Roter Riese, Riese Reiter – Anmerkungen anlässlich der Wahl des Münchner OB

Overkill von Bunny Hill (Hasenbergl) bis nach Berg am Laim. Die wohlstandsverwahrloste Schickeria vom Lehel bis nach Schwabing sieht die nächsten sechs Jahre rot.

Titelbild: Dieter Reiter, 2019

Henning Schlottmann (User: H-stt) – Eigenes Werk (Wikipedia)

„Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“

Friedrich Schiller: Der Spaziergang, 1795.

Mit 28,6% konnte die junge Kristina Frank (CSU) dem alten weissen Mann Reiter (71,4%) bei den Münchner OB-Wahlen 2020 nicht das Wasser reichen. Im Zeichen von Corona und in der Saison der Geisterspiele darf man gespannt sein, ob Reiters Rituale wie das Anzapfen beim Oktoberfest heuer nur noch per Skype aus dem Bierzelt in seinem Garten stattfinden wird. Wie auch immer, nun folgen herzhafte und pikante Anmerkungen aus dem Umfeld eines Genossen aus der guten, alten Zeit, als eine kühle Maß noch wichtiger waren als Corona

von Notan Dickerle

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen „Bunt“

Natürlich hat er die Stichwahl wie erwartet gewonnen, der rote Sheriff mit dem stechenden Blick. Da konnte die attraktive junge Dame dem Wähler (und der Wählerin) noch so funkelnde Blicke entgegenwerfen: Die Landeshauptstadt bleibt in roter Hand, Reiter reitet weiter.

Er hatte auch die meisten Plakate in der Stadt, viele davon hinter Glas und erhöht an Hausmauern befestigt – Maßnahme gegen Vandalismus? Nur ganz vereinzelt fanden sich böse Kommentare wie „Arschkriecher“ oder „Antifa-SA“ auf ihnen. Reiter hat die Antifa zur Chefsache erklärt, da war er auf der sicheren Seite.

Patrioten sind in der Regel zu gut erzogen, um Plakate zu zerstören.

SPD-Plakate unversehrt und unangetastet. Foto: BIF

In solchen Fällen sind die schrecklichen Sekundärtugenden, mit denen man bekanntlich auch KZ‘s leiten kann, gar nicht so unerwünscht. Das Beschmieren oder gar Zerstören von Reiter-Plakaten wäre auch unverzeihliche Hasskriminalität gewesen. Hass in Zeiten von Corona, das geht gar nicht! Wenn schon Hass, dann richtig kanalisiert. Gegen diejenigen, die Hass schüren, wie zum Beispiel die AfD.

AfD-Plakat nach Nacht- und Nebel-Aktion von Reiter-Horden. Hassen – aber richtig. Foto: BIF

„Hassen? Ja, aber das Richtige!“

riet ein gewisser Jens Balzer neulich im DLF Kultur.  Der muß es wissen, denn der DLF gehört dem öffentlich-rechtlichen Deutschlandradio, für den wir alle Demokratieabgabe berappen müssen. Wie die ARD (das ZDF natürlich auch) ist dieser „von uns, mit uns und für uns geschaffen“. „Wir sind Ihr“ hat es eine gewisse Elisabeth Wehling im „Framing Manual der ARD“ formuliert – gemeint natürlich: sie sind wir bzw. es passt kein Blatt Papier zwischen Sender (Regierung) und Hörer (Volk alias Bevölkerung). Noch Fragen?

Fast alle Münchner Oberbürgermeister der Nachkriegszeit waren von der SPD, die meisten von ihnen genießen überzeitlichen Kultstatus. Der einzige CSU-Bürgermeister, der 1978 im ersten Anlauf und mit Vorschusslorbeeren gewählte Erich Kiesl, bekleckerte sich dagegen nicht mit Ruhm. Er musste 1984 seinem Vorgänger weichen, dem Kronawitter Schorsch, der sechs Jahre vorher wegen Unstimmigkeiten mit seiner Partei nicht kandidiert hatte. Er war der SPD nicht progressiv genug gewesen. Zu dieser Zeit gab es noch alte Nazis, aber fast keine Antifa. Für beide hatte Kronawitter ebenso wenig Sympathie wie der legendäre Olympia-Bürgermeister Hans-Jochen Vogel, aber das war damals kein Thema.

OB Georg Kronawitter (rechts) beim Augenarzt. Foto: BIF-Archiv

Die wenigen Antifanten, die es gab, wurden der DKP bzw. deren politischen Paten in Ostberlin zugerechnet. Staatsknete aus dem Programm „Demokratie leben“ war nicht und das „Kafé Marat“ in der Thalkirchener Straße noch das Städtische „Tröpferlbad“. Es gab noch ziemlich viele Arbeiter damals, dafür wenig Geschwätzwissenschaftler und keine „Zivilgesellschaft“. Menschen mit Migrationshintergrund hießen einfach Ausländer.

Kristina Frank (CSU). Bildquelle: Wikipedia commons
Robert Haas – CSU München

Lange her. Ob die schöne Kristina Frank bei ihrem Slogan „Wieder München werden“ an diese Zeiten gedacht hat? Wahrscheinlich nicht. Zum einen ist sie dafür zu jung, zum anderen hätte sie ohnehin nur innerhalb der neuen Söder-Linie agieren dürfen, der die CSU im „BreiBuBü“ verankert hat, dem Breiten Bunten Bündnis. In einem solchen darf man es sich weder mit den Grünen noch mit der Antifa verderben, mit der SPD sowieso nicht. Auf Söder verübt die Linke gewiss keine Anschläge, er muß nicht gestoPPt werden wie seinerzeit StrauSS. Ein bisschen Pragmatismus muß schon sein, wenn man sich alle politischen Optionen offenhalten will – Söder hat aus den Erfahrungen des seligen FJS offenbar gelernt.

Linksextremen den Geldhahn zuzudrehen hat schon eine andere Kristina von der Union einmal vergeblich versucht: Kristina Schröder, Familienministerin im Kabinett Merkel Zwo. Sie wollte Subventionen im Kampf gegen Rechtsextremismus von einem Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung abhängig machen und mit einem Teil des Budgets auch Linksextremismus bekämpfen. Das kam nicht nur bei den Linken schlecht an, sondern auch in der eigenen Partei: Linksextremismus und Rechtsextremismus auf die gleiche Stufe zu stellen, also das geht mit der Merkel-CDU gar nicht!

Kristina Schröder bei der Präsentation der neuen Anne-Frank-Wanderausstellung im Deutschen Bundestag (2012)
Scott-Hendryk Dillan (Diskussion) 23:57, 20. Jun. 2012 (CEST) – Eigenes Werk
Dr. Kristina Schröder hält eine Rede zur Präsentation der neuen Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums im Deutschen Bundestag
CC BY-SA 3.0

Kristina Schröder hat sich dann bald von der Politik verabschiedet und ins Privatleben zurückgezogen. Das Problem soll demnächst über ein sog. „Demokratieförderungsgesetz“ im Sinne nachhaltiger Finanzierung der „Zivilgesellschaft“ gelöst werden. Renate Künast hatte erst vorletzte Woche dieses Gesetz im Bundestag angemahnt, die Antifa brauche schließlich finanzielle Planungssicherheit.

Reiter hat dagegen weiterhin ganz München im stechenden Blick aus stahlblauen Augen, die feste Entschlossenheit suggerieren. Das hat offensichtlich auch bei den angeblich so milden Freunden der Grünen seine Wirkung nicht verfehlt: die Habenschaden-Klientel fand sich zum größten Teil an seiner Seite wieder und blieb auch nicht zu Hause in der Annahme, die Wahl sei ohnehin gelaufen. Allgemein überraschend die hohe Wahlbeteiligung unter erschwerten Bedingungen. Politikverdrossenheit sieht anders aus.

Auf den Plakaten erinnerte Reiter an einen anderen Ritter im Kampf gegen Rechts: an Thomas Haldenwang. Rein phänotypisch präsentiert sich dieser mit seiner akkuraten Bürstenfrisur eher wie ein Vertreter des Stahlhelms als ein Freund antifantischer Narrative – „ganz Mann der Dienste“ beschrieb ihn die FAZ.

Thomas Haldenwang auf der Innenministerkonferenz 2018 in Magdeburg
Olaf Kosinsky – Eigenes Werk (Wikipedia)

Haldenwang ist zumindest optisch ein CDU-Mann der Zeit vor Merkel, als man noch so aussehen durfte wie er – und wie’s im Kopf drinnen aussieht geht niemand was an. Seit einiger Zeit darf man wieder so aussehen, der typische „Broken windows look“ der Verdammten dieser Erde bzw. ihrer Sympathisanten (böse Menschen nennen ihn „linksgrün versifft“) scheint den bürgerlich arrivierten Kämpfern für eine bessere Welt nicht mehr ganz geheuer zu sein. Stahlhelm und Krawatte also erlaubt, vorausgesetzt, die Gesinnung stimmt.

Quelle: Wikipedia

In diesem Sinne ist Reiter der ideale Mann für eine Landeshauptstadt, in der globalisierte „Anywheres“ den einst berühmt-berüchtigten Gegensatz zwischen Altbayern und Zuagroast’n  in Beliebigkeit aufgelöst haben. Keine Chance für „Wieder München werden“, schließlich gibt es nichts Farbiges im „Bunten“. Der nächste „Christopher Street Day“ kann kommen…

…sofern er nicht von „Corona“ ausgebremst wird, so wie der „Internationale Tag gegen Rassismus“ am 21. März, den Reiter mit seiner Miri Heigl, der “Leiterin der Fachstelle für Demokratie“ und anderen einschlägig bekannten Mitstreitern wie Georg Restle (Leiter des „Monitor“-Politmagazins „unserer“ ARD) so schön vorbereitet hatte und dann nur im Netz und den Zeitungen präsentieren konnte.

Miriam Heigl. Bildquelle: pi-news

„Rassismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“ war einst ein Slogan der Jusos, den man mit dem etwas verschachtelten „Die einzige Ansicht, die ein Verbrechen sein könnte, ist diejenige, Meinungen könnten Verbrechen sein“ kontern konnte. Solange Deutschland ethnisch einigermaßen homogen war, war das Thema auch nicht wirklich aktuell. Wind aus Übersee hat die Segel der Jusos dann mächtig aufgebläht, und die Jusos von gestern sind die SPD von heute.  Jetzt haben wir „100% Menschenwürde“ gemäß Juso-Definition, und wem das nicht passt bekommt eine aufs Maul – „BreiBuBü“ macht’s möglich!

Miriam Heigl mit SPD-Wahlkampfleiter Pfaffmann (Foto: „metropolico“)

Der Vollständigkeit halber: Miriam Heigl, die bereits bei Ausschreitungen rund um den Gipfel der G8 in Genua 2001 ihren Mut und ihr großes Herz unter Beweis gestellt hat, wurde nebst ihrer „Fachstelle“ nicht von Reiter sondern bereits von seinem Vorgänger Christian Ude in Amt und Würden gebracht, einem der Kultbürgermeister Münchens.

Interview mit Miriam Heigl im „Wall Street Journal“ (6.8.2001) anlässlich der zum Teil gewalttätigen G-8-Prosteste in Genua (Italien)

Auch er hatte ein ausgesprochen bürgerliches Image, das nicht unbedingt auf einen Willen zu verbissenem „Kampf gegen Rechts“ schließen ließ. Dieser „Kampf“ mit dem „Aufstand der Anständigen“ begann bekanntlich im Herbst 2000 unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder im Gefolge eines Anschlags auf die Synagoge in Düsseldorf und entsprechenden Forderungen der damaligen Leitung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Als Täter des Anschlags, bei dem keine Personen zu Schaden kamen, wurden später zwei junge Araber ermittelt, die mit ihrer Tat gegen den umstrittenen Besuch Ariel Scharons auf dem Tempelberg von Jerusalem protestieren wollten. Der „Aufstand der Anständigen“ dauert seither an. Wer nicht mitmacht ist eben unanständig.

Genau genommen ist Dieter Reiter für München ähnlich alternativlos wie die gute Kanzlerin für Berlin. Die Presse hat das mit der ihr eigenen Sensibilität aufgegriffen: „Roter Riese“ titelte die AZ, „Riese Reiter“ die konkurrierende tz. Wie wohltuend ist doch die Pressefreiheit im besten Deutschland, das es je gab!   

Anhang:

Der Text wurde auch in unserem Partner-Blog „Conservo“ veröffentlicht, und u.a. so kommentiert:

Querverweise:
https://bayernistfrei.com/2020/03/11/reiters-fassade/

Der gehorsame Bürger kaserniert sich – der Staat lässt alle Türen offen

Während sich der gehorsame Bürger brav kasernieren lässt, lässt die Regierung skandalöserweise alle Türen  weit offen. Leider nicht nur für das Lebensnotwendige, sondern ungeachtet der Corona-Krise in fahrlässiger Weise weiterhin brutal offen für wilde Zuwanderung und illegale Migration.

Während die Mobilität der Bürger jeden Tag mehr eingeschränkt wird, und die Bürger damit beschäftigt sind, aus dem HomeOffice heraus die Wirtschaft und vitalen Funktionen des Staates aufrecht zu erhalten, schafft es Innenminister Seehofer nicht einmal die geltenden Gesetze anzuwenden und Illegale an den Grenzen zurück zu weisen.

Andere Länder schließen folgerichtig und legal ihre Grenzen und Einfallstore, um Schaden vom eigenen Volk abzuwenden. Italien stoppt wegen der Seuchengefahr klugerweise die  illegalen Bootsmigranten – trotz hell-europäischer Abnahmegarantie.  Italien lässt die „clandestini“ nicht mehr an Land. Basta.  Seehofer und Gerald Knaus, der geistige Vater des deutschland-schädlichen EU-Türkei-Deals reiten populistische Motive einen unverantwortlichen Kurs gegen alle Vernunft zu fahren. In Krisen-Situationen sind scharfsinnige Analysen, kluge und weitsichtige Entscheidungen, beherztes Handeln und effektive Maßnahmen gefragt, kein Aussitzen und Lavieren in Manier der Pfarrerstochter. Strategen wie Dr. Curio (AfD) zeigen den notwendigen Mut zur Wahrheit:

Brief aus Italien an Merkel und Macron

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?

Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl? Dahin!
Dahin möcht‘ ich mit dir,
O mein Geliebter, ziehn.

Johann Wolfgang von Goethe

Die Wut der Südeuropäer auf die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich bereits vor zehn Jahren in Gesprächen mit der einheimischen Bevölkerung erahnen. Merkel war gleichermaßen unbeliebt in Griechenland, Serbien, Kroatien, Italien und anderswo. Und das ist noch diplomatisch formuliert. Was Silvio Berlusconi hinter vorgehaltener Hand über Merkel und Kapo Schulz (SPD) sagte, bewies nur, daß helle Köpfe schon sehr früh das richtige Gespür für eine Kanzlerin hatten, welche in den deutschen Zwangsmedien stets nach dem Schema „Wir Merkeldeutschen sind die Guten, die anderen wie Putins Russen, Erdogans Türken oder die Chinesen, das sind die Bösen, dort gibt es keine Meinungsfreiheit, keine Pressefreiheit, keine Demokratie!“ glorifiziert wurde.

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EU-Solidarität: Berlin verzichtet auf Raub italienischer Schutzmasken

Deutschland verzichtet ab sofort auf Raub italienischer Gesichtsschutzmasken und feiert dies als humanitäre Geste.
Der deutsche Zoll beschlagnahmt Hygieneartikel, die sich Leute aus China bestellen. Betroffen sind vor allem Firmen aber auch Staaten wie Italien und die Schweiz, sofern Deutschland Transitland ist.
Der fehlende Part hat recherchiert: EU-Solidarität: Berlin verzichtet auf Raub italienischer Schutzmasken weiterlesen

Corona-Pandemie – Einstieg in den totalitären Überwachungsstaat?

Die Ereignisse überschlagen sich. Was vor wenigen Tagen noch in Stein gemeißelt schien, ist heute schon wieder Makulatur. Wie der Beginn der Olympischen Sommerspiele am 24. Juli 2020 in Tokyo. Nicht zuletzt auf Druck etlicher Athleten und NOKs wurden die Olympischen Spiele in Tokyo Hals über Kopf wie die für 1940 geplanten abermals abgesagt. Niemand der Entscheidungsträger würde sich dem Vorwurf aussetzen wollen den Tod von Athleten und Zuschauern fahrlässig verschuldet zu haben.

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Russische Armee mit 100 Seuchenärzten in Italien


Vorgestern bat Italiens Premierminister Conte am Telefon Putin um Hilfe und gestern flog ein Seuchenbekämpfungsbatallion der russischen Armee mit 100 Ärzten und 9 schweren Lastflugzeugen mit ca 500t medizinischer Ausrüstung nach Italien, wo die Ärzte enthusiastisch empfangen wurden und sofort an die Arbeit gingen. Inzwischen sind weitere Flugzeuge hinzugekommen. Erst vor 1 Woche hatte China ähnliche Hilfe in etwas kleinerem Maßstab geschickt. Derweil ist die EU handlungsunfähig und die Berliner Regierung könnte mit Merkel in Quarantäne gezwungen werden. Die EU wird daran nicht zerbrechen. Vielmehr wird es als Argument zur Verlagerung weiterer Kompetenzen nach Brüssel dienen. Man wird argumentieren, dass nur Riesenstaaten in der Lage seien, Seuchen zu bekämpfen. Dagegen spricht aber, dass auch die USA, die in Italien Stützpunkte haben, handlungsunfähig sind.

Auch Kuba leistet derzeit für Italien mehr als EU und USA zusammen.

Italiens Außenminister Luigi Di Maio erklärt beim Empfang am Flugahafen: „Dank Russland ist Italien nicht allein“.
Serbien dankt China und Russland wegen Covid-19-HilfeAuch Serbien erhält gerade massive Hilfen von China.  Ministerpräsident Vucic bedankt sich für die „Rettung Tausender von Menschenleben“, und die Presse preist auch Russlands Rettungseinsatz.
Derweil schnellen die Infektionszahlen in NRW exponenziell in die Höhe, und die Masken und Schutzanzüge reichen mitunter nicht einmal mehr für das medizinische Personal. In Heinsberg sind 1000 infiziert und 22 gestorben. Ein Landrat hat China um Hilfe gebeten und gleich eine Zusage erhalten, während Heiko Maas durch Transport von ein paar Covid-19-Patienten aus Bergamo nach Sachsen die gebotenen Zeichen für ein solidarisches Europa setzt. Westliche Leitmedien außerhalb Italiens berichten derweil über Russlands substanzielle Hilfen auffallend wenig. Auch von den funktionstüchtigen Schnelldiagnosegeräten, die in Moskau den Bürgern innerhalb von 15 Minuten eine zuverlässige Covid-19-Diagnose liefern, und von den 6 bereits in Novosibirsk entwickelten Impfstoffen, die gerade in Phase I getestet werden und ermutigende Ergebnisse liefern, liest man außerhalb der russischen Welt nichts. Die russischen MenschenrechtlerInnen, von denen westliche Zeitungen ihre Berichte abschreiben, haben wohl noch nicht herausgefunden, wie sie das ganze negativ darstellen können. Immerhin erhebt aber „Human Rights Watch“ im Zusammenhang mit der Corona-Krise schon den Zeigefinger gegen Russland (und auch Ungarn und andere übliche Verdächtige), und die EU hat erst gerade von russischer Desinformation fabuliert.

Virengebeutelte Glozis erfinden Fakenews über Fakenews

Die EU betreibt seit dem Maidan-Coup von 2014/15 eine Agentur für antirussische Desinformation namens Euvsdisinfo oder «East StratCom Task Force». Er ist Teil des «European External Action Service (EEAS)», hat ein Jahresbudget von 3 Millionen Euro und beschäftigt 16 Leute vollamtlich damit, russische Medieninhalte in verdrehter Form wiederzugeben und dem Kreml zuzuschreiben. In dem Moment, wo die NATO ihren massiven Aufmarsch an Russlands Grenzen namens „Defender 2020“ nun doch wegen des Schengener Virus abblasen muss, schaltet sie offenbar auf Tele-Arbeit um. Eine substanzlose Propagandameldung von der EU-Agentur für antirussischen Desinformation dröhnt durch den Blätterwald, der alles, wie es sich gehört, artig brühwarm weiterreicht. Denn, wie uns EUvsDisinfo lehrt, besteht der Unterschied zwischen freien und autoritären Medien darin, dass letztere keine eigene Faktenüberprüfung betreiben. Dazu tischt uns EU-Disinfo wieder die Märchen über Petersburger Trollfarmen auf. Virengebeutelte Glozis erfinden Fakenews über Fakenews weiterlesen

Söder im Umfrage-Hoch

Die Corona-Pandemie verbreitet verständlicherweise Verunsicherung und Schrecken. Völlig zu Recht. Für Markus Söder als Bundeskanzler in spe war das Virus ein Geschenk des Himmels. Früher als andere hatte Söder die Virulenz erkannt und die Gelegenheit am Schopfe gepackt. Söders entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verdienen durchaus großes Lob. Vielleicht hatten Söder auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (Österreich) und sein italienischer Amtskollege Conte wachgerüttelt, um den Ernst der Lage zu erkennen. Vielleicht war Söder auch bewußt, daß beherztes Handeln weniger riskant ist als sich durch Zaudern und irreversible Konsequenzen hinterher als Kanzler-Kandidat unter Rechtfertigungsdruck zu bringen und sich dauerhaft ins Abseits zu manövrieren.

Während in Italien die Zahl der Corona-Infizierten rapid anstieg schien sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel noch im Dornröschenschlaf zu befinden. Es sollte frappierenderweise bis zum 12. März 2020 dauern, bis sich die wenig alerte Kanzerin erstmalig – und vielleicht nur auf Drängen ihrer Souffleure – zum Thema Corona äußerte. Was aber wiederum typisch ist für Frau Kasner: in entscheidenden Momenten und Krisen lässt Merkel Führungsqualitäten komplett vermissen. Entweder reagiert sie dann konfus wie in der Banken- oder Flüchtlingskrise oder überstürzt wie nach Fukushima oder als Fähnchen im Wind wie in der Klima-Krise. Merkels Page in NRW, Armin der Zauderer, zeigt sich angesichts der Corona-Krise sichtlich überfordert. Laschets Auftritte beim Karneval untermauern, daß er bis dahin offenbar keinen blassen Schimmer von Corona hatte. Im Gegensatz zu seinen Rivalen Friedrich Merz, der nun mit anderen Prominenten oder Politikern wie Cem Özdemir oder Jutta Ditfurth vor Corona die Segel streichen mußte. Völlig von der Rolle sind derzeit die GRÜNEN: Robert Habeck wirkt orientierungslos, Katrin Göring-Eckardt, die Beauftragte für Stuss, schwadroniert über Gott und die Welt und in Bayern ruft Katharina Schulze am vorläufigen Höhepunkt der Corona-Bedrohung zum Kampf gegen den Rassismus auf.

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Markus Söder dagegen hat vielleicht noch gerade rechtzeitig die Kurve gekratzt. Am 6. März 2020 inszenierte sich Söder als Hauptredner inmitten von Linksextremen bei einer Demo gegen Extremismus in München mit 7500 Personen, obwohl das Robert-Koch-Institut Südtirol gerade zum Risikogebiet erklärte und die Zahl der Infizierten in Deutschland bereits die 500 erreichte. Was vermuten lässt, daß Söder am 6. März den Begriff „Verantwortungsbewußtsein“ im Zeichen des inkohärenten Populisten noch anders interpretierte oder einfach dem Kick einer Massenversammlung als Hochrisikoterrain für pathogene Keime nicht widerstehen konnte.

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Im Zeichen von Corona: 7500 Personen und Risikogruppen wie Omas auf´s Engste wie die Sardinen im „Kampf gegen Rechts“. Screenshot BR

Während Italien bereits am 24. Februar seine Städte abriegelte und Spanien am 15. März Ausgangssperren verhängte, schien für Söder das Infektionsrisiko bei den Kommunalwahlen in Bayern am 15. März noch nicht signifikant genug, um die Wahlen kurzerhand abzusagen.

Dann aber ging es sehr schnell. Am 18. März hielt die Bunteskanzlerin ihre Fernsehansprache, die von vielen Kritikern wie Vera Lengsfeld, Gabor Steingart oder Prof. Kekulé eher als Treppenwitz der Ereignisse rezipiert wurde.

Am 20. März hielt Söder – sich der staatstragenden Wirkung bewußt – eine Ansprache in überzeugender Manier, mit welcher er eine ähnliche Begeisterung auslöste wie Bundeskanzler Gerd Schröder mit seinen Gummistiefeln bei der Flutkatastrophe. Söder, das muß man ihm lassen, lässt Laschet und andere Kanzler-Kandidaten damit alt ausschauen. Während Söder durch anpackenden Pragmatismus imponiert verheddert sich Laschet beim Erbsenzählen. Der frühere Gesundheitsminister Söder, flankiert von einer kompetenten Gesundheitsministerin und Ärztin wie Dr. Melanie Huml und einem patenten Pragmatiker wie Hubert Aiwanger (Freie Wähler) steckt da Politiker wie Jens Spahn (CDU) oder den weltfremden Wanderprediger Karl Lauterbach (SPD) locker in die Westentasche.

Mehrheitlich werden die einschneidenden Maßnahmen – wenngleich mit einem mulmigen Gefühl – von denen, „die hier schon länger leben“ stoisch hingenommen. Probleme gibt es eher mit linksverpeilten und buntlastigen Individuen, die das Coronavirus ähnlich wie das Masernvirus für eine Erfindung von Pharmakonzernen halten. Besonders im rotrotgrünen Berlin mussten Polizeibeamte  wiederholt ausrücken um vernunftresistente Zeitgenossen auf Corona-Parties von der Einbildung zu befreien, sie hätten nur Rechte aber keine Pflichten.

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Am 22. März 2020 verschärften die Regierungschefs der Länder darauf – der Karneval und volle Fußballstadien bestimmten vor einem Monat noch den Alltag – die Einschränkungen. Demnach werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit grundsätzlich verboten.

Die Bundeskanzlerin wird diese Maßnahmen als Söders Getriebene in einer großen TV-Ansprache verkünden.

Unterdessen riegelt Tschechien seine Grenzen für möglicherweise ein halbes Jahr ab. An die Öffentichkeit dürfen Personen nur noch mit Mundschutz.

Die Ereignisse überstürzen sich. Das erinnert an die Ereignisse in den 1920er Jahren und die galoppierende Inflation.

Anhang:

Bundeskanzlerin Angela Merkel befindet sich nun höchstpersönlich in Quarantäne.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/coronavirus-bundeskanzlerin-merkel-in-quarantaene,RtzLdg4

 

Pariser Vorstädte rebellieren gegen Quarantäne

Die üblichen Verdächtigen in den Pariser Vorstädten wollen von Quarantäne nichts wissen und greifen die Ordnungskräfte mit Waffen an, sobald diese versuchen, sie durchzusetzen. Marine Le Pen hat desshalb eine totale Ausgangssperre für die Orte verlangt, die immer wieder von sich reden machen, seit Nicolas Sarkozy verprach, dort mit dem Kärcher aufzuräumen (was den schwäbischen Staubsaugerhersteller damals zur Distanzierung von Sarkozy veranlasste). Emmanuel Macron spricht heute durchaus treffend von einem „Separatismus“, der diese afroislamischen Vorstädte beherrsche. François Hollande sprach von verlorenen Gebieten und einer sich vollziehenden Spaltung des nationalen Territoriums. . Man will dort nicht zur Französischen Republik gehören, und man sieht diese als eine ungläubige feindliche Macht, die die eigene wirtschaftliche Basis (insbesondere Drogenhandel) bedroht. In Städten wie Clichy-Sous-Bois, St. Denis sur Seine und Chanteloup werden Ordnungskräfte immer wieder in Hinterhalte gelockt. Dazu legt man auch mal in einem Zirkus Feuer, den gerade Vorstadtkinder besuchen. Man bringt auch die eigenen Leute in Gefahr, um Polizisten töten zu können, die normalerweise diese rechtsfreien Zonen („zones du non-droit“, „nogo-areas“) nicht betreten. Deshalb kann es auch nicht verwundern, dass die Quarantäne, die eigentlich im Interesse der Vorstädte ist, sabotiert wird. Der Vergleich zum IS-Aufstand von Suhl drängt sich auf.
Die Bunte Republik macht indes auch während der Quarantäne-Zeit unbeirrt mit der heiligen Nichtzurückweisung an den Grenzen weiter. Niedersachsen stoppt unter Weil/Pistorius (SPD) sogar ausgerechnet während der Corona-Krise die Abschiebungen und lässt die Unberechtigten frei, obwohl gerade jetzt Flüge spottbillig wären.

Anhang

Auch einige Einheimische von der Schneeflocken-Generation haben Schwierigkeiten damit, die Regeln eines Notstands zu befolgen, doch die Motivlage ist eine andere und die Militanz entsprechend geringer.
In den USA regt der bitterböse blitzgescheite Buchautor Jared Taylor zur „separatistischen“ Aufteilung des nationalen Territoriums an, da andernfalls den Weißen überall eine demografische Überwältigung drohe. In Südafrika, wo die Verhältnisse für die Weißen zum Verzweifeln sind, versuchen die letzten Tapferen, sich ein Reservat (Homeland) zu erkämpfen. Auch das ist „Separatismus“.

Der Virus kenne keine Nationen, meinte Macron letzte Woche in einem letzten verzweifelten Aufbäumen gegen den Ruf nach Abriegelung Frankreichs. In unerwarteter Weise hat Macron Recht. Der Virus respektiert nämlich nicht nur nationale Grenzen sondern auch solche zwischen Ländern oder Städten oder noch kleineren Territorien. Ob die Grenzen Ethnien oder etwas anderes trennen, ist dem Virus egal. Die Zeit der Quarantäne ist eine Zeit des Separatismus. Sie ist daher auch eine Zeit, in der Markus Söder mit Bayern in Führung gehen kann. Mit devoten Euroglobalisten wie Merkel und Macron hätten wir noch mehr Zeit verloren. Dank Kleinteiligkeit entstand ein heilsamer Wettbewerb um die bessere Politik. So sollte es regelmäßig sein.
Eine Prügelei im Lidl-Supermarkt von Aubervilliers macht gerade wieder im Netz die Runde. Irgend eine Faktenkorrektive wird aufzeigen, dass sie schon etwas älter ist. Man sichere die Videos, solange es geht. Szenen dieser Art sind insbesondere in Vierteln mit afrikanischstämmiger Bevölkerung weltweit nichts ungewöhnliches. Auch am Rand von London kam es gerade zu echten Plünderungen, die von lokalen Medien mit dem Corona-Stress in Verbindung gebracht wurden. Hierzulande rufen Antifa-Gruppen auf Indymedia zu Plünderungen auf.
Macrons Regierungssprecherin Sibeth Ndiyaye warnt gerade Journalisten und Publizisten davor, einen Zusammenhang zwischen der Herkunft der Bevölkerung gewisser Viertel und ihrem Fehlverhalten zu suggerieren. Solche Äußerungen sind in Frankreich justiziabel. Leitmedien, die sich an das Thema heranwagen, betonen, dass die Verhaltensauffälligkeit der Üblichen Verdächtigen auf soziale Benachteiligung wie z.B. beengtes Wohnen zurückzuführen sei. Die Sozialwohnungen reichen oft nicht für die gefühlt 7-20 Kinder, die solche benachteiligten Familien zur Welt bringen. Deshalb fühlen diese Benachteiligten sich noch benachteiligter, wenn Ordnungskräfte sie aus öffentlichem Raum zurückdrängen wollen, der für sie zum lebenswichtigen Revier geworden ist. Laut neuesten soziologischen Erkenntnissen könnte es sich bei der Quarantäne daher um eine Form des institutionellen Rassismus handeln.

von humanitärem Schwindel – auch in Gaststätten und Hotels!