Anti-Putin-Hetze läuft auf Hochtouren

Der Aluhut der Lügenpresse in Bezug auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin wird immer größer.  Wo Argumente ausgehen, bastelt man sich ein Weltbild zusammen, wo man immer mal wieder verschiedene Krankheiten, Perversitäten oder Verbrechen auflistet, und dies dann in Verbindung mit dem „Kreml“ und „Putin“ bringt.

 So vergeht kaum eine Woche, ohne daß man nicht irgendeinen negativen Begriff in Zusammenhang mit Wladimir Putin hören oder lesen muss.  Erst sei er  krank (Krebs)  gewesen,  dann sei er auch noch Autist ,  und neuerdings soll er  ein Mensch sein, der einen Mord billigt, und obendrein noch pädophil ist.   Und überhaupt, auch den Begriff „Lügenpresse“ hätte Putin erfunden, und nun würden die „Kreml-Medien“ auch noch dreist die   Vergewaltigung einer 13-jährigen in Berlin (ärztliches Attest, daß dies bestätigt, soll vorliegen) ausschlachten, obwohl es doch eine solche „Vergewaltigung“ laut Polizei nicht gegeben hat.

Nicht vergessen: Die Wahl der Lügenpresse und des Gutmenschen des Monats Dezember läuft nur noch wenige Tage. Bitte daran beteiligen.

Anlass für aktuelle Anti-Putin-Artikel ist ein Londoner Gerichtsurteil, demzufolge es wahrscheinlich ist, dass der im Gefolge der Tschetschenienkrise, die Putin in den Kreml brachte, nach Großbritannien übergelaufene und dort 2006 von mutmaßlichen FSB-Agenten mit Polonium-210 getötete russische Ex-Geheimagent und Staatsgeheimnisvermarkter Alexander Litwinenko mit Billigung von Putin exekutiert wurde. Ohne den Fall hinreichend zu kennen, fragt sich Hartmut, ob ein solches Verhalten von Putin vielleicht auch deshalb vermutet wird, weil es gar nicht so verwerflich wäre sondern womöglich dem Gebot der „wohltemperierten Grausamkeit“ entspräche, welches wir im Westen laut Peter Sloterdijk erneut von Macchiavelli lernen müssten, um zur Selbstzerstörung eine Mittelmeerbreite Abstand halten zu können. Hartmut hierzu:

Grundsätzlich finde ich es ja nicht verwerflich, wenn ein Präsident in Fällen, wo Feinde das ihm anvertraute Staatsvolk gefährden und andere Abhilfe nicht möglich ist, Exekutionen im Ausland billigt.
Wie etwa Obama auch mit seinen Drohnen oder Israel mit seinen Liquidationsoperationen gegen einige Terroristenführer. Rechtsstaatlichkeit ist ein idealer Sonderfall, für den in der Realität die Voraussetzungen erst geschaffen werden müssen. Wirklich universell sind allenfalls sehr abstrakte Normen wie die der Verhältnismäßigkeit.
Die Aussage von Deutschlandfunk-Kommentatoren, Putin könne nunmehr „in der internationalen Staatengemeinschaft“ kein „respektierter und anerkannter Staatsmann“ mehr sein, ist jedenfalls Unsinn.
Welchen Staatsmann muss es schon interessieren, in welche Weltgemeinschaft ihn die Weltenrichter an den Kölner Dunkelfunkmikrofonen aufzunehmen bereit sind?
In Zeiten immer debilerer westlicher Menschenrechtsschaumschlägerei werden östliche Regierungschefs, die ordentliche Interessenabwägungen anstellen, um den Nutzen ihrer Völker zu mehren und Schaden von ihnen abzuwenden, womöglich gerade WEGEN damit begangener Tabubrüche zu Vorbildern.
Das Problem des Westens und insbesondere Westdeutschlands ist, dass wir wegen eines humantärbigotten Ponyhof-Weltbildes unser eigenes Land, das im Vergleich zu Russland bis vor kurzem tatsächlich einem Ponyhof-Idyll ähnelte, selbst zerstören und auch alle Interventionen im afroislamischen Elendsgürtel verpfuschen, wohingegen Tschetschenien dauerhaft beruhigt zu sein scheint.
Besonders verdächtig war Putins Haltung bei Edgar Snowdens Asylgesuch. Als Bedingung für Russlands humanitäre Geste verlangte Putin von dem Menschenrechtsaktivisten, dass er in seinem Moskauer Exil nichts unternehmen dürfe, was „unseren amerikanischen Partnern schadet“. Putin mag weder den Verrat noch die Verräter. Sein Wertekoordinatensystem ist das der Patriotischen Europäer. Vorrang der Verantwortung vor der Gesinnung, der Vernunft vor dem „Anstand“. In den Worten einer russischen Journalistin, die Pegida München besuchte, ist Putin gar „der letzte Deutsche in Europa“.
Das alles sage ich, ohne beurteilen zu können, was Putin im Fall Litwinenko getan hat und ob das angemessen war.

PEGIDA Bayern diskutiert.

Ein Gedanke zu „Anti-Putin-Hetze läuft auf Hochtouren“

  1. Die Presstituierten haben schon ein hartes Leben, wo ihnen die Aufmerksamkeit-Ökonomie der sozialen Medien Themen, Leser, Zeit und wohl möglich den Job klaut. Irre Stories über Putin sind prima, um wenigsten ein paar Leser zu binden und einen Blogger mehr mit diesen Ergüssen zu beschäftigen und zu unterhalten. Das System dahinter:
    http://www.danisch.de/blog/2016/01/21/als-der-idiot-auszog-die-dummen-deppen-zu-schimpfen/#more-12085

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