47. Münchner Abendspaziergang 2016-02-22: Flüchtlinge für PEGIDA

IMAG1641Odeonsplatz, vor der Feldherrnhalle: Eine ansehnliche Menge an Patrioten fand sich ein, einige schwenkten weiß-blaue oder schwarz-rot-goldene Fahnen. Zwei Tage vor unserem Spaziergang vermasselte naßkaltes Wetter mit Schneeregen bei 4°C noch den Samstag. Ein Föhnsturm und ungewöhnliche milde 18°C sorgten am Montag für beste Bedingungen für unsere Kundgebung.

Die Polizei baut inzwischen doppelte Absperrgitter auf, um den Bunten Störmob auf eine gewisse Distanz zu halten. Eine bunte Einkesselung und Narrenfreiheit war nicht mehr möglich, da eine Straßenseite den Veranstaltern zugebilligt wurde. Das Risiko möglicher Gesundheitsschädigungen und erhebliche Versammlungsstörungen durch Pfeifen wurden somit auf ein Mimimum reduziert, an manchen Stellen waren die Bunten auch gar nicht mehr zu hören.

Viele waren gespannt auf das, was sie heute erwarten würde. IMAG1636Heinz Meyer eröffnete die Veranstaltung mit Hinweisen auf die Netiqette für die Teilnehmer auf beiden Seiten. Danach folgte ein Video-Querschnitt zum Thema „Europa der Vaterländer“. Nach Ungarn und Kroatien war diesmal Griechenland, die Wiege der Demokratie, an der Reihe. Mit Landschaftsimpressionen zum Schwelgen. Zum Thema „Heimat Bayern“ sahen wir eine Tour d´horizon über die Schönheit bayerischer Seenlandschaften, beginnend mit dem Kochelsee. Danach wurde auf die neuesten Entwicklungen in Bezug auf den Münchner OB Dieter Reiter eingegangen. 2015 dilettierte Reiter auf der Gitarre und im Sommer trat er inmitten eines Brüllmobs und „heruntergelassenen Hosen“ auf der Seite von „München ist bunt“ auf und rief, wir sollten „endlich begreifen“, dass wir in München nicht willkommen seien. Wenig später folgte eine auf strafbewehrte Lügen gestützte Novemberpogromhetzrede an der Feldherrnhalle, in der er vor einem Hintergrund mit SS-Runen zur tätlichen Verhinderung einer gerichtlich genehmigten Kundgebung aufrief. „Refugees Welcome“ oder „Das Grundgesetz kennt keine Obergrenze“ stand damals auf den Plakaten. Doch inzwischen will auch Reiter – der von Kritikern auch als Drahtzieher der Bunten bezeichnet wird – offenbar die Zahl der Flüchtlinge reduzieren. Das „breite Bündnis“ der „Stadtgesellschaft“ bröckelt somit, bzw. hat keine gemeinsame Linie. Daß die „Refugees Welcome“ Klatscher aufmuenchen_ist_bunt_02 NoPEGIDA mit den „Bunt-Schildern“ des Reiter-nahen Tarnvereins „München ist bunt“ herumstanden, war Künstlerpech. Insofern demonstrierten sie (ohne es zu kapieren) für die Reduzierung der Flüchtlingszahlen – wenn sie den Aussagen ihres einflußreichen bekannten bunten Taktgebers, Herrn Reiter nun Folge leisten.

Anschließend ging der Gastredner Andreas auf die „Herrschaft des Unrechts“ ein – das Thema der letzten Wochen in den pseudohumanitären Leitmedien. Andreas gab zu Bedenken, daß die „Herrschaft des Unrechts“ eine Vorstufe der „Herrschaft des Schreckens“ sei. Andreas bewertete die CSU zwar als Verbündete im Kampf gegen Merkel, legte aber Wert darauf, daß dies keine Parteiwerbung sei. Ideelle Gemeinsamkeiten sind noch lange keine Bündnisse, möchte da manch einer einwenden.

Der Abendspaziergang ansich verlief zügig ohne die früheren Sitzblockaden. Offenbar sind die Reihen der Bunten inzwischen so ausgedünnt, daß die wenigen  Verbliebenen nicht mal mehr Zeit zum Sitzen haben. Die Identitäre Bewegung Bayern gab mit ihren vielen jungen Leuten bei den Sprüchen den Takt an. Viele Aussagen wie „Festung Europa, Macht die Grenzen dicht“ waren bestens geeignet, um die anstehende Grenzschließung in Freilassing kommendes Wochenende zu bewerben. Der stimmungsvolle Spaziergang durch die Innenstadt wurde musikalisch eingeleitet und untermalt von Richard Wagners Walkürenritt. Bei der Rückkehr empfingen uns die Fanfaren von Bizets Farandole.

Auf der Schlußkundgebung ergriff eine vor sowjetischen Unterdrückern nach Deutschland geflohene junge Frau das Wort. Lada aus Lettland lobte die Errungenschaften deutscher Demokratie und Kultur und appellierte vehement an die versammelten Zuhörer, diese durch eine ungezügelte Zuwanderungspolitik der Regierung Merkel nicht zu verscherbeln, und dem Merkel-Chaos die Vernunft entgegen zu stellen. In diesen Tagen ärgert sich die Presse darüber, dass bei AfD Bayern ebenfalls ein ehemaliger Ostblock-Flüchtling Regie führt. Solche gibt es bei uns nicht wenige, und nur wer unbedingt will, sieht darin einen Widerspruch.

Unsere Rednerin geißelte in einfühlsamen Worten die „Gutmenschen“ und las der Regierung die Leviten. Sie forderte Akzeptanz für Fremdes in Deutschland ein, die ihr die Zuhörer auch durch Applaus gaben. Gemeint ist offensichtlich integriertes Fremdländisches, das uns tatsächlich bereichern kann, indem wir dadurch einen stärkeren Kulturaustausch praktizieren können. So sind fremde  Kulturen, die jedoch zu uns passen,  weil sie abendländisch geprägt sind, sicherlich das „gewisse etwas“ für homogene Gesellschaften. Bunt qualifiziert ja Fremdes pauschal ab, indem diese lediglich „Toleranz“ (also die bloße Duldung) für „Bereicherung“ einfordern – statt die völlige Akzeptanz und Gleichbehandlung von Menschen, die nur eine andere kulturelle Lebensweise haben – die aber – zu uns passen würden, wie es in der Vergangenheit schon bewiesen wurde. Von dieser Art bunter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit. Man könne nicht Schleusentore öffnen und dann keine Verantwortung übernehmen. Man kann nicht A sagen, ohne B zu sagen. Wir sagen: Lasst uns alles machen, was vernünftig ist.   Es kann vieles anständig sein, aber nur wenig davon ist wirklich vernünftig. Deshalb Auf zum Aufstand der Vernünftigen.

Weitere Einzelheiten und Bild- und Film-Material, anhand dessen jeder sich selber eventuelle Fragen nach Personenzahlen beantworten kann, kommen noch.
Letzte Woche berichteten wir ähnlich, übrigens auch über einen lettischen Redebeitrag von Vladimirs. Einen Rück- und Ausblick mit Verweisen auf weitere Spaziergänge brachten wir vor wenigen Tagen.

Heinz Meyers Video über die Schändung und Zerstörung serbisch-orthodoxer Kirchen im Kosovo fand spontan Zulauf und Publikum auch von außerhalb Pegida. Die Krawallmacher der Opponenten wurden kleinlauter. Sogar Kellnerinen benachbarter Gaststätten kamen auf die Straße und standen sichtlich gebannt angesichts der Zerstörungswut des muslimischen mobs, der Kreuze auf Kirchen demoliert und Kirchen mitten in Europa in Brand steckt. Man muß wissen, daß der Kosovo („Amselfeld“) die Wiege der Serbentums war, und 1389 gegen Osmanische Heere blutig und tapfer, aber letzendlich vergeblich, verteidigt wurde. In Titos Jugoslawien war das Kosovo ein Teil Serbiens. Durch den Geburtenjihad der albanischen Muslime wurden die Serben zur Minderheit im eigenen Land. Die Albaner im Kosovo waren in den 1990er Jahren mit 90% nicht nur Bevölkerungsmehrheit, sondern auch Pulverfaß für den folgenden Jugoslawienkrieg. Serbenführer Milosevic, der für die Rechte seines Volkes alle Reserven mobilisierte, konnte den Zerfall Jugoslawiens indes nicht mehr verhindern.

Letzter Redner der Kundgebung war ein erfreulich engagierter Redner der IDENTITÄREN, die Grund zur Hoffnung sind. Jung, dynamisch, patriotisch. Auch von den älteren Teilnehmern der Pegida-Kundgebung mit Wohlwollen registriert, wie von dem älteren Ehepaar – wohl jenseits der 80 – das uns so eindrucksvoll auf unserem Spaziergang begleitete und verstärkte.


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