Lügenäther und mediale Kartellbildung von Wiki bis Buntstasi-Bank

Wikipedia verfolgt eine Methodik, die das Verleumden belohnt. Aussagen, die sich auf „reputable Quellen“ stützen, werden als mutmaßlich wahr erachtet, und um dagegen zu halten braucht man ebenso reputable Gegenquellen. Diskussion in der Sache wäre „Theoriefindung“ und unpraktikabel. So schafft man allerdings Anreize dazu, die Reputation von Quellen und Autoren systematisch zu zerstören. Das System von Wikipedia ist auch zur Unterwanderung durch Kräfte geeignet, die genau das tun. Dies zeigte neulich  ein  Filmemacher am Beispiel von Forschern wie Daniele Ganser, die Ungereimtheiten in den Erklärungen von Regierungen zu möglicherweise inszenierten Terroranschlägen nachgehen und alternative Erklärungen zu überprüfen versuchen. Die bei Wikipedia aufgedeckten Entscheidungsvorgänge legen die Vermutung nahe, dass hier mit harten Bandagen für mächtige Auftraggeber gekämpft wird.

An der TU Dortmund hat Prof. Walter Krämer jetzt seinen Studenten offiziell erklärt, warum Wikipedia als Quelle nicht erwünscht und in Abschlussarbeiten nicht erlaubt ist, wobei insbesondere der geistes- und sozialwissenschaftliche Teil der deutschen Wikipedia (noch mehr als der amerikanischen) ganz im Dienste der Madigmachung unerwünschter (unbunter) potenzieller Referenzen zu stehen scheint.
Dass in dem von KenFM verbreiteten Film mit Daniele Ganser ein Forscher von Wikipedia unsachlich verunglimpft wird, dessen Forschung die US-Regierung stören, ist hier gewissermaßen ein glücklicher Umstand. Wenn es sich um einen patriotischen (z.B. migrationskritischen) Forscher handeln würde, wären weniger Leute bereit, der Kritik an Wikipedia überhaupt ihr Ohr zu leihen. KenFM vermutlich auch nicht. Auf diese Weise erklärt sich auch die Entstehung von Querfronten.

Die klassischen Medien sind Gegenstand ähnlicher Wühlarbeit. Vieles entsteht einfach von selbst aufgrund der mangelnden Kompetenz der Medienmacher. Es ist kostengünstiger, mit dem Strom zu schwimmen. Insbesondere junges Personal gefällt sich in der angesagten infantilen Idiotie.
Ellen Kositza schreibt dazu in Sezession:

Aus dem großen aktuellen Schneiderbetrieb der Meinungsherstellung hat uns der in Leipzig lehrende Medienwissenschaftler Uwe Krüger (Jahrgang 1978) mittels zweier Publikationen Bericht erstattet. 2013 hatte er seine vielbeachtete Dissertation veröffentlicht. Der Titel gibt den Inhalt bereits reichlich präzise wieder: Meinungsmacht. Der Einfluß von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse.
Krüger stellt zunächst kritische (US-amerikanische) Forschungsansätze vor, mit deren Hilfe die informelle Kommunikation zwischen Journalismus und Machtelite begründet wird. Das wäre zum einen die »Indexing-Hypothese« (verkürzt: Journalisten orientieren sich gemäß einer eher unbewußten Verhaltensregel allein an der Meinungsbandbreite des politischen Establishments), dann das »Propagandamodell« (u.a. vom linken Vordenker Noam Chomsky entwickelt), das von einer symbiotischen und ökonomischen Nähe zwischen Politik und Medien ausgeht. Hier spielt der »Experte«, der sich zu einem strittigen Thema äußern darf, eine wichtige Rolle, zumal es in der Regel »Experten« seien, die einem bestimmten Konzern angehören oder am Tropf einer staatlichen Institution hängen.

Interessant ist ferner das »Konzept der sozialen Kontrolle«, das zugleich das »Protestparadigma« wiedergibt: Über Protestformen, die das System herausfordern, wird einseitig berichtet. Ihr eigentliches Anliegen wird gar verschwiegen. Gezeigt oder zitiert werden Äußerungen »kopfschüttelnder« Außenstehender; zudem greifen »Techniken der Delegitimation, Marginalisierung und Dämonisierung«.

Letzteres kennen wir von der Berichterstattung über Montagsspaziergänge. Der BR prägte zuletzt mit dem Kopfschütteln eines per Pokemon-Go angelockten Passanten die Medienberichterstattung über Pegida München.

Die Wirkung des jeweiligen nichtstromlinienförmigen Protests wird einerseits heruntergespielt, andererseits die angebliche Gefährlichkeit der Gruppe übertrieben. Oft folge simple »Nichtberichterstattung«. Krüger ergänzt diese Großtechniken des berichterstattenden Gewerbes um kleinformatige Formen der Kommunikation (Hintergrundgespräche, Vier-Augen-Treffen) und geht all diesen Thesen und Vermutungen – bezogen auf die Lage in Deutschland – dann anhand einer empirischen Untersuchung nach:

Krüger lehnt die polemische Rede von der »Lügenpresse« ab, zumal es hier und heute weder Zensur noch direkte Lenkung gebe. Und, klar, wer (selbst gewohnheitsmäßig) nur einen Teil des Ganzen abbildet, ist noch kein Lügner, sondern eher ein Ausblender oder Verschweiger. Krüger spricht lieber von »Mainstream«, »hoher Konformität« und einem »Meinungskorridor«. Wie kommt’s? Daß auch subalterne Berichterstatter (die nicht an Elitenklüngeln beteiligt sind) sich an dieser besorgniserregenden »Meinungskonsonanz« beteiligen?
Der Wissenschaftler spricht von einem sozialen Konformitätsdruck, dem eben nicht nur Rezipienten, sondern auch die Seite der Meinungsmacher ausgesetzt sei. Wer schreibend oder sendend auf den etablierten Common sense einschwenke, arbeite als Journalist innerhalb einer »Niedrigkostensituation«: »Er kann offensiv agieren, ihm steht eine breite Palette etablierter Argumente und bekannter Phrasen zur Verfügung.« Standpunkte einer Gegenöffentlichkeit hingegen bewegen sich für den Journalisten in einer »Hochkostensituation«: Argumente müssen besonders sorgsam und defensiv aufgebaut werden, und als Abweichler läuft man dabei Gefahr, sozial sanktioniert zu werden. Die Rolle als »schwarzes Schaf« innerhalb einer Redaktion muß man sich leisten wollen!

Besonders niedrig werden die Kosten im Falle des patriotischen Protestes dadurch, dass ein öffentlich finanziertes Buntstasi-Netzwerk allen Redaktionen fertige Vorlagen liefert und Verbindungsleute in den Redaktionen selbst unterhält, die vom Zugang zum Netzwerk profitieren.

Krüger geht davon aus, daß es sich hierbei um selbsttätige Mechanismen handelt, die den wenigsten Medienmenschen überhaupt bewußt seien: »Man kann sich und den Betrieb, in dem man steckt, schwer selbst beobachten.« Daß in den Leitmedien (FAZ, Spiegel, SZ, Die ZEIT, Fernsehtalkshows) »auch mal eine andere Meinung« zu Wort kommt, ist für Krüger übrigens mitnichten ein Beleg für echte Pluralität, sondern ein Beweis dafür, daß die Ausnahme die Regel bestätigt und mithin systemstabilisierend wirke. Solcherart sieht er eine wichtige Funktion der Medien in die Binsen gehen: indem nämlich die Rolle des »Aufpassers« zu der des »Anpassers« wird.
Insgesamt sieht Krüger ein Gestell aus Konformitätsdruck, Erziehungsabsichten und handfester Lobbyarbeit ins Werk gesetzt, die unsere Medienlandschaft zu einer Art Kartell betonierten.

Offenbar ist die Entstehung eines Kartells, welches Meinungen nur innerhalb seines Grundkonsenses (auch „Meinungsbogen“ genannt) erlaubt und Andersdenkende zu bestrafen und durch Angriffe auf ihre Reputation aus dem Verkehr zu ziehen sucht, eine Art soziale Naturgesetzmäßigkeit, ähnlich wie die natürliche Hierarchie.
Damit wäre auch gut zu erklären, warum die Protagonisten des hiesigen Kartells vergleichbare Meinungskartelle fremder Länder immer für „undemokratisch“ halten, sobald deren Grundkonsens ein anderer ist.
So geschieht es etwa typischerweise gegenüber Russland, in dessen Inneren aus dortiger (volksfreundlicher) Sicht ein freieres Diskussionsklima als in Deutschland herrscht.

Wir sind „demokratisch“ und ihr nicht. So war das schon in der deutschen demokratischen Republik.
Die in Starnberg berufene Politologin Ursula Münch verneint, dass es bei uns „Systemmedien“ und „Systemwirtschaft“ gebe, aber die von Krüger akribisch belegten Erkenntnisse weisen darauf hin, dass es etwas derartiges mehr oder weniger überall geben dürfte und dass es sich bei uns besonders stark in globalhumanitaristischer Orientierung verengt und verhärtet hat.

Burkhard Müller-Ullrich, jener wortmächtige Achse-des-Guten-Autor, der bereits in den Anfangszeiten des Internets ein fulminantes Buch über Gesinnungstäter im Journalismus vorgelegt hatte, faßt den Dreiklang ein wenig anders; nämlich wahlweise als »Feigheit, Naivität und gute Absicht« oder als »Weltanschauung, Arroganz, Angst«.
Müller-Ullrich weist im übrigen auf ein anderes, nicht zu geringschätzendes Phänomen hin: »Alles Veröffentlichte wird immer dümmer, weil es von immer jüngeren Autoren stammt.« Wie wahr!

In diesen Tagen schlug Medienzensur besonders heftig zu, wobei ähnliche Verhältnisse wie bei Wikipedia und in den klassischen Medien auch bei Facebook und Twitter zutage traten

  • PEGIDA e.V. wurde zu einem Zeitpunkt aus Facebook ausgesperrt, als Maas gerade den Druck auf Facebook vergrößerte und für den Fall, dass weiterhin nicht die „richtigen“ Inhalte gelöscht werden (also nicht etwa nur PEGIDA sondern auch bunte Hassseiten und Pranger wie „Perlen aus Freital“), mit neuer repressiver EU-Gesetzgebung drohte.
  • Milo Yiannopoulos, Redakteur von Breitbart.com und Anführer einer Bewegung „Homosexuelle für Donald Trump“, wurde aus nichtigen Gründen aus Twitter herausgeworfen. Er wird gegen Twitter prozessieren und wahrscheinlich gewinnen. Gewalttätige Linksextremisten und schwarze Rassisten fliegen nicht aus Twitter, ihre Drohungen bleiben monatelang unzensiert. Twitter huldigt dem „liberalen“ Gleichheitsdogma, welches im Effekt bedeutet, dass gegen sozial stärkere (erfolgreichere) Gruppen (wie Weiße im Verhältnis zu Schwarzen) diskriminiert wird.   Inzwischen triumphiert diese Pro-Trump Protestbewegung  allerdings derart, dass manche in ihrem Anti-PC-Eifer übermütig (und in ähnlichem Sinne „Anti-PC“ wie die andere „Anti-Fa“) werden.  Was man Milo jedoch kaum vorwerfen kann. 
  • Manuela Schleswig nutzt den Axt-Dschihadismus von Würzburg, um ihr Buntstasi-Netzwerk zu füttern. Die Amadeu-Antonio-Stiftung führt jetzt einen „präventiven“ Kampf sowohl gegen „Rechts“ als auch gegen Islamismus in sozialen Netzwerken und bekommt dafür nun noch mehr Geld vom Familienministerium. Das war auch wohl ein Grund, warum Schleswig sogleich tränenrührselig von der Notwendigkeit sprach, „minderjährige unbegleitete Flüchtlinge“ (MUFl) noch umfassender zu betreuen. In den Axt-Afganen, der wohl nicht wirklich minderjährig war, hatte man schon 50000 € investiert. Da dies zur Betreuung nicht gereicht hatte, muss die Buntstasi-Bank nun noch weiter gemästet werden.
  • Für „Prävention in den Vierteln“ will und erhält auch Münchens Buntstasi-Chefin Dr. Heigl-McCarthy mehr Steuergelder.   Die Globalisierung verschiebt Grenzen und Staatssicherheitsarbeit weit ins Innere.  Der gerne Putin nachgesagte „hybride Krieg“ wird  folgerichtig von den Eliten gegen ihre Völker geführt.
  • Die Buntstasi-Bank investiert im Auftrag der SPD (Millionen von Schleswigs Familienmisterium) Millionen € Staatsmitel in Aktivitäten und Personen, welche der SPD unangenehme Debatten vom Hals halten. Hierzu gehört neben „unentgeltlicher“ Beratung von Facebook, die zufällig in den Räumen von Heiko Maas stattfindet, auch virtuelle Tscheka, Beseitigung des ideologischen Gegners durch Reputationszerstörungsarbeit auf Wikipedia — gerne werden unter auf Wikipedia unterrepräsentierten ergo „benachteiligten“ Bevölkerungsgruppen Wikipedia-Krieger rekrutiert und eingearbeitet oder vorhandene Krieger von der Stiftung „wissenschaftlich unterstützt“.  Amadeu bietet dabei allerdings Angriffspunkte, die man sogar un einem bunten Medienumfeld für Öffentlichkeitsarbeit nutzen kann. Die Identitären zeigen, wie es geht.
  • Vom Lügenäther philosophierte zuletzt Peter Sloterdijk.
  • Dieser Artikel wurde von Conservo  wiederveröffentlicht.

Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern in Bayern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.

3 Kommentare zu “Lügenäther und mediale Kartellbildung von Wiki bis Buntstasi-Bank”

  1. Diese – Spott dient seit APO-Vergangenheit bis zur OPA-Gegenwart den Schwachen als Wehr – diese also gleichsam akademisch fulminante Arbeit unseres geschätzten Fleißarbeiters Floydmasika lässt sich auf drei Sätze verkürzen:

    Wer die Macht hat, hat das Sagen.

    Wer die Macht hat, hat Moneten.

    Wer zahlt, schafft an.

    Nun qualifizieren sich, wie unser Privatgelehrter Floydmasika im akademischen Überbau Experten, welche nach dem Motto „üb-immer-Treu-und-Redlichkeit“ in fusseliger Klein- und Feinarbeit durch die Tünche von Pracht und Macht sich durcharbeiten und dahinter den Tumor und Terror von Lüge, Falschheit, Gier, Anmaßung, Arroganz und Dummheit entdecken. Der Volksmund sagt: „Außen hui, innen pfui.“

    Die Crux nun mit dieser akademischen Fein- und Fleißarbeit, welche in seinem Beitrag unser überaus fleißiger Forscher Floydmasika uns wieder auf’s Brot schmiert, ist – wie dies schon bei Gelehrten seit Zeiten Habermaas, Adornos und bei studentischen Sprechern wie Dutschke so war, ist und bleibt, das Publikum kann kaum folgen! Zeit, Energie und Geist sind wie alle Ressourcen begrenzt und nicht allen gleich gegeben wie preziösen Privatgelehrten. Leider.

    Der Lügenäther der Nazi-Nachkriegs-Eliten war stickig und dicht. Netze aus Nazizeiten hielten die Reihen-fest-geschlossen. Hofbericht-Prediger pöbelten damals wie die Prantlhausener Pestpostille heute, nur derber, gröber, gemeiner und gewalttätiger.

    Protest dagegen war mühsam, gefährlich und in hohem Maße strafbewehrt.

    Es gab im verschwindenden Promille-Bereich einige Clowns, die mit minimalen Mitteln protestierten. Das Beispiel stinkt mehr als es hinkt, weist aber die Richtung. Um nicht nur in hoch-kulturellen-akademischen Zirkeln der Küss-die-Hand-Marionetten und ihren Sekt-Empfängen akademisch geschliffen und ausgewogen zu agitieren, entwickelte sich unter uns damals Anno Domini 1968 in meinem 20-jährigen Sturm-und-Drang etwas in Richtung einer „Spaß-Guerilla“. Menschen, welche vor Gericht nicht argumentieren konnten noch wollten, deren Geschwätz auch kein Richter hätte anhören wollen, schissen nach zuvor genommenen Abführmitteln dem Richter vor den Tisch, und wischten sich den Arsch mit raus gerissenen Gerichtsakten.

    In den Guten-Alten-Zeiten (Degenhardt) pöbelten solche Gestalten aus clandestinen, isolierten Gruppen als Einzeltäter gegen einen übermächtigen Staats- und Verwaltungsapparat. Heute ist es umgekehrt: Der übermächtige Staats- und Verwaltungsapparat ermächtigt finanziell und mit medialer Macht den Pöbel, Minderheiten zu marginalisieren, zu dämonisieren, zu terrorisieren.

    Diese buntstasi Pöbel-Burschen mit Motz-Madeln mögen zwar vielfach „Kinder-der-68iger“ von mittlerweile arrivierten Machthabern sein, die sich austoben, aber es sind lange nicht „Kinder-vom-Geist-der-Alt68iger“, die rebellisch waren und bleiben. Wie diese
    http://n0by.blogspot.de/2016/07/gefahr-fur-leib-und-leben-hab-und-gut.html

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