk an die erste Stelle setzt. Damit ist er laut Cernovich „Nationalist“. Dieses Wort verwendet Cernovich ebenso wie Marine Le Pen als Gegenbegriff zu „Globalist“. Gemeint ist damit nichts anderes als das Pochen auf den Vier Souveränitäten und die Loyalität gegenüber dem Staatsvolk, dem die Regierung so zu dienen hat wie der Geschäftsführer den Aktionären einer Aktiengesellschaft. Aus der Sicht des „Nationalisten“ ist „Globalismus“ eine wohlklingende Ausrede illoyaler Manager, die gerne ihre Amtspflichten verletzen. Weil diese Leute wissen, dass sie ihrem Amtseid („den Nutzen des Volkes mehren und Schaden von ihm abwenden“) nicht gerecht werden und ihre Politik vor diesem Hintergrund nicht mit Argumenten verteidigen können, fliehen sie in globalistische Ideologie. Es geht nicht mehr um die Tauglichkeit ihrer politischen Maßnahmen für die vom Amtseid vorgegebenen Zwecke, sondern um die politische Korrektheit der Gegenargumente. Einschüchterungstaktiken wie der „Aufstand der Anständigen“ (Tugendterror, PC-Psychoterror) gehen fließend in Gewalt über, wie sich bei den Heulkrämpfen und Unruhen nach der amerikanischen Präsidentenwahl zeigte. Donald Trump hat dies durchschaut und sich mit unbändigem Konfrontationswillen und unapologetischer Männlichkeit unmittelbar gegen die politmediale Klasse ins Zeug gelegt. Er machte nie ein Hehl daraus, dass er „den Sumpf austrocknen“ (to drain the swamp) will, und auch nach der Wahl setzte er bei aller gebotenen Umsicht seine Verpflichtung gegenüber seinen Wählern an die erste Stelle.

Für Donald Trump handelte Angela Merkel „geistesgestört“ (insane), als sie die Grenzen öffnete und massenweise orientalische Jungmänner herein ließ, von denen man wissen konnte, dass ihre massive Präsenz schon kurzfristig die öffentliche Ordnung und langfristig den Wohlstand und die Identität der europäischen Völker untergraben würde.

Merkel Clinton„Offenheit bringt uns mehr Sicherheit als Abschottung“, sagt die Kanzlerin in der Generaldebatte im Bundestag gleich nach ihrem Wort zum Totensonntag, mit dem sie ihre erneute Kanzlerkandidatur ankündigte.  Merkel plädiert für eine „gemeinsame Gestaltung der Globalisierung“. Erneut zeigt sie sich als  lernunfähige und konzeptlose Ideologin. Pragmatiker wissen, dass viele Probleme keine politische Lösung haben und dass man diejenigen Räume gestaltet, für die man wirklich verantwortlich ist, und hinsichtlich anderer Räume teils öffnet teils abschottet, wie es einem nützt. Afrikas Probleme lösen, sich dorthin öffnen und darauf die eigene Sicherheit bauen zu wollen, ist nur etwas für Ideologen im Endstadium.

Der Fehler liegt hier in der Zuständigkeitsanmaßung und  Überschätzung des eigenen Einflusskreises. Wirkungsmächtige Menschen (highly effective people) konzentrieren sich auf ihren Einflusskreis. Wirkungsmächtige Staaten wie z.B. Putins Russland tun dies ebenfalls. Merkel sieht sich als „Führerin der Freien Welt“, die hehre Prinzipien gegen Putin und Trump durchsetzen will. Wie das gehen soll, ist stets zweitrangig. Während sie anderen vorwirft, „einfache Lösungen“ zu versprechen, verspricht sie gleich gar keine Lösung sondern das Unmögliche. Als Leitspruch dient dabei stets „Wir schaffen das“ in der ein- oder anderen Formulierungsvariante. Sie schafft aber gar nichts. Sie schafft es nicht einmal, sich auf geistiger Ebene, wo es nichts kostet, den Problemen zu stellen. Stattdessen befolgt sie humanitäre Imperative, die von einer wegbrechenden globalen Elite gestützt werden oder uns „vom Herrgott auf den Tisch gelegt“ wurden, wie sie von Kardinal Marx gelernt hat. Merkel bringt nicht einmal das Wort „Volk“ über die Lippen sondern redet stattdessen von „denen, die schon länger hier sind“ und die sich daher, so die Implikation, in den kommenden bunten Staat integrieren müssen, wohingegen die Neuankömmlinge Teilhaberechte haben. Das Grundgesetz ist Merkel und ihrer Integrationsministerin zu völkisch. sie will offensichtlich ihren Dienstherrn abschaffen.

versager sind bunt; bevormundend, humorlos, mediengläubig, von gestern; Bayern ist freiDas von Merkel und anderen Leitfiguren verkörperte bunte Politikkonzept ist ein Konzept der Selbstabschaffung, des Verzichts auf Selbstbehauptung, der Verabschiedung aus der Geschichte. Zum politischen Versagertum gesellt sich das persönliche Versagertum. Das eine bedingt das andere. Unsere politmediale Klasse ist zu einem Hort für verkrachte Existenzen geworden, die nichts nützliches studiert und sich nie mit der Lösung irgendwelcher Probleme befasst haben, aber dafür umso bedenkenloser den Staat oder am besten supranationale Institutionen als Lösungen für Probleme anpreisen. Vor den schnöden Aufgaben des guten Regierens flüchten sie sich in angebliche „komplexe Antworten“ auf globale Probleme oder ideologische Schimären wie die „Führerschaft der Freien Welt“, die niemand von ihnen verlangt hat und deren Funktionieren keiner Verifikation zugänglich ist. Zur Flucht vor der Verantwortung gehört die Flucht in globale Herrschaftsstrukturen, auf die sie stets gerne die Souveränität ihrer Völker übertragen.

Sarrazin BücherEine Lumpenintelligentsia von Post-1968er Totalversagern hat sich den öffentlichen Raum und vor allem die supranationalen Institutionen angeeignet.  Sie pflegt ein Bild vom der Politik als „komplexer“ Lösung aller Menschheitsprobleme, welches bei seiner Rückübertragung auf die individuelle Ebene genau das Gegenteil der „Sieben Gewohnheiten wirkungsmächtiger Menschen“ ergeben würde, nämliche „Sieben Ratschläge für die schnelle Selbstentmündigung“. Und sie verteidigt ihre Existenz mit den Mitteln des „Neuen Tugendterrors“ (Thilo Sarrazin) gegen eine steigende Zahl von besorgten Bürgern, die auf einen Ausgang aus der selbstverschuldeten politischen Unmündigkeit und eine Wiedererweckung der Lebenskräfte der vorhandenen politischen Subjekte hinarbeiten.

mega_geist_statt_merkel_groessenwahn.jpegEuropa wird im Verhältnis zur Welt nicht mehr sein politisches Gewicht von 1850 oder sein wirtschaftliches Gewicht von 1980 erreichen.  Aber es liegt in unserer Hand, kommenden Generationen wenigstens etwas von der materiellen und geistigen Substanz weiter zu reichen, die unsere Versager-Eliten in den letzten Jahrzehnten mit atemberaubender Geschwindigkeit in die Tonne getreten haben. Europa war jahrhundertelang ein Kontinent, in dem klares und unerschrockenes politisches Denken florieren und sich gegen dunkle Mächte durchsetzen konnte. Dazu hat die Fragmentierung in konkurrierende Staaten erheblich beigetragen. In despotischen Großreichen des Orients konnte der Bürgersinn sich weniger gut entwickeln.  Hier liegt sogar für die Zukunft noch ein möglicher Wettbwerbsvorteil Europas gegenüber den sonst psychometrisch in mancher Hinsicht überlegenen Ostasiaten.    Die Besinnung auf die jeweils eigene Verantwortungssphäre ist ein erster Schritt zur persönlicher und politischer Größe. Die Geschichte der letzten Jahrhunderte lässt einen gewissen Optimismus bezüglich unserer Fähigkeiten aufkommen. Der Erfolg der Volksbewegung hinter Donald Trump, die Stefan Molyneux und Mike Cernovich im obigen Video analysieren, tut dazu ein übriges. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als den Ausgang aus selbstverschulder politischer Unmündigkeit. Wir wollen unabhängige Bürger eines unabhängigen Landes sein. Das einge bedingt das andere. Nur unabhängige Bürger können ein unabhängiges Land tragen. Nur unabhängige Staaten können Europa tragen. Je mehr tragende Schultern es gibt, desto eher gelingt es, auch noch den ein oder anderen mitzuziehen. Es geht uns nicht darum, globale Probleme zu lösen, sondern darum, in einer Welt, in der sich das Staatsversagen rasant ausbreitet, eine Zone der Funktionsfähigkeit zu behaupten. Allein das ist in der kommenden Welt schon MEGA, und es erfordert jahrelange Fleißarbeit vieler geduldiger und vorausschauender Mitstreiter. Von Euch hängt es ab, ob wir, jeder an seinem Ort für sein Land, Europa noch einmal groß machen können.

Anhang

  • Thilo Sarrazin erklärt in der FAS, warum ein Umschwung wie in den USA auch in Europa vor der Tür steht, wenn die politmedialen Eliten nicht umsteuern.
  • Nikolai Alexander alias Reconquista Germania warnt, dass eine zunehmende Machtübernahme von Patrioten in westlichen Ländern nicht etwa die Probleme lösen sondern die längst vorbereitete Krise zum Bürgerkrieg zuspitzen und den Architekten der Neuen Weltordnung noch mehr Macht in die Hände spielen werde. Diese Macht sei seit Jahrhunderten stetig gewachsen, weil diese Gruppen stets wie Schachspieler gut vorbereitet seien. Wir kann die Erzählung über das, was im Hintegrund abläuft, schwer überprüfen, aber auch bei bloßer Beobachtung vordergründiger Entwicklungen kommt man in vielen Punkten zu ähnlichen Erkenntnissen.
  • Der von Trump als Chefstratege berufene Marineoffizier, Bankier, Dokufilmer,Medienunternehmer und Wahlkampfmanager Steve Bannon wurde sofort zur Zielschreibe der leitmedialen Attacken, die sich vor der Wahl auf Trump konzentriert hatten. Die in wenigen Jahren erreichte Größe, Seriosität und investigative Kompetenz von Breitbart spricht für Bannon. In der folgenden Rede zeigt er hervorragendes Verständnis finanzieller und politischer Zusammenhänge, einen Sinn für die Schwere der Krise und für Gefahren und Chancen. Ähnlich wie Mike Cernovich nutzt er jede Gelegenheit zur weiteren Politisierung der Bürger. Er sieht etwa 100 engagierte Teaparty-Unterstützer als wesentliche Träger der Bewegung, die eine Chance zur Umkehr des Totalversagens der letzten Jahrzehnte bietet. Nachdem Bannon die erste Angriffswelle überstand fand er plötzlich Unterstützer aus dem Sanders-Lager, die sich nun eher Sorgen machen, ob er seinen an Bürgerinteressen orientierten „Wirtschaftsnationalismus“ in Trumps Republikaner-Regierung umsetzen kann.
  • Sahra Wagenknecht lobt im Bundestag Donald Trump und tadelt die versammelten Parteien für ihren Umgang mit den Umwälzungen der letzten Zeit, deren nächste sie in Frankreich kommen sieht. Wagenknecht plädiert zugleich für eine (weitgehend von Deutschland zu finanzierende teure) EU-Infrastrukturpolitik.und unterstützt insoweit den Kleineuronischen Boxhandschuhaufstand.
  • Alexander Kissler zieht Fünf Lehren aus Merkels neuesten Auftritten. Auszug:

    Drittens sang die Kanzlerin abermals das hohe Lied der Offenheit. Ihm sollen, als Prinzip und aus Prinzip, allheilende Kräfte zukommen. „Wir müssen offen sein, offen, hinzuhören, aber auch offen in unseren Antworten“ („Anne Will“); „Offenheit wird uns mehr Sicherheit bringen als Abschottung“ (Bundestag). Woraus sich ein geometrisches, aber auch ein ästhetisches Problem ergibt. Das offene ist das auslaufende Gefäß, die offene ist die verschwimmende Kontur. Offene Antworten sind neue Fragen, und offene Gebiete, offene Staaten wären rechtsfreie Räume. Die Grenze macht das Eigene, der Abschluss den Inhalt. Hier zeigt sich der Preis einer bloß reagierenden Mikado-Politik: Sie kennt keine Akteure, nur Getriebene.
    Darum ist – viertens – das Bekenntnis zu Ordnung und Orientierung unglaubwürdig. Deutschland sei, erklärte die Kanzlerin in der Pressekonferenz mit Barack Obama am 17. November, „in der Lage, seinen Beitrag zu leisten, um die Ordnung, die wir lieben, (…) weltweit aufrechtzuerhalten“. Im Bundestag warb sie dafür, „unsere Werte, die wir für richtig und wichtig halten, (…) gemeinsam mit unseren Partnern (…) in die Welt zu tragen“, und verlangte „die Akzeptanz unserer gesellschaftlichen Ordnung“ von allen Asylbewerbern. Bei „Anne Will“ wollte sie durch eine „Politik von Maß und Mitte Halt und Orientierung geben“. Es blieben Füllwörter ohne Füllung, Rauten ohne Zentrum. Man mag sich darüber streiten, ob die neue Rolle als Weltstreifenpolizist alten deutschen Größenwahn kaschiert; doch dass Orientierung und Ordnung ein stabiles Grenzenbewusstsein verlangen, ist unstrittig. Gerade davon will Merkel nichts wissen.


Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.Helfen Sie uns dabei!





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