oettinger weltoffen

Oettinger liegt im Trend

Seit geraumer Zeit ist es allgemeine Strategie der Etablierten, gegenüber der AfD ebenso wie gegenüber PEGIDA blank zu ziehen. Oettinger zeigt, wie es geht.

Wer im Juli 2015 bei PEGIDA am Marienplatz dabei war, versteht das Prinzip sofort. Facebook hält das Bild für obszön, aber manchmal können bayrische Erfahrungen Deutschland und die EU erklären helfen. Bitte TEILT die Erfahrung mit Euren Freunden!

Deutschlands EU-Kommissar führte gestern in Brüssel die Petry-Schießbefehl-Lüge konsequent zu ihrem Zielpunkt weiter. Wenn er mit Petry verheiratet wäre, würde er sich erschießen, feixt er auf einem Gala-Dinner mit Microsoft. Eine Schande für Deutschland sei die AfD, legt er später nach.

In ähnlicher Weise hatte Sigmar-Gabriel von Pack und Parteienverbot und Wolfgang Schäuble von „Schande für Deutschland“ gesprochen. In ähnlichem Geiste hatte Augsburgs OB Kurt Gribl vorsätzlich juristische Niederlagen und den sichtbaren Schulterschluss mit Claudia Roth und Linksextremen gewählt.

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Breites Bündnis um CSU-OB Kurt Gribl will am 12. Februar mit „Amore statt Peng Peng“ Frauke Petry aus Augsburg „wegtanzen“

In gleicher Weise hatte CDU-General Peter Tauber immer wieder besorgte Bürger als Arschlöcher beschimpft wie es zuvor das „Pack“-Duo Sigmar Gabriel und Till Schweiger vorexerziert hatten.

Durch scheinbare Entgleisungen macht man deutlich, für wie absolut verachtenswert und gesprächsunwürdig man den Gegner hält. Je absurder die eigene Position, desto besser kann die Stigmatisierung des Konkurrenten gelingen. Dies insbesondere wenn alle gemeinsam blank ziehen. Die Obszönität wird so zum publikumswirksamen Aufstand der Anständigen.

Man hat die Petry-Schießbefehl-Lüge genau zu dem Zweck in die Welt gesetzt, zu dem man die Akif-KZ-Lüge, Heinz-Sportpalast-Lüge und andere ähnliche maximal ehrenabschneidende Lügen erfunden hatte. Nämlich um einen Vorwand für den Abbruch des normalen politischen Ideenwettbewerbs und seine Ersetzung durch einen „Aufstand der Anständigen“ zu erhalten.

Der SPD-Hochrechnungs- und Bodenbräunungsexperte Forsa-Obergüllner Güllner Manfred lobt Oettinger und erklärt dazu, dass es unbedingt notwendig ist, unentwegt Gülle über der AfD und ihren Anhängern auszukippen. Es gebe nur 10% hinreichend politisierten „braunen Bodensatz“, der bereit sei, das ständige Nazifizierungs-Mobbing zu ertragen. Wenn man auf die Bräunungsbehandlung verzichte, treibe man der AfD auch etwas weniger patriotische Wählerschichten zu. Das sei gefährlich, denn dann drohten die Felle endgültig davonzuschwimmen und die kulturelle Hegemonie gehe verloren. So die von Widerspüchen bereinigte plausible Quintessenz der Güllnerschen Verbalgülle.

Angesichts solcher Strategien der politmedialen Eliten fallen Äußerungen einzelner Exzentriker im Netz wie die folgende im allgemeinen Hexensabbat der anständigen Obszönitäten kaum noch auf.

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Diejenigen Oettinger-Kritiker, die hier von Entgleisung oder Verbalausfall sprechen oder gar eine Entschuldigung Oettingers fordern, missverstehen womöglich den Zweck von Oettingers wohlkalkulierter Geste. Manche Oettinger-Witzeleien, die auf Oettingers biografische Besonderheiten abstellen, an sein Englisch erinnern oder Petry zur Sterbehilfs-Heirat mit einem nutzlosen Eurokraten auffordern, verdecken den Blick für das Wesentliche. Oettinger ist weder besonders dumm noch besonders bunt, sondern vielmehr ein etwas unkonventioneller Politiker, die auch mal Bereitschaft zum Antasten von Asylrechts-Heiligtümern signalisiert aber zugleich es umso nötiger haben dürfte, durch Blankziehen seinen Anstand unter Beweis zu stellen. Mit Retourkutsche-Antworten oder Gejammer über seine vermeintliche politisch Inkorrektheit geht man womöglich den Blankziehern auf den Leim.

Christian Weilmeier macht sich über dergleichen Reaktionen lustig:

Herzlichen Dank an die AfD und etliche ihrer Anhänger. Durch die politisch-korrekte Reaktion auf das „Kopfkino“ (Petry) vom alten Mann Oettinger haben sie bewiesen, dass sie auf dem Weg sind, regierungsfähig zu werden. Unter der Regierung Von-der-Leyen-Petry sitzen wir wieder alle schön am Esstisch und beherrschen die „abendländischen Benimmregeln“ (Höcke). Dann ist Deutschland sauber dressiert und bereit, jeden Schulranzen zu tragen, dem man ihm aufbürdet. Über mein „Kopfkino“ braucht sich Petry in diesem Falle keine Sorgen zu machen, mein Bildschirm ist dann schwarz.

Die Politik hat bewusst und aus gutem Grund den unzivilisierten Umgang mit AfD und PEGIDA gewählt. Wer sich darüber beklagt, propagiert die eigene Aussätzigkeit. Dies scheinen in der Tat weder Petry noch Höcke verstanden zu haben. Wir schon. Die vom Münchner Oberbürgermeister angeführte Stördemonstration des Breiten Bündnisses der Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Verwaltung, Medien und Besten der Guten gegen den bitterbösen und brandgefährlichen Lutz Bachmann vom Juli 2015, von der unsere Fotovorlage stammt, entsprach ganz dem Kommunikationskonzept des Breiten Bündnisses, in das sich selbstverständlich auch ein Herr Oettinger einreiht. Seit München 1992 wieder zu „leuchten“ anfing, ist es in diesem auf pseuudohumanitärer Medienhetze beruhenden neototalitären Geschäftsmodell vielleicht wieder eine Hauptstadt der Bewegung geworden, die allerdings das ganze Land umfasst und auch andere Zentren hat. Als ungewöhnlich an der neuesten Entwicklung kann allenfalls gelten, dass diesmal ausgerechnet ein EU-Kommissar, der Deutschland vertritt, der Mann fürs Grobe sein soll. Aber auch vorher schon waren eine Reihe anderer sich für dergleichen nicht zu fein. Dabei dürfte Oettinger nicht einmal besonders aggressive Absichten verfolgen. Er ist immmer wieder durch lockere Wortwahl aufgefallen. Er spricht einfach mal flapsig das aus, was auf so einem Gala-Dinnner im Raumschiff Berlin/Brüssel gerade gut ankommt.

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In Hessen kleben die selbstbezeichneten „demokratischen Parteien“ gemeinsame Plakate gegen die AfD, wobei diesmal sogar randständige Etablierte in das Breite Bündnis (Rufmörderkartell) der anständigen Besitzstandswahrer aufgenommen werden.

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In Baden-Württemberg macht Die Partei mit Petry-Erschießung pseudosatirischen Pseudo-Wahlkampf im Sinne der Etablierten. Gesagt, getan. Die Antifa sucht schon lange nach Betätigungsfeldern für eine RAF 4.0 und hat jetzt einen Vorwand zum Schießen gefunden.

anschlag auf afd-buero roland ulbrich
anschlag auf afd-buero roland ulbrich

Pegida-Demo-Dresden-21-Dezember

Die Taktik des weltoffenen Arsches wird auch an anderen Orten systematisch praktiziert. Etwa in Dresden gibt es eine Gruppe, die regelmäßig damit in Erscheinung tritt. Wenngleich in Dresden weder der Bürgermeister noch der Ministerpräsident bislang persönlich blank gezogen haben, ziehen sie dennoch mit den Blankziehern in gemeinsamen Breiten Bündnissen einträchtig am gleichen Strang.

Wir sollten dergleichen einfach verstehen und ähnlich behandeln wie die Störer auf den Montagsdemos. Links liegen lassen, eigene Agenda setzen, bei passender Gelegenheit mal humoristisch ausschlachten. Aber so etwas lernt man wahrscheinlich besser in einer Volksbewegung als in einer Partei.

Anhang

Kurznachrichten

Bayrische Landtags-SPD-Politikerin Natascha Kohnen begeistert laut Huffpost sehr viele Deutsche mit einer Rede, in der sie besorgten Bürgern in generalverdächtigem Habitus untergründig aggressiv die Leviten liest und meint, diese hätten „Flüchtlingen gar nichts zu sagen“. Auch Kohnen steht somit in einer Reihe mit Till Schweiger, Anja Reschke, Sigmar Gabriel, Peter Tauber und eben zuletzt Günter Oettinger. Huffpost erwähnt noch Christian Lindner (FDP, NRW) als den letzten Redner, der kürzlich im Landtag ähnlich „begeistert“ hätte.
Gestern gingen beim PI-Bericht zu Oettinger teilweise interessanten Kommentare ein.
Immer mehr Kitas nehmen Schweinefleisch vom Speiseplan. Unterwürfige Willkommenskultur wird mit angeblichen Gesundheitsgründen verbrämt.
Bei Tichy hat Norbert Zerr über 5000 verschollene Asylmigrantenkinder recherchiert.
Sämtliche Schreiberlinge, die Bürger diffamierten und die Staatsdoktrin nachbeteten, die Erziehungspublizistik betrieben und Mainstreamgesinnung kolportierten … werden mit „Preisen“ belobigt: kürzlich Dunja Hayali, dann Anja Reschke und hier jetzt der vorbildlich „umtriebige“ Nazifizierer Matthias Meisner vom Tagesspiegel. Wann folgt Thies Marsen vom BR?
Gottes Hinweise via Merkel? Merkel unkt: „Es gibt leider Gottes Hinweise, dass durch die russischen Bomben ganz gezielt auch Gebäude zerstört werden, um Rückkehrperspektiven für syrische Flüchtlinge zu zerstören und so die Flüchtlingswelle noch zu befördern.“
Überhaupt steckt hinter PEGIDA, AfD und allem anderen Übel Wladimir der Böse. Antirussische Propaganda hat Hochkonjunktur.
Eine Übersicht über aktuelle russophobe Hysterie aus dem Contra-Magazin wurde ins Englische übersezt.
Andererseits zitiert N-TV einen CNN-Reporter, der Russlands Einatz in Syrien für segensreich hält. Zwar entspricht das nicht der aktuellen CDU- oder Springer-Linie, aber zu Russland wil man sich Türen offen halten. Sogar die USA bewegen sich bezüglich Syriens derzeit teilweise von der Türkei weg und auf Russland zu, was nicht heißen muss, dass man es Seehofer gestattet, den Vorreiter zu spielen.
Nachdem die Türkei im lezten Jahr 2500 den griechischen Luftraum verletzt hat, fangen Griechen jetzt türkische Flugzeuge ab.
Sachsens Landesregierung erhöht Konformitätsdruck und verhängt Facebook-Maulkorb. Vielleicht auch im Zusammenhang mit Causa Rauscher?
Barbara Köster schreibt bei Tichy über Islamismus als neuen Totalitarismus des 21. Jahrhunderts, der unter der Flagge der Diversität gefördert werde.
Über Treibhäuser des Terrors in Brüssel, Paris und ein paar deutschen Städten berichtete die Springer-Welt letzte Woche.
Über „Gelsenkirchens schlimmste Ecken“ einschließlich „No-Go-Areas“ und ihre Entstehung berichtet auch die SPD-Zeitung WAZ ohne viel Beschönigung.


PEGIDA Bayern diskutiert und fördert in Bayern und insbesondere München die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation politischer Interessen.

Ein Kommentar zu “Oettinger liegt im Trend”

  1. Ein gehaltvoller, ausgewogener Beitrag zur „Lage der Nation“, der mit großem Genuss und einigem Erkenntnisgewinn zu lesen ist. Was steckt dahinter, wenn sich Kontroversen so kakophonisch aufschaukeln, dass es zu Krawall kommt? Wird als nächste Stufe von Krawall jetzt zum Krieg gezündelt? Sind die Flüchtlingsfluten Vorboten einer sich mehr und mehr zerlegenden Gemeinschaft von Staaten in Gegner? Sind die sich gegenseitig diffamierenden Interessen Einzelner ein Abbild der gegen einander kämpfenden kollektiven Interessen? Der bedrohlichste Titel erschien am Valentinstag bei Heise: „Welt am Rande des Weltkrieges?“
    http://www.heise.de/tp/artikel/47/47402/1.html
    Der Autor Tomas Konicz qualifiziert sich mit seinen Arbeiten als „Krisenideologe“, der sein bei Heise vermarktetes E-Book ebenso spektakulär titelt:
    „Wahn und Wirklichkeit spätkapitalistischer Krisenverarbeitung“
    Sollte es mehr regnen auf meiner Sizilienreise, wird mir die Lektüre meine Zeit vielleicht noch wert. Wie sich Staatsmacht gegen Krisen und Terror stabilisiert, zeigen verschärfte Gesetze wie nach 9/11 oder nach dem Terror in Frankreich, jetzt auch in der Türkei. Ist der Zerfall der Krisengesellschaft nicht aufzuhalten, droht die Staatsmacht in letzter Konsequenz, sich durch Krieg zu stabilisieren. Wer Freiheitsrechte grenzwertig öffentlich beansprucht, steht an der Front im Fadenkreuz. Eine Krisen- und noch mehr eine Kriegsgesellschaft kann sich den „Luxus“ von „Meinungsfreiheit“ nicht mehr erlauben. Polarisierende Politik im Sinn und Stil von „T.I.N.A.“ (there is no alternative) missbraucht ihre demokratische Legitimation.

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