hochrechnung vdb hofer

Hofburg-Stichwahl: Bunt sticht mit Wahlkarten

Stand: 24.05. 10:00

Van-der-BellenDas war knapp. Das Breite Bündnis der Besten der Guten hat es noch einmal geschafft.  Van der Bellen ist in die Hofburg durch manipulationsanfällige Briefwahl in einem Klima der Dämonisierung hineingeschrammt, in dem Manipulationen erwartet und schon berichtet werden. Diese Umstände könnten seine sechsjährige Amtszeit überschatten und etwa bei der Vereidigung eines Bundeskanzlers Strache zu Komplikationen führen.

„Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken“

Eine österreichische Künstlerin kommentiert:

Dass auf einen faulen, phlegmatischen und fossilen Alt-Stalinisten ein noch faulerer, phlegmatischerer und fossilerer Alt-Grüner als Integrationsfigur eines politischen Halbkadavers folgt, liegt am rasenden Restbemühen der politisch korrekten Untoten, das Land in ein „Mausoleum der miserablen Dinge“ (M. Houellebecq) umzuwandeln und ihm seine letztgültige Form zu geben. Der Urnengang hat somit eine Symbolik erhalten, welche die Begräbniszeremonie der rezenten Politik des Scheiterns deutlicher nicht darstellen könnte.

Stand Samstag Mittag

fmpolitics_atwahl1605Nach dem gestrigen Patt ist heute noch Auszählen der Briefwahlstimmen angesagt. Heute entscheidet sich, wer Bundespräsident wird. Bei der Briefwahl könne man leichter manipulieren, befürchten Hofer-Anhänger, und insbesondere bei den Hofer-Gegnern ist eine Selbstgerechtigkeit, die mit Dämonisierung arbeitet und die Taktik des Weltoffenen Arsches (z.B. Restaurant-Zutrittsverbot für Hofer-Wähler) für legitim hält, unübersehbar.  Zugleich zeigen bisherige Statistiken, dass bei der Briefwahl das grün-bunte Lager regelmäßig stärker vertreten ist.  Vielleicht gewinnt somit Alexander Van der Bellen (Grüne) wie von ORF prognostiziert knapp vor Norbert Hofer (FPÖ). Hofer sei der Bundespräsident der Herzen, sagen laut JF viele Österreicher. Die Asylkrise habe das Land tief zerrissen, klagen vor allem Buntmedien, die durch Dämonisierung auf Riss setzten.  Im Laufe des Tages werden viele VdB-Anhänger eigenen Aussagen zufolge wissen, ob sie jubeln oder ausreisen sollen.

Medienecho

Die deutschen Leitmedien stellen aktuell die beiden Kandidaten wie folgt vor:

Norbert Hofer, Rechtspopulist, Burschenschafter.
Alexander van der Bellen, unabhängiger Wirtschaftsprofessor.

Genau so gut könnte man schreiben:

Norbert Hofer, unabhängiger Unternehmer und Wirtschaftsexperte
Alexander van der Bellen, pensionierter Staatsangestellter, Grünen-Parteikader und Linkspopulist.

Zusammenfassend werten die buntdeutschen Leitmedien die Wahlen im Nachbarland als Anlaß für einen Weckruf. Man gibt sich alarmiert.  Wer den Rechtspopulismus trocken legen wolle, müsse sich um die Themen kümmern. Es gehe jetzt darum, den Erfolg des „Rechtspopulismus“ in Deutschland zu verhindern. Die Bayerischen Rundfunker gingen heute Morgen so weit, daß sie in ihrer Verzweiflung den Österreichischen Kabarettisten Severin Groebner als Kommentatoren einspannten (BR2, Radiowelt).

Was bedeutet der heutige Tag für Österreich?

Norbert Hofer brachte es gestern so auf den Punkt: „Entweder Ich ich bin morgen Staatsoberhaupt der Republik Österreich. Möglichkeit zwei ist: In zwei Jahren ist Strache Bundeskanzler. Und vier Jahre später bin ich auch noch dazu Staatsoberhaupt.“

  • Amtliches Endergebnis ohne Briefwahl: Hofer 51,9 : VdB 48,1. Aber Prognose aus bisherigen Briefwahlstimmen führt zu 50,0 : 50,0, s. KN. Hofer hat fast überall Mehrheit, aber 8 Großstädte gehen an Van der Bellen. Klarer Sieger ist Van der Bellen nur in Wien und Graz mit jeweils etwas über 60%. Im Osten Österreichs liegt Hofer bei 70%.
  • APA (Austria Presse-Agentur): Entscheidung morgen

Zum Mitverfolgen Live-Stream: Servus TV

Analysen/Mediespiegel

Österreich hat gewählt. Derzeit ist noch nichts entschieden. Deutlich ist an dieser Wahl, daß das Land gespalten ist und wir gerade den Zusammenbruch der Gefolgschaft der Volksparteien erleben. Das System funktioniert nicht mehr wie gewohnt. Die Wahl zeigt, Bürger sind dabei sich von der Political Correctness zu befreien.

Es fehlt noch die Auszählung der Karten. Auch nach Auszählung der Großstädte, in denen Van der Bellen zumeist siegte, bleibt Hofer in Vorsprung, aber aus den bisherigen Karten (Briefwahl) lässt sich ein Ergebnis von 50,0 : 50,0 vorhersehen. ORF berechnete es so, dass Hofer 4000 Stimmen fehlen.

Medienstimmen

Stand: 22.06. 19:45

ORF:
Man wählt den Burschenschafter Hofer
Van der Bellens Wahlleiter:
Herzschlagfinale, das Spiel geht in die Verlängerung.
Der DLF (Deutschlandfunk) Kommentator in Wien kann es noch nicht glauben:
Es wäre das erste mal in der Geschichte daß Rechtspopulisten vorne liegen. Die Wahl hat Österreich gespalten.
ORF1:
Zuwanderung, Islamisierung, Sozialpolitik dominierten den Wahlkampf.
Team Stronach:
Wir denken es ist ein guter Tag für Österreich.
Österreichischen Staatsmedien

geben sich durchweg betroffen. ORF-Kommentatoren beklagen „Polarisierung“ als Problem. Österreich sei zerrissen. Frank M. spricht ihnen Mut zu: „Der Herr Ökonomieprofessor Van der Bellen hat einen hervorragenden zweiten Platz errungen. Der Rechtspopulist Hofer wurde nur vorletzter.“

Anhang

Medienecho

  • Geerd Wilders gratuliert Hofer + „Warnende“ Stimmen aus Deutschland + Journalisten aus aller Welt sind anwesend: Japan Frankreich Norwegen USA: müssen jetzt Zeitpläne umstellen weil die Wahl noch nicht enschieden ist
  • Das ORF sieht vor, dass das Wahlergebnis von 51.93% für Hofer und gut 100.000 Stimmen Vorsprung im vorläufigen Endergebnis noch auf 49.99% für Hofer runter korrigiert wird. So würden Hofer rund 4000 Stimmen fehlen.

Kurzmeldungen

  • Der Aufstand der Vernünftigen scheint in Hofer eine Stimme gefunden zu haben.
  • Rechts ist Recht, links ist link. Zumindest bei dieser Hofer-Wahlwerbung von PEGIDA Graz.
  • Die Verhinderung einer Asyl-Obergrenze gilt auch in „bürgerlich-konservativen“ Kreisen Österreichs als ein so honoriges Anliegen, dass man dafür massiv Stimmzettel fälschen kann, ohne die Tat zu bereuen.
  • Da Van der Bellen von einem Breiten Bündnis unterstützt wird, das fast alles außer FPÖ umfasst, deuten viele Beobachter das Ergebnis als einen Anstieg der FPÖ auf 50% in der Wählergunst. Damit würde die FPÖ spätestens in 2 Jahren den Kanzler stellen.

Bayern ist frei. Bunte Kartelle passen nicht zu uns. Wir diskutieren auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern in Bayern die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.

2 Kommentare zu “Hofburg-Stichwahl: Bunt sticht mit Wahlkarten”

  1. Die Briefwahl wird zugunsten van der Bellen entscheiden, denn da können die Etablierten leichter manipulieren.
    Beispiel: Geislhöring mit den vom Spargefabrikanten gefälschten Wahlzettel seiner rumänischen Leiharbeiter.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s