Wahlplakat mit „So wahr mir Gott helfe“ erzeugt Schnappatmung

So 23.10.16 – Radio Salzburg (ORF) und Hofer- Gegner befinden sich in Schnappatmung. Sie kritisieren Norbert Hofer (FPÖ), weil der Norbert Hofer auf seinem Wahlplakat stehen hat: „So wahr mir Gott helfe“. Die Evangelische Kirche Österreichs liefert dazu Bibelzitate, die belegen, dass es ein Missbrauch sei, sich in der Politik auf Gott zu berufen.

Was sich aber hier mit der Reaktion der Gegner und Evangelischen Kirche offenbart ist aufschlussreich: Ausgerechnet die Bischöfe, die in den vergangenen Jahren das Christentum politisiert und in den Dienst der Schleifung des Nationalstaats und Islamisierung gestellt haben, lassen sich erneut vor den Karren politischer Kampagnen spannen, indem sie wie auf Bestellung vor politischem Missbrauch des Christentums warnen. Dabei hat Norbert Hofer nicht einmal das Christentum für seine politische Richtung in Anspruch genommen. Er hat lediglich unterstrichen, dass der Amtseid (mitsamt kulturchristlicher Färbung) für ihn wichtig ist. Genau für dieses Kulturchristentum können aber die Amtskirchen keine Deutungshoheit beanspruchen. Vielmehr haben sie durch ihr Verhalten diesbezügliche Glaubwürdigkeit verspielt. Getroffene Hunde bellen. Der Vorwurf der Bischöfe wird zum Selbstvorwurf. Es entsteht eine interessante Diskussion, in der Hofer sich nicht rechtfertigen muss.

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