Breites Bündnis nutzt Bombenterrorgedenken zur Nazifizierung von PEGIDA

Wenngleich das nationalsozialistisch regierte Deutsche Reich Angriffskriege geführt und viel Leid über Europa gebracht hat, diente die Bombardierung Dresdens heute vor 71 Jahren kurz vor Ende eines längst entschiedenen Krieges vor allem der Brechung der Moral der Zivilbevölkerung („moral bombing“) und war nach den heute und weitgehend auch damals üblichen Maßstäben ein Kriegsverbrechen. Das leugnen nicht einmal die Siegermächte. Die Stadt war voll mit Flüchtlingen (hauptsächlich Frauen und Kinder) und Verwundeten und sie war kein strategisches Ziel. Das war den Allierten bekannt.

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Es ist verabscheuungswürdig und die Opfer verhöhnend, wie dieses grausame Ereignis von der heutigen Politik instrumentalisiert wird, um Menschen ideologisch zu manipulieren und die eigene Politik als gut und richtig darzustellen.

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Genau das geschieht in diesen Tagen in Dresden.
N-TV schreibt:

Der 13. Februar ist ein symbolisch umkämpfter Tag in Dresden. Während Neonazis die Bombardierung für ihre Zwecke instrumentalisieren, eine Menschenkette an Bombenopfer erinnert, fordern andere eine Aufarbeitung der Mittäterschaft vieler Deutscher.

Auf dem Friedhof liegen von Nazis ermordete Kinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen. Ein Mahngang mit dem Namen „Täterspuren“ des Bündnisses Dresden Nazifrei führte an verschiedene Punkte der Stadt, an denen NS-Verbrechen begangen oder geplant worden waren. Das Bündnis engagiert sich eigenen Worten folgend gegen den praktizierten Geschichtsrevisionismus. Der bereite rechten Ideologien Nährboden. Das Bündnis fordert demnach ein Bekenntnis sowie eine Aufarbeitung der Mittäterschaft der Dresdner Bevölkerung im Nationalsozialismus.

Dabei wird dann weiter besonders betont, dass die NSDAP in Dresden bei Wahlen gut abgeschnitten habe.
All dies hat, selbst wenn es wahr ist, nichts erkennbares mit den Bombenangriffen zu tun, sondern es dient der Beschmierung von Dresden und PEGIDA und der Provozierung von Widerrede, die dann noch weitere Nazifizierung erlauben kann. Auch aus dem N-TV-Artikel selbst wird klar, dass es einerseits diejenigen gibt, die nach deutscher Schuld an den Bombenangriffen suchen und auf der anderen die Neonazis.

Die politische Führung vom CDU-Ministerpräsidenten Sachsens bis zum FDP-Bürgermeister Dresdens lässt sich in diese Propaganda einspannen und ruft zugleich wie der sprichwörtliche Dieb „Haltet den Dieb!“:

Wer verstehen wolle, was am 13. Februar 1945 passiert sei und wie es dazu gekommen sei, müsse zuhören können, sagte Hilbert bei einem Bürgerdialog. Er wünsche sich, dass die Dresdner dies wieder mehr tun, meinte er mit Blick auf die Spaltung der Stadtgesellschaft nach über einem Jahr Pegida.

Gerhart Hauptmann (1862-1946), Nobelpreisträger für Literatur 1912, hielt für die Nachwelt fest:

Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens. Dieser heitere Morgenstern
der Jugend hat bisher der Welt geleuchtet. Ich weiß, daß in England und Amerika gute Geister genug vorhanden sind, denen das göttliche Licht der Sixtinischen Madonna nicht fremd war und die von dem Erlöschen dieses Sternes allertiefst getroffen weinen. Und ich habe den Untergang Dresdens unter den
Sodom- und Gomorrha-Höllen der englischen und amerikanischen Flugzeuge persönlich erlebt.
Wenn ich das Wort “erlebt” einfüge, so ist mir das noch wie ein Wunder. Ich nehme mich nicht wichtig genug, um zu glauben, das Fatum habe mir dieses Entsetzen gerade an dieser Stelle in dem fast liebsten Teil
meiner Welt ausdrücklich vorbehalten.

Ich stehe an Ausgangstor meines Lebens und beneide alle meine toten Geisteskameraden,
denen dieses Erlebnis erspart geblieben ist.

Ich weine. Man stoße sich nicht an das Wort “Weinen”: die größten Helden des Altertums, darunter
Perikles und andere haben sich seiner nicht geschämt. Von Dresden aus, von seiner köstlich-gleichmäßigen Kunstpflege sind herrliche Ströme durch die Welt geflossen, und auch England und Amerika haben
durstig davon getrunken. Haben Sie das vergessen?

Ich bin nahezu dreiundachzig Jahre alt und stehe mit meinem Vermächtnis vor Gott, das leider machtlos ist und nur aus dem Herzen kommt: es ist die Bitte, Gott möge die Menschen mehr lieben, läutern und
klären zu ihrem Heil als bisher.”

Anhang

Kurznachrichten

Nespresso-Experte George Clooney und UNHCR-Hofschranzen konnten mit vereinten Kräften Merkels Rohrbruchumleitungsprojekt wohl nicht retten. Broder hat Tagesnachrichten zusammengetragen.

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Ein Gedanke zu „Breites Bündnis nutzt Bombenterrorgedenken zur Nazifizierung von PEGIDA“

  1. Ein Zitat von Henryk M. Broder passt gut zu diesen inflationär aus dem Boden schiessenden späten „Widerstandskämpfern“ à la „Bomber Harris, do it again!“

    „Je länger Hitler tot ist,
    desto mehr Widerstandskämpfer gibt es.“

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