DSchlands MSchaft Schafft das

EM-0Uns auch.
Die Eröffnung der Fußball-EM wurde politisiert. So transportierten die Medien den postmodernen Geist so brav-penetrant, dass sogar sie selbst vor Langeweile stöhnten. Ein Fest der Identitäten wird zur Auflösung derselben umfunktioniert.  Die bunten Akteure aus Sport, Medien und Politik waren in der Vorbereitung und Umsetzung so auf die Euro-Zivilreligion fixiert, dass die Langeweile aus allen Ritzen quoll und die gesamte Berichterstattung umhüllte. Es war so zum Gähnen, dass sogar das Breite Bündnis der bunt eingebetteten Einheitsmedien unverblümt berichtete: Zum Glück war diese Eröffnungsfeier schnell vorbei! So schossen die Schaumschläger der Buntheit gleich zur Eröffnung Eigentore.

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EM 2016: Mediale Einschläferung

Die Schlandschaft erwies sich als ein buntes Allerlei, dem der eigene Charakter und die eigene Note fehlt. Austauschbar. Bunter Sport für Millionen. Viele wenden sich innerlich ab, weil der Wettbewerb der Identitäten in eine Zelebration des Identitätsverlusts mündet. Wo könnte man das am besten beobachten als bei einer Nationalmanschaft? Nun, was ist eine Nationalmannschaft in der die Hälfte der Spieler aus einer anderen und überwiegend schwer verträglichen Kulturen kommen und sich der Nationalhymne verweigern? Bunte Farben als Marketing geben noch lange kein Gefühl der kulturellen Verbundenheit. Was taten die Medien? Sie feierten die Französische Buntmannschaft als wegweisend!

Der französische Journalist Eric Zemmour (algerischer Abstammung) formulierte es einmal so: „Die antirassistische, multikulturelle Ideologie der Globalisierung wird für das 21. Jahrhundert sein, was der Nationalismus für das 19. Jahrhundert und der Totalitarismus für das 20. Jahrhundert waren: ein kriegsstiftender messianischer Fortschrittglaube, der den Krieg zwischen Nationen in einen Krieg im Inneren der Nationen verwandelt.“ Seine Thesen vom französischen Kultur- und Identitätsverlust im Zuge der Globalisierung werden überall im Land diskutiert. 400.000-mal verkaufte sich sein Bestseller „Der französische Selbstmord“ gleich in den ersten Wochen ab Oktober 2014; an manchen Tagen gingen bis zu 5.000 Exemplare über den Ladentisch. Zemmour beschreibt darin auch, wie die Buntheit der Équipe zunächst als wegweisend gefeiert wurde aber später zum Abstieg eben dieser Mannschaft beitrug, in deren Innerem eine islamische Unterschichtkultur tonangebend wurde aber wenig Gemeinsamkeit stiften konnte. Bemerkenswerter als diese Erklärung des späteren Fiaskos war, dass die Buntheit der Mannschaft von den Medien nur so lange thematisiert wurde, wie die Mannschaft Erfolg hatte und als Werbeträger für die angesagte Ideologie taugte.

Wie sieht es bei uns in Deutschland aus?
fussballer vor refugees welcomeDie MSchaft schafft das. Der Herrgott hat uns diese Menschen geschenkt. Jetzt sind sie da. Wir schaffen das. Refugees Welcome.  Beim DFB kann jeder einfach hereinspazieren.  Wir heißen jeden  willkommen.  Das sind die Botschaften, die der DFB gemeinsam mit Diekmann-BUNT unter großem Aufwand monatelang in die Köpfe der Fans hämmerten. Wer es nicht schafft, ist ein Schuft. Ein Fremdenfeind. Ein Menschenfeind. So die mächtige massenpsychologische Wirkung des Wirkens der MSchaft.  Holprig zwar, denn in Wirklichkeit sind beim DFB nur Höchstleister willkommen, und alle anderen fliegen achtkantig raus.  Aber wen interessiert der DFB? Es geht laut Bierhoff um eine „gesamtgesellschaftliche Herausforderung“.  Glaube versetzt Berge. Je weniger die Schaft schafft, desto wichtiger wird ihr Beitrag zur Autosuggestion.

Auch einzelne Spieler wurden eingespannt. So etwa Jerome Boateng, der die von der FAS in die Welt gesetzte und vom Breiten Bündnis begierig aufgegriffene und kolportierte Gauland-Boateng-Lüge kolportieren half. In einem unveröffentlichten Hintergrundgespräch provozierten die FAS-Redakteure den Verhörten mit der Behauptung, der Fußball sei ein Modell und eine Avantgarde der Integration. Also mit der von Zemmour kritisierten Behauptung, die in diesen Tagen wieder durch die Leitartikelspalten geistert. Gauland antwortete, dass es keine Kunst sei, schwarze Sportler in die Sportelite zu integrieren. Im Gegenteil, Disziplinen wie Basketball und Leichtathletik werden in den USA derart von Schwarzen dominiert, dass schon manche Diversity-Beauftragte Quoten für Weiße und Gelbe angedacht haben. Umgekehrt haben Diversity-Beauftragte bei Google Probleme mit einem zu geringen Anteil von Schwarzen (2%) unter den Entwicklern. Ostasiaten sind da mit 30-40% überrepräsentiert und werden generell an amerikanischen Universitäten durch Quoten im Zaum gehalten. In Ferguson, Baltimore, London-Tottenham und Stockholm-Husby zeigen sich wiederum andere Integrationsprobleme. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, ist 8x so hoch wenn man einem Afroamerikaner als einem Latino begegnet. Nicht DFB-Kicker sondern Google-Nerds sind in Zeiten von Industrie 4.0 die Avantgarde.  Erfolg im Elitensport ist kein relevanter Indikator für Integrationserfolg.  Relevantere Indikatoren wären etwa die Frage des Bildungserfolges und die der Beliebtheit als Nachbarn.  Nichts anderes kann Gauland gesagt haben. Die FAS weiß das sehr gut, aber die tabuisierte Ungleichheit verschiedener Bevölkerungsgruppen ist als schwarzer Peter politisch nützlich. Gerade zu Zeiten von Massenereignissen wie der EM ist der Kampf gegen die AfD und gegen die hauptsächlich von ihr artikulierten Volksinteressen äußerst wichtig.  Das wusste schon das MfS seligen Gedenkens.   Da müssen auch DFB-Spieler mitfoulen, indem sie aus dem Zusammenhang gerissenen angeblichen Aussagen augenscheinlich Glauben schenken und mit emotionalen Reaktionen Gewicht verleihen.

Auftritte von Özil in Mekka und Buntpropaganda-Selfies mit Merkel, nicht ganz so sympathische Brüder Boatengs, mangelnde Bereitschaft mancher zum Singen der Nationalhymne, die Tilgung nationaler Erkennungsmerkmale aus dem Namen und Wappen der Mannschaft, die fortschreitende Kommerzialisierung und manches mehr mindert ebenfalls die Begeisterung.

Während uns die Medien einschläfern, kämpfen die Grünen um die Hoheit über

die Flagge.  Schwarzrotgold wird einerseits für Refugees und Buntheit vereinnahmt und andererseits vorsichtshalber auch noch verunglimpft. Die Vordenker von der Grünen Jugend fordern konsequent: Weg mit Schwarzrotgold. Sie sagen uns: Patriotismus ist Nationalismus. Und Nationalismus ist n*** und bäh. Identitäten sollen nicht auf genetischer Verwandtschaft oder kultureller Vertrautheit sondern nur auf Klasseninteressen oder Glaubensinhalten  fußen.  Wer Flaggen schwenkt, grenzt aus und verletzt Gefühle von Minderheiten, lehrt Katrin Göring-Eckard.  Also runter mit den Fahnen.  Die Buntjugend setzt sogar Belohnungen auf geklaute Fan-Artikel aus.  Claudia Roth findet Fußball hochpolitisch und fordert von der EM noch mehr „Signale gegen Rechtspopulismus“. So denkt nicht nur die grüne Avantgarde.   „Nach innen gewandter Nationalismus“ sei eine der großen Gefährdungen, denen unser Staat ausgesetzt sei, sagt die Bundesregierung in ihrem Gefahren-Weißbuch.  Fast so gefährlich wie der Gefährder Nr. 1, Putins Föderation.  Letztlich drohe uns Inzest, warnt Wolfgang Schäuble.    Akzeptabel wäre nur Hammer und Sichel oder die Regenbogenflagge. Statt „Mannschaft“ sollte man „Menschenschaft“ oder „Schaft“ oder „Team“ sagen.  So weit wie die grünen Vordenker wollen aber Diekmann-BUNT und Schäuble-CDU noch nicht gehen.  Sie akzeptieren auf dem Weg zur  Entropie-Utopie auch zeitweilige Kompromisse.  Ein Blick in die sozialen Medien offenbart, dass die Bevölkerung das Niveau der grünen Trendsetter noch nicht erreicht hat, obwohl die Leitartikler der Buntmedien ihr bestes geben. Wo sie es nicht schaffen, hilft das Sein dem Bewusstsein nach.   Dank täglichen Inzestvorbeugungsroutinen im Kanal von Sizilien wird statt Google doch noch die Schaft zum kulturellen Vorreiter.   Die Schaft schafft das und uns schafft das.

Ein Kommentar zu “DSchlands MSchaft Schafft das”

  1. Na dann sollte der DFB doch so tolerant sein gegenüber Homosexueller Spieler dann müssten die sich nämlich nicht immer erst nach Karierreende outen.
    Bevor der DFB toleranz predigt.

    Grüsse aus Giessen
    Alexandra Hinkel

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