Bunte Empoereritis

Seehofer „empört“ mit Putinbesuch

Horst Seehofer fliegt diese Woche zu Wladimir Putin nach Moskau. Nichts so normal wie das, aber die Medien zelebrieren „Empörung“. Von Grünen bis GroKo sind alle „empört“, weil hinter einem Erstarken „rechter Netzwerke“ Moskau stecken soll, welches im Fall Lisa irgendwas „hybrides“ macht. So hybrid wie in der Ostukraine. Was auch immer das gewesen sein mag. Irgend etwas hochmodernes fieses jedenfalls. Und Seehofer ist dabei Putins Gesinnungsgenosse.

Wie seinerzeit in Kiew scheint es die westliche Politik selber zu sein, die heute in Berlin den „russischen Autokraten“ als Sündenbock für ihr miserables Erscheinungsbild braucht. Einschließlich ihrer miserablen Öffentlichkeitsarbeit und Medienmoral im Fall Lisa.

seehofer_putin

Focus „empört“ die GroKo gegen Seehofers Reise zum „russischen Autokraten“ Putin, dessen Land erst gerade noch wegen einer „angeblichen Vergewaltigung“ einer 13jährigen mit Berlin gestritten hat und das sich mit „Rechten“ gegen Merkels Bemühungen um eine „humane“ europäische „Flüchtlingspolitik“ verschworen haben soll. Der Aluhut der schwarzrotgrünen Transatlantiker wächst immer höher. Roderich Kiesewetter (CDU) betritt in Welt.de Wickerts Fußstapfen:

„Russland kooperiert mit rechtsradikalen Parteien – auch bei uns in Deutschland. Wenn Seehofer fährt, muss er die Russen mahnen, die hybride Informationsfälschung und die verdeckte Finanzierung von rechtsradikalen Netzwerken einzustellen.“

Auch N24 leidet an Empöritis.

Belege für die Kooperation und Finanzierung gibt es nicht. Allenfalls lässt sich belegen, dass russische Medien hin und wieder von den deutschen Buntstasi-Rufmörderkartellen unabhängig eigene Recherchen betreiben und relativ objektiv berichten. Aber in der hermetischen Welt des Raumschiffes Berlin werden allerlei Aluhut-Wahnvorstellungen plausibel.

Derzeit ist die Lügenpress noch mit „Empörung“ über Aussagen beschäftigt, die sie Frauke Petry in den Mund gelegt hat.

Die Berliner ihre Empöreritis zelebrieren und auskurieren zu lassen, ist vielleicht eine der wirksamsten Maßnahmen, die Seehofer im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten einer regionalen Schwesterpartei ergreifen kann.

Aus der Google-News-Suche ergibt sich, dass die Empöreritis sich schon wieder allmählich legt und manche „Empörung“ zur „Irritation“ oder gar „Kritik“ herabgestuft wurde.

Auch in Bayern ist es schon zu Demonstrationen von Russlanddeutschen gegen Migrantenkriminalität und deren politkorrekte Vertuschung gekommen.

Neue Nahrung liefert womöglich der Vorsitzende der Duma den Empörern, indem er von Merkels „liberaler Besessenheit“ twittert und in diesem Zusammenhang Verfassungsbeschwerden lobend erwähnt.

Was steckt hinter Roderich Kiesewetters Behauptungen über russische Finanzierung rechtsextremer Netzwerke?

DLF hat in Sachen Kiesewetter-Aluhut nachgefragt:

Wird die AfD indirekt mit Geld aus Russland finanziert? Will Präsident Putin das so? Zwei Fragen, die der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter im DLF mit einem klaren “Ja” beantwortet hat. Wir haben inzwischen auch die AfD angefragt und halten Sie auf dem Laufenden.

“AfD bekommt Geld von Netzwerken, die mit Russland im Zusammenhang stehen”

Dazu gibt es einen Artikel:

Russlands strategisches Ziel sei es, die EU zu destabilisieren, meint der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter. Dazu unterstütze Präsident Wladimir Putin rechtsradikale Kräfte finanziell, wie etwa die AfD in Deutschland, sagte Kiesewetter im DLF. Die Reise von CSU-Chef Horst Seehofer zu Putin hält er auch deswegen für falsch.

Der Text enthält allerdings für die Behauptungen keinerlei Belege. Es bleibt bei unüberprüfbaren Aussagen über indirekte Unterstützung durch irgendwelche Netzwerke. Ferner muss der Kredit der Sberbank an den Front National als Beleg herhalten. Demnächst muss vermutlich auch die Vermietung von Räumen an die AfD durch unerschrockene russische Hotelbesitzer als Beleg dienen. Andere Akteure werden ja in Deutschland ja eingeschüchtert.

Der grüne Hofreiter reiht sich in den Chor der Empörten und Putin mit Orbán und Seehofer den der Flüchtings- und Menschenrechtsfeinde ein.

Kommentare:

Johannes Normann Deutschland, das Herz der EU, wird gerade von seiner Chefin erfolgreich destabilisiert. Das beste Beispiel dafür ist wohl die illegale Masseneinwanderung. Denke nicht, dass dies die Pläne der “Kanzler-Darstellerin” sind, sie führt diese nur absolut skrupellos aus.

Dietmar Hochmuth Dieser ängstlich vor A. M. buckelnde CDU-Barde ist so ziemlich das Peinlichste, was der DLF in letzter Zeit verstrahlt hat. Für ihn, der von irgendeiner Sachkenntnis nicht gerade getrübt scheint, ist RU und erst recht Putin “schlimmer” (kein Dialogpartner) als Saudiarabien, das hat dem Fass doch glatt den Boden. Dann können Sie auch gleich diesen Reitschuster bestellen, der ist noch unerschrockener in seiner Befangenheit.

Bernd Schullcke Das war kein Interview; das war eine Büttenrede. Das wildestes Verschwörungs-Geschwurbel, das je über den Sender lief. Ein Schenkelklopfer nach dem anderen. Weil man die eigenen Probleme nicht mehr gebacken bekommt, sucht man krampfhaft nach einem Buhmann im Ausland.

Markus NZ “…und versuche damit, die Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge zu gefährden.” Wer solche Politiker hat braucht keine Satiriker mehr.

Frank Martin Ein Hinterbänkler ergeht sich in Spekulationen. Wozu soll man sich so etwas anhören?

Derik Steinmann Ich will nicht wissen von wem die CDU alles so Geld bekommt….

Slevin Kelevra Und die 6 Millionen Russlanddeutsche, werden auch alle direkt aus dem Kreml finanziert und von Putin höchst persönlich (mit einem Lenkrad) gesteuert.

Die Glaubwürdigkeit der Medien war wohl noch nie so desaströs wie zur Zeit… Aber witzig ist es schon irgendwie ^^

Michaelis Dominik Ich finde es erschreckend, mit welchen Angst und Panik die etablierten Parteien auf die AfD reagieren. Entweder ist diese mächtiger als wir denken, oder die etablierten Parteien schwächer wie wir vermuten. Ich fürchte beides ist richtig. Im Ergebnis ergiebt sich das Bild eines Elefanten, der von einer Maus auf den Baum gejagt wird.

Der Rostocker AfD-Stadtrat Holger Arppe spottet:

Nicht etwa Angela Merkel mit ihren permanenten Alleingängen bedroht den Zusammenhalt Europas, auch nicht die Bundesregierung mit ihrer moralischen Überheblichkeit gegenüber allen, die sich dem deutschen Sonderweg verweigern. Nein, es ist Wladimir Putin. So jedenfalls sieht es Roderich Kiesewetter, eine der Hofschranzen aus dem Umfeld der CDU-Kanzlerin. Und wie macht der Gottseibeiuns aus dem Kreml so etwas? Genau! Er unterstützt die AfD. Und wie kommt Kiesewetter auf dieses schmale Brett? Genau! In Ellwangen demonstrierten nämlich 800 Russlanddeutsche nebst einigen AfD-Mitgliedern gegen die deutsche Flüchtlingspolitik. Wow! Das ist ja dolle. Außerdem treten die bösen Rechtspopulisten für eine engere Kooperation mit Moskau ein. Ganz schlimm! Nach dieser Logik würde Mecklenburg-Vorpommern von einem FSB-Agenten regiert. Der heißt Erwin Sellering, ist unser sozialdemokratischer Ministerpräsident und veranstaltet hier in Rostock am 25. Mai den 2. Russlandtag.

Nach Wickert und Kiesewetter jetzt “Hybride” Paranoia von Reitschuster und Hein

Christian W. kommentiert:

Boris Reitschuster und Jan-Philipp Hein rufen den Krieg mit Russland aus. Putin hätte zuerst geschossen, indem er jetzt einen hybriden Krieg gegen Deutschland begonnen hätte. Gezielt hetze er Menschen auf und die Übergriffe von Köln seien das Werk russischer Geheimagenten. Ich habe etwas gebraucht, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass es sich dabei um keine satirischen Kommentare handelt. Diese wilden James-Bond-Geschichten sind paranoid. Und ewig wühlt der Russe. Das juste milieu des deutschen Journalismus hat endlich seine eigene Verschwörungstheorie. Deutschland 2016, der Hass gedeiht prächtig und Schuld haben immer die anderen.

Reitschuster spinnt die “Hybrid”-Blabla-VT zu absurden Ausmaßen.

Hein spinnt ohne jede Faktenbasis von Grünen Männchen auf der Kölner Domplatte. Der einzige Anlass der Spinnereien ist wieder mal die Lisa-Nichtvergewaltigungs-Lüge deutscher Medien und der Kredit einer russischen Bank an eine höchst kreditwürdige französische Partei.

Anhang

Kurznachrichten

Besonders orthodoxen Sozialkreationismus präsentiert die HochschülerInnenschaft der Uni Wien in ihrem Magazin, wobei sie ähnlich wie der Bayerische Rundfunk (Zündfunk) neben militanter Empörungsfähigkeit auch ein besonderes Herz für Kinder entwickelt hat: „Zwei mal „Wo kommen Kinder her?“, ohne heteronormative Kackscheiße„.
In dem UN-Bericht »Replacement Migration« (ST/ESA/SER A./206) der Bevölkerungsabteilung der UN (UN Population Division) aus dem Jahr 2001 wird der Öffnung Deutschlands für 11,4 Millionen Migranten zum Zwecke er Ersetzung des Bevölkerungsschwundes das Wort geredet, auch wenn das innerhalb Deutschlands zu sozialen Spannungen (»rise to social tensions«) führen werde. Dieser Bericht kann als Beleg für die Idee von einer bewussten Planung eines „Bevölkerungsaustauschs“ („Grand Remplacement“ nach Renaud Camus) dienen. Zum gleichen Ergebnis kann es jedoch auch ohne Plan durch bloße humanitärbigott-sozialkreationistische Infantilisierung (buntes Politikversagen) kommen.
Ist das hier „hybride Falschinformation“? Pravda-TV verbreitet verschwörungstheoretische Videos mit dem Titel „Es ist Zeit für eine (R)evolution! – Wie Schattenregierungen die ganze Welt versklavt haben“; ähnliches erzählen manchmal russische Professoren wie Chazin und Fursow, die sich durchaus auf umfangreiche Belege stützen. Vielleicht „hybrid“, weil wir manches davon überprüfen können und anders nicht.
Merkels Bilanz wird jetzt klarer, wie ein Unterstützer treffend beschreibt:

Was haben sich die amerik. Falken geschworen, nachdem Schröder „NO“ zum Irak-Krieg gesagt hat? Vielleicht dachten sie: „Der nächste deutsche Kanzler wird unsere Handpuppe sein!“ ? Wer wurde aufgebaut? Wer flog vor Amtsantritt zu Bush, um zu sagen: „Mit mir am Steuer, wäre Deutschland an Bord.“ Wer war erstaunt, dass sein Handy auch abgehört war? Wem war es vorher egal, dass nicht nur zu Zwecken der Gefahrenabwehr spioniert wurde, durch die Freunde? Ist Deutschland souverän? Hat der deutsche BND verhindert, dass amerikanische Geheimdienste alles und jeden ausspähen? Oder haben sie dabei geholfen und die Türen zu den Telefon- und Netzknotenpunkten aufgemacht? Hat Merkel früher regiert oder moderiert? Warum will sie plötzlich die Welt retten und hält verbissen daran fest? Von wo schwappte die Bankenkrise nach Europa und wer hat gerettet? (Frau BK, morgen um 5Uhr eröffnet die Börse in Tokio. Deutschland muss die Banken-Welt retten“) Wo begann die VW-Affäre, die bis zum Schluss vlt. 100 Mrd. kostet? Plus TTIP, wo die deutschen Untergebenen brav ihrer Führung folgen. Heimlich, undemokratisch. Das muss sich lohnen, wenn die den Ärger in Kauf nehmen. Dazu dieses Geschnodder, dass ihre Respektlosigkeit gegenüber der Bevölkerung ausdrückt: „Dann ist das nicht mehr mein Land“ (aha, das Quengeln der Bürger stört). „Mir doch egal, jetzt sind sie halt da“ (so sinngemäß).

Als ein 12(?)-jähriges Mädchen vor ihren Augen weinte, hat sie überlegt, was das kleinere Übel ist: Sagt sie „OK, Du darfst bleiben“ , wäre die Empörung groß gewesen, dass sie den Rechtsstaat nach Gutdünken dehnt. Merkel dehnt aber nur, wenn es ich lohnt, wenn Hunderttausende einwandern können. Sagt sie zu dem Mädchen „Tut mir leid, wir haben Regeln“ wird man ihr zwar Herzlosigkeit vorwerfen (war dann auch so), aber es war eine billige Gelegenheit, Rechtstreue zu heucheln und von den eigentlichen Zielen abzulenken: Der Flutung Deutschlands mit Einwanderern aus semikompatiblen Kulturkreisen (außerdem war es ihr zuwider, sich von einer 12jährigen manipulieren zu lassen).

Warum zählt keiner 1+1 zusammen? Weil das Ergebnis immens ist? Den BK-Job hat sie noch nie gekonnt und genau deshalb wurde sie auf den Thron gehoben. Ein Wetterfähnchen ohne Vision, ohne Feuer, ohne Kinder, ohne Respekt, ohne Gewissen, wurde aufgebaut.

Die Gute regiert allein! Sie nutzt die Schwächen unserer Stellvertreterdemokratie und des Parteiensystems, in dem Ja-Sager weiterkommen und Widersacher untergehen. Die SPD besteht nur noch aus Angst und ist intellektuell nicht in der Lage 1+1 zusammenzuzählen, sie verbieten es. Mit ihrem „Kampf gegen Rechts“ lenken sie vom Versagen ab und erpressen die Republik. Wer Protest gegen eine „Einwanderung ohne Obergrenze“ äußert, dem sagen sie: „Aber dort brennen Heime!“ Deshalb muss man Deutschland fluten? Das Ganze ist nicht mehr und nicht weniger als eine Katastrophe.

P.S.: Theoretisch müsste sie sich vor der Justiz verantworten. Real wird sie „aus gesundheitlichen Gründen“ rechtzeitig in die USA gehen. Sie hat Angst. Sie zitterte wie Espenlaub, als sie sich über den Abgang Mubaraks freuen sollte, weil sie erneut sehen musste, wie eine betonierte Regierung fiel. Auffällig war ihr echtes Mitgefühl für die inhaftierte ehemalige Ministerpräsidentin Timoschenko (ein schönes Beispiel für Empathie).

Warum von Demo am 12. März in Berlin abzuraten ist, erklärt hier noch jemand, nachdem Tatjana Festerling, Lutz Bachmann und einige AfD-Leute ähniches erklärt haben.
In diesen Tagen erscheint in der Münchner U-Bahn recht aufwändige Werbung für ein neues Buch, das als „Putins Tagebuch“ den „Diktator“ verulken soll.
„Putin und Orbán“ sind die Helden böser rechter Christen, vor denen jetzt die Autorin des Buches „Gefährliche Bürger“ in der FAS warnt. Roland Tichy knöpft sich Liane Bednarz vor, die mit Christoph Giesa das Buch „Gefährliche Bürger“ schrieb und regelmäßig im Buntstasi-Fahrwasser verleumdend unterwegs ist:

„Ein Tiefpunkt der Zeitung ist ein Stück über angeblich rechte Radikale in den Kirchen. Vom Stil holprig und sprachlich infantil wirkt es wie ein Fremdkörper im Rahmen einer sonst sorgfältig gebauten Zeitung. Die Autorin wird als Juristin vorgestellt. Sie ist tatsächlich in einer Münchner Großkanzlei zu verorten, wo sie sich mit dem Fachgebiet der Unternehmenszusammenschlüsse beschäftigt. … Für den Beruf des Journalisten reicht das nicht. Nicht der Mandant und sein mehr oder weniger begründetes Interesse steht im Vordergrund, sondern der Leser. Der will keinen anklägerischen, einseitigen Schriftsatz im Auftrag formuliert und bezahlt, sondern eine abgewogene Erklärung. Und so werden Kollegen abgewertet, die Grenze zwischen konservativ und rechtspopulistisch beliebig verschoben, Argumente konstruiert und Zusammenhänge herbeifabuliert. Es geht ums Recht haben wollen, nicht um eine saubere, tragfähige Argumentation. Es geht um versuchte Verleumdung, nicht Wahrheitssuche. …“


Wir diskutieren und fördern in Bayern und insbesondere München die Volksbildung im Sinne einer Befähigung des Souveräns zur Artikulation politischer Interessen.

Ein Kommentar zu “Seehofer „empört“ mit Putinbesuch”

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