Phoenix: Extremismus der Mitte erreicht die Mitte

Rechtsextremismus und Rassismus hat viele Gesichter und muss mit Medienarbeit bekämpft werden.  Wie das geht zeigen die Fernsehprofis von Phoenix TV.  Wichtig für alle, die sich mit Rechtsextremismus beschäftigen und nicht wissen wie sie mit Rechtspopulismus umgehen.  Ein Phoenix-Beitrag zeigt auf, mit welchen Herausforderungen Buntschland heute kämpft.

Die Sendung wurde ausgewogen mit hochkarätigen VertreterInnen aller Schulen des bunten Positivdenkens besetzt. So gelingt Qualitätsjournalismus.  Von „Lügenpresse“ kann nicht die Rede sein, denn Sachfragen werden erst gar nicht thematisiert.  Der journalistische Baukasten: Nahziehsprache, Springerstiefel, NSU, Glatzen, Extremisten, Dunkeleuropa, Orbán, Putin, diffuse Ängste gleich in der Anmoderation.  Man holt den Wut- und Angstbürger dort ab, wo man ihn verortet.

Es gibt Anlaß zur Sorge, dass sich im Internet verkappte Nahziehs zusammenrotten und sich zunehmend Raum verschaffen. Überall wo völkische Orientierungen sichtbar werden, ist es jetzt um so wichtiger, Gesicht zu zeigen. Die Rechtspopulisten werden immer aufsässiger. Sogar in Firmenkantinen und im öffentlichen Nahverkehr halten sie sich nicht mehr zurück und verwenden laut ihre menschenverachtenden Vokabeln. Oder noch perfider: sie halten sich bedeckt.  Beispielsweise wenn sich Burkafrauen oder Kopftuchmädchen auf der Rolltreppe vorbeidrängen oder dunkle Schutzsuchende am Bahnhof nach Blickkontakt suchen und ihnen Rechtspopulisten den Blickkontakt verweigern.

Viel zu lange ließ man die Rechtspopulisten gewähren. Dabei entwickelten sie einen eigenen Humor. Es gibt sogar Rechtspopulisten die Bücher schreiben, Karrikaturen ins Internet stellen und Liedertexte schreiben und singen. Durch Intellektualisierung und Ästhetisierung erreicht der Extremismus der Mitte jetzt sogar die Mitte der Gesellschaft. Die Zivilcourage der Anständigen läuft immer öfter ins Leere. Manche Rechte greifen schon nach der Macht. Sie machen den AntifaschistInnen die Straße streitig. Eine Gruppe namens Anonymous erbeutete im Netz hunderte von Antifa-Adressen und stellte sie ins Netz. Sie scheuen sich auch nicht, unsere Bundeskanzlerin zu kritisieren.  Sie zeigen gegenüber führenden demokratischen PolitikerInnen wenig Respekt. Nicht zuletzt betreiben Rechtspopulisten erfolgreiche Blogs im Internet. Die Demokratie ist in Gefahr.

Wie konnte es so weit kommen? Da hat die Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS), die Bertelsmannstiftung, unabhängige Demokratieschützer, Qualitätsmedien, die Grüne Jugend, Jusos, Gewerkschaften, Kirchen, Konzerne, Stadtverwaltungen, Filmstars etc gemeinsam in Arbeitskreisen, Workshops, Ferienfreizeiten und Gewerkschaftsschulungen unter Einsatz von Steuermilliarden hochprofessionell bekämpft. Soll die Aufklärungsarbeit der Medien, der AAS, der Antifa, des Europarats, der Breiten Bündnisse der Besten der Guten etwa umsonst gewesen sein? Muss jetzt der Staatsnotstand ausgerufen werden? Jein. Auch hier gibt es keine einfachen Lösungen. Sicher ist nur eins: Die versammelten Experten leisten hervorragende Arbeit und brauchen mehr Geld vom Steuerzahler. Manuela Schleswigs Bundesministerium für Demokratiepädagogik und Propaganda ist auf einem guten Weg. Erst kürzlich wurden die Mittel verdoppelt.

Mutig Gesicht zeigen in dieser Sendung Sebastian Krumbiegel (AAS-Jagdprofi), Sabine Renefanz (BZ), Prof. Hajo Funke (Politdämonologe und Nazifizierungsexperte) und Sergej Lochthofen (Hrsg. SED-Parteiorgan „Das Volk“). Hier findet jeder gruppenbezogene Menschenfreund professionelle Hilfestellung in seinem Streben nach müheloser moralischer Überlegenheit.


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