Pegida München: 57. Montagabendspaziergang

Der Tiefpunkt scheint überwunden zu sein.   Es waren deutlich mehr Teilnehmer und ein interessanteres Programm als beim letzten Mal. Zunächst Doro, Roland und Heinz jeweils ca 10 Minuten, dann nach einem recht ungestörten Spaziergang eine Reihe von Videovorführungen.

Doro erntete viel Applaus für ihren Wortwitz. Thema war der Merkel-Erdoğan-Pakt und was aus ihm noch folgt, einschließlich Visumsfreiheit.
Roland sprach ausführlich über das Eine-Welt-Haus, Kafe Marat und andere steuerfinanzierte Buntstasi-Projekte Münchens. Pegida-Leute haben mitunter den Spieß umgedreht und gefilmt, wie der DGB in München Demotouristen als Asphalt-Dinosaurier nach Stuttgart gekarrt hat. Das Video wurde nach dem Spaziergang gezeigt.
Heinz redete über Peinlichkeiten des Korans und der Hadithen. Die Geschichten waren teilweise unterhaltsam, und die Rede blieb im Rahmen von 10 Minuten.  Nach dem Spaziergang kommentierte Heinz noch einmal diverse Videos einer Länge von insgesamt 30 Minuten, darunter ein von PEGIDA Bayern neulich vorgestelltes Video über die schwere Schädigung Schwedens durch bunte „Rassismus“-Hexenjagden und ein Video von PI München (Michael Stürzenberger) über die graduelle Destabilisierung von Gesellschaften durch Erhöhung des moslemischen Anteils.

pegimucdemo57osmiringPositiv fiel auf, dass die Erhöhung der Teilnehmerzahl (von ca. 100 auf ca.. 150) ohne Verstärkung durch Gruppen mit unbürgerlichem, reichsnostalgischem oder sonstwie nicht PEGIDA entsprechendem Erscheinungsbild gelang. Die Beleidigungen, Pogrom-Parolen und Nazi-Grölereien der bunten Menschenfreunde erreichten durchaus die übliche Intensität, aber provozierten niemanden zu nennenswerten Reaktionen. Wenn dennoch eine von der SPD betriebene Nazifizierer-Organisation twittert, Pegida München habe fertig, dürfte sich das auf die internen Streitereien beziehen, die an diesem Abend offener als je zuvor ans Tageslicht traten.    Stefan Werner wurde erneut vom Platz vertrieben, und Hartmut wurde von Heinz in seiner Rede wegen in privatem Rahmen angeblich geäußerter Kritik an dessen Reden öffentlich abgewatscht. Man wird es in dem Videomaterial zu sehen bekommen.  Manch einer könnte daraus den Eindruck gewinnen, Pegida München wäre mit finaler gegenseitiger Schuldzuweisung beschäftigt. Aber Totgesagte leben länger.   Fertig hätte man nur, wenn persönliche Eitelkeiten auf Dauer wichtiger wären als der Wunsch, die regelmäßigen Spaziergänge,  deren Tod die Buntstasi aus gutem Grund herbeisehnt, am Leben zu halten.  Davon kann aber kaum die Rede sein. Dafür gibt es zu drängende Probleme und zu treue Spaziergänger. Regelmäßiges Demonstrieren auch einer kleinen Gruppe kann, wie Heinz in seinen Schlussbemerkungen betonte, die politische Landschaft stärker verändern als eine einzelne Großdemonstration.


PEGIDA Bayern diskutiert auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern in Bayern einschließlich München die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation seiner Interessen.

6 Kommentare zu „Pegida München: 57. Montagabendspaziergang“

  1. Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten.

    Sallust

    (86 – 36 v. Chr.), eigentlich Caius Sallustius Crispus Sallust, römischer Historiker

    Quelle: »Bellum Jugurthinum«

    Der ursprüngliche Zweck von Pegida war u.a. die Verniedlichung der Probleme durch die Massenzuwanderung seitens der Medien aufzudecken. Mittlerweile bleiben zahlreiche Spaziergänger den Kundgebungen fern, weil Pegida inzwischen mehr mit sich selbst und den Zählmethoden von Stürzenberger beschäftigt ist, statt sich seiner Wurzeln zu besinnen. Wenn einige Alpha-Tiere meinen, ihr EGO zu Lasten von Pegida aufbretzeln zu müssen, indem sie die Spieler des eigenen Teams foulen, dann können sich die Handlanger des Repressionsappartes wie Bezler, Witzgall oder Heigl die Hände reiben. Die eigenen Leute übernehmen den Job von Herrn Andrearsch.

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  2. Das mit dem öffentlichen Abwatschen wegen einer „falschen“ Meinung fand ich auch nicht in Ordnung. Der Spruch „Divide et impera“, teile und herrsche, kommt nicht von ungefähr. Nur wenn alle Gruppierungen, die eigentlich ein gemeinsames Ziel haben, aber oft Meinungsverschiedenheiten untereinander und auch gruppenintern haben, diese beiseite legen oder zumindest sich auf ihre Gemeinsamkeiten fokussieren, nur wenn wir alle zusammen stehen, nur dann sind wir stark. Als Einzelkämpfer können wir nichts ausrichten. Weswegen ich auch Jürgen Elsässer in höchstem Maße respektiere, denn der hat sich genau diese Einigung zur persönlichen Aufgabe gemacht mit seinem Magazin.
    https://humanresourcede.wordpress.com/faq/#warum-dieser-blog

    Frauenrechte/Gleichberechtigung sind definitiv kein Kernthema von Pegida, doch nichts destotrotz eng damit verknüpft, nachdem diese ja vom Islam (welcher wiederum Kernthema ist) mit den Füßen getreten wird. Die Frage ist: Wo zieht man die Linie? Ich persönlich habe mir noch nicht abschließend eine Meinung gebildet, sympathisiere aber eher mit der Einbeziehung solcher eng verknüpften nicht-Kernthemen.

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      1. Sicher, hier hat er sie gestellt und gleich selbst beantwortet. Ich halte es aber auch für richtig, dass diese Frage immer mal wieder gestellt wird. Nur beantwortet werden sollte sie gemeinsam, finde ich.

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    1. Das ist von einem früheren Spaziergang. Es war wie meistens klar, dass das Zitat den Tatbestand nicht erfüllt. Aber Propaganda gegen PEGIDA lässt sich damit sehr gut machen. Dies vor allem weil auch jede Gegenaufklärung, die wir leisten könnten, dem Anliegen der Propaganda dient.

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