antanz macht frei

Antanzen gegen Sexismus am Bremer Willkommensbahnhof

Der Schriftzug „Antanzen macht frei“ prangt jetzt über dem „Bahnhof des Willkommens“.

Auf den Umgang mit Flüchtlingen nimmt auch Edda Lorna Bezug. Auf ihr Betreiben erhält nun der Bremer Hauptbahnhof einen Namenszusatz: „Bahnhof des Willkommens“. Bahnhofsmanager Hermann Bollmann ließ sich überzeugen. Zudem habe die Bahn nun zugestimmt, dass Teile des Bahnhofs gestaltet würden, sagt Lorna. Ein Wandbild soll auf einer Seitenwand der Eingangshalle entstehen. Außerdem sollen Begriffe wie „Wertschätzung“, „Respekt“ und „Achtung“ zwischen den Säulen des Portals angebracht werden. In einer Grußbox sollen auf Knopfdruck Willkommensworte in verschiedenen Sprachen zu hören sein. Lorna sammelt dafür Spenden. Am Bahnhof sollen so nicht nur Flüchtlinge willkommen geheißen werden, sondern alle Gesellschaftsgruppen.

Die Wirklichkeit schreibt die besten Satiren, aber so ein Text ist nicht jedermännIns Sache. Deshalb fasst Dimitrios zusammen:

Also gut, für alle, die keinen Nerv haben, das zu lesen, hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Stellen: Edda Lorna, Nicole Bornkessel, Meike Spatz, Paula Spatz, Britta Cordes, Ulrike Hauffe, Hermann Bollmann.

Ähnliche Tanzfeste laufen zeitgleich in mehreren Städten:

„Tanzend zieht die Gruppe die Hauptstraße entlang, am Anatomiegarten bleibt sie stehen. ‚Break the chain‘ singen sie alle mit, zu Deutsch: ‚Zerschlagt die Ketten‘. Rund 200 Heidelberger Bürgerinnen und Bürger demonstrierten am Sonntagnachmittag gegen Gewalt an Frauen. Es sei unfassbar traurig, dass man im Jahr 2016 immer noch über dieses Thema sprechen müsse, erklärt Martina Weihrauch, Gleichstellungsbeauftragte am Universitätsklinikum.“
Renate Kraus ist Vorsitzende des Frauennotrufs Heidelberg. „Es hätte schon lange vor Köln einen großen Aufschrei geben müssen, was das Thema Gewalt an Frauen angeht“, findet die Erziehungswissenschaftlerin. „Die Universität in Bochum hat eine europaweite Studie veröffentlicht, nach der jede siebte Studentin bereits sexuell genötigt, jede zehnte gestalkt und jede 30. vergewaltigt wurde.“

„Unfassbar traurig“ könnte manche von uns der Versuch stimmen, die in vielen deutschen Städten gleichzeitig erfahrenen Neujahrsgräuel klein zu reden, als Ausfluss universeller „Männergewalt“ fehlzudeuten.
Dass in einigen Gebieten Arabiens und Subsahariens im Durchschnitt jede Frau mindestens eine Vergewaltigung erlebt hat, kam sicherlich auch nicht zur Sprache.

Über die Verarbeitung der kognitiven Dissonanzen der Neujahrsgräuel machten wir uns schon vor 1 Monat mehrfach lustig, s. etwa

Die besten Satiren schreibt das Leben selbst, und dies wird wohl noch so lange weiter gehen, wie die Vierte Gewalt daran Gefallen findet oder wie hier noch halbwegs geordnete mitteleuropäische Verhältnisse herrschen.

Inmitten der gewohnten „unfassbaren Trauer“, die uns regelmäßig umtreibt, nehmen wir diesen Hexensabbat noch dankbar als kleine Erheiterung auf.

Auch in München, Frankfurt und einer Reihe weiterer Städte gab es Tanz-Demos am Valentinstag. Überall dürften die Neujahrsgräuel für kognitive Dissonanzen gesorgt haben, die hier zu berichten interessant sein könnte.


PEGIDA Bayern diskutiert auch auf FB, VK, G+ und GG. Wir fördern in Bayern und insbesondere München die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation politischer Interessen.

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