MVV erhöht Preise: Pro Halt 70 Cent

bahn2000Wie teuer darf die Stadt „wirtschaften?“ Die städtischen MVV -Betriebe erhöhen seit Jahren überproportional zur Inflation die Preise. Eine Einzelfahrt für Erwachsene kostet zukünftig 2,80 Euro (statt 2,70), für Kinder 1,40 Euro(statt 1,30).  Das entspricht einer Preissteigerung 3,7 bzw. 7,7%. Bei einer Kurzstrecke für 1,40 Euro, mit der man 2 Haltestellen mit der Bahn fahren darf ( Stationen sind im Schnitt knapp 1 Kilometer auseinander) blecht man somit 70 Cent pro Station und Kilometer.  Zum Vergleich: Mit dem Auto  zahlt man pro 100 Kilometer circa 6 Euro für den Sprit, also circa 6 Cent je Kilometer. Und bei privatwirtschaftlichen Unternehmen, wie etwa dem Bus, kostet eine Verbindung von München nach Nürnberg um die 9 Euro, also ebenfalls etwa 6 Cent pro Kilometer.

Für das Ticket ab 9 Uhr  zahlt man künftig  für das Gesamtnetz 80 Euro (+2,2%), so käme man z.B. als Rentnerehepaar auf 1.920 Euro im Jahr nur für den öffentlichen Nahverkehr. Und wer beruflich die IsarCard mit nur 4 Ringen der Innenstadt nutzt, der zahlt selbst im Abo bei jährlicher Zahlung noch 741 Euro ( statt bisher 726 Euro).

Angesichts dieser Preise überlegen sich viele Bürger sicher, ob sie nicht auf private Lösungen, wie ein Fahrrad oder eine Fahrgemeinschaft umsteigen. Und auch auch längeren Verbindungen ist man wohl mit dem privaten Busmarkt oder den Mitfahrgelegenheiten wesentlich günstiger dran.

Die öffentlichen Betriebe – man sieht es auch am ehemaligen Staatsbetrieb Deutsche Bahn im Vergleich zum Busmarkt – sind  wesentlich teurer, als wenn ein Privatunternehmen sich um die Transporte kümmert. Schon die Privatisierung des Telekommunikationsmarkt hat massive Preissenkungen für den Bürger zur Folge gehabt. Und bei einer Privatisierung ist auch eher ausgeschlossen, daß gewisse Gruppen komplett kostenlos oder zum Bruchteil der Preise ( hier aufgeführt beispielsweise Asylbewerber ) fahren. Wieviel Privatisierung brauchen wir und wie kann man Nahverkehr günstig organisieren? Fragen wie diese werden angesichts des bunten Dauerchaos im Münchner Nahverkehr viele Menschen beschäftigen.

Ein Gedanke zu „MVV erhöht Preise: Pro Halt 70 Cent“

  1. Wenn was regelmäßig kommt ist es die jährliche Preiserhöhung, auf die man sich verlassen kann. Ich wünschte mir, daß die Gehälter analog zur MVV Preiserhöhung auch so steigen! „FLüchtlinge“ und Rotations-Europäer dürften damit keinen Streß haben. Da sie ohnehin frei Fahrt auf Staatskosten haben. Die leben quasi inflationsunabhängig.

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