Massenhysterie für Millionäre

Die Grenzen zwischen kommerzialisiertem Fußball, Pornoindustrie und Prostitution scheinen fließend. Sind die Parallelen nur Zufall? Alles dreht sich um Geld, Drogen, Bestechung, Latten und Leder. Fußballer verdienen mehr als sie verprassen können.

 Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben… Den Rest habe ich einfach verpraßt. (George Best)

Unsere Jungs gehen wieder anschaffen.  Schlands Schaft  schafft das.

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Das neueste Communiqué aus dem Laufhaus.

Ver-Treter des Leders scheffeln mehr Kies als Bordsteinschwalben mit etlichen Nummern stemmen können. Friseusen stehen sich die Beine in den Boden, Kankenschwestern schlagen sich für Altersarmut die Nächte um die Ohren. Unterdessen bohren Trainer für sittenwidrige Gehälter in der Nase. Wenn es zu sehr juckt, dann hilft Koks. Diego Maradonna, Christoph Daum und kolumbianische Kicker wissen ein Lied davon zu singen. Je nach Situation und Bedarf Aufputschmittel oder Sedativa. Testosteron, Wachstumshormone oder Epos.

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FIFA und Pornoindustrie pflegen populäre Prinzipien wie die Politik: Pecunia non olet („Geld stinkt nicht“).

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Hochsaison für Groupies, Schlampen und Trittbrettfahrer.

Oder um mit Tayip Erdogan zu spechen: Stadien sind unsere Bordelle, Medien und Funktionäre unsere Zuhälter, Spieler unsere Prostituierten und Tore unsere Orgasmen.

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Karriereende von Michael Ballack nach dem Foul von Kevin-Prince Boateng.

Nur in den Gesangskünsten hapert es noch. Aber Merkel hat für jeden Künstler der Integration ein Bundesverdienstkreuz. Bundespräsident (in spe) Udo Lindenberg verspricht dem lahmen Kahn die Schalmei zu blasen.

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Die Helden des Rasens investieren in Status-Symbole. Je dümmer die Spieler, desto größer die Potenzverstärker. Flitzer erregen erogene Zonen am liebsten im Autobahntempo im Ferrari in verkehrsberuhigten Zonen. Je blonder die Frauen und je mehr Pferdestärken unter der Haube, desto höher die Rösser, von denen manche später phallen. Davor zelebrieren manche ihr Nipplegate beim Zerfleddern von Trikots und röhren wie Platzhirsche bei der Blutgrätsche.

EURO 2012 - Deutschland - Italien
Germany’s Philipp Lahm (L) and Italy’s Mario Balotelli react during the UEFA EURO 2012 semi-final soccer match Germany vs. Italy at the National Stadium in Warsaw, Poland, 28 June 2012. Photo: Marcus Brandt dpa (Please refer to chapters 7 and 8 of http://dpaq.de/Ziovh for UEFA Euro 2012 Terms & Conditions) +++(c) dpa – Bildfunk+++

Moneten sind Magneten.Das wissen nicht nur koksende Machos, sondern auch aufgetakelte Spielerfrauen, die ihren Verstand am Ständer abgeben.

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Berufslügner zaubern Millionen für Übertragungsrechte aus dem Hut. Reibach für Hütchenspieler in allen Kanälen. Abgeklärte und bordellgestählte Versicherungs- und Medien-Manager bringen sich in Stellung. Keine Suite ist zu groß, keine Besenkammer zu klein. Die ALLIANZ von Sponsoren und horizontalem Gewerbe sorgt für Stimmung, Schampus und Pussies. Bordsteinschwalben der FIFA nisten an Bars und Hoteleingängen. Lobbyisten werfen sich in Schale oder Kisten. Laszive Hostessen und bunnies in lobbies lauern auf ihren Sugar-daddy und den großen Auftritt in VIP-Lounges. Manager suhlen sich in sittenwidrigen Privilegien, das zahlende Publikum wird eingeseift. Böller, Bier und Bengalos statt Edel-Prostituierte. Am Ende kommt das Gleiche raus. Alkohol und Ejakulat verlassen den Körper beim happy end in der gleichen anatomischen Vorrichtung zum Druckausgleich. Bisweilen vorzeitig.

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Wieso sollen wir über jedes Stöckchen springen, das uns die Massenmedien hinhalten? Massenhysterie für Millionäre, die in einem Jahr mehr verdienen als eine Krankenschwester in einem ganzem Leben? Fußball ist Kommerz und Korruption. Zirkus und Gewalt. Opium fürs Volk. Panem et circenses. Das hat mit Sport im ursprünglichem Sinne wenig zu tun.

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Das Fiebern für eine Gruppe (Faktionalismus) und die Unterhaltung (Panem et Circenses) hatten schon immer eine herausragende Stellung im menschlichen Zusammenleben, und die Kombination mit Patriotismus machte es noch reizvoller.  Aber was ist, wenn das Spektakel der Verschiedenheit in den Dienst von Einheitsbrei und Antipatriotismus gestellt wird?  Schafft die Schaft das?  S. Artikel mit Umfrage!

6 Kommentare zu “Massenhysterie für Millionäre”

  1. Wau, Chapeau! Welch opulenten sprachlich und Sinn stiftend! Einfach Klasse. Schon bei der WM 1974 hat mich das Grauen zu diesen Gladiatoren-Kämpfen in den Colosseum-Kathedralen bei Massen spiritueller Masturbation gepackt und nicht mehr losgelassen.

    Gegen diese Massenhysterie sind Angriffe wie dieser Blog-Beitrag oder mein damaliges Lied

    http://www.n0by.de/ton/ehe/fussballfest.htm

    wie Mückenstiche gegen einen Elefanten.

    Damals, 1974, brüllte ich meinen Frust über Fussball und Massenmanipulation in einem Lied raus, welches in obigem Link als MP3 abzurufen ist. Mückenstiche gegen Herden und Horden besoffener Elefanten.

    Gefällt 2 Personen

  2. @n0by: danke für das Zeitdokument „Fußballfest“ (1974). Virtuose Klavierläufe, die den Irrsinn illustrieren. Seit 1974 sind nicht nur die Transfersummen und Gehälter der Schwalbenkönige in amoralische Höhen geschnellt. Die Verflechtungen zwischen Medien, Politik, FIFA, DFB, ALLIANZ u.a. Nutznießern werden immer perverser. Der Fußball dient als Ventil zur Trieb- und Aggressionsabfuhr. Die Perfidie, mit der Medien und Politik diese events für ihre Zwecke einspannen, merkt der Fan oder Schlachtenbummler nicht. Soll er auch nicht. Fanmeilen dienen zur Kanalisierung der Herden. So kommt niemand auf die Idee, sich gegen die Ausbeuter, die Politiker oder gegen die Medien zu wenden. Die Fußballfeste sind ein ritueller Rausch, der belohnt wird. Merkel lässt sich gerne mit Fans und Stars fotografieren. Selfies für Wählerstimmen und die gesteuerte Triebabfuhr.

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    1. Mein Freund Wolfgang, der bei der AfD sich stark engagiert, so stark, dass er kaum einen Sonntag für sich selbst mehr hatte, weil er ständig als Wahlkämpfer sich engagiert hatte, der täglich mehrmals Presseberichte mit spitzer Feder kommentiert und einem breiten Publikum schickt, erinnert mich heute in einem Skype-Gespräche an meine Ausspruch zu seinem Tun. Dazu muss man wissen, dass wir beide gleichen Jahrgangs sind. Also meine Frage vor Jahren an ihn:
      „Bist Du sechs oder sechsundsechzig?“
      Will heißen, wir machen uns zwar noch Gedanken, sollten uns dabei aber klar bleiben, dass unsere Gedanken, in schönen Sätzen geschickt ins Netz gestellt, in etwa soviel bewirken wie Mückenstiche bei Horden besoffener Elefanten. Schrieb ich dies nicht schon gestern? 🙂
      Aber es regnet und stürmt in Aarhus, da fällt mir nichts Neues mehr ein zum Thema außer um Jargon der Ball-Beschränkten das Thema abzuschließen mit „Habe fertich…“

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  3. Fußball-„events“ bieten auch immer Gelegenheit, die Sau so richtig raus zu lassen und Gegner oder Polizisten krankenhausreif zu schlagen. Eine Mischung aus Ballermann und Jahrmarkt der Eitelkeiten.
    „Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster ist.‘‘
    Bill Shankley
    http://diepresse.com/home/sport/fussball/euro/5015110/Russland_EMAusschluss-auf-Bewaehrung?from=newsletter&xtor=EPR-20003-%5Brss-newsletter%5D

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