Gar nix müssen wir, Bayern ist frei!

Nach „Versager sind bunt“ gibt es einen weiteren kurzen Spruch, auf den „Bayern ist frei“ die Antwort liefert.  Er drückt aus, dass Humanitärrecht nicht über dem Gesellschaftsvertrag steht.  Es gibt keine Pflicht, sich überrollen zu lassen.   Wer sie konstruiert, kündigt den Gesellschaftsvertrag.  Auch ein Grundgesetz, aus dem sie folgen würde, könnte uns nicht binden.   Wesentlich ist das, was zum Gesellschaftsvertrag gehört.  Rechte und Pflichten der Bürger.  Vor allem diejenigen, die den Staat einschränken.  Humanitärgedöns ist nicht Kernbestand irgendwelcher „Menschenrechte“ sondern ein gefährlicher Auswuchs, den ein paar Richter und Diplomaten entwickelt haben.  Sicherlich drücken sich in diesen Prinzipien Werte aus, die auf viel Zustimmung stoßen, aber grundlegende Volksinteressen sind dafür nicht zu opfern.  Jedenfalls nicht ohne dass wir gefragt werden.    Nichtzurückweisungsprinzip, Familiennachzug und manches mehr kann nicht einfach deshalb akzeptiert werden, weil höchste Richter es aus heiligen Schriften folgern.  Echte Verfassungsrechtler wissen dies sehr gut.   Anabel Schunke drückt den Gedanken in diesen Tagen in einem Artikel „Ich muss gar nix“ aus.

received_1063105030426854.jpegEs liegt nahe, die blaue Fläche als Meer darzustellen, aus dem jemand gerettet werden will.  Zuletzt versuchen die Humanitärschaumschläger genau dieses Bild immer zu bemühen.  So dort, wo CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer von Obergrenzen redet.   Sein Spruch war „Die Österreicher machen’s.  Also müssen wir es auch machen.“ Das lädt nicht nur Jan Böhmermann zu Widerrede ein. Wir müssen gar nichts. Wir wollen selbst entscheiden.   Einseitige Humanitärpflichten akzeptieren wir nicht. Schon gar nicht ohne Obergrenze. Wir wollen gefragt werden. Wir lassen uns nicht moralisch erpressen. Leider nutzen Böhmermann und Kollegen die Chance, um ihre noch viel größere Regressivität in Lachrituale zu verpacken, die der «Stern» als „witzige“ Antwort auf eine „Steilvorlage“ abfeiert, wie es sich für Freunde der moralischen Alternativlosigkeiten gehört. Dazu verwenden sie auch ein Bild von Leuten, die zu ertrinken drohen. Der Vergleich ist an einer wichtigen Stelle schief, aber an der, auf die es uns ankommt, passt er. Er lässt sich für das Plakat/Aufkleber abwandeln. Ferner könnte man auch ein bekanntes Bild vom umgekippten Kahn im Mittelmehr nehmen. Oder schematisieren.
Folgende Bildelemente könnten verwendet werden.
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Das Bild sollte eher einfach sein. Es sollte auf kleine Aufkleber passen. Der Gastronomie-Aufkleber muss unten nicht zitiert werden. Es darf aber auch schwach angedeutete Bildelemente (hier: kenternde Schlepper und Straßburger Staatsschlepper) geben, die in vereinfachten oder kleinen Versionen des Aufklebers fehlen. Bayern.ist-frei.org genügt. Analog zu „Versager sind bunt“.image
Der Spruch kann auch „niX MÜSSEN wir“, „nix MUSS ich“ oder „Einen Teufel MÜSSEN wir“ lauten. Es bietet sich an, für MÜSSEN die 4 Buntfarben zu verwenden und am Schluss noch mal Grünrot (im Fall von „MUSS“ reichen die Buntfarben).  Für Wir und Nix das bayrische Weiß das zum blauen Hintergrund passt. Unten kann das Blau verblassen.

Die Aufgabe ist  nicht ganz einfach.  Niemand weist gerne mit drastischen Bildern auf die eigene Hartherzigkeit hin. Aber auf die kommt es letztlich an, denn die Beanspruchung des Steuersäckels und Gemeinwohls zur Demonstration einer milden Gesinnung ist viel hartherziger.  Wohlfeile Milde dieser Art ist Allmendentragödie, d.h. politisches Versagertum.  So hängen die beiden Botschaften zusammen.  Der Schlüssel zur Änderung des Geschehens liegt tatsächlich bei uns, bei unserem Ausgang aus selbstverschuldeter politischer Unmündigkeit, und eben nicht bei Sündenböcken (Schlepper, W2EU, Pro Asyl, Bilderberger, sklavenhalterische Konzerne etc).    Diese Erkenntnis ist unpopulär, aber gerade damit hat sie auch Seltenheitswert.   Mit ihr kann der einzelne das Signal setzen, das in seiner Verantwortung liegt.   Eine Kinderleiche käme freilich niemals als Ausdrucksmittel in Frage, wenn nicht Diekmann und Versagerkollegen sie zu einem Symbol gemacht hätten.

Wir bitte Kreative um Hilfe!

5 Kommentare zu „Gar nix müssen wir, Bayern ist frei!“

  1. Natürlich stellen sich mir auch die Nackenhaare auf, wenn irgendein dahergelaufener Zausel mir seinen „MUSSTEMACHEN!“-Imperativ um die Ohren haut. Was da an „MÜSSEN“-Zumutungen Tag täglich, ja stündlich, stets und immerzu den medial-politischen Raum penetriert von irrsinnigen Egomanen, die so schnell vergehen, wie sie entstehen, das MUSS-NICHT-SEIN! Als Exilant, anknüpfend an die anarchischen Wurzeln meiner 20iger Jahre 1968 als wir in kollektiver Studenten-Unruhe das damals vorherrschende klerikal-faschistoide Gebaren der MÜSSENSMACHER, sexuell eingeschränkt, Vietnam-Krieg hetzend und GEHDOCHNACHDRIIBEN-Pöbler, als Exilant kann „mich Schland mal“, solange die Versorgungssysteme meine Rente garantieren. Da MUSSTE MIR NIX SAGEN!

    Dennoch ist existenziell das MUSS der Zeit entgegen aller verkopften Klügelei so zwingend wie dringend, der biologische Imperativ, das MUSS aller ENDLICHKEIT, das MUSS zu sterben!

    Bei dieser Frage auf Leben und Tod, welches Western im High-Noon-Shooting thematisieren bis zur Persiflage, geht es um das DU oder ICH – mit dem FINALEN RETTUNGSMUSS, SCHUSS!

    Angesichts zunehmender Massenselbstmörderei, die medial mittlerweile kaum mehr als zu verkürzter Massenhysterie taugen, angesichts von Wetterkatastrophen, die Tote fordern, angesichts eines militärischen Massenaufmarsches an Russlands Grenzen, scheint mir die bunt gescheckte Aufkleberei von „MÜSSEN-NIX“, nein „GARNIX“ absolut albern.

    Zudem erinnert mich der „MÜSSENGARNIX“ an frühere anarchische Arbeitsverweigerer mit ihrer „TUNIX“-Kampagnen-Kleberei.

    Liebe Grüße aus Skagen, dem dänischen Ende der Welt 🙂

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    1. Der Spruch bedeutet das Gegenteil von anarchistischer Verweigerungshaltung. Letztlich ist es der Geist, den die SPD sich unter Steinbrück gerne zu eigen gemacht hätte: Das WIR entscheidet. Auf den Gesellschaftsvertrag kommt es an. Nicht auf egomanische Selbstidentifikation mit Menschheitswerten. Ein Appell an die Wiederherstellung regionaler Körperschaften und Gesellschaftsverträge. Dass ein paar Leute an einem Infostand in München angesichts des tumulthaften Geschehens lächerlich erscheinen mögen, ändert eben gerade nichts daran. Richtigen Ideen wohnt eine eigene Kraft inne. Je kleiner die Initiative, desto mehr ist man auf die Qualität der Idee und ihres Ausdrucks angewiesen. Deshalb muss der Spruch und seine Darstellung ähnlich gut sitzen wie das bei den beiden anderen Aufklebersprüchen gelungen ist. Dazu brauchen wir Hilfe.

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  2. Die Merkel ist Erkenntnisresistent, sie will den Fehler von 2015, nach eigenem Bekunden in diesem Jahr wiederholen. Das erfüllt den Tatbestand des Völkermordes.
    Ein Völkermord oder Genozid ist seit der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht, der nicht verjährt. Der Begriff Genozid setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort γένος (génos „Herkunft, Abstammung, Geschlecht, Rasse“; im weiteren Sinne auch „das Volk“) sowie dem lateinischen caedere „morden, metzeln“.

    Gekennzeichnet ist er durch die spezielle Absicht, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“. Daher wird er auch als einzigartiges Verbrechen, als Verbrechen der Verbrechen (englisch crime of crimes) oder als das schlimmste Verbrechen im Völkerstrafrecht bezeichnet. Die auf Raphael Lemkin zurückgehende rechtliche Definition dient auch in der Wissenschaft als Definition des Begriffs Völkermord. Seit dem Beschluss durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1948 wurde die Bestrafung von Völkermord auch in verschiedenen nationalen Rechtsordnungen ausdrücklich verankert.

    Die Resolution A/61/L.67 und Zusatz 1, 61/295 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September 2007 angenommen als „Erklärung der Vereinten Nationen zum Recht von einheimischen (indigenen) Völkern!“

    Artikel 8:
    1) Einheimische Völker und Personen haben das Recht, einer erzwungenen Assimilation oder der Zerstörung ihrer Kultur NICHT unterworfen zu werden.
    2) Die Staaten müssen einen wirkungsvollen Mechanismus bereitstellen, um Maßnahmen zu verhindern, die den einheimischen Völkern ihre Integrität als unterschiedliche Völker und ihre kulturellen Werte und Identitäten entzieht. Jede Form von erzwungenem Bevölkerungstransfer mit dem Ziel oder mit der Auswirkung, diese Rechte zu brechen oder zu unterlaufen, müssen vom Staat verhindert werden. Dazu gehört jede Form von erzwungener Assimilation und Integration.

    Artikel 9:
    Einheimische Völker und Personen haben das Recht, zu einer einheimischen Volksgruppe oder Nation zu gehören.

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    1. Lieber Y.Gulliver,
      Deine Fantasie über den „Völkermord“ geht nach meinem Verständnis ärgerlich an den Fakten vorbei. Die Menschen In Schland wollen mehrheitlich das, was Merkel ihnen, uns einbrockt. Dass dabei die einheimische Bevölkerung in der Konkurrenz um Wohnraum und Arbeitsplätze leidet, ist kein Mord, sondern einfach kapitalistische Gewinnoptimierung auf Kosten der Menschen.
      Daher hat Pirincci mit seinem Begriff der „Umvolkung“, welcher er von den Nazis entlehnte, den Vorgang weit treffender beschrieben.

      Nochmal mein Punkt: Es gibt in Schland keinen „Völkermord“, die Eliten fädeln uns eine „Umvolkung“ ein. OK?

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      1. Einen Mehrheitswillen dieser Art kann man nicht unterstellen. Das geht schon aus den von J.J. Rousseau im Zusammenhang mit angeblicher Untertänigkeit der Mehrheit ausgeführten Gründen nicht, aber in Schland ist eine Unterdrückung der politischen Willensbildung durch allerlei oligarchische Mechanismen leicht nachweisbar. Ferner ist der hier dargestellte Tatbestand des „Völkermordes“ auch ohne diessen Nachweis erfüllt. Eine andere Frage ist, was daraus folgt. Der Nachweis, dass irgendwelche Tatbestände erfüllt sind, ist für sich genommen weder juristisch noch als Argument viel wert.

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