Ein Triumph für die Demokratie

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Das Volk hat entschieden. Das Zauberwort hat sechs Buchstaben: „BREXIT„.

dsc_0030.jpgEin Triumph für die Demokratie. Wie demokratisch die EU-Medien ticken, lässt sich schnörkellos an der Reaktion selbiger feststellen. Katerstimmung und Katzenjammer in Berlin und allen Vasallenstaaten. „Briten stürzen Europa in die Krise“ titelt der Münchner Merkur. Oder „Bestürzung in Europa über Brexit-Entscheidung“ lautet die Schlagzeile der Spaßbremse „FAZ“. Selten gab es Gelegenheit mit soviel Vergnügen in der Lügenpresse zu lesen.

dsc_0027.jpgMit Zuckerbrot und Peitsche gingen die EU-Medien ans Werk. Bis hin zur Real-Satire und zum Grotesken. Wie auf einer Auktion entblödete sich BILD nicht, den Briten für den Verbleib in der EU zu versprechen, das Wembley-Tor von 1966 anzuerkennen.

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Angstmache, Warnungen, Drohungen, Verlockungen – die EU-Medien und Talkshows im Dienst der Massenmanipulation.

Erinnert ein wenig an Friedrich Schillers „Erlkönig“:

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

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Anhang

Kurzmeldungen

  • Zahlreiche Artikel schreiben über verbitterte alte ungebildete rassistische weiße Männer, die der Jugend Großbritanniens die Zukunft verbauen. Von der Münchner Obergrünen  Katharina Schulze berichteten wir.  Von der Buntjugend bis zum CSU-Alteisen Erwin Huber kolportieren Leidkulturschaffende die gleichen haltlosen Ad-Hominem-Argumente und gruppenbezogenen Menschenfeundlichkeiten, mit denen sie sich von der Pflicht zur Beachtung demokratischer Spielregeln freizusprechen und auf diese Weise in Großbritannien Unruhe zu schüren versuchen.
  • Merkur und andere dramatisieren die inneren Spannungen, die nach dem Brexit drohen. Hauptquelle dieser Spannungen sind aber schlechte Verlierer aus der herrschenden politischen Klasse,  zu deren Relays eben diese Zeitungen gehören. Gerade weil das so ist,  riskieren diese Kräfte jetzt erhebliche Ansehensverluste. Zu einer heutigen Pro-EU-Großdemo vor dem Parlamentsgebäude in London erschienen 50.  Die BILD-Zeitung rüstet ab.  Auch die von den EU-Kräften propagierte Abspaltung Schottlands wird in diesem Kontext eher unpopulärer als beim letzten gescheiterten Versuch. Als Repressalie gegen den Brexit taugt ein schottisches Referendum auch schon deshalb nicht, weil es der Genehmigung Londons bedarf und weil Schottland ein Empfänger britischer Transferzahlungen ist, die dann von einer maroden EU geleistet werden müssten.
  • eu_kette_brech_itDie Presse verschweigt die starken Sachargumente, die für den Austritt sprachen und vorgetragen wurden.   Es zeigte sich,  dass gerade das Volk besser als die politische Klasse in der Lage ist, seine langfristigen Interessen zu berücksichtigen. Die Verbleibkamapagne bestand weitgehend aus Angstmache und Einschüchterung mit dem Ziel,  sich in politischen Erwägungen bloß nicht des eigenen Verstandes zu bedienen. Für einen Verbleib in einem gescheiterten Währungsraum und dysfunktionalen Großreich sprachen in der Tat vor allem emotionale und opportunistische Argumente.
    • Geballte Sachargumente bringt im italienischen Fernsehen nachträglich Paolo Barnard, hier mit englischen Untertiteln:
    • Ein erheblicher Teil der angloamerikanischen Eliten sieht im Brexit Vorteile.  Auch das wird hierzulande gerne übersehen.
    • Watson und Molyneux erklären im Video am Tag danach, aus welchen Argumenten sich die Verbleib-Kampagne speiste:
  • Trotz weitgehender Abwesenheit von Kompetenz in den buntdeutschen Leitmedien sehen diese jetzt ausgerechnet im Brexit ein Argument gegen die Demokratie.  Nicolaus Fest fasst die narzisstischen Kränkungen der buntdeutschen politmedialen Dressureliten meisterhaft zusammen:

    Für Nikolaus Blome von BILD sind die Briten schlicht „irre“. Sogar ins Grundsätzliche geht Ulrich Reitz vom FOCUS in seiner Videobotschaft: „Man darf Staatsdinge auf gar keinen Fall dem Volk anvertrauen. Wer das Volk fragt, der muss sich nicht wundern, wenn völlig falsche Entscheidungen fallen.“ Rund 18 Millionen Briten als Doofe und Irre, und generell – dort wie hier – das Volk als Garant für völlig falsche Entscheidungen. Warum es dann jedoch in der Lage sein soll, bei Unterhaus- oder Bundestagswahlen die richtigen Kreuze zu machen, bleibt irgendwie im Dunkeln. Auch die hiesige Rechtsprechung aus Karlsruhe, wonach bei konstitutiven Entscheidungen allein (!) das Volk zu entscheiden habe, scheint Herrn Reitz nicht zu irritieren. Für ihn und andere gilt: Repräsentative Demokratie ist operabel nur als Verbrämung eines Führerstaates der Elite.

  • eu_titanic_junxit_merxitEU-Freund Thomas Schmid schreibt in der Welt.de sehr vernünftig und lehrreich über den Brexit als einen Ansporn zu einer letzten Reformgelegenheit. Die Briten haben vielleicht den einzigen Hebel betätigt, an dem die EU zur Reform bewegt werden kann, und immerhin das scheint zu funktionieren. Ein Anlauf zur Gründung einer zentralistischen (und dadurch demokratischeren) Kern-EU gemäß dem Vergemeinschaftungstraum der Spinelli-Gruppe läuft schon an. Deutschland wird gezwungen sein, Farbe zu bekennen und die britische Bremserrolle zu übernehmen. Aber damit allein hat die EU auch keine Zukunft. Umso dringender wird es, sich von der egalitärbigotten Vergemeinschaftungsleitkultur der GroKo und des Club Med zu befreien.  Andere Welt-Autoren wünschen sich einen mErxit und jUnxit als erste Beweise eines Reformwillens in Richtung einer Verschlankung, wie sie die Briten vergeblich gegen betonköpfige Vertreter der Maastricht-EU durchzusetzen versuchten.

Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern in Bayern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.

8 Kommentare zu “Ein Triumph für die Demokratie”

  1. Bunte Politiker erweisen sich als schlechte Verlierer. Viele reagieren verschnupft auf demokratische Entscheidungen. Entlarvend die Aussage von Katharina Schulze (GRÜNE), die Rückschlüsse auf ein gestörtes Demokratieverständnis erlaubt:

    „Ich bin so wütend, traurig und entsetzt! Das war eine Kampagne voller Hass, Hetze, Angst schüren und Populismus – und das schlimme: sie hat gewirkt. Diesen Kräften muss man noch stärker und entschiedener entgegentreten – und zwar überall! Und besonders bitter: die überwiegende Mehrheit der Jungen hat für einen ‪#‎Bremain‬ gestimmt, während die Alten den ‪#‎Brexit‬ wollen. An die nachfolgenden Generationen denken geht eindeutig anders! (und die unter 18jährigen durften für IHRE Zukunft gar nicht mitstimmen, das muss sich endlich ändern!)„

    Wie soll man das interpretieren? Spuken im Hinterstübchen von Frau Schulze Ideen wie Umerziehungslager für renitente Menschen im Arbeitsverhältnis? Stimmrecht für Kitas und Entmündigung für die malochende Bevölkerung?

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  2. Heftige Diskussionen allenthalben. Leserkommentare beim BR:

    Dr. Gabriela Seitz-Hoffmann, Freitag, 24.Juni, 12:11 Uhr
    9. Brexit

    Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU ist m.E. mit einer Verfassungsänderung gleichzustellen. Diese Änderung mit „einfacher“ Mehrheit durchzusetzen erscheint mir sehr gewagt. Ich würde eine so weitgehende Entscheidung von einer 2/3-Mehrheit abhängig machen.

    Antwort von EU-Zwangsbürger, Freitag, 24.Juni, 12:24 Uhr

    Warum wurde dann in keinem einzigen Land eine „Verfassungsänderung“ beschlossen, als es um den Eintritt in die EU ging?

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  3. Der Labour-Abgeordnete David Lammy hat das britische Parlament dazu aufgefordert, das EU-Referendum zu kippen. Das Ergebnis sei nicht bindend, das Parlament solle es mit einem Votum außer Kraft setzen, forderte der Abgeordnete David Lammy.

    „Wir können diesen Wahnsinn durch eine Abstimmung im Parlament stoppen und diesen Alptraum beenden.“

    David Lammy, Labour-Abgeordneter

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  4. Die EU enttarnt sich als Institution vornehmlich der Hochfinanz, Spekulanten und Bankenrettung und zur Vernichtung von Arbeitsplätzen und Landwirten. EU = Bauernhofsterben.
    Der Brexit könnte die Euro-Krise wieder verschärfen, fürchtet Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank.

    „Ratingagenturen könnten nun durchaus wieder anfangen, Staaten abzuwerten. Das kann dann schnell eine Abwärtsspirale auslösen. Denn im nächsten Schritt könnten auch die Banken in diesen Ländern unter Druck geraten.“ Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank im Tagesspiegel (Montagausgabe)

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  5. „DIe EU ist eine Job vernichtende, Elend erzeugende, Arbeitslosigkeit schaffende Tragödie.“ (David Gove, britischer Justizminister, der deutsche Musik, italienisches Essen und französische Lebenslust, diesen herrlichen Kontinent liebt).

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  6. Felix Baumgartner schreibt: „Das britische Volk hat entschieden und es war eine gute Entscheidung. Die EU Regierung in Brüssel ist seit Jahren damit beschäftigt, Europa zu zentralisieren und die gesamte Macht an sich zu reißen.
    Nun erhielten die EU Bonzen eine klare Absage, und das zu Recht. Die Mehrheit Grossbritaniens hat den korrupten EU Politikern den Gehorsam verweigert.
    Somit ist die Idee eines vereinten Europas gescheitert und wenn EU-Parlamentspräsident Martin Schulz glaubt, dass es keine Kettenreaktion geben werde, dann irrt er gewaltig.
    Die “noch” verbleibenden 27 Mitgliedstaaten werden sich die Entwicklung Englands in Ruhe anschauen.
    Sollte es den Briten gelingen, auch ohne EU Mitgliedschaft lebensfähig zu werden, wovon auszugehen ist, dann werden andere Länder folgen.
    Ein gemeinsames Europa, welches auf Lügen, Korruption und Machtgier basiert, kann keine Zukunft haben.

    Der BREXIT ist ein Denkzettel, aus Brüssel wird eine andere, menschenfreundlicher Politik gefordert.

    FELIX BAUMGARTNER
    ‪#‎sagdeinemeinung‬
    #felixbaumgartner.com

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