Wenn linksextreme Gewalt nur „Krawall“ genannt wird

Die verblüffende Macht der Sprache lässt sich an der Wortwahl der Leit- und Relotius-Medien erkennen. Wenn fanatische Linksextreme ganze Straßenzüge verwüsten, dann wird dem Publikum die Botschaft suggeriert, es handele sich lediglich um „Krawalle“. Die Spezialisten für Volksaufklärung und Propaganda von ARD und ZDF wissen, es geht um das richtige Framing, die passende Konnotation, und schon werden aus hochkriminellen Netzwerken wie der Antifa im Handumdrehen quasi unerzogene Lausebengel. Natürlich entspricht das mitnichten den Tatsachen. Auch der Mißbrauch des populären Begriffs „Aktivisten“ ist häufig die Umschreibung für Straftäter und Kriminelle. Das geht sogar soweit, daß friedfertige Aktivisten der „Identitären Bewegung“ in gefährliche Demokratiefeinde umgedeutet werden und professionelle und staatlich subventionierte Delinquenten der Antifa von deren offenen oder klammheimlichen Sympathisanten in Parlamenten, Klerus und Redaktionen ihre Absolution erteilt bekommen.

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Polizei sprengt Geburtstagsfeier von Dr. Schiffmann

Cottbus – Zwei Polizisten sprengten die Geburtstagsfeier von Dr. Bodo Schiffmann in einem Cottbuser Restaurant. Dr. Bodo Schiffmann und Samuel Eckert sind derzeit auf einer Deutschland – Tour. Die Querdenker-Initiative steht für Werte wie Freiheit, Liebe, Recht und Gerechtigkeit ein. Die Grundsätze der Gewaltlosigkeit und des Friedens sind Samuel Eckert und Dr. Bodo Schiffmann sehr wichtig. 

Deshalb haben sich bereits Ärzte, Juristen und viele Bürger organisiert und Initiativen gegründet, u.a.: http://www.corona-ausschuss.de – Untersuchungs-ausschuss von Rechtsanwälten und Ärzten http://www.acu2020.org – Ärzte für Aufklärungwww.querdenken-711.de – Bürgerinitiativewww.schlussjetzt.org – Netzwerk kritischer Journalisten

Die Renaissance des German-American Day unter Reagan und Trump

Das 17. Jahrhundert war in Deutschland geprägt durch den Dreißigjährigen Krieg und durch Seuchen. Im Osten drohten die Osmanen nach der Okkupation des Balkans mit dem Durchmarsch bis weit in den Westen, ehe sie 1683 vor Wien gestoppt wurden. Im Westen konnten die vom Dreißigjährigen Krieg geschwächten deutschen Länder dem landhungrigen französischen Sonnenkönig Ludwig XIV nichts entgegensetzen, als er 1681 Straßburg eroberte und schließlich das Elsaß – in der Renaissance eine blühende Landschaft und Wiege der deutscher Kultur („Quel beau jardin“) – ohne nennenswerten Widerstand besetzen konnte. In den folgenden Jahren verwüsteten und plünderten französische Mordbrenner badische und württembergische Städte. Die Schloßruine von Heidelberg ist noch heute beredtes Symbol für dieses Barabarentum unter General Melac, von dem das bairische Wort „Lackel“ herrührt. In diesen wenig hoffnungsvollen Jahren machten sich am 6. Oktober 1683 die ersten deutschen Auswanderer nach Amerika auf. Im übrigen geht der Name „Amerika“ zurück auf einen Deutschen. Der Kartograph Martin Waldseemüller (+1520 in Lothringen) benannte die Neue Welt nach dem florentinischen Seefahrer Amerigo Vespucci (1454-1512).

Erstmals gefeiert wurde der Deutsch-Amerikanische Tag im 19. Jahrhundert, aber bedingt durch den Ersten Weltkrieg und die während dieser Zeit vorherrschende anti-deutsche Stimmung in den Vereinigten Staaten starb diese Tradition aus.

Steubenparade. Bild: Wikipedia

Erst 1983 wurde diese Tradition durch den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, damals als „Cowboy“ dämonisiertes Feindbild der Linken, wiederbelebt.

Der Erste Weltkrieg wurde nicht nur mit Kanonen, sondern auch mit einer gehässigen Propaganda gegen Deutsche geführt, die damals der angloamerikanischen Welt nicht nur unter Charlie Chaplin in Hollywood als unzivilisierte „Hunnen“ verkauft wurden.

US-Kriegspropganda gegen die Monster in der Pickelhaube (1917). Bild: Wikipedia

Das führte schließlich sogar soweit, daß Orte und Städte umbenannt wurden. Berlin in Kanada wurde 1916 in „Kitchener“ umbenannt, Hochkirch in Australien in „Tarrington“. Sauerkraut hieß nunmehr „liberty cabbage“ und Frankfurter (Würstchen) starben fürderhin Heldentod als „hot dogs“. Die Biergärten wurden zu Unorten, und das „Little Germany“ in New York war schon seit der „General Slocum“-Katastrophe dezimiert. Vorbei die Zeiten, als preußische Generäle wie Friedrich Wilhelm von Steuben (*1730 Magdeburg-1794 Utica, New York) für die amerikanische Unabhängigkeit kämpften und Carl Schurz US-Innenminister wurde. Aus der deutschen Erfindung Grabenmantel wurde der „trenchcoat“, aus den Röntgen-Strahlen die „X-ray“. Das Haus „Sachsen-Coburg-Gotha“ hieß fortan „Windsor“ und Lord Mountbatten ließ vergessen, daß er einmal Battenberg hieß. Schließlich war alles deutsche so verpönt, daß sich selbst die Deutschen angesichts ihres angeknacksten Selbstbewußtseins schämten, deutsche Namen zu tragen. Aus Gerd Höllerich wurde Roy Black und Ludwig Franz Hirtreiter stand als Rex Gildo auf der Bühne.

Donald Trump besaß nicht nur den Mut, das Säbelrasseln mit Nord-Korea durch ein Treffen mit dem Diktator zu ersetzen, sondern auch mit alten Ressentiments zu brechen. Mehr über seine Proklamation des German-American Day erfahren wir nun

von Isabella Klais

In Anerkennung ihrer Leistungen und des Beitrages deutscher Immigranten zur US-amerikanischen Nation proklamierte Präsident Donald Trump, selbst deutscher Abstammung, den 06. Oktober zum deutsch-amerikanischen Tag.

Damit erneuerte er die zum 300. Jahrestag der deutschen Einwanderung 1983 durch Präsident Ronald Reagan erfolgte Entscheidung, die 1987 gesetzlich verankert worden war.

Die deutsche Sprache unterlag bei Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika als offizielle Landessprache nur denkbar knapp der englischen – ein deutliches Indiz für den bedeutenden Bevölkerungsanteil, den deutsche Einwanderer damals stellten.

In New York existierte noch in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts auf der Upper Eastside ein deutsches Viertel mit Geschäften, in denen auch nicht-deutschstämmige New Yorker gerne deutsche Spezialitäten erwarben. Bedauerlicherweise verschwanden diese Läden mit dem Aussterben ihrer Inhaber im Laufe der Zeit zusehends. Die Folgegenerationen assimilierten sich vielleicht etwas zu perfekt – typisch deutsch eben – und verloren den Bezug zu ihren Wurzeln.

Wir danken Präsident Trump für diese nette Geste und freuen uns, auch in den kommenden Jahren wieder einen deutschstämmigen Präsidenten im Weißen Haus zu sehen. We count on you, Mister President!

Proklamation zum Deutsch-Amerikanischen Tag, 2020

Ausgestellt am: 5. Oktober 2020

Seit unserer Gründung sind die Deutsch-Amerikaner für unseren Fortschritt als Nation von zentraler Bedeutung. Fleißige und treue frühe deutsche Einwanderer kamen an unsere Küsten, um sich Träume von wirtschaftlichen Möglichkeiten zu erfüllen und ihren Glauben frei von staatlicher Einmischung auszuleben. Diese Männer und Frauen gründeten Familien und bauten sich eine Existenz auf. Sie zeigten Tugenden, die dazu beitrugen, unser einzigartiges amerikanisches Ethos zu formen, und gaben Traditionen weiter, die unsere kulturelle Identität weiterhin prägen. Heute, am Deutsch-Amerikanischen Tag, gedenken wir der außerordentlichen Beiträge von Deutsch-Amerikaner für unser Land, und wir ehren die mehr als 43 Millionen Amerikaner, die wie ich das deutsche Erbe für sich beanspruchen.

Die Geschichte der Deutsch-Amerikaner ist eingebettet in die heiligsten Kapitel der amerikanischen Überlieferung. Als sich die Mitglieder des ersten Kontinentalkongresses in Philadelphia trafen, um eine Zukunft in Freiheit auf diesem Kontinent zu schmieden, gingen sie durch Straßen voller deutscher Unternehmen. Über ihre Beratungen wurde fleißig in deutschsprachigen Broadsides berichtet und in den Kaffeehäusern in deutscher Hand rigoros debattiert. Am 4. Juli 1776, als die Gründerväter unsere Unabhängigkeit erklärten, war eine deutschsprachige Zeitung die erste, die der neuen Nation die Nachricht überbrachte. Am nächsten Tag wurden die Straßen mit deutschen

Übersetzungen von Thomas Jeffersons revolutionären Worten überflutet, in denen er verkündete, dass „alle Menschen gleich geschaffen sind“.

Seither haben die Amerikaner deutscher Abstammung unsere Geschichte geprägt. Der deutsche Einfluss spielte eine große Rolle bei der Etablierung unseres unnachgiebigen Engagements für eine universelle öffentliche Bildung. Es war eine Deutsch-Amerikanerin, Margarethe Meyer Schurz, die den ersten Kindergarten in Amerika eröffnete. Deutsch-Amerikaner trugen zur Förderung des Sportunterrichts bei und bauten die ersten Turnhallen für Schulgebäude, was sich positiv auf die körperliche Gesundheit unserer Schulkinder auswirkte. Deutsch-Amerikaner führten auch die

Berufsausbildung an öffentlichen Schulen ein, was neue Wege zur wirtschaftlichen Stärkung junger Menschen eröffnete und den amerikanischen Wohlstand förderte.

Im Laufe der Jahre sind auch deutsche Bräuche in die amerikanische Kultur eingeflossen.

Unsere geschätzten Weihnachts- und Ostertraditionen sind von den Praktiken der frühen deutschen Ankömmlinge beeinflusst. Zur Weihnachtszeit greifen wir auf die deutsche Kultur zurück, wenn wir Weihnachtsbäume schmücken und Geschenke austauschen. Während der Osterzeit müssen wir den deutschen Einwanderern für unsere Ostereiersuche danken. Diese traditionell deutschen Bräuche sind zu Grundpfeilern der amerikanischen Kultur geworden und vereinen weiterhin Amerikaner aller Herkunft.

In diesem Monat wird auch der 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 gefeiert. Dieser historische Moment markierte einen Triumph der Demokratie und ebnete den Weg für ein freieres und offeneres Europa. Während wir die vielen Beiträge der Deutsch-Amerikaner für unser Land feiern, feiern wir auch unsere starken transatlantischen Beziehungen zu Deutschland und verpflichten uns erneut zur Zusammenarbeit, um eine bessere Zukunft für unsere Nationen und die Welt zu schmieden.

Heute feiern wir die gesellschaftlichen Errungenschaften und kulturellen Beiträge aller Deutschamerikaner und denken über den fleißigen und effizienten Geist nach, den sie unserem Nationalcharakter eingeprägt haben. Von Ingenieuren und Ärzten bis hin zu Bäckern und Erfindern haben sie unsere Wirtschaft gestärkt und unsere Gemeinschaften bereichert. Auch dank ihres Engagements und ihrer harten Arbeit bleibt unser Land ein leuchtender Leuchtturm der Freiheit und des Wohlstands.

JETZT, VORHER, rufe ich, DONALD J. TRUMP, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft der Autorität, die mir durch die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehen wurde, hiermit den 6. Oktober 2020 zum Deutsch-Amerikanischen Tag aus. Ich rufe alle Amerikaner auf, die Errungenschaften und Beiträge der Deutschamerikaner zu unserer Nation mit entsprechenden Zeremonien, Aktivitäten und Programmen zu feiern.

Zur Bezeugung dessen hebe ich hiermit meine Hand am fünften Tag des Oktobers, im Jahr unseres Herrn zweitausendzwanzig und der zweihundertfünfundvierzigsten Wiederkehr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika.

DONALD J. TRUMP

Vom Sturmgeschütz zur Dicken Berta – im amerikanischen Wahlkampf irisieren mehr Facetten als im „SPIEGEL“ zu erkennen

ARD, ZDF, SZ und SPIEGEL schießen in ihrem ideologischen Dritten Weltkrieg gegen Trump aus allen Rohren um ihre Konsumenten davon zu überzeugen, daß sie Trump gefälligst für doof zu halten haben.

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Propagandaschlacht um Nawalny und IM Erika

Die wertewestliche Heldensage über den Hoffnungsträger des künftigen modernen demokratischen Russland, Alexej Nawalny, an der ARD, ZDF und anderen meinungsbildenden Medien arbeiten, bekommt durch ihre neuesten Affirmierungen nur noch größere Risse. Vielleicht hätten die westlichen Geheimdienste besser daran getan, einfach nur weiter wie bisher zu mauern. Nawalny hatte gerade große Auftritte, die 1/2 Million Russen direkt anschauten, und im russischen staatsnahen Fernsehen ging es gestern ebenfalls um ihn und, so wörtlich, „IM Erika“.
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Das „Schweigen“ und die „DDR“

Die Feierlichkeiten anlässlich des 30. Jahrestages des Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes – der Begriff Wiedervereinigung ist angesichts der Rücksichtslosigkeiten von Heerscharen ignoranter Besserwessis purer Euphemismus – werden als seltsam gespenstische Veranstaltung in die Annalen eingehen. Schon allein die Tatsache, daß eine Kanzlerin (welche die deutsche Fahne achtlos wegwirft) der Veranstaltung allein durch ihre Anwesenheit jede Würde nimmt, muß ein Schlag ins Gesicht für die Menschen sein, die im Herbst 1989 unter Gefahr für Leib und Leben auf die Straßen gegangen waren.

Merkel Fahne

Erst als die Luft rein war tauchte Angela Merkel 1990 erstmals als graue Maus am Katzentisch bei einer Pressekonferenz auf. Daß dieser grauen Maus später einmal eine Bedeutung beigemessen wurde, die ihrer tatsächlichen Kompetenz Hohn spricht, muß wohl ein Treppenwitz der Geschichte sein. Im nun folgenden Artikel lässt ein Facharzt seine Erinnerungen und Empfindungen in den Zeiten der Aufteilung Deutschlands durch die Siegermächte und den sich später anbahnenden Veränderungen wieder wach werden:

Auch Moskau bereut es längst, den Anschluss der DDR an die EU/NATO ermöglicht zu haben, und fragt sich, wie man künftig verhindern kann, dass ein Gutmensch und ein Verräter ihr kriselndes Imperium so zielsicher in den Abgrund fahren. Vielleicht hat der unverhoffte Anschluss in unseren Eliten den Aufstieg ähnlicher Persönlichkeiten veranlasst.

Gedanken aus Anlass einer Feier

Komm! Ins Offene, Freund! zwar glänzt ein Weniges heute Nur herunter und eng schließet der Himmel uns ein. Weder die Berge sind noch aufgegangen des Waldes Gipfel nach Wunsch und leer ruht von Gesange die Luft. Trüb ists heut, es schlummern die Gäng und die Gassen und fast will Mir es scheinen, es sei, als in der bleiernen Zeit.

Friedrich Hölderlin

Die Feiern zum 30. Jubiläum der Wiedervereinigung sind vorbei – „die Messe ist gelesen“. Mit einer seiner typischen, gesinnungs-technokratischen, „anti-rechts“ arrangierten Ansprachen feierte unser Bundes-Frank-Walter den 30. Jahrestag des wiedervereinten Rumpf-Deutschlands. „Ja, wir leben heute in dem besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ meinte er in seiner Ansprache dem Volk verkünden zu müssen, den britische Historiker Timothy Garton Ash zitierend. Kein nachdenkliches Wort über die Demontage unserer freiheitlichen Grundrechte, über die von ihm mitbewirkte Spaltung der Gesellschaft in die angeblich Guten und die schlimmen Abweichler, über den wirtschaftlichen und geistigen Niedergang des Landes, das nicht mal mehr als schleichend zu erkennende Überstülpen einer zweiten „DDR“ über die ganze Nation.

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert,

ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

(George Santayana)

1967 war ich das erste Mal in der DDR, genauer gesagt in deren Hauptstadt Ostberlin. 1967 war es mir als damals 19-Jährigem erlaubt, den in jener Zeit skandalösen und Aufsehen erregenden Film „Das Schweigen“ von Ingmar Bergman im Kino anzusehen.

Was haben die beiden Dinge miteinander zu tun? Den Film sah ich kurze Zeit vor meiner ersten Fahrt hinter den „Eisernen Vorhang“. Natürlich führte auch mich vordergründig die Neugierde auf erstmals im Kino gezeigte sexuelle Dissolutionen – welche die seinerzeitige Skandalisierung des Opus zur Folge hatten – in diesen Film. Es sind aber nicht die uns heutzutage nahezu als harmlos erscheinenden sexuellen Übertreibungen, die mir in Erinnerung sind, sondern es ist die Gesamtwirkung dieses filmischen Meisterwerkes.

„Das Schweigen“ spielt in einem fiktiven, totalitär geprägtem Land, das sich erkennbar auf einen Krieg vorbereitet. Man war als Zuschauer gebannt und niedergedrückt von den düsteren, schwarz und dunkelgrau geprägten Bildern auf der Leinwand. Man empfand, wie nie sonst in diesem Genre erlebt, eine Aura eisiger Kälte und suggestiver Bedrohung und man fühlte sich in ein gottverlassenes, „artifizielles Niemandsland“ zwischen den Frontlinien eines Krieges versetzt.

In Deutschland lebten wir damals gewiss real zwischen den Frontlinien des Kalten Krieges. Wobei die Bundesrepublik nicht etwa dieses „Niemandsland“ darstellte, sondern den Brückenkopf, die Bastion der Freiheit und wirtschaftlichen Prosperität gegen das „Reich des Bösen“, wie es Ronald Reagan später durchaus mit gutem Grund benannte.

Im April 1967 besuchte ich erstmals Berlin und natürlich auch Ostberlin mit dem Ziel des Pergamonmuseums – und natürlich um erstmals Eindrücke von einer Stadt im real existierenden Sozialismus zu erhalten. Bilder von der Mauer, von dem über 1000 km langen Todesstreifen zwischen den beiden Teilen Deutschlands waren uns aus dem Fernsehen und der Presse hinlänglich geläufig. Aber es war dann etwas anderes, direkt vor diesem Schandbauwerk mit Schussapparaten, Minen und Sprengfallen zu stehen und – zwar über Distanz – Auge in Auge mit schwerbewaffneten Grenzern; und wissend, dass in den letzten zwölf Monaten wieder 12 Menschen bei einem Fluchtversuch hier ihr Leben gelassen hatten.

Auf die Stimmung im Ostenwurde man trefflich schon beim Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße eingestimmt. In einer engen, mit Sperrholz ausgekleideten Zelle sah man sich einem Beamten hinter einer verkratzten Plexiglaswand preisgegeben: stechender, misstrauischer Blick, kein „Guten Tag!“, keine Anrede, Aufforderungen nur mittels Hand- und Fingerbewegungen – Fehlen jeglicher menschlichen Nähe. Und die Straßen Ostberlins boten nichts anderes. Kaum Menschen auf den Straßen dieser „Metropole, kein Fahrzeug auf der ehemaligen Prachtstraße „Unter den Linden“; heruntergekommene Häuser und Trümmer zwischen wenigen wiederhergestellten „Prachtbauten“, aus deren Mauerritzen gleichwohl aufkeimendes Unkraut und Gebüsch Zeichen für neuen Verfall ablieferte. Die wenigen Menschen, die einem begegneten, hatten im Gesicht scheinbar ebenfalls die graue, bleierne Farbe ihrer Umgebung angenommen: freudlose Gesichter mit misstrauischen Augen – es fehlten nur Masken. Dafür zahlreiche graue Uniformen.

Ich fühlte mich in die Kulissen des „Schweigens“ versetzt und bemerkte aber erst anschließend – wieder im Westen – dass dies keine fiktionale Kulisse war, sondern Realität. Was spielt sich hinter der Mauer, hinter den Hauswänden, diesen ausschließlich blind und von außen nicht durcherscheinenden Fenstern ab, dachte ich mir damals noch unbedarft? Wir haben die „bleierne Zeit“ unserer Landleute jenseits der Mauer nach dem Krieg bis ins Jahr 1989 nicht mitgemacht.

Aber auf einmal – in „der Krise“ – bekommen auch wir, die Wohlstands-verhätschelten, die Demokratie-verweichlichten „Westler“ auch irgendwie eine Ahnung davon, wie das gewesen sein muss, wenn der Staat einen nicht zurückzudrängenden Einfluss auf alle Bereich des öffentlichen wie auch privaten Lebens ausübt. Wenn Medien und Wissenschaft nur noch die staatlich vorgegebenen Meinungen und Gesinnung verbreiten. Wenn Angst herrscht, wegen „abweichender Meinung“ öffentlich und privat in Acht und Bann zu verfallen.

Bei wem hat nicht der Lock-Down im öffentlichen Leben und in vielen wirtschaftlichen Bereichen, auf den Straßen und Plätzen, den öffentlichen Einrichtungen, Bahnhöfen und Flughäfen, die Vision einer (sozialistischen) Zwangsgesellschaft aufkommen lassen?

Freudlose Gesichter mit misstrauischen Augen über Masken – in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen. Zugangssperren mit kontrollierender Vereinzelung von Personen bei Anliegen vor Behörden, in Sparkassen, beim Besuch im Krankenhaus oder Pflegeheim. Zwangsentziehung von Kindern entgegen ihren Eltern. Meldepflicht beim Restaurationsbesuch.

Wir erleben jetzt, wie es sich „anfühlt“, wenn technokratische Willkür und autoritäres Kalkül das Leben bestimmen.

Es gibt einen Unterschied zur DDR, wie sie sich uns eingeprägt hatte, zu den heutigen Verhältnissen: „Es braucht keine Mauer mehr. Wohin würde und könnte man noch fliehen wollen?“ – meint Hadmut Danisch treffend.

Wenn sich nicht bald etwas ändert, man sich nicht wieder „ins Offene“ (Hölderlin) – d.h. ins Offene der Freiheit bewegen wird, wird sie uns endgültig eingeholt haben: „die Aura eisiger Kälte und suggestiver Bedrohung“ und dass man sich in ein „gottverlassenes Niemandsland“ zwischen den Frontlinien eines neuen Krieges versetzt fühlen wird; wie es die Atmosphäre in „Das Schweigen“ uns vermitteln will.

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*) „altmod“ ist Facharzt und Blogger (http://altmod.de/) sowie seit vielen Jahren Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com    5.10.2020

Gera im Trommelfeuer der Berufsempörten

Denk ich an Gera in der Nacht

bin ich um den Schlaf gebracht.

frei nach Varus und Angela Merkel über die Speermänner (Germanen) in den dunklen Wäldern zwischen Maas und Memel

von Notan Dickerle,  

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen “Bunt”

Unfassbares ist geschehen im üblicherweise eher beschaulichen Gera, der drittgrößten Stadt Thüringens: der AfD-Stadtrat Reinhard Etzrodt, ein pensionierter Arzt untadeligen Rufes, ist dort zum Vorsitzenden des Kommunalparlaments gewählt worden. Er erhielt 23 von 40 Stimmen, obwohl die AfD selbst (als immerhin stärkste Fraktion) dort nur über 12 Stimmen verfügt. Es muß also elf Verräter geben, die den „demokratischen Konsens“ der Altparteien, die neue Konkurrenzpartei vom rechten Spektrum systematisch auszugrenzen und zu „nazifizieren“, gebrochen haben.

Im Gegensatz zu anderen Fällen vergleichbarer Konstellation trat diesmal eine Organisation öffentlich auf den Plan, die einem breiteren Publikum unbekannt sein dürfte: das „Internationale Auschwitz-Komitee“. Eigentlich müßte es verwunderlich sein, daß es ein solches 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs überhaupt noch gibt. Ein näherer Blick auf seine Aktivitäten lehrt uns aber im Gegenteil, daß das Komitee erst vor etwa 20 Jahren richtig in Fahrt gekommen ist, als die alten Nazis auszusterben drohten und Rot-Grün in Deutschland an die Regierung kam. Normalerweise hält sich die Organisation mit öffentlichen Stellungnahmen jenseits der von ihr gepflegten Erinnerungs- bzw. „Trauerarbeit“ eher zurück, um bösartigen Interpretationen von unzulässiger Einmischung und damit womöglich einhergehendem Antisemitismus keine Vorwände zu bieten. Im Fall von Gera gab man diese Zurückhaltung auf – vielleicht, weil Gera im politisch unzuverlässigen Thüringen liegt, wo die gute Kanzlerin erst vor kurzem eine demokratiepolitische Katastrophe unter Einsatz all‘ ihrer Autorität gerade noch verhindern konnte. Vielleicht aber auch, weil die Ebene eines Kommunalparlaments nicht ausreichend wichtig erschien für eine nachhaltige Skandalisierung der Einmischung. Ein Kommunalparlament ist schließlich nichts anderes als ein Gemeinderat, eine Selbstverwaltungskörperschaft, die nicht zur Legislative gehört und zudem der Kommunalaufsicht unterliegt. Kein Grund für Skandal, möchte man meinen, wenn ein unbescholtener Lokalpolitiker der stärksten Stadtratsfraktion auch mit Stimmen anderer Parteien zum Vorsitzenden gewählt wird; in einer Demokratie müßte das eher eine Selbstverständlichkeit sein. Der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees ist nicht dieser Ansicht. Für Christoph Heubner ist die Wahl Etzrodts vielmehr ein „verheerendes Signal“, welches den „Überlebenden von Auschwitz wie Hohn in den Ohren klingen muß“ (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-09/gera-afd-vorsitz-stadtrat-kritik-auschwitz-komitee-thueringen). Da ist es wieder, das alte, nimmermüde Hohn-Argument, „versöhnen statt verhöhnen“ – selbstverständlich zu den Bedingungen einer Opferlobby, die mit dem ursprünglich betroffenen Personenkreis bestenfalls virtuell noch etwas zu tun hat, deren moralischen Anspruch aber hinter den Kulissen umso intensiver weiterbetreibt.

1952 ist das Auschwitz-Komitee von tatsächlichen Überlebenden des KZ gegründet worden, mit Sitz in Wien und deutlich kommunistischer Schlagseite. Die rot-grüne Regierung Schröder/Fischer hat es sozusagen adoptiert: seit 2004 wird es vom Bundesministerium des Innern (verantwortlicher Minister damals: Otto Schily) institutionell und finanziell gefördert, seit 2003 befindet sich seine Geschäftsstelle in den Räumlichkeiten der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ in Berlin. Neben der proaktiven Pflege einer holocaustspezifischen „Erinnerungskultur“ (z.B. durch Herausgabe einer Zeitschrift mit dem Titel „Remember to Think“) tritt das Komitee regelmäßig durch die Vergabe eines skurril anmutenden Preises in Erscheinung: einer Metallstatuette mit der Aufschrift „to B remembered“, mit der Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, deren Handeln von der Maxime des „Nie wieder!“ bestimmt ist, also von vergangenheitspolitischer Zuverlässigkeit. Quizfrage: wer war 2010 die erste Preisträgerin? Richtig geraten: die gute Kanzlerin! Seither kamen unter anderen auch Wolfgang Schäuble, Mad Maddin Schulz, Sigmar Gabriel und Heiko Maas quasi als Gerechte unter den Völkern zur Ehre dieser Auszeichnung. Kann es da verwundern, wenn Angela Merkel die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen der AfD im Februar d.J. als „unverzeihlich“ rückgängig machen ließ, auch wenn eine solche Vorgehensweise nicht ganz im Sinne des Erfinders bzw. des Föderalismus war? Übrigens hat sich auch Susanne Hennig-Wellsow wieder zu Wort gemeldet. Das ist die Dame, die im Parlament gerne mit Blumensträußen wirft und sich um den Vorsitz der „Linken“ beworben hat, weswegen wir vielleicht in Zukunft noch öfter von ihr hören werden. Wie nicht anders zu erwarten und wie bereits im Fall Kemmerich hat sie der CDU Handlangerdienste für den gemeinsamen Feind aller Demokraten namens AfD vorgeworfen.

Die Ereignisse von Gera geben eine Idee davon, warum alles, was rechts von der guten Kanzlerin steht bzw. eine positive Grundhaltung zum traditionellen deutschen Nationalstaat pflegt – mögen sie Pegida, Identitäre, AfD, Republikaner oder anders heißen – vom System so gnadenlos und konsequent ausgegrenzt wird. Es gibt nicht nur in den USA einen „Tiefen Staat“ sondern auch in Deutschland. Die Holocaust-Lobby ist ein zentraler Bestandteil davon und niemand, der auf Erfolg in unserer Gesellschaft Wert legt, kann es sich mit den einflußreichen Vertretern der siegreichen Opfer verderben.

von humanitärem Schwindel – auch in Gaststätten und Hotels!