Information, Désinformation, über und unter Wasser

BR-Medienstudie. Die „Vierte Gewalt“ als Stütze des Establishments

Der Flurschaden in der Medienlandschaft ist immens. Noch nie war der autoritätsgläubige Deutsche in seinen Grundfesten so erschüttert wie in diesen Zeiten. Das Ansehen der Politiker ist am Tiefpunkt. Die Autorität der Medien nachhaltig geschädigt. Auflagen der Printmedien stürzen ins Bodenlose. Langjährige Abos werden gekündigt.

Lange, allzu lange irisierten die Flagschiffe der Medien im Nimbus einer Hochglanz-Diva der Oberen Zehntausend. Mit Allüren wie Edelprostutuierte belehrten Galionsfiguren wie Prantl, Augstein und Jörges  „die da unten“ über Moral und Willkommenskultur.

Das Barometer fällt. Die See wird rauher. Die vermeintlich unsinkbare TITANIC Deutschland befindet sich auf Kollisionskurs. Die Medien üben sich im Verniedlichen des Eisbergs der Desinformation und des bevorstehenden Tsunamis an Umwälzungen durch eine fahrlässig und billigend in Kauf genommene Masseneinwanderung.

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Der Bayerische Rundfunk ahnt drohendes Ungemach und schickt seine Auguren in die Eistonne. Das Krähennest.v1-0079

Der BR beauftragt das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid. Der zuständige Redakteur erläutert:

Von Florian Haas

Der Bayerische Rundfunk wollte wissen, was die Menschen über die Medien denken und für wie glaubwürdig sie Journalisten halten. Eine Studie vom Meinungsforschungsinsititut TNS Emnid im Auftrag des BR hat spannende Ergebnisse hervorgebracht: Einerseits setzen die Menschen ein hohes Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen und die Qualitätsmedien. Doch andererseits müssen sich die Medien auch zunehmend der Kritik stellen.

Darum geht es

Was erwarten Menschen von Journalisten in Zeiten der Informationsüberflutung? Halten sie Journalisten für glaubwürdige Berichterstatter? Und wer nutzt wie welche Medien? Der BR hat zwei Meinungsforschungsinstitute damit beauftragt, diesen Fragen nachzugehen. Jetzt liegen die Ergebnisse der Glaubwürdigkeitsstudie „Informationen fürs Leben“ vor. Die zentrale Erkenntnis: Die Menschen vertrauen den etablierten Medien. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und Qualitätszeitungen stehen in ihrer Gunst nach wie vor an oberster Stelle. Kritik gibt es dennoch: an den Journalisten selbst, noch mehr aber am „System Medien“. Viele Nutzer kritisieren angebliche Zwänge, Abhängigkeiten und eine mangelnde Kontrolle der Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf den folgenden Seiten haben wir alle Ergebnisse im Überblick zusammengefasst.

Fazit von Mercedes Riederer, Chefredakteurin des BR-Hörfunks: „Viele Menschen vertrauen den Medien bei der Auswahl der Themen, der Berichterstattung über die Fakten. Diese positiven Ergebnisse der Studie bestätigen unsere journalistische Arbeit. Gleichzeitig leite ich einen weiteren Arbeitsauftrag an die Medien ab, nämlich noch mehr Einordnung, Erklärung und Hintergrund zu bieten. Und wir müssen unsere Quellen und Arbeitsweisen transparenter machen, damit nicht die Zahl derer steigt, die an der Unabhängigkeit der Medien zweifeln.“
Die gesamte BR-Medienstudie: http://br.de/s/2Gi5OwG

Was dem umworbenen Konsumenten dann aufgetischt wird, ist schwer verdauliche Kost. Ein Härtetest für die Logik.

Befragt wurden 1000 Menschen im Zeitraum vom 11. März bis 2.April 2016 mittels computergestützter Telefoninterviews. Von wie vielen Personen die „deutschsprachige Bevölkerung an 18 Jahren in Deutschland“ kontaktiert wurde, geht aus den Angaben nicht hervor.

Die in der Studie genannten Angaben widersprechen sich in vielen Details.

Wie kann es sein, daß einerseits 75% das öffentliche Fernsehen für glaubwürdig halten, andererseits aber 65% der Meinung waren „Journalisten, die für Nachrichtenmedien arbeiten dürfen oft nicht sagen, was sie wirklich denken“ ?

Vielleicht ist das der „Eva Herman-Effekt“: Nachrichtensprecher erzählen dem Publikum wider besseres Wissen groben Unfug und lächeln dazu.Judith_Rakers_tagesschau_03_11_2015_pp_02

88% attestieren den Journalisten, die für die Nachrichtenmedien arbeiten, daß sie „ihr Handwerk verstehen“. Eine Wertschätzung dafür, daß Journalisten das geschätzte Publikum bewußt hinters Licht führen?

Was jedoch folgenden Aussagen widerspricht:

60% der Befragten waren der Meinung, daß den Nachrichtenmedien vorgegeben wird, worüber oder auf welche Art sie berichten sollen. Dass 55% der Teilnehmer die „Vierte Gewalt“ nicht als Korrektiv der Macht sondern als deren Zuarbeiter und Stütze sehen, untermauert die Skepsis der bisweilen doch nicht so unmündigen Bürger

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Die Studie des BR zeigt weder Logik noch Stringenz. Sie ist in sich nicht schlüssig und ist unter dem Strich nicht viel mehr als eine bessere Kaffeesatz-Leserei.

Den Medien steht das Wasser bis zum Hals. Um etwas vom epochalen Wandel in der Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Medien abzulenken, zünden dieselben Nebelkerzen, um verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen.

Ein schwieriges Unterfangen, diplomatisch formuliert.

 

 

Anhang

Einseitigkeit der Berichterstattung am Beispiel Pegida

„Den Vorwurf der Einseitigkeit haben sich die Medien selbst eingehandelt“  (Konrad Adam).

Ein Sender wie der BR, der beispielsweise in hunderten von Beiträgen und Kommentaren über Pegida in einer geradezu obszön wahrheitsfernen, tendenziösen, einseitigen, manipulativen Berichterstattung den Pressekodex mit den Füssen tritt, wird auch in Zukunft unter den Menschen nicht mehr Fuß fassen können. Das Porzellan ist zerbrochen. Was Wunder, wenn Menschen bei Pegida auf Interview-Anfragen mit enormen Mißtrauen, Distanz und Ablehnung reagieren? Selbst die inkriminierten Übergriffe auf Medienvertreter bei Pegida-Demonstrationen sind nur Halbwahrheiten. Fakt ist, daß die sogenannten „Medienvertreter“ in großem Umfang politische Gegner, Extremisten und agents provocateurs sind, die friedliche Demonstranten fotografieren, drangsalieren und einschüchtern.

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Umgekehrt wurden friedliche Pegida-Spaziergänger von Gegendemonstranten attackiert und verletzt. Der BR hält solche Informationen unter Verschluß. So wie Übergriffe durch „Schutzsuchende“ auf Einheimische. Die Gewaltexzesse von Köln kamen erst nach vier Tagen (!) ans Licht der Öffentlichkeit. Genau diese gefilterte Informationspolitik hat den Ruf der Medien ruiniert. Die BR-Medienstudie symbolisiert Wundenlecken für zerronene Glaubwürdigkeit.

Pegida ist nur ein Symptom. „Lügenpresse“ vielleicht nicht nur das Wort des Jahres, sondern des Jahrzehnts.

Rückblende

Wegmarken und Gründe für den Niedergang der Vierten Gewalt

Ursprünglich war den Medien (der Vierten Gewalt) die Aufgabe zugedacht, Korrektiv im Staate zu sein.

Statt als Korrektiv zu wirken und Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, drifteten die Medien immer mehr in Richtung Fünfte Gewalt: dem Lobbyismus. Den Eindruck, die Medien seien der Politik in puncto Lobbyismus immer einen Schritt voraus, kann man nicht mehr abstreifen.

Halbe Wahrheiten sind ganze Lügen. Endstation Lügenpresse

 

  • Wer eine Lüge sagt, merkt nicht, welch große Aufgabe er übernimmt; denn er wird gezwungen sein, zwanzig weitere zu finden, um diese eine aufrechtzuerhalten.

 

Die Gutmütigkeit, Empathie und Spendenbereitschaft der Menschen erwies sich als extrem strapazierfähig. Egal of Biafra, Bangladesh, Jugoslawien oder Mittelamerika – der Einsatz der „Melkkühe“ war über Generationen hinweg enorm. Die Spender wurden instrumentalisiert und gerupft. Bis die Fassade und der schöne Schein medialer Glaubwürdigkeit Risse bekam. Jeder Dammbruch beginnt mit einem Haarriß.

Die Menschen wurden hinters Licht geführt. Es begann mit dem Mythos von den „Flüchtlingen„. Der Mär von den „Fachkräften„. Dem Medienhype um die „Willkommenskultur„.  Es ging weiter mit dem Bluff von den „Schutzsuchenden„. Der Augenwischerei vom „demografischen Wandel“ der durch einen Anteil von 75% schutzsuchender junger Männer wieder ins Lot gebracht werden sollte.

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Schutzsuchende“ wohlgenährte junge Testosteron-Antänzer, die in ihrer Heimat Frauen, Kinder und Alte im Stich liessen, um später unsere „Renten zu sichern„?

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„Schutzbedürftige“, die Feuer legen, wenn sie nicht bekommen, was sie fordern?

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Dem genarrten gutgläubigen Einheimischen predigen die Medien im Kulleraugen- und Willkommens-TV nun die Chimäre von der „Integration“.

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Die Illusion von der Integration. Wo junge Familien hierzulande Krankenversicherung, medizinische Versorgung und Kindergeld großzügig in Anspruch nehmen, aber Einheimische auffordern, mit ihnen gefälligst nicht auf deutsch, sondern wenigstens englisch zu sprechen?

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Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte. Die Medien und Asyllobby instrumentalisieren einen toten Jungen um durch Schuldgefühle und Schuldkomplexe beim weniger gut informierten Publikum die gewünschte psychologische Manipulation und politische Ausrichtung zu bewirken. Der dreijährige Aylan Kurdi wurde zwar anderswo gefunden, aber dort am Strand für dieses Foto medienwirksamer platziert. Vater Abdullah gab die Sicherheit in der Türkei auf und entschied sich für ein Schlepperboot. Er verlor bei der Überfahrt seine Frau und seine zwei Kinder. Der Vater, der laut anderer Quellen seine Zähne im Ausland sanieren wollte und selber Schlepper war, überlebte als Einziger.

Für die Medien gestellte dramatische Szenen an der mazedonischen Grenze, um die Zuschauer zu manipulieren:

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Die Studie des BR trägt den hehren Namen „Informationen fürs Leben“. Oder hätte es besser für das „Überleben des BR“ heißen sollen? Ein Sender, der lange mißliebige Kommentare ignoriert, zensiert oder nicht freigeschaltet hat. Ein Sender, der für die Prinzipien der Demokratie und des Pluralismus stehen sollte, aber für Diffamieren, Stigmatisieren und Ausgrenzen agitiert?

 

Reaktionen der BR-Hörer

Immerhin lässt sich anhand von Kommentaren sehen, daß einige Redakteure und Moderatoren die Zeichen der Zeit erkennen, und Kommentare freischalten, die vor den Gewaltexzessen in Köln noch munter zensiert worden wären.

Thomas Holz, Montag, 02.Mai, 12:25 Uhr

32. Unprofessioneller Journalismus

Ich konnte/musste selbst in den letzten 20 Jahren nachvollziehen, dass einige Medienmeldungen faktisch falsch waren. Zuviel Lobbyismus und zuwenig unabhängige journalistische Professionalität.

 

Klaus-Martin Höynck, Montag, 02.Mai, 16:46 Uhr

53. BR-Medienstudie

Als ehemaliger Zeitungsredakteur in langjähriger verantwortlicher Stellung halte ich von Teilen der heutigen, latent manipulationsanfälligen Journaille – womöglich auch in den Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten – herzlich wenig. Was manchen Print- und Elektronik-Scharfrichtern gesellschaftspolitisch nicht in den medialen Mainstream-Kram oder ins Weltbild selbsternannter Gutmenschen passt, wird gern von vornherein in die radikale Schmuddelecke „entsorgt“. Wie vertrauenswürdig ist da wohl eine (gebührenfinanzierte?) BR-Auftragsstudie – wenn man das Prinzip journalistischer Neutralität bisweilen schon in der ein oder anderen tendenzlastigen Nachrichtenmeldung schmerzlich vermißt?

TOM_BT, Montag, 02.Mai, 18:38 Uhr

58. Wes Brot ich ess…

Das Ergebnis der Studie ist schon merkwürdig. Letztes Jahr gab es doch ein genau gegensätzliches Ergebnis einer anderen Umfrage, wonach mehr als drei Viertel den Informationen des ÖR nicht mehr trauen.
Die Berichterstattung seit letzten September über die Flüchtlingskrise war bis zu den Kölner Ereignnissen eine Schande für die Journalisten.
Und jetzt die einseitige Berichterstattung über die AfD – spielt da wohl auch eine Rolle, dass diese die Rundfunkbeiträge abschaffen wollen?
Dann die Berichterstattung über die Ukraine – total einseitig contra Russland.
Fazit: ÖR bietet willfährige Berichterstattung für die Große Koalition.

  • Antwort von Gereon, Montag, 02.Mai, 19:48 Uhr

    Um die Mechanismen mal öffentlich zu machen:
    Wenn eine Umfrage durchgeführt wird, und man die Meinung des zufällig Angerufenen im Sack hat, wird dieser gefragt, ob man denn seine Nummer speichern dürfe. Der geschmeichelte Meinungslieferant wird nun mit seiner Meinungsrichtung gespeichert und wenn aus Politik oder Wirtschaft eine Umfrage mit vorbestimmtem Ergebnis bestellt wird, ruft man halt die an, deren Meinung man kennt , stimmte dies mit den gewünschten Zahlenwerten ab und rechnet wunschgemäss hoch. Das ist von einem anderen Insider öffentlich gemacht, der sich besser legitimiert hatte als durch die einzige Einlassung, dass er einer sei.

Die übergroße Mehrheit der Leserkommentare war geprägt von Medienverdrossenheit, Skepsis, Kritik und bisweilen von Verbitterung.

Die BR-Studie ist ein Symptom der Entfremdung zwischen Medien und Konsumenten. Ein Symbol für den Graben zwischen Journalisten und mündigen Bürgern.

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „BR-Medienstudie. Die „Vierte Gewalt“ als Stütze des Establishments“

  1. „Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte!“ Das ist die Quintessenz der medialen Manipulationsmasche. Was Texten anbelangt, ist die Zeit für die Steuersklaverei und Lohnarbeit zu optimieren. Daher hat sich längst schon das Kürzel 2l2r= to long to read eingebürgert. Doch der Satz „Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte!“ soll und wird in den Schatz der geflügelten Worte eingehen. Danke dafür und Gruss
    http://n0by.blogspot.be/2016/05/jeder-macht-sein-eigenes-sonst-nichts.html
    2l2r 🙂

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