Kudla

Kudla und Umvolkung: Unbefugte dürfen Nazipolitik nicht kritisieren

Die aus München stammende Leipziger CDU-Abgeordnete Bettina Kudla zwitschert gegen ihren Generalsekretär Tauber, der gerade Merkels humanitärfrömmlerische Völkerwanderungspolitik zum Glaubensinhalt der CDU erklärt hatte:

BK #Merkel streitet es ab, #Tauber träumt. Die #Umvolkung #Deutschlands hat längst begonnen. Handlungsbedarf besteht!

Daraufhin stürzten sich die Propagandisten ebendieser Politik, darunter das Gros der Leitmedien, auf Kudla. Die Leipziger Volkszeitung fasst zusammen:

Nazistische Sprache
Empörung über neuen Tweet der Leipziger CDU-Abgeordneten Kudla
Die umstrittene Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla hat mit einem Twitter-Kommentar zur Flüchtlingslage auch in den eigenen Reihen für Empörung gesorgt. Die Politikerin benutzte den Nazi-Begriff „Umvolkung“.

Bunte Empoereritis
Ich bin empört. Und Du?

Insbesondere Vertreter der sächsichen SPD und Grünen steigern sich in humanitärprüde Betroffenheitsrituale hinein, denen sich die vereinigten Leitmedien anschließen. Thema war ab sofort nicht mehr das problematische 10-Punkte-Programm von CDU-General Tauber, welches im Effekt die Weichen in Richtung Minorisierung der deutschen Urbevölkerung und Ersetzung durch geburtenstarke Orientalen und Afrikaner stellt (über 50 Millionen bis 2050 laut Soester Demografie-Institut, vgl auch Prognosen von Thilo Sarrazin in „Wunschdenken“), sondern die Frage, welche Wörter zur Bezeichnung dieses Sachverhalts  in einer Twittermeldung statthaft sind.   Mit „Umvolkung“ sei damals die Germanisierung Osteuropas gemeint gewesen, und diejenigen, die heute von Umvolkungspolitik reden, seien rechtsextrem.

Die Anklage wird unisono von den Buntparteien und -medien erhoben, obwohl sie mehrere offensichtliche Denkfehler enthält:

  1. Es gibt keine Nazi-Wörter. Wörter sind nicht von ihren Konnotationen her zu verstehen sondern von ihrer Grundbedeutung/Denotation.  In diesem Falle: „Ersetzung des Volkes durch ein anderes“.   Die Grundbedeutung ergibt sich meistens aus der Stellung im Wortsystem und im Kontext und ist jedenfalls von Konnotationen, die im Verlauf der Verwendung entstanden sein mögen, unabhängig.
  2. Es gibt wohl Nazi-Begriffe (ideologieschwangere Konzepte, Wortbedeutungen),aber einen solchen verwendet Kudla offensichtlich nicht.   Die Bedeutung von „Umvolkung“ erschließt sich hinreichend aus ihrer Äußerung und deren aktuellem Kontext.  Auf einen Nazi-Kontext greift sie nicht zurück.
  3. Wenn hier Konnotationen aus dem Dritten Reich überhaupt eine Rolle spielen können, dann nur die, das schlechte Image des Dritten Reiches gegen Merkel und Tauber zu verwenden. Es würde suggeriert, Mekel und Tauber trieben eine nazistische Agenda der Zerstörung europäischer Völker voran.  Somit hätte  es sich um eine antinazistische Äußerung gehandelt.
  4. Die ehrenrührige Behauptung, heutige Umvolkungskritiker (wie etwa Buchautor Akif Pirinçci) seien rechtsextrem (d.h. zielten auf Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung), wird nicht belegt.
  5. Selbst wenn ein Wort von Rechtsextremen verwendet wird, transportiert es dadurch noch keine rechtsextreme Bedeutung.   Rechtsextremisten könnten nur dann eine Rolle spielen, wenn Kudla sie explizit oder implizit zitiert hätte.
  6. Der Versuch, ein Wort mit bösen Menschen zu assoziieren, dient lediglich dazu, das Wort zu stigmatisieren, um es auf diese Weise aus dem Verkehr zu ziehen.  So erschwert man das Reden und Denken über ein unbequemes Thema.

steinbach_de2030Ähnliche latent freiheits- und vernunftsfeindliche Argumentationen wurden kürzlich gegen Prof. Werner Patzelt von der Dresdner TU eingesetzt. Der Deutschlandfunk stürzte sich auf Patzelt, weil der Merkels Willkommenskultur mit religiösem Rausch verglichen und dazu Aufrufe von Josef Göbbels zitiert hatte, in die Politik „wie in einen Gottestdienst“ zu gehen. Ein halbes jahr vorher musste der Münchner Pegida-Organisator Heinz Meyer 2100€ Strafe zahlen, weil er im September 2015 an der Münchner Feldherrnhalle mit dem Ruf „Wollt Ihr den totalen Krieg“ auf Ähnlichkeiten zwischen Merkels Hunnenrede und Göbbels hingewiesen hatte, um vor beiden zu warnen.  Im Oktober 2016 wiederum vernichteten die vereinigten Leit-, Lala- und Lügenmedien die wirtschaftliche Existenz des Katzenromanautors Akif Pirinçci durch konzertierte Nazifizierung von dessen Kritik an nazihaft-totalitären Vertreibungs- und Umerziehungs-Allüren der Regierenden. Trotz erfolgreicher Unterlassungsklagen ließen sie von der Akif-KZ-Lüge nicht wirklich ab.

weltoffenner arsch reiter dieter OB freiheit abenteuer buntGemeinsam ist diesen Ereignissen, dass auch die Warnung vor den Politikformen des Dritten Reichs nicht mehr gestattet ist.  Um einen Empörungssturm auszulösen, genügen offenbar folgende beiden Elemente.

  1. Man verwende ein Wort oder begehe einen Ort, der irgendwie geeignet ist, Assoziationen an die NS-Zeit zu wecken.  Für eine Fülle von Assoziationen sorgt ein Heer von professionellen Erinnerkungskulturarbeitern. Sie sorgen dafür, dass der gesammte öffentliche Raum mit Fettnäpfchen zugepflastert ist.
  2. Man kritisiere die herrschende Willkommenspolitik.   Damit ist man latenter Nazi, und mit jeder Nutzung eines nazifizierbaren Wortes oder Ortes macht man den Verdacht zur Gewissheit.  Laute Aufschreie fungieren als Taktik des Weltoffenen Arsches.  Der Kritiker wird als ein Aussätziger gekennzeichnet, für den besondere Spielregeln gelten.  So auch die, dass er nicht vor Nazipolitik warnen darf.

Ähnliches gilt für das unlautere Spiel mit dem Wort „völkisch“, dem Adjektiv zu „Volk“ und sprachpuristischen Pendant von „national“, dessen missbräuchliche Verwendung zu Nazifizierungszwecken Frauke Petry kürzlich anprangerte, indem sie vorschlug, zu seiner Grundbedeutung/Denotation („volksbezogen, volksbasiert“,  was die Abstammung und Überlieferung als konstitutive Elemente impliziert) zurückzukehren und diese in einem normalen, positiven Sinn zu verwenden, sofern man das Wort überhaupt verwenden will. Die Reduzierung auf Nazi-Konnotationen dient nichts anderem als der Nazifizierung der Demokratie. Jegliches Denken in Begriffen eines Staatsvolkes, welches sein Territorium besitzt und vererbt und Herr seiner Gesetzesregeln ist (Drei-Elemente-Lehre nach Jellinek, welche dem Grundgesetz, dem Gesellschaftsvertrag, der Volkssouveränität und der Demokratie zugrunde liegt), soll verpönt und verdrängt werden, damit der neue Bunte Totalitarismus seine Herrschaft behaupten kann.   Zu diesem Zweck rücken die Nazifizierungsexperten aus und werfen Petry vor, sie kenne die Geschichte nicht.  Damit reden sie aber am Thema vorbei, denn die Geschichte spielt nur für alte Konnotationen von Wörtern eine Rolle, und diese spielen zum Leidwesen der Nazifizierer heute selten eine Rolle.

umvolkung-800x600Typischerweise sind Nazifizierer die einzigen, die die stigmatisierten Wörter noch verwenden.  Deshalb sind sie ausgehungert.   Ihr Waffe, in deren Kultivierung sie die besten Jahre ihres Lebens  investiert haben, ist stumpf geworden.  Umso gieriger stürzen sie sich auf einen Tweet, in dem tatsächlich so ein Wort vorkommt.   Allein schon ein Satz wie „Überfremdung ist Völkermord“, welchen in München Montagsdemonstranten auf Transparenten vor sich her trugen, lässt einen Marian Offman und die üblichen Anzeigen-Extremsportler, zu denen in Leipzig auch diesmal wieder der Grüne Jörg Kasek gehört, aufleben.  Ein Wort wie „Überfremdung“ könnte nazifizierbar sein.  Die Verbindung zu Völkermord könnte man als „Relativierung des Holocaust“ verstehen.  „Gleichschaltung?  Wie können Sie es wagen?“ „Autobahn?  Das geht gar nicht.  Sie Lump.“   Hier genügt stets der Aufschrei eines Nazifizierungsexperten, um die  Jagdinstinkte der pseudohumanitären Hetzmedien zu wecken, die dann sofort unreflektiert sämtliche Regeln der journalistischen Ethik, wie sie im Pressekodex formuliert sind, außer Kraft setzen.

Offenbar geht die  Leitmedien hier einer Aufgabe nach, die in der Bunten Republik wichtiger als journalistische Ethik ist.   Im Namen der  als  „Menschenrechte“ ausgegebenen Humanitärprüderie bekämpfen sie und die mit ihnen verbündeten professionellen Nazifizierer und Buntpolitiker die Demokratie.   Eine demokratische Staatsform ist erwünscht, aber wirkliche Volkssouveränität will man nicht.    Demokraten werden zu“Rechtspopulisten“, sobald sie es mit der Volkssouveränität ernst meinen.   Ernsthafte Demokraten („Rechtspopulisten“) haben laut SPD weder in der CDU noch in der Bunten Republik einen Platz.  Deshalb soll Kudla gehen.  Dies forderte die sächsische SPD-Vorsitzende. Ihr folgten zumächst die Medien und dann die CDU. Die Twitter-Meldung ist entfernt. Kudla will in der CDU bleiben und dort künftig weiterhin unverbogen Klartext twittern. Auch diese Aussage enthält so viele Widersprüche wie Wörter.


Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.Helfen Sie uns dabei!




Ein Kommentar zu “Kudla und Umvolkung: Unbefugte dürfen Nazipolitik nicht kritisieren”

  1. Was Heinz Meyer mit seinem Wortgeklingel vom „Totalen Krieg“ vor den Kadi brachte, mit eben dem Wortgeklingel brüsten sich mittlerweile ranghohe Militärs, die nicht genug kriegen können an Macht, Militärgerät und „Menschenmaterial“:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35161
    Im Zusammenhang mit der Umvolkung muss der Friedensaktivist sein Augenmerk darauf richten, dass die Kriegsführung bewußt die Flüchtlinge auf und in Länder strömen lässt, welche die Kriegstreiber destabilisieren wollen und auch müssen, um sie in Abhängigkeit von Nato und transatlantischen Handels- und Bündnisbeziehungen zu halten.

    Gefällt 1 Person

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